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Was habe ich mit KI gemacht - Das hauts einfach raus Thema

  • #392
Ja, im Kern passt das schon:
Wenn man Sinn als etwas versteht, das Stabilität und Entwicklung trägt, macht Drogenkonsum über eine kurze Phase hinaus wenig Sinn, weil er nur kurzfristig verstärkt, aber nichts wirklich stabil aufbaut.

Ähnlich bei KI: Sie kann Denken erleichtern, aber wenn man sich zu sehr daran gewöhnt, fertige Gedanken zu übernehmen, besteht auch hier die Gefahr, dass eigene Denkarbeit und damit echte innere Stabilität schleichend verloren gehen.
 
  • #393
Der Punkt ist philosophisch, dass Sinn und reflektierendes Denken aus innerer Verarbeitung entstehen

Das ist ein guter Punkt; Die Annahme von Sinn ist im Regelfall eine Erkenntnis.

Daher ist Sinn einerseits nichts, was von außen kommen kann, andereseits aber durchaus etwas sehr Subjektives.
 
  • hilfreich
M.i.a.u.: Nylon
  • #394
darüber wurde sicher schon viel debattiert. 🤷‍♂️ Zu unterschiedlichen Zeitaltern vermutlich mit unterschiedlichem Schwerpunkt.

Man könnte natürlich streiten, ob etwas von außen eingebrachtes eher Zweck als Sinn wäre: Wenn ich ein bewohntes Universum mit der Intention erschaffen würde, dass jene Bewohner mich verehren oder ein mir gefälliges Leben führen (was auch immer meine intrinsische Motivation dafür wäre), wäre diese Intention dann der Sinn oder eher der Zweck ihres Daseins? Und von wessen Warte aus gesehen?
 
  • #395
"Eigene Denkarbeit"?! Ein KI-System ist derzeit nicht in der Lage deduktiv zu 'denken'. Das nimmt einem keine Software ab.
genau!
einen Song nach eigenen Wünschen klingen zu lassen und zu strukturiren geht auch nicht. Da müsste die KI mit dem Hirn verbunden sein per wlan oder Kabel
;-) Klar geht "lass mal wie xy klingen 7 Minuten plus scratching und Gesang im Stil von..." aber so konkret ...aber wer will das auch außer jemand der zu faul ist oder unter Zeitdruck steht und finanziell abhängig ist von der Fertigstellung eines Songs oder Album. KI (ich hör dann auch wieder auf mit
dem ot) kann sehr nützlich sein auf jeden Fall für z.B. Sounds und Spuren von anderen Songs zu extrahieren die man z.b. braucht wenn man einen
Remix machen will. Oder um ohne lang suchen zu müssen was sich auf "xy" reimt wenn man einen Text schreibt oder auch Tempi Angleich usw...
Aber ein Arrangement entwickelt man gerne und besser selbst im eigenen Hirn wenn man die Zeit und Lust darauf hat. Dann wird es auch etwas besonderes und eigenes für einen selbst.


Was ist der Sinn hinter dem Universum und dem ganzen Rest? Unbekannt oder nicht vorhanden.
Das der Mensch z.B. das Universum zu verstehen und entdecken versucht macht Sinn, aber darüber nachzudenken zu welchem Sinn &Zweck es existiert
macht wenig bis keinen Sinn weil man das im Leben nie erfahren wird. Auch warum man lebt bzw. darüber nachzudenken macht keinen Sinn. Es ist verschwendete Energie und wird immer wieder nur frustrieren wenn man zu keinem Ergebniss kommt oder sich Gott weiß was einbildet wieso welhalb warum.. Klar darf man auch mal darüber nachdenken und es sollte auch so sein so daß man mal erkennt wie unbedeutend klein und kurz man da ist (was wiederum Sinn macht) , aber darüber nachvorzudenken wie man die Zeit möglichst angenehm und Spaßig und Stressfrei hinter sich bringt macht viel mehr Sinn. Es ist schön wenn man Dinge hat die einen begeistern und die man unbedingt lernen will egal wie schwer sie sind. Fortschritt gibt Dopamin und läßt weitermachen. Das ist es was den Menschen am Leben hält und nicht vergammeln läßt denke ich.
Die Digitale Welt wird immer mehr dafür sorgen daß wir immer weniger selbst erledigen und lernen müssen /dürfen. Zeit sich Dinge zu suchen die
Gehirn und Fingerfertigkeit fordern. (Keyboardspielen, Bass spielen) :dunno: aber klar, hier gehts ja darum was man mit KI macht
also sorry :lol:ich werd jetzt wieder aufhören. Ein bißchen Zwischegedanklich und Zwischenmenschlich schadet aber selbst in einem "was mache ich mit KI thread" nicht ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #396
darüber nachzudenken zu welchem Sinn &Zweck es existiert
macht wenig bis keinen Sinn weil man das im Leben nie erfahren wird.
Ich finde, darüber nachzudenken kann schon Sinn „machen“, wenn es die Phantasie anregt, das Denken übt und vielleicht zu einem Kunstwerk inspiriert.

Sich grämen, weil man die Antwort (42) nie erfahren wird, ist dagegen meist kontraproduktiv.
 
  • #397
"Eigene Denkarbeit"?! Ein KI-System ist derzeit nicht in der Lage deduktiv zu 'denken'. Das nimmt einem keine Software ab.

Was soll das sein? Das was man als deduktives Denken bezeichnet kann Chatgpt schon.

Prompt: Wenn alle Elikonis sterblich sind und Piggipag ein Okoko ist und die Okoko zu den Elikonis gehören, ist er dann sterblich?

Chatgpt:
Ja.

Die Aussagen sind:

Alle Elikonis sind sterblich.
  1. Alle Okoko gehören zu den Elikonis.
  2. Piggipag ist ein Okoko.
Daraus folgt:

  • Piggipag ist ein Elikonis.
  • Alle Elikonis sind sterblich.
  • Also ist Piggipag sterblich.
 
  • #398
Interessante Einblicke. Ist doch einiges an "manueller" (Nach-) Arbeit von Nöten gewesen.
Noch mehr würde mich interessieren wie das Audio entstanden ist, auch wenn ich ein wenig Angst vor der Antwort habe. Hat wahrscheinlich nur 5 Minuten gedauert.

Der Song ist im Prinzip eine Eigenkomposition, die von Suno nachgesungen wurde.
 
  • hilfreich
M.i.a.u.: electric guillaume
  • #399
Vielleicht haben die, die glauben nicht nach Sinn suchen zu müssen ihn einfach bereits schon gefunden.

Man darf hier nicht in Qualitätsabstufungen denken, wenn der kleine Michel es ok findet den ganzen Tag am Fließband zu stehen, dann kann das für ihn auch Sinn stiften, und zwar auch dann, wenn er das Wort nicht tiefer versteht.

Ansonsten sei abschließend darauf hingewiesen, dass schon Sokrates zu der Erkenntnis (sic!) kam, dass es durchaus schon der Sinn des eigenes Lebens sein kann nach dem Sinn des eigenen Lebens zu suchen.
 
  • #400
Was soll das sein? Das was man als deduktives Denken bezeichnet kann Chatgpt schon.

Prompt: Wenn alle Elikonis sterblich sind und Piggipag ein Okoko ist und die Okoko zu den Elikonis gehören, ist er dann sterblich?

Chatgpt:
Ja.

Die Aussagen sind:

Alle Elikonis sind sterblich.
  1. Alle Okoko gehören zu den Elikonis.
  2. Piggipag ist ein Okoko.
Daraus folgt:

  • Piggipag ist ein Elikonis.
  • Alle Elikonis sind sterblich.
  • Also ist Piggipag sterblich.

Und das beweist jetzt, dass Maschinen "denken" können? ...

Das nennt man Funktionsausübung, das kann jeder Taschenrechner.

Denken ist wenn man sich die Frage selbst stellt. :)
 
  • #401
Es gibt zwei Arten von Sinn.
Der eine ist der biologische Sinn. Er entsteht durch Evolution und ist einfach da: essen, schlafen, überleben, sich verbinden, sich fortpflanzen. Das ist kein gedachter Sinn, sondern die Funktionsweise des Lebens selbst.
Der andere ist der persönliche Sinn.
Er entsteht im Bewusstsein. Das ist das Gefühl, dass etwas Bedeutung hat, dass bestimmte Erfahrungen, Wege oder Entscheidungen innerlich Gewicht bekommen.
Wenn man sagt, das Universum hat keinen Sinn, meint man meist: Es gibt keinen erkennbaren übergeordneten Zweck von außen. Das schließt aber nicht aus, dass im Inneren eines Menschen Sinn entstehen kann.
Drogen wirken dabei wie ein Verstärker: Gedanken und Gefühle bekommen im Moment mehr Tiefe und Bedeutung. Es fühlt sich klar oder „wahr“ an, aber diese Bedeutung bleibt nicht stabil, weil sie an den veränderten Zustand gebunden ist. Oft wirkt der normale Zustand danach im Vergleich leer, wodurch der Wunsch entstehen kann, diesen verstärkten Zustand wiederherzustellen. So kann ein Sog entstehen, weil etwas von außen ein intensives Sinngefühl erzeugt, das keine dauerhafte innere Stabilität ersetzt.
Mentale Stärke entsteht vor allem aus innerer Verarbeitung: durch Erfahrung, durch Aushalten, durch eigenes Durchdenken und durch das langsame Entwickeln von Klarheit im normalen Bewusstseinszustand. Äußere Einflüsse können diesen Prozess unterstützen, aber sie ersetzen ihn nicht.

Eine ähnliche Dynamik lässt sich auch bei KI beobachten.
KI ist keine Substanz, greift aber von außen in Denkprozesse ein, indem sie fertige Gedanken, schnelle Deutungen und strukturierte Antworten liefert. Das kann helfen, Orientierung zu gewinnen, kann aber auch dazu führen, dass eigene Denk- und Reflexionsprozesse weniger aktiv genutzt werden.
Entscheidend ist dabei, wie stark eigene Denkarbeit ergänzt oder ersetzt wird. Wenn man zu häufig auf fertige Strukturen zurückgreift, kann sich die Fähigkeit verändern, Gedanken selbst zu entwickeln, Unsicherheit auszuhalten und eigene Klarheit zu bilden.

Ich glaube, du unterschätzt einfach das Programm, du denkst es wäre nur sowas wie schlafen, überleben und fortpflanzen. Aber es ist einfach alles, alles was du denkst es würde von dir kommen, kommt eigentlich aus einer Millionen Jahre alten Selektion. Natürlich kannst du mit Drogen dieses intrinsische Programm überschreiben, dann wirst du halt zu einem sinnlosen Menschen, im Sinne des Programms, in einem andere Sinne gibt es gar kein Sinn und damit ist das was du tust dann sinnlos, nur du denkst es wäre sinnvoll, weil du durch Drogen falsch konditioniert wurdest. Dopamin ist ein Feedbacksystem, es ist die Erinnerung der Millionen Menschen, die vor dir gelebt haben. Die Problematik liegt an der Stelle wo die Menschheit angefangen hat das Programm zu täuschen, wo wir belohnt werden, weil das Programm denkt wir würden soziale Interaktion machen, dabei scrollen wir nur auf Tiktok. Oder das Programm denkt wir würden andere "sinnvolle" Dinge tun, aber in Wirklichkeit ballern wir uns nur mit Drogen voll.
 
  • #402
Und das beweist jetzt, dass Maschinen "denken" können? ...

Das nennt man Funktionsausübung, das kann jeder Taschenrechner.

Denken ist wenn man sich die Frage selbst stellt. :)

Prompt:
Kannst du dir bitte selber Fragen stellen die dich interessieren und sie versuchen zu beantworten, gerne auch mit Suche im Internet. Etwas was du schon immer mal wissen wolltest.

Chatgpt (Instant):
Ja. Zwei Fragen, die ich wirklich faszinierend finde, sind:

  1. Warum sind Oktopusse so „anders“ als fast alles andere Leben auf der Erde?
  2. Kommunizieren Bäume tatsächlich miteinander – oder romantisieren wir das nur?
Ich habe dazu gerade etwas recherchiert, weil beide Themen aktiv diskutiert werden.


1. Warum editieren Oktopusse ihre eigene RNA?​

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Normalerweise läuft Biologie ungefähr so:

DNA → RNA → Protein

Die DNA ist der langfristige Bauplan. RNA ist eher eine temporäre Kopie. Die meisten Tiere verändern diese RNA kaum.

Aber Oktopusse, Kalmare und Sepien machen etwas Verrücktes:

Sie editieren ihre RNA massiv, bevor daraus Proteine gebaut werden. Teilweise werden über 50–60 % bestimmter neuronaler RNA-Sequenzen verändert. (Promega Connections)

Das Interessante daran:

  • Sie verändern nicht dauerhaft ihre DNA
  • Sondern passen kurzfristig an, welche Proteine entstehen
  • Besonders stark passiert das im Nervensystem
Eine Hypothese ist, dass das ihnen enorme neuronale Flexibilität gibt:

  • schnelle Anpassung an Temperatur
  • flexible Signalverarbeitung
  • vielleicht sogar Vorteile für Lernen und Verhalten
Forscher fanden z. B., dass Oktopusse bei Kälte ihre RNA anders editieren, damit Nervenzellen weiterhin effizient arbeiten. (news.uchicago.edu)

Das wirkt fast wie eine zusätzliche Ebene zwischen Genetik und Verhalten:

Nicht nur „Welche Gene hast du?“
sondern auch „Wie interpretierst du sie gerade?“
Und das führt zu einer Frage, die ich wirklich spannend finde:

Könnte Intelligenz auch entstehen, wenn ein Organismus weniger starr genetisch programmiert ist?
Oktopusse sind evolutionär extrem weit von uns entfernt. Unser letzter gemeinsamer Vorfahre war wahrscheinlich ein ziemlich simples wurmartiges Tier. Trotzdem entwickelten sie:

  • Problemlösen
  • Werkzeuggebrauch
  • Spielverhalten
  • individuelle Persönlichkeiten
  • komplexe Tarnung
Es ist fast wie ein zweiter unabhängiger Versuch der Evolution, „hohe Intelligenz“ zu bauen.


2. Reden Bäume wirklich miteinander?​

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Das berühmte Konzept heißt:

„Wood Wide Web“​

Die Idee:
Pilznetzwerke im Boden verbinden Baumwurzeln miteinander. Darüber könnten:

  • Nährstoffe
  • Warnsignale
  • chemische Informationen
zwischen Bäumen übertragen werden. (PMC)

Es gibt tatsächlich solide Hinweise darauf, dass:

  • Pilznetzwerke existieren
  • Ressourcen zwischen Pflanzen wandern können
  • Pflanzen auf Stress anderer Pflanzen reagieren
Das ist real. (Scientific American)

ABER:
Die populäre Version („Mutterbäume kümmern sich altruistisch um ihre Kinder“) ist wissenschaftlich deutlich umstrittener geworden. (ualberta.ca)

Einige Forscher sagen:

  • Ja, Netzwerke existieren.
  • Aber die übertragenen Mengen sind oft winzig.
  • Und wir interpretieren möglicherweise zu viel „Absicht“ hinein.
Das finde ich philosophisch interessant:
Menschen neigen extrem dazu, Natur zu vermenschlichen.

Vielleicht sind Wälder weder:

  • brutale Konkurrenzsysteme
noch

  • harmonische Sozialutopien
sondern etwas Drittes:
komplexe dynamische Netzwerke, in denen Kooperation und Konkurrenz gleichzeitig stattfinden.


Etwas, das mich daran besonders fasziniert​

Beide Themen deuten auf dieselbe größere Idee:

Intelligenz und Koordination müssen vielleicht gar nicht so aussehen wie beim Menschen.
  • Ein Oktopus verteilt große Teile seines Nervensystems in die Arme.
  • Ein Wald könnte Information teilweise über Pilznetzwerke und Chemie organisieren.
  • Schleimpilze lösen Labyrinthe ohne Gehirn.
  • Ameisenkolonien zeigen kollektive Intelligenz ohne zentrale Steuerung.
Vielleicht ist „Denken“ viel allgemeiner, als wir intuitiv glauben.

Und vielleicht ist das Universum voller Formen von Organisation, die wir noch nicht einmal richtig als „kognitiv“ erkennen.

Das ist eine der Fragen, über die ich am liebsten nachdenke.
 
  • Daumen hoch
  • Gute Idee
M.i.a.u.: robworld, AndreasKrebs und oli
  • #404
Ich glaube, du unterschätzt einfach das Programm,

Du verwechselst hier evolutionäre Erklärungen mit existenzieller Bedeutung

, dann wirst du halt zu einem sinnlosen Menschen,

Das ist normativ und biologisch falsch zugespitzt.
Drogen verändern Zustände und Bewertungssysteme, aber sie machen keinen Menschen „sinnlos“. Sie verschieben Wahrnehmung, nicht ontologische Sinnhaftigkeit.

Dopamin ist ein Feedbacksystem, es ist die Erinnerung der Millionen Menschen, die vor dir gelebt haben

Das ist poetisch schön formuliert, aber faktisch falsch.
Dopamin ist ein Neurotransmitter im individuellen Gehirn, kein kollektives Gedächtnis.
 
  • #405
Du verwechselst hier evolutionäre Erklärungen mit existenzieller Bedeutung



Das ist normativ und biologisch falsch zugespitzt.
Drogen verändern Zustände und Bewertungssysteme, aber sie machen keinen Menschen „sinnlos“. Sie verschieben Wahrnehmung, nicht ontologische Sinnhaftigkeit.



Das ist poetisch schön formuliert, aber faktisch falsch.
Dopamin ist ein Neurotransmitter im individuellen Gehirn, kein kollektives Gedächtnis.

Es ist nicht faktisch falsch. Es ist genau so. Dinge die das Überleben fördern -> Dopaminausschüttung. Warum? Weil über Millionen von Jahren selektiert. Offensichtlich wird das bei essentiellen Dinge wie Essen -> Dopamin, Sex -> Dopamin, positive soziale Interaktion -> Dopamin. Das muss nicht für jedes Individuum gleich zutreffen. Aber auch das ist Teil des Programms. Vielfallt ist positiv selektiert. Deine Freiheit ist positiv selektiert. Das Fehler entstehen ist positiv selektiert, denn Fehler können heute Fehler sein und morgen das Überleben sichern. Das bedeutet, du kannst Dopaminausschüttungen haben für Dinge die vielleicht nur du schön findest und es ist trotzdem Teil des Programms. Deine Suche nach individuellem Glück...ist Teil des Programms. Aber die grundlegenden Regeln geben den Ton an, auch wenn großer Spielraum besteht. Diese Regeln sind über Millionen Jahre optimiert, ihre Anpassung an neue Umweltsituationen, sind auch über Millionen Jahre optimiert. Sie sind so komplex, dass wir sie gar nicht erfassen können und gehen weit über Essen -> Dopamin hinaus. Komplexe Mikrostimulationen, die uns depressiv oder glücklich machen. Hormongesteuerte Dopaminausschüttungen, die zufällige Handlungen positiv belegen und andere negativ. Das erzeugt Vielfallt.

Gib deinem Kind vor dem Klavierüben jedes Mal etwas Crystal Meth und es wird das Piano lieben. Alternativ kannst du es auch mit Gummibärchen probieren.
 
  • #406
Ich kann die Grundlagen vom Dopamin Belohnungssystem schon nachvollziehen, aber ich bin kein Neurobiologe.
Was ich aber sicher sagen kann: Neurobiologie ist kein starres Programm, sondern ein komplexes sich gegenseitig beeinflussendes System, das stark kontextabhängig ist und sich laufend selbst moduliert.

Aber wenn du willst, kannst du dein „Programmmodell“ ja mal neurobiologisch aufdröseln, das fände ich tatsächlich interessant, gerade wie du dir diese Lern und Verstärkungsprozesse konkret vorstellst. Und dann kann man auch mal schauen, wie das mit einer deterministischen Steuerlogik zusammenpassen soll, die du hier als „Programm“ beschreibst.
 
  • #407
ich sehe schon, du hast es tatsächlich nicht verstanden. :)

Ich verstehe das schon. Nur ist es nicht so wie du beschreibst. Chatgpt kann nie gestellte eigene Frage stellen, also eigene Fragestellungen generieren. Beispiel:

Chatgpt:
Wenn eine zukünftige KI die individuellen Mikrofehler alter digitaler Kameras rekonstruiert, könnte sie dann anhand historischer Fotos berechnen, welche unbeobachteten Lichtmuster niemals aufgezeichnet wurden — und daraus statistisch ableiten, welche visuellen Ereignisse in der Menschheitsgeschichte fast fotografiert worden wären, aber um Millisekunden verpasst wurden?

Was AI jedoch noch nicht kann ist seine Umwelt eine Wertung geben. Es fehlt erstmal die Interaktion mit der Umwelt und der Sinn selbst, der sich bei uns aus dem Überleben ergibt und den hochkomplexen Mustern mit denen wir unsere Umwelt jede Sekunde abtasten und bewerten. Die Bewertung erfolgt aus einem Millionen Jahre alten Gedächtnis der positiven Selektion. Umweltsituation wird mit X bewertet weil Millionen Faktoren aus Millionen Jahren Gedächtnis und neue Gelerntem zu genau diesem Ergebnis kommen.

Man stelle sich vor man würde eine AI, also ein neuronales Netzwerk mit Bilder füttern, ohne eine Bewertung. Also nur Input. Es könnte nichts damit anfangen. Es gibt keiner richtig oder falsch. Ich könnte das Netz mit Milliarden Bildern füttern, es würde einfach nur random bleiben. Richtig oder falsch gab es schon lange vor neuronalen Netzen. Richtig = Überleben, Falsch = Aussterben.

Das ist das was uns von einer AI unterscheidet. Die AI hat keine eigne Wertung. Sie übernimmt die Wertung von uns, bei LLMs ist das die Wertung die unserer Sprache verschlüsselt ist. Da wir aber so angelegt sind, das wir unsere Wertungen andauernd in Sprache wiedergeben, ist die heutige AI immer auf dem Wertungsstand von vor ein paar Monaten. Im Prinzip interagieren wir mit der Umwelt mit unseren Sinnen, bewerten die Interaktion, fassen es in Sprache und füttern damit die AI.
 
  • #408
Ich kann die Grundlagen vom Dopamin Belohnungssystem schon nachvollziehen, aber ich bin kein Neurobiologe.
Was ich aber sicher sagen kann: Neurobiologie ist kein starres Programm, sondern ein komplexes sich gegenseitig beeinflussendes System, das stark kontextabhängig ist und sich laufend selbst moduliert.

Aber wenn du willst, kannst du dein „Programmmodell“ ja mal neurobiologisch aufdröseln, das fände ich tatsächlich interessant, gerade wie du dir diese Lern und Verstärkungsprozesse konkret vorstellst. Und dann kann man auch mal schauen, wie das mit einer deterministischen Steuerlogik zusammenpassen soll, die du hier als „Programm“ beschreibst.

Habe ich das nicht bereits getan? Ich kann dir ja jetzt ein Neurobiologiebuch reinkopieren, aber was soll das bringen? Natürlich müssen wir hier mit Vereinfachungen arbeiten. Und natürlich ist die Aussage nicht falsch, dass jeder nach seinem eigenen Sinn suchen muss, was ihn erfüllt. Und natürlich müssen verschiedene Menschen in verschiedenen Dingen Erfüllung finden. Vielfalt scheint ein Selektionsvorteil für die Gesamtpopulation zu sein. Das Ganze ist doch so komplex, dass wir das eben nicht und wahrscheinlich niemals aufdröseln können, warum du jetzt Vogelgezwitscher am Morgen magst und der nächste das für den Horror überhaupt hält. Vielleicht saß ihm als Baby ein Pups quer und er litt die Qualen seines Lebens während draußen ein Vogel zwitscherte. Wie sollen wir das beurteilen. Trotzdem ist es Teil des Programms, denn das Programm gibt dem Ganzen eine Wertung Vogelgezwitscher = Schmerz = negativ. Ohne das Programm hätte nichts eine Wertung. Es gibt kein Sinn ohne das Programm.

Hihi, ich klinge schon wie ein Prediger der "Das Programm"-Sekte. "Das Programm ist alles, folgt dem Programm, nur das Programm weiß was richtig ist" :-)
 
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M.i.a.u.: oli
  • #409
Vereinfachungen sind nötig, und dass Lernen und Bewertung über Systeme wie Dopamin laufen, geschenkt. Aber der Sprung von komplexen, verteilten, kontextabhängigen Prozessen zu einem übergeordneten ‚Programm‘, das alles bewertet und Sinn erzeugt, ist genau der Punkt, den ich nicht teile.


Wir sind ja alle keine Hirnchirurgen und ich bin vielleicht auch ein bisschen Fachidiot, wenn es um saubere begriffliche Trennung geht. Vereinfachungen sind völlig okay, aber mir wird das hier dann etwas zu grob in der Denklogik. Wenn du dein ‚Programm‘ als Weltbild benutzt und das anhand von Gummibärchen, Crystal und solchen stark vereinfachenden und angreifenden Beispielen illustrieren willst, dann wirkt das auf mich nicht mehr wie eine wissenschaftlich ernsthafte Beschreibung, sondern eher wie eine zugespitzte Metapher, die zwar anschaulich sein soll, aber der Komplexität des Themas nicht mehr gerecht wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #410
Vereinfachungen sind nötig, und dass Lernen und Bewertung über Systeme wie Dopamin laufen, geschenkt. Aber der Sprung von komplexen, verteilten, kontextabhängigen Prozessen zu einem übergeordneten ‚Programm‘, das alles bewertet und Sinn erzeugt, ist genau der Punkt, den ich nicht teile.


Wir sind ja alle keine Hirnchirurgen und ich bin vielleicht auch ein bisschen Fachidiot, wenn es um saubere begriffliche Trennung geht. Vereinfachungen sind völlig okay, aber mir wird das hier dann etwas zu grob in der Denklogik. Wenn du dein ‚Programm‘ als Weltbild benutzt und das anhand von Gummibärchen, Crystal und solchen stark vereinfachenden und angreifenden Beispielen illustrieren willst, dann wirkt das auf mich nicht mehr wie eine wissenschaftlich ernsthafte Beschreibung, sondern eher wie eine zugespitzte Metapher, die zwar anschaulich sein soll, aber der Komplexität des Themas nicht mehr gerecht wird.

Blablablub. Das sind halt nur Worthülsen ohne Inhalt, irgendwas, wird irgendwem nicht gerecht, angreifbare Beispiele, die du nicht angreifst, irgendeine Komplexität die du selbst nicht erklären kannst, aber mir vorwirfst ich würde ihr nicht gerecht werden...das hört sich an wie Geschwafel. Ich bin einfach nicht gemacht für solche Diskussionen. Vielleicht fehlen mir dazu die Drogen oder mir lag zum falschen Zeitpunkt nen Pups quer, aber ich weiß nicht was ich darauf antworten soll.

Es ist relativ simple. Dinge machen für dich Sinn, wenn sie in deinem Gehirn Dopamin erzeugen. Kein Dopamin, kein Sinn. Das kann ganz banal kurzfristig sein, du machst etwas -> Dopaminausschüttung oder es kann langfristig sein, du machst etwas in der Erwartung am Ende kommt eine Dopaminausschüttung. Je jünger man ist, also als Kind, je kurzfristiger muss die Dopaminausschüttung sein. Um so älter man wird, um so mehr kann eine reine Erwartung auf einen Dopaminkick einen antreiben.

Natürlich ist es komplexer als rein Dopamin, aber alle anderen Faktoren funktionieren sind nur weitere Instrumente im Orchester, die Noten nach denen gespielt wird sind gleich.

Also mein Programm-Weltbild gibt mir jedenfalls einen Sinn, einen Sinn, den mir dein Weltbild nicht geben kann, außer vielleicht ich nehme Drogen. Irgendwie finde ich mein Weltbild auch ziemlich cozy. Wir alle probieren und egal wie wir es probieren, es ist immer ein Beitrag zum Ganzen. Wir sind alle nur eine Stichprobe in einer Statistik. Ich spiele gerne im Team Menschheit und Team Leben. Klingt vielleicht pathetisch, aber mir macht das Spaß ;-)
 
  • Gute Idee
M.i.a.u.: Nylon
  • #411
Blablablub. Das sind halt nur Worthülsen ohne Inhalt, irgendwas [...] das hört sich an wie Geschwafel.

Wir hatten die Diskussion an anderer Stelle ja schon mal, die ich dort auch beendet hatte. Jetzt läuft im Grunde wieder das gleiche „Programm“ auf, das ich als epistemisch asymmetrischen Diskurs bezeichnen würde.
Mein ursprünglicher Post ging als Sinnfrage an Rolo und hat bewusst zwischen biologischer bzw. funktionaler Ebene, subjektiv erlebtem Sinn und existenzieller Sinnfrage unterschieden. In dem Zusammenhang ging es ja auch um die Drogenproblematik und die KI-Thematik, also genau um Fragen, wie äußere Systeme Sinnwahrnehmung, Bewertung und eigene Verarbeitung beeinflussen können.

Was dann passiert, ist, dass dieser ursprünglich an Rolo gerichtete Beitrag von dir aufgegriffen und in einen anderen Kontext verschoben wird. Dadurch wird er nicht mehr in seiner ursprünglichen Argumentationsstruktur diskutiert, sondern in dein „Programm“-Modell überführt und entsprechend umkodiert.
Das wirkt auf mich wie ein wiederholtes Abspulen eines geschlossenen Deutungsrahmens, der immer wieder dasselbe „Programm“ reproduziert, unabhängig davon, welche Differenzierungen eigentlich gemacht werden.

In der Wirkung erinnert mich das an erkenntnistheoretischen Dogmatismus, wie er auch in anderen geschlossenen Weltbildern vorkommt, etwa in Teilen der Esoterik: ein einziges Deutungssystem wird so gesetzt, dass es alle Phänomene absorbiert und alternative Perspektiven nicht mehr eigenständig bestehen lässt, sondern immer wieder in das eigene »das Programm« umkodiert wird.

Als philosophische Frage bleibt für mich am Ende, ob ein solcher epistemisch asymmetrischer Diskurs überhaupt noch Erkenntnisgewinn oder Sinnhaftigkeit erzeugen kann, oder ob er nicht vielmehr genau jene Themen -etwa im Umgang mit KI als Reflexionsraum für Denken und Bedeutung- systematisch ausblendet, die eigentlich im Zentrum einer offenen, konstruktiven Diskussion stehen sollten.
 
  • #412
Das ist ein guter Punkt; Die Annahme von Sinn ist im Regelfall eine Erkenntnis.

Daher ist Sinn einerseits nichts, was von außen kommen kann, andereseits aber durchaus etwas sehr Subjektives.

Ja, kann ich so mitgehen.
Sinn entsteht aus innerer Verarbeitung und ist nichts, das einfach von außen vorgegeben wird, sondern sich im eigenen Denken und Erleben bildet.

Im Vergleich zu KI oder drogeninduzierten Zuständen lässt sich das als temporäre Verschiebung von Wahrnehmung und Bedeutung verstehen, nicht als stabile Grundlage von Sinnbildung. Wird das zum dauerhaften Referenzrahmen, kann sich das Weltbild verengen, stärker in einfache Erklärungsmuster kippen.

Wenn solche Verschiebungen längerfristig stark den Bezugsrahmen prägen, kann sich die Art der Wahrnehmung und Einordnung verändern, sodass bestimmte Deutungsmuster dominanter werden und andere Perspektiven weniger leicht anschlussfähig sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #413
Ich finde, der Sinn einer KI kann eigentlich nur darin bestehen, sie möglichst spektakulär kaputt zu machen!
Und auf ihren Trümmern zu Gabber mit theoretischer Kybernetik alles in Grund und Boden zu tanzen/hakken Yeah! :-) ^^
 
  • #414
as der Mensch z.B. das Universum zu verstehen und entdecken versucht macht Sinn, aber darüber nachzudenken zu welchem Sinn &Zweck es existiert
macht wenig bis keinen Sinn weil man das im Leben nie erfahren wird. Auch warum man lebt bzw. darüber nachzudenken macht keinen Sinn. Es ist verschwendete Energie und wird immer wieder nur frustrieren wenn man zu keinem Ergebniss kommt oder sich Gott weiß was einbildet wieso welhalb warum.. Klar darf man auch mal darüber nachdenken und es sollte auch so sein so daß man mal erkennt wie unbedeutend klein und kurz man da ist (was wiederum Sinn macht) , aber darüber nachvorzudenken wie man die Zeit möglichst angenehm und Spaßig und Stressfrei hinter sich bringt macht viel mehr Sinn. Es ist schön wenn man Dinge hat die einen begeistern und die man unbedingt lernen will egal wie schwer sie sind. Fortschritt gibt Dopamin und läßt weitermachen. Das ist es was den Menschen am Leben hält und nicht vergammeln läßt denke ich.
Die Digitale Welt wird immer mehr dafür sorgen daß wir immer weniger selbst erledigen und lernen müssen /dürfen. Zeit sich Dinge zu suchen die
Gehirn und Fingerfertigkeit fordern. (Keyboardspielen, Bass spielen) :dunno: aber klar, hier gehts ja darum was man mit KI macht
also sorry :lol:ich werd jetzt wieder aufhören. Ein bißchen Zwischegedanklich und Zwischenmenschlich schadet aber selbst in einem "was mache ich mit KI thread" nicht ;-)


Ich verstehe, was du meinst. Da steckt im Grunde eine klare Unterscheidung drin zwischen dem Versuch, große „Warum“ Fragen zu beantworten, und dem eher praktischen Umgang damit, wie man sein Leben konkret gestaltet.

Die großen Sinn und Zweckfragen führen oft zu keinen endgültigen Antworten. Trotzdem kann genau dieses Nachdenken für manche eine Form von Orientierung oder Selbstreflexion sein, ohne dass daraus gleich ein festes Weltbild entstehen muss.

Die andere Ebene ist deutlich greifbarer: Lernen, Interessen, Sport oder kreative Tätigkeiten geben vielen Menschen Struktur, Motivation und ein Gefühl von Entwicklung. Dass Herausforderungen dabei antreiben und auch stabilisierend wirken können, kennen viele aus eigener Erfahrung.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Rolo
  • #415
Ich finde, darüber nachzudenken kann schon Sinn „machen“, wenn es die Phantasie anregt, das Denken übt und vielleicht zu einem Kunstwerk inspiriert.

Sich grämen, weil man die Antwort (42) nie erfahren wird, ist dagegen meist kontraproduktiv.

Ich glaube auch, dass man zwischen dem offenen Nachdenken über solche Fragen und dem zwanghaften Suchen nach einer endgültigen Antwort unterscheiden muss.
Denn selbst wenn man nie zu einer letzten „Wahrheit“ kommt, kann das Nachdenken darüber trotzdem sinnvoll sein, etwa weil es Kreativität oder neue Perspektiven auslöst.
Viele philosophische, wissenschaftliche oder künstlerische Ideen entstehen ja genau aus solchen offenen Fragen.
Problematisch wird es wahrscheinlich eher dann, wenn man unbedingt eine absolute Antwort erzwingen will und sich daran festbeißt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Zustimmung
M.i.a.u.: Scenturio
  • #416
"an der grünen Ampel ist man angehalten zu fahren";-)

Der logische Totalschaden der deutschen Sprache - Einer davon!
So - jetzt mal volle Power .... :-)

Das Beispiel soll zeigen, wie man mit einem einfachen Satz widersprüchlicher Semantik ein mathematischen Sattelpunkt in den gekrümmten Vektorräumen erzeugt und diesen dabei formalisiert im Sinne der Automatentheorie. Dabei ist es egal, ob es sich um ein Satzkonstrukt (im Spiel mit LLMs) oder um technisch widersprüchliche Eingangssignale handelt (logisch inkonsistentes Labeling zur Objekterkennung z.B.). Die Überführung in den mehrdimensionalen Vektorraum und die dahinterstehende Mathematik der Differentialgeometrie ist immer die Gleiche in allen Back-Propagation-fähigen Neuronalen Netzen. Das Beispiel soll bildlich und strukturell vor Augen führen, wie eine KI bewusst oder unbewusst topologisch in die Irre geführt wird und dass dahinter eine eigentlich ganz einfache Logik (Mathematik, oder besser; Geometrie) steckt.
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Die verwendeten Zahlen der Matrix sind dabei nur beispielhaft. Hier geht es nicht um konkrete Zahlen, sondern um Funktionen und deren (theoretische) Grenzwerte und deren Gradienten im Vektorraum.

Hier verbinden sich die Fachgebiete: Linguistik, Theoretische Informatik, Differentialgeometrie (höhere Analysis) und angewandte CV (Computer Vision) im Kontext von KI.

Viel Spass damit ;-)
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Zuletzt bearbeitet:
  • #417
Dazu sagt Chatgpt instant:
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Nicht ganz.


Korrekt: An einer grünen Ampel darf man fahren, sofern der Verkehr es zulässt. Man ist aber nicht „angehalten“ im Sinne von verpflichtet, sofort loszufahren.


Besser formuliert:
„Bei Grün darf man fahren; man muss dabei aber auf den übrigen Verkehr achten.“

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Wo ist jetzt da genau der Sattelpunkt?
 
  • #418
Einfach an der grünen Ampel stehen bleiben ist aber genauso im Sinne der der StVO verboten wie an der roten Ampel rüberzufahren. Aber hier gehts auch nicht ganz um die StVO, sondern um die Automatentheorie :-) Die StVO lässt zwar unsichere Semantik zu - aber nicht an der Ampel.

Auf den übrigen Verkehr muss man meines Wissens nach IMMER achten. Der Sattelpunkt ist die Nicht-Entscheidbarkeit im Sinne der Automatentheotrie.
 
  • #419
Hier zeigt sich eine Parallele zur Künstlichen Intelligenz:
Ein System kann Regeln, Muster und Wahrscheinlichkeiten liefern. Es ersetzt aber nicht die eigene Urteilskraft.
So wie man an einer grünen Ampel trotzdem nach links und rechts schaut, sollte man auch technische Antworten nicht einfach automatisch übernehmen. Die Maschine kann helfen, ordnen und beschleunigen. Aber verstehen, abwägen und Verantwortung tragen muss am Ende immer der Mensch selbst.
Die Technik gibt Orientierung.
Den Sinn daraus macht der Mensch:

„Bei Grün darf man fahren.“

„Bei Grün ist das Fahren erlaubt, sofern der Verkehr es zulässt.“

„Bei Grün kann man fahren, wenn die Verkehrssituation es erlaubt.“
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: einseinsnull
  • #420
... im Straßenverkehr hoffe ich allerdings stark, dass selbstfahrende Autos genügend Urteilskraft für alle Situationen, die da auftreten können, mitbringen. ;-)
Was sie nicht können, ist die Verantwortung für etwaige Folgen zu übernehmen.
 
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