Was für Operationsverstärker benutzt ihr?

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von telefonhoerer, 7. Dezember 2014.

  1. Moin,
    wenn ich mir die Schaltpläner von Synth-DIY's anschaue, bin ich des öfteren entsetzt was für uralte (oft nicht mehr erhältliche) Bauteile verwendet werden.
    ich hab zwar noch ein paar T072 und OP07 aber das kanns ja nicht sein.

    grad die FET-OPs scheinen mir auch ein bisserl empfindlich bzüglich der ständigen rumstöpselei im modularsystem. Einen hohen Eingangswiederstand werd ich ja meist nur bei filtern oder OSC.'s benötigen.
    Für die EGs ( auf basis von
    http://schmitzbits.de/adsr.html) hab ich OPA270 verwendet.
    aber für Steuerspannungen brauch ich doch eigentlich kein lownoise-zeugs?
    ich hab noch eine Stange LTC1053, sowas müsste doch reichen.

    im Tonsignalzweig sieht es etwas anders aus, solte man da aus Vitagesoundsucht tatsächlich das alte Zeugs benutzen, oder sind da nich eher OP27OP/37 NE5542 o.ä. angebrauchter.?
    Bei den Fets würd ich auch eher auf die OP604/OP2134 zurückgreifen mit denen ich im Audiobereich gute erfahrungen gemacht habe.
    Was meint Ihr?

    Grüsse aus dem südhessischen Sumpf
    Martin
     
  2. Cyborg

    Cyborg bin angekommen

    Warum nicht? Ich hatte damit bisher keine Probleme, auch nicht mit der Beschaffung. IMO muss nicht alles neue immer auch unbedingt besser sein. Never change a running Op-Amp ;-)
     
  3. hesspet

    hesspet Tach

    Hat was mit der Tagesform zu tun :D

    Ich habe mal vor einiger Zeit irgendwo so 100 oder 200 LM324 geschenkt bekommen. Die müssen beim Basteln schon ab und zu mal böses aushalten. Tun sie, wenn auch schon mal mit roten Bäckchen.. Entsprechen ja, wenn ich mir recht entsinne, Deinen 1053. Testaufbauten etc... Ansonsten, wenn es darum geht, etwas wirklich ins Rack zu bauen, kann's TL07x aufwärts sein. Die tun's ganz gut. Für spezielle Sachen z.B. Buffer für Piezos oder Vorverstärker: NE5532 da fliegen auch noch 50 oder 100 Stück rum, auch nicht mehr ganz taufrisch, aber ich höre da kein Rauschen mehr raus, für mich sind die Teilchen ganz OK.

    Für Hochgenaues, ansonsten alles was "HighPrecision" verspricht (bzw. bei Schaltungsnachbauten mgl. immer das Orginalbauteil wie vorgesehen). Bei Gesamtbaukosten von Modulen über 100 Euro will ich mich später einfach nicht wg. Rauschen oder irgendwelchen Unzulänglichkeiten rumärgern nur weil ich 2-3 Euro sparen wollte. Bei Arbeitsaufwänden von 3-4 Wochenden versuche ich doch eher ein bisserl mehr als zu wenig auszugeben.

    Mit der Strategie bin ich bisher ganz gut gefahren.

    Ich nutze die TL07x vor allem deshalb gerne, weil in TSPice der Standard OPAMP in etwa die gleichen Ergebnisse wie später die Schaltung liefert. Ich bin da so ein wenig Fan von Analogrechnern geworden. Das passt immer alles ganz gut. Vor allem bin ich dazu übergegangen sogar eher die TL072 zu nutzen. Die lassen sich auf Streifenraster/Lochraster besser verdrahten als die mit 4 OpAmps drin. Da wird's mir auf meinen Standardplatinchen zu eng.
     

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