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Was habe ich mit KI gemacht - Das hauts einfach raus Thema

  • #451
„Esoterik“ heißt hier im Grunde nur: Ich verstehe das nicht oder es passt gerade nicht in mein eigenes Erklärungsmodell.

Evolutionsbiologisch wäre es eigentlich genau andersherum sinnvoll: die „Tür“ nicht direkt als Wand abzutun, sondern sie offen zu lassen und neue Perspektiven mitzunehmen, weil genau diese Offenheit und Anpassungsfähigkeit dabei hilft, sich besser auf komplexe Situationen einzustellen und im Denken flexibler zu werden.
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: Audiohead
  • #452
„Esoterik“ heißt hier im Grunde nur: Ich verstehe das nicht oder es passt gerade nicht in mein eigenes Erklärungsmodell.

Evolutionsbiologisch wäre es eigentlich genau andersherum sinnvoll: die „Tür“ nicht direkt als Wand abzutun, sondern sie offen zu lassen und neue Perspektiven mitzunehmen, weil genau diese Offenheit und Anpassungsfähigkeit dabei hilft, sich besser auf komplexe Situationen einzustellen und im Denken flexibler zu werden.

Keine Ahnung warum du durch Wände gehen musst, wenn es eine Tür gibt. Wenn es in deiner Welt nur Wände gibt und du einen Ausweg suchst, ist es verständlich, dass du dir einbildest Wände wären Türen.

Um das mal wieder zurück zum Topic zu bewegen, habe ich extra für dich eine Webseite gebaut. Quasi ein Diskussions-Partner für dich, der mit dir durch Wände geht. Einfach downloaden und ausführen.
 

Anhänge

  • wunderbar
M.i.a.u.: JanTenner
  • #453
Damit verlässt du an dieser Stelle den philosophischen Diskurs und bewegst dich in Richtung sozialpsychologischer Kommunikationsdynamik. Da das in diesem Forum aber nicht erwünscht ist, lasse ich das jetzt mal ins Leere laufen.

Ich denke, zur Evolutionsbiologie und zur Phänomenologie wurde auch schon alles gesagt. Ich habe das von meiner Seite aus bildhaft und ausreichend dargestellt, sodass jeder, der hier mitliest, für sich einen klaren Punkt ziehen kann, was meine Position ist und welche Perspektiven hier grundsätzlich im Raum stehen.



Einschub: Was diese beiden Perspektiven Evolutionsbiologie und Phänomenologie betrifft, gibt es tatsächlich noch eine dritte Ebene, die ich nicht unerwähnt lassen möchte und ergänzen will, da sie die beiden anderen in gewisser Weise ergänzt und zusammenführt: die Erkenntnistheorie.

Evolutionsbiologie bzw. Naturalismus und Darwinismus sind dabei im strengeren Sinn keine philosophischen Disziplinen, sondern gehören zur Naturwissenschaft, genauer zur Biologie, also zu einem empirischen Erklärungsbereich von Naturprozessen.

Die Phänomenologie ist dabei eine klassische Strömung der Geistesphilosophie.

Die Erkenntnistheorie ist eine eigenständige Disziplin der Philosophie, die sich mit den Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen von Wissen und Erkenntnis beschäftigt.

Die Erkenntnistheorie fragt nicht nur danach, wie unser Denken biologisch entstanden ist oder wie es sich innerlich anfühlt, sondern grundsätzlich danach, wie wir überhaupt zu Wissen kommen und was wir als gültige Erkenntnis anerkennen können. Sie sitzt damit gewissermaßen zwischen den beiden anderen Perspektiven: Sie reflektiert die biologischen Voraussetzungen des Erkennens ebenso wie die subjektive Erfahrung und versucht zu klären, unter welchen Bedingungen aus beidem so etwas wie „Wahrheit“ oder „begründetes Wissen“ entsteht. Damit bildet sie eine heuristische Schnittstelle zwischen Naturwissenschaft und Geistesphilosophie.
 
  • #454
Ich dachte der Thread heißt "Was habe ich mit KI gemacht - Das hauts einfach raus Thema"?!

Was habt ihr beide denn nun mit KI gemacht? Oder ist das jetzt an mir irgendwie vorbeigegangen?
Ich hab mir ja wenigstens noch ein bisschen Mühe gegeben, einen richtigen Bezug zur KI über ein Wortspiel herzustellen und dies sogar in eine mathematische Form und formal-logische Struktur gepresst und zur Diskussion gestellt.

Also was war jetzt nochmal genau eurer Beitrag zum Thema nach meinem Einwurf über die Zerlegung im Sinne der Automatentheorie 'was ihr mit KI so gemacht habt'?
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: einseinsnull und mookie
  • #455
Ich dachte der Thread heißt "Was habe ich mit KI gemacht - Das hauts einfach raus Thema"?!

Was habt ihr beide denn nun mit KI gemacht? Oder ist das jetzt an mir irgendwie vorbeigegangen?
Ich hab mir ja wenigstens noch ein bisschen Mühe gegeben, einen richtigen Bezug zur KI über ein Wortspiel herzustellen und dies sogar in eine mathematische Form und formal-logische Struktur gepresst und zur Diskussion gestellt.

Also was war jetzt nochmal genau eurer Beitrag zum Thema nach meinem Einwurf über die Zerlegung im Sinne der Automatentheorie 'was ihr mit KI so gemacht habt'?

Ich habe eine Kalenderspruchseite mit KI erstellt. Ich habe meine Pflicht erfüllt. Ich denke auch, dass die Erkenntnis das AI nicht durch Erleben zu einer eigenen Bewertung kommen kann, sondern eine Bewertung nur durch Selektion entstehen kann, ist doch eine ziemlich hochwertige Erkenntnis mit der man bei einer AI Tagung eine doch sehr neue Sichtweise aufzeigen kann. Das stellt nämlich viele embodied AI Ansätze in Frage, die darauf abzielen das physikalische Interaktion, quasi das Erleben der Welt der Schlüssel zu AGI ist. Diese physikalische Interaktion enthält aber keine Wertung, auch wenn das den Anschein hat. Das ist ja auch was @Nylon behauptet. Quasi eine Wertungsebene, die durch reine Interaktion mit der Umwelt entsteht. Anders als Sprache trägt die physikalische Interaktion selbst keine Wertung. Nur eine interner Abgleich mit unseren vererbten "Erfahrungen" ergibt eine Wertung. Die hat eine AI aber nicht. Wir könnten natürlich manuell jede einzelne Bewegung und Interaktion mit der Umwelt für die AI bewerten. Aber das ist von der Komplexität her gar nicht möglich. Also wird man sich immer auf die Bewertung die in Sprache steckt und die in LLMs vorhanden ist zurückziehen. Quasi eine AI nimmt ein Bild von der Umwelt auf und ein LLM bewertet es, was dann wieder zu einer Handlung führt. Das bedeutet aber auch, dass es keine zusätzlichen Bewertungen durch physikalische Interaktion gibt, außer man würde sie manuell Schritt für Schritt lernen und das würde halt sehr, sehr lange dauern, auch wenn man vielleicht etwas schneller ist als die Evolution, weil man ja schon die Wertungen aus der Sprache hat. Die Wertung der Sprache aber mit den physikalischen "Empfindungen" zu korrelieren wird extrem schwierig.
 
  • #457
Keine Ahnung warum du durch Wände gehen musst, wenn es eine Tür gibt. Wenn es in deiner Welt nur Wände gibt und du einen Ausweg suchst, ist es verständlich, dass du dir einbildest Wände wären Türen.

Um das mal wieder zurück zum Topic zu bewegen, habe ich extra für dich eine Webseite gebaut. Quasi ein Diskussions-Partner für dich, der mit dir durch Wände geht. Einfach downloaden und ausführen.
Die Kalenderspruch-Seite finde ich großartig :banane: Die versüßt mir gerade richtig die letzten Stunden vorm Wochenende 😊
 
  • #458
So langsam wird mir die Geschichte immer unheimlicher.
 
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  • #459
Wäre euch das auch irgendwie unheimlich? Ist das doch alles kein böser Tagtraum mehr? Oder ist er gar nur noch böser geworden?

Vielleicht ist das, was du „Hyperraum“ nennst, kein Raum, sondern ein Reflex des Denkens, das seine eigene Tiefe sieht und sie für eine zweite Wirklichkeit hält.

Die Mathematik (Algebra), aber auch die Philosophie kennen solche Spiegel: Man hebt ein Problem an, um es klarer zu sehen, und schiebt ihm dabei nur eine andere Linse davor, durch die es erscheint und verwechselt dann die geschärfte Sicht mit einer Veränderung der Welt selbst.
Doch in Wahrheit bleibt die Welt, wie sie ist; nur die Linse wechselt, durch die man sie betrachtet.
 
  • #460
Es ist ein Raum, den das Denken braucht, dieses Problem zu lösen. Ich wäre ja nicht der erste, der so denkt. Die Wahrheit ist (in diesem speziellen Zusammenhang) das was formal-logisch/mathematisch beweisbar ist. Das hat erstmal nichts mit der realen Welt zutun. Das ist die völlige Abstraktion der realen Welt in den logischen Hyperraum. Und darin funktionieren fast alle Probleme nach fast gleichen verblüffend einfachen Gesetzmäßigkeiten -> siehe komplexe/imaginäre Zahlen.

Ich bin dabei instinktiv vorgegangen - die Rückkopplung zur (historischen) Wissenschaft mache ich erst jetzt im Nachgang.
 
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  • #461
Das ist das was uns von einer AI unterscheidet.

Bei manchen Menschen ist das sicher das Einzige, bei anderen sind es noch eine Reihe weiterer Dinge.

Die AI hat keine eigne Wertung. Sie übernimmt die Wertung von uns

Der stochastische Papagei übernimmt also etwas von uns und hat es dann aber trotzdem nicht?

Also wenn ich etwas übernehme, dann hab ich es hinterher auch.

Wenn Du eine KI Software wärst, würde ich jetzt einfach so lange auf "repeat" drücken bis eine wenigstens in sich schlüssige Antwort herauskommt, die mir Wertung (und im Übrigen auch ganz generell Semantik) wenigstens so gut vorgaukelt, dass ich eine Chance habe darauf reinzufallen.
 
  • #462
Es ist ein Raum, den das Denken braucht, dieses Problem zu lösen. Ich wäre ja nicht der erste, der so denkt. Die Wahrheit ist (in diesem speziellen Zusammenhang) das was formal-logisch/mathematisch beweisbar ist. Das hat erstmal nichts mit der realen Welt zutun. Das ist die völlige Abstraktion der realen Welt in den logischen Hyperraum. Und darin funktionieren fast alle Probleme nach fast gleichen verblüffend einfachen Gesetzmäßigkeiten -> siehe komplexe/imaginäre Zahlen.

Ich bin dabei instinktiv vorgegangen - die Rückkopplung zur (historischen) Wissenschaft mache ich erst jetzt im Nachgang.

Der „logische Hyperraum“ ist wie ein unendlich präzises Schachbrett, auf dem jede Figur nur die Züge kennt, die aus reiner Notwendigkeit folgen. Jede Stellung ist berechenbar, jede Zukunft theoretisch schon im Gitter der Regeln enthalten; doch mitten in dieses makellose System platzt eine Taube aus der Wirklichkeit, landet schwer auf dem Brett, stößt mit einem Flügelschlag Figuren um, verschiebt die Ordnung nicht aus Bosheit, sondern weil sie gar nicht Teil der Regeln ist und genau hier zeigt sich der philosophische Widerspruch:
Was nicht im System enthalten ist, verändert es trotzdem.
 
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  • #463
Der „logische Hyperraum“ ist wie ein unendlich präzises Schachbrett, auf dem jede Figur nur die Züge kennt, die aus reiner Notwendigkeit folgen. Jede Stellung ist berechenbar, jede Zukunft theoretisch schon im Gitter der Regeln enthalten; doch mitten in dieses makellose System platzt eine Taube aus der Wirklichkeit, landet schwer auf dem Brett, stößt mit einem Flügelschlag Figuren um, verschiebt die Ordnung nicht aus Bosheit, sondern weil sie gar nicht Teil der Regeln ist und genau hier zeigt sich der philosophische Widerspruch:
Was nicht im System enthalten ist, verändert es trotzdem.

Darauf antworte ich mal altklug mit einem: 'die imaginären Zahlen sind ganz reell!' 😉

Blickt mal in die Wissenschaftsgeschichte, wie es um die Einführung der komplexen Zahlen stand. Der Begriff imaginäre Zahlen wurde bewusst als abwertendes Framing der bis dato etablierten Wissenschaftler wie Mathematiker René Descartes verwendet um sie auf eine Meta-Ebene zu heben, die außerhalb der gewöhnlichen anerkannten Mathematik steht und sie damit zu diffarmieren. Erst mit Gauß erfuhren die komplexen Zahlen endgültig ihren Platz in der mathematischen Wissenschaftsgeschichte. Heute sind sie nicht mehr wegzudenken.

Du müsstest die Taube also auch schon mathematisch benennen bzw. definieren können. Sonst bleibt es reine Philosophie und keine KI.
 
  • #465
Darauf antworte ich mal altklug mit einem: 'die imaginären Zahlen sind ganz reell!' 😉

das stimmt aber. die imaginäre zahl einer komplexen zahl ist zwingend eine reelle zahl.

weswegen nichtmathematiker wie ich auch komplexe zahlen einfach nur als zwei zusammengehörige zahlen betrachten, für die die ganz normalen spielregeln der arithmetik gelten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #466
Darauf antworte ich mal altklug mit einem: 'die imaginären Zahlen sind ganz reell!' 😉

Blickt mal in die Wissenschaftsgeschichte, wie es um die Einführung der komplexen Zahlen stand. Der Begriff imaginäre Zahlen wurde bewusst als abwertendes Framing der bis dato etablierten Wissenschaftler wie Mathematiker René Descartes verwendet um sie auf eine Meta-Ebene zu heben, die außerhalb der gewöhnlichen anerkannten Mathematik steht und sie damit zu diffarmieren. Erst mit Gauß erfuhren die komplexen Zahlen endgültig ihren Platz in der mathematischen Wissenschaftsgeschichte. Heute sind sie nicht mehr wegzudenken.

Du müsstest die Taube also auch schon mathematisch benennen bzw. definieren können. Sonst bleibt es reine Philosophie und keine KI.

Wenn du Descartes hier als Bezug nutzt: würdest du sagen, er würde deiner Forderung zustimmen, dass etwas erst dann „wirklich relevant“ ist, wenn es vollständig formal definiert ist oder steht sein methodischer Zweifel nicht gerade genau dafür, dass man die Voraussetzungen solcher Systeme zuerst selbst kritisch prüfen muss, statt sie einfach als Maßstab zu setzen?
 
  • #467
das stimmt aber. die imaginäre zahl einer komplexen zahl ist zwingend eine reelle zahl.

weswegen nichtmathematiker wie ich auch komplexe zahlen einfach nur als zwei zusammengehörige zahlen betrachten, für die die ganz normalen spielregeln der arithmetik gelten.
Jaa, soweit richtig. Aber man muss noch fein unterscheiden: 2i als Gesamtpakt ist die imaginäre/komplexe Zahl. Die 2 in 2i ist der Imaginärteil der Zahl. Einen Realteil hat diese komplexe Zahl nicht. Sonst führte der Ausspruch eine imaginäre Zahl ... ist zwingend eine reelle Zahl zu einem formalen Widerspruch. In diesem Sinne kann eine imaginäre Zahl nie eine reelle Zahl sein. Der Clou liegt dann im mathematischen (wieder)Auflösen der imaginären Zahl, was sie in die reelle Ebene zurücktransformiert. In der Elektrotechnik heute standard.

Ich löse keine Variable auf, sondern speise eine manipulierte boolesche Jablonski/Hesse-Matrix ins SGD-Verfahren ein oder besser gesagt deren Krümmungsinformation und verlasse somit den Hyperraum wieder.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #468
Jaa, soweit richtig. Aber man muss noch fein unterscheiden: 2i als Gesamtpakt ist die imaginäre/komplexe Zahl. Die 2 in 2i ist der Imaginärteil der Zahl. Einen Realteil hat diese komplexe Zahl nicht. Sonst führte der Ausspruch eine imaginäre Zahl ... ist zwingend eine reelle Zahl zu einem formalen Widerspruch. In diesem Sinne kann eine imaginäre Zahl nie eine reelle Zahl sein. Der Clou liegt dann im mathematischen (wieder)Auflösen der imaginären Zahl, was sie in die reelle Ebene zurücktransformiert. In der Elektrotechnik heute standard.

genau, daher kennt unsereins das: von der elektrotechnik bzw. vom audio DSP, wo man ja permament irgendwas mit trigonometrie, STFT oder komplexen sinüssen macht und das adjektiv "komplex" somit unter anderem auch einfach nur dafür steht, dass man zwei logisch miteinander in zusammenstehende signale mit 90 grad phasendifferenz zueinander vorliegen hat (oder bewusst erzeugt, um etwas bestimmtes berechnen zu können).
und wo das vorzeichen und der betrag ansonsten keine relevanz haben weil der papa später eh noch ein double modulo hintendranklatscht. :)

ich persönlich benutze den begriff "komplexe zahl" aber auch für alle anderen ("selbstgemachten") dinge, die aus 2 werten bestehen, also z.b. ein paar aus oktavenwert und notenwert oder den parametern für 2 frequenzwerte - oder auch das aufteilen eines 64 bit float wertes auf 2 32 bit float werte o.ä., also die encodierung von "einem wert" zu "zwei werten."

wo hast du eigentlich immer 2 i bzw 2 j? (oder habe ich das falsch verstanden.) ich habe immer real und imaginary oder a und b.
 
  • #469
wo hast du eigentlich immer 2 i bzw 2 j? (oder habe ich das falsch verstanden.) ich habe immer real und imaginary oder a und b.
Also mein Taschenrechner sagt bei sqrt(-4) ein Ergebnis von 2i.
Ich habe das erstmalig 1996 in der 9. Klasse im Alter von 14 Jahren entdeckt. Ich hatte nämlich einen brandneuen Casio fx-4800p und war damit meiner Klasse um (Licht)Jahre voraus. Den (programmierbaren) Taschenrechner gabs im Sonderangebot für 50 Mark.

Dann fragte ich die Lehrerin, was das bedeutet, ein Ergebnis von
2i?! Sie konnte mir es nicht wirklich erklären. Aber ich hab damit in der Schule das Dogma zertrümmert, dass man aus negativen Zahlen keine Wurzeln ziehen darf. Sie war doch etwas pikiert, wie mir so im Nachgang der Jahrzehnte klar wurde.

Kein Anderer kam übrigens je auf die Idee sich einen programmierbaren Taschenrechner zu kaufen. Bis auf EINE Ausnahme: Jemand kam im Abi nein, es war noch vor dem Abi, tatsächlich mit einem TI-92 an!!!! Nicht wundern - die Mutter war Mathe-Lehrerin und auch an der Uni tätig und der Vater Ingenieur (Funkamateur). Was der mit dem Ding abzog, da fiel jedem die Kinnlade runter :-) Der Typ war übrigens ein sprichwörtliches 'Riesenbaby'. Also 2 meter groß, ein Hüne aber dickes rundes kindliches Lockenkopf-Gesicht - und so war auch der Geist dahinter. Verspielt-durchtrieben-liebevoll.

4 Jahre später in der 11. Klasse liefen mir im Informatik-Leistungskurs erstmalig neuronale Netze über den Weg - mitten im 2. KI-Winter. Kurz darauf das abgebrochene Informatik-Studium, wo neuronale Netze noch kein Thema waren.

Heute werden Akademiker-Kinder strikt separiert. Wir waren eine Gesamtschule und die Lehrer wohnten mit uns im Wohngebiet. So wäre ich nie mit ihm in Kontakt gekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #470
Also mein Taschenrechner sagt bei sqrt(-4) ein Ergebnis von 2i.

ah, ok. da kannst du sehen wie weit ich von akademischen gepflogenheiten weg bin.

Sie konnte mir es nicht wirklich erklären.

es gibt ein reales und ein imaginäres bildungssystem. das reale ist das autodidaktentum.

Aber ich hab damit in der Schule das Dogma zertrümmert, dass man aus negativen Zahlen keine Wurzeln ziehen darf. Sie war doch etwas pikiert, wie mir so im Nachgang der Jahrzehnte klar wurde.

wenn eine maschine sagt, dass es geht, und die lehrerin kennt es nicht, dann hat die maschine vermutlich recht.

und hier haben wir wieder den bogen zur KI diskussion gezogen. :)
 
  • HaHa
M.i.a.u.: GeoTeknique
  • #472
...andererseits unterscheidet sich sqrt(-4) da auch irgendwie nicht großartig von sqrt(4).

sqrt(4) == kann 2 ergeben, oder -2, oder +/-2, oder |2| - oder man kann ohne kontext überhaupt nicht sagen, was davon die gleichung korrekt löst.

vor allem weiß man bei |2| ja auch nie so genau, ob das überhaupt eine zahl ist, manchmal ist es ja auch erst mal nur ein ausdruck.


interessant bei der behauptung sqrt(-4) == 2i finde ich, dass dazu keine gegenprobe möglich ist.

bis dahin ist es für mich daher eine verschwörungserzählung der taschenrechnerindustrie.
 
  • #473
Hier mal das Bsp für √(-4)=+2i und √(4)=2:

Code:
    Imaginärteil (Im)
         ▲
     3 ┼ │
       │ │
  2i ──● │             ◄───  sqrt(-4) = 2i
       │ │
     1 ┼ │
       │ │
───┼───┼───┼───┼───┼───► Reeller Teil (Re)
  -1   0   1   2   3
               │
               ● ──────◄───  sqrt(4) = 2
Die Graphen stehen rechtwinklig zueinander. Einmal G(reell)={0|2} und G(komplex)={0|2i} Sie unterscheiden sich nur in der Richtung der Achsen - nicht im Betrag.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: einseinsnull
  • #474
Vielleicht ist das, was du „Hyperraum“ nennst, kein Raum, sondern ein Reflex des Denkens, das seine eigene Tiefe sieht und sie für eine zweite Wirklichkeit hält.

Die Mathematik (Algebra), aber auch die Philosophie kennen solche Spiegel: Man hebt ein Problem an, um es klarer zu sehen, und schiebt ihm dabei nur eine andere Linse davor, durch die es erscheint und verwechselt dann die geschärfte Sicht mit einer Veränderung der Welt selbst.
Doch in Wahrheit bleibt die Welt, wie sie ist; nur die Linse wechselt, durch die man sie betrachtet.


Eine Dritte Auffassung iat ja, dass die Mathematik ja sowieso nur ein Konstrukt ist.

("... setzt sich in den Käfig, definiert das Innere als Außen - und der Löwe ist im Käfig.")
 
  • #475
gerade in meinem privaten wan space versehentlich vergessen meinen prompt einzugeben.

mit dem ergebnis, dass der default prompt "make this image alive, smooth animation" dann dazu führt, dass das modell versucht in dem abstrakten bild etwas gegenständliches zu erkennen und dann überwiegend damit arbeitet. :)

ich kann das zwar zu nichts gebrauchen, aber irgendwie ist das sehr witzig.

habe es danach direkt noch mal mit einem anderen seed probiert. einen gewissen hang zu manga mädchen scheinen die chinesischen modelle zweifelsfrei zu haben.

Anhang anzeigen noprompt1.mp4
Anhang anzeigen noprompt2.mp4
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Golden-Moon, Slushyluv und Martin Kraken
  • #476
es wäre genial, wenn man bei dem unteren mit dem kind jetzt diese figur wieer weglassen würde und nur noch die bewegung des vorhangs hat, die im zusammenspiel mit der halluzinierten figur entstand. geht abe rnur mit einzelbildbearbeitung und das ist zu unwirtschaftlich. :)

however, manchmal passiert das auch trotz promt - wenn man einfach das end-bild vergisst.
dann ist logisch, dass sich die eingegebenen "bewegungsanweisungen" auf eine halluzinierte figur bezieht, manchaml auch zu einem kopf, einer kiste, oder eine katze.

auch hier wieder würde ich jetzt gerne den menschen wieder rausmachen...
Anhang anzeigen no end.mp4
 
  • HaHa
M.i.a.u.: Golden-Moon und oli
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