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Welche Eigenschaften wohnen dem "Disco Beat" inne, das es zu solchen "Auswüchsen" wie Minimal (Techno/House) kommen kann!?

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  • #61
Minimal ist eine Arbeitsweise und Umsetzung.
Disco ist ein Stil.
Rhythmus ist auch eine klare Sache.

Minimal kann interessant sein, und es gibt etliche Musikrichtungen innerhalb derer minimal gearbeitet wurde. Sehr viele Stile.

Mich interessiert hier nur wie es sein kann das ein typischer und immer gleicher beat es in die verschiedenen genres schafft und dabei - ohne sich grossartig zu ändern - auch noch stil-prägend sein kann.
Die beispiele waren ja sehr verschieden, was aber ggf. gemeint ist, dass diese Beat sich wiederholt. Hypnotische Wirkung und Tanzbein - das passt schon. Sehr typisch ist da schwierig zu destillieren. Eigentlich sehr gut, oder?

House oder Techno sind Stile - die sind verschieden von Disco und elektronische Sachen sind nunmal da auch sehr offen und flexibel. Also eigentlich sind sie das. Da geht ansich alles, solang es "pumpt" - heute aber zunehmend 4/4 Norm - aber - es ginge schon anders und die Beispiele zeigen sogar, dass es geht. Das ist doch mal sehr gut - als Zeichen für die Menschheit.
 
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  • #62
"Ist es das er in allen variationen immer noch tanzbar ist - selbst wenn er bis auf die knochen nackt daher kommt?"

Wieder Implikation: "In allen Variationen tanzbar." --- Muss nicht, kann .. und meistens ist ... ja, weil soll ja auch im Club funktionieren.
Da kommen wir auch wieder in Gefilde - Experimentell? Tanzbar ? Akustisch ? Melodisch ? Trocken perkussiv? Ambient ? Bratpfanne ?


"Oder gibt es da noch etwas anderes!? (Warum ist das nicht mit Rock ´Roll passiert oder mit Funk)"

Funkigen Minimal habe ich schon gehört
 
  • #64
Ich wage mal eine kühne These: Minimal ist gar kein Genre.
ist es auch nicht


alles kann minimal sein

es gibt auch Minimal Elektro

oder Minmal Synth.... und hier haben wir nicht unbedingt den 4 to the Floor
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Low3001 und Teiko
  • #66
Das ist es ja .. ich würde ja eher sagen, dass die "Minimalität" von Elektro her kommt in den jüngeren Jahren


ja..

aber
:pulleralarm::pulleralarm::pulleralarm:achtung achtung :pulleralarm::pulleralarm::pulleralarm:

ALARRRRRM

sie betreten gleich die kritische Zone

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  • HaHa
M.i.a.u.: treponema, dubsetter und Teiko
  • #67
Das war der erste Track, den ich mir digital online in einem Shop gekauft habe. (vor 20 Jahren ...)

Es spricht für sich..

 
  • wunderbar
M.i.a.u.: RealRider
  • #68
Im Bereich minimal Elektro fällt mir immer ein, auch so mit der Message....
DMX Krew - Mouse ...damals auf CD gekauft schon fast 30 Jahre her... schluck
 
  • Daumen hoch
  • wunderbar
M.i.a.u.: Low3001 und Teiko
  • #69
vielleicht hat auch die offbeat HH etwas von dem beat-klatschen der gläubigen in einer babtistenkirche..
Das es einen zusammenhang gibt zwischen "HH" und "Klatschen" hat mir gestern der mann von Vermona indirekt bestätigt:
Rein technisch gesehen liegen klatschen und hh sehr eng beieinander...
 
  • #70
Spannend ist das man den "Discobeat" durch verzicht auf Snr(Clap) noch weiter reduzieren kann, ohne ihn kapuut zu machen. Letztendlich brauch man eigentlich nicht mal BDs und HHs, wenn ich drüber nachdenke... ;)
Ja und das gibt´s nirgend wo sonst. Der disco beat erzählt seine eigene geschichte!

Andere beats werden immer nur als bereicherung des eigenen beats benutzt und ( zb latin für techno usw )
Der disco beat behält seine geschichte - ob im schlager oder mit funk angereichert.
 
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  • #72
Ja und das gibt´s nirgend wo sonst. Der disco beat erzählt seine eigene geschichte!

Andere beats werden immer nur als bereicherung des eigenen beats benutzt und ( zb latin für techno usw )
Der disco beat behält seine geschichte - ob im schlager oder mit funk angereichert.

Ich finde, der entscheidende Punkt liegt gar nicht so sehr in den Genres, sondern in der eigentlichen rhythmischen Struktur. Wenn man einen Beat einmal losgelöst von seiner stilistischen Verpackung betrachtet, ist er im Grunde eine Zeitleiste mit Ereignissen: Zählzeiten, Akzente, Pausen und Verschiebungen. Genau auf dieser Ebene wird sichtbar, warum bestimmte rhythmische Modelle über Jahrzehnte und durch verschiedenste musikalische Zusammenhänge funktionieren können.
 
  • #73
Und hier schließt sich für mich auch der Kreis zur Architektur: Man betrachtet ein Gebäude nicht nur nach seiner äußeren Stilistik, sondern nach seiner Struktur und Funktion. Wo sind die Räume, wie verlaufen die Wege, wie fällt das Licht ein? Genauso kann man einen Beat betrachten: Nicht als Genre, sondern als Organisation von Zeit, Ereignissen und Beziehungen.
 
  • #74
Ich glaube nicht das du ein kandidat für solche beats bist - oder!? :-)
Clicks'n'Cuts? Wie in deinem Beispiel? Doch. Alles was was macht ist erlaubt. Dein Beispiel ist sehr nah an dem, was ich prinzipiell mache. Aktuell gibt es aber noch andere Ansätze. Aktuell mache ich bewusst ein minimales Set - wenig Geräte. 2 Konzerte gab es schon mit diesem Mindset. Es gäbe viel zu sagen, aber es geht ja nicht um mich oder meine Ziele sondern um deine. In der Hoffnung, etwas sinnvolles beizusteuern. Über meine Musik rede ich hier meist wenig, weil ich nur einlade und wer kommt der kommt und kann dann hören, ggf. "urteilen" oder sich öffnen oder…
 
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  • #75
Clicks'n'Cuts? Wie in deinem Beispiel? Doch. Alles was was macht ist erlaubt. Dein Beispiel ist sehr nah an dem, was ich prinzipiell mache. Aktuell gibt es aber noch andere Ansätze. Aktuell mache ich bewusst ein minimales Set - wenig Geräte. 2 Konzerte gab es schon mit diesem Mindset. Es gäbe viel zu sagen, aber es geht ja nicht um mich oder meine Ziele sondern um deine. In der Hoffnung, etwas sinnvolles beizusteuern. Über meine Musik rede ich hier meist wenig, weil ich nur einlade und wer kommt der kommt und kann dann hören, ggf. "urteilen" oder sich öffnen oder…
Ich glaube nicht das du in deinem leben mal eine durchgehende offbeat open HH benutzt hast.
Das wäre in deiner welt viel zu konservativ - Ich glaube auch nicht das du mal in eine tanz disco gegangen bist.

Was dich hier anspricht ist der sound...


Aber ich kann mich irren ...:-)
 
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  • HaHa
M.i.a.u.: Kick und Moogulator
  • #76
Und hier schließt sich für mich auch der Kreis zur Architektur: Man betrachtet ein Gebäude nicht nur nach seiner äußeren Stilistik, sondern nach seiner Struktur ...
Dem schliesse ich mich an: Siehe hier #43

"Entkernt" ist er auch das was AKAI angesprchen hat - man kann ich auf die BD und offbeat HH reduzieren und er erzählt immernoch seine geschichte.
 
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  • #77
Für mich ist eine durchgehende Offbeat-Hi-Hat nicht konservativ, sondern ein grundlegendes rhythmisches Werkzeug. Sie ist wie eine Schablone, die man über unterschiedlichste Genres legen kann und die sich dort immer wieder in neuen Formen wiederfindet. Ähnlich wie der menschliche Herzschlag schafft sie ein universelles zeitliches Orientierungssystem.
 
  • #78
Ich glaube nicht das du in deinem leben mal eine durchgehende offbeat open HH benutzt hast.
Das wäre in deiner welt viel zu konservativ - Ich glaube auch nicht das du mal in eine tanz disco gegangen bist.

Was dich hier anspricht ist der sound...


Aber ich kann mich irren ...:-)
Ja, kannst du ;)
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Kick und Formfaktor
  • #79
Man findet den Disco beat sogar in Fusion-bands wie Weather Report.
Wusste garnicht das Zawinul genau zur Disco area einen drummer gesucht hat der sich nicht zu schade ist für "4 to the flour"
 
  • #81
Joe Zawinul war bekannt dafür, moderne Einflüsse aufzunehmen, statt Jazz-Fusion als abgeschottete Welt zu betrachten.
 
  • #83
Dass Rhythmus seinen Ursprung in Herzschlag, Bewegung und frühen menschlichen Formen von Zeitorganisation hat, ist eine längst geklärte anthropologische Grundlage der Musikwissenschaft. Diese Ebene ist die Ausgangsbasis, nicht die Erkenntnis. Die interessante Frage beginnt dort, wo Musik über den bloßen Puls hinausgeht: bei Metrik, Akzentstruktur, Wahrnehmung und der Frage, warum bestimmte rhythmische Modelle kultur- und genreübergreifend funktionieren. Wer heute noch beim „Bam Bam“ stehen bleibt, diskutiert eigentlich eine Ebene, die wissenschaftlich längst überschritten ist.





 
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M.i.a.u.: Kick
  • #84
Für mich ist eine durchgehende Offbeat-Hi-Hat nicht konservativ, sondern ein grundlegendes rhythmisches Werkzeug. Sie ist wie eine Schablone, die man über unterschiedlichste Genres legen kann und die sich dort immer wieder in neuen Formen wiederfindet. Ähnlich wie der menschliche Herzschlag schafft sie ein universelles zeitliches Orientierungssystem.
Im HipHop und DnB etc setzt man ja auch Hihats gerne nicht auf die Zählzeit von BD oder SNR. Die Idee ist ähnlich, nur halt nicht zwangsläufig immer nur auf dem Offbeat. Auch sehr spannend akustisch.
 
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M.i.a.u.: Nylon
  • #85
Disco und Techno hat seine Wurzeln in der schwarzen Musik und damit ist eigentlich alles gesagt.

Wie ich solche, ich nenn es mal Klischees meistens als unangebracht betrachte, kann ich gar nicht in Worte fassen.
Wird sicherlich so sein, dass gewisse Grundkomponenten aus diesen Musikrichtungen ursprünglich kommen.

Trotzdem finde ich solche Anmerkungen irreführend! Das wäre so, wie wenn ein deutscher das erste Auto erfunden hätte, alle behaupten
würden jeder Deutsche kann Autos erfinden. Sowas ist nicht richtig.

Dazu fällt mir auch der Track "Secret Cinema - Acid come - White Men Can't Funk" ein und der Filmtitel "Weiße Jungs bringen's nicht".

Auch wenn dieser "Sectret Cinema" ein sehr guter Künstler sein mag und der Film auch sehenswert ist, heutzutage denke ich über solche
Aussagen oder Text Schnipsel die mir über den Weg laufen, darin steckt eine zutiefst verachtende, teilweise rassistische und abwertende Komponente.

Ich behaupte, wenn ich etwas fühlen kann, dann kann ich es bestimmt auch, wenn ich es will. Mir fehlt vielleicht einfach nur die nötige Zeit mich damit ausgiebig auseinander zu setzen, um es richtig umzusetzen.

Ich kann dazu auch Beispiele aus dem realen Leben nennen, wo zu meiner Feierzeit in den Clubs zu der "funky" und "groovy" House Musik getanzt wurde, nach kurzer Zeit, als hätte ich z.B., als weiße Kartoffel, meine ganzes Leben nichts anderes gemacht. Währenddessen ein ehemaliger Freund, der deutscher ist und einen afroamerikanischen Vater hat und der uns damals solche House Partys nahegelegt hat, nur mehr oder weniger daneben auf der Stelle stand und immer nur einen Schritt vor und eine Schritt zurück gemacht hat und dabei wild die Arme hin und her bewegte. Mit dem echt "hässlichen" Filmzitat, "der schwarze Mann hat Rhythmus im Blut" brauch man in diesem Fall nicht zu kommen. Es wäre unpassend. Vielleicht sollte er mal einen Tanzkursus belegen, was weiß ich. Ist letztendlich auch egal was andere sagen, solange man etwas macht, was einem Spaß macht.
 
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  • #86
anthropologische Grundlage der Musikwissenschaft

ach ne!
dazu muss man aber nicht studiert haben!

Wer heute noch beim „Bam Bam“ stehen bleibt, diskutiert eigentlich eine Ebene, die wissenschaftlich längst überschritten ist.

wie heisst eigentlich akademische Humorlosigkeit auf akademisch?

es echt nicht zu fassen 🤣



ich könnt mir gerade mal einen runter holen
 
  • ^
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  • HaHa
M.i.a.u.: Randulph, Akai und Low3001
  • #87
ich könnt mir gerade mal einen runter holen

Wenn dir für diese Ebene der musikwissenschaftlichen Betrachtung der Zugang fehlt und daraus keine intellektuelle Resonanz entsteht, geschenkt. Pubertäre Pornofantasien ersetzen allerdings keine inhaltliche Auseinandersetzung und schon gar keinen akademischen Grad, auch nicht den imaginären „Dr. Pornhub“.

Natürlich muss man nicht studiert haben, um Rhythmus zu verstehen. Eine spannende Frage im Kontext dieses Threads ist aber: Warum funktionieren bestimmte rhythmische Modelle kultur- und genreübergreifend?

In meinem Studium der Musikwissenschaft habe ich mich unter anderem mit Keith Potter und seinen Arbeiten zur Minimal Music beschäftigt.
Wie aus einfachen Wiederholungen, Zeitstrukturen und minimalen Veränderungen komplexe musikalische Wahrnehmung entsteht.

Meine Erkenntnis ist dahingehend, dass man beispielsweise eine klassische Offbeat-Open-Hihat als rhythmisches Grundelement in unterschiedlichste musikalische Gefüge und Genres hineinprojizieren kann. Ebenso kann eine minimalistische musikalische Struktur, die aus wenigen Elementen besteht, durch die eigene Musikerfahrung und die individuellen Hörgewohnheiten mit Bedeutung und inneren Bewegungen aufgefüllt werden. Aber diesen Gedanken habe ich hier ja bereits mehrfach ausgeführt.
 
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M.i.a.u.: Jjsynth
  • #89
Wenn dir für diese Ebene der musikwissenschaftlichen Betrachtung der Zugang fehlt und daraus keine intellektuelle Resonanz entsteht, geschenkt. Pubertäre Pornofantasien ersetzen allerdings keine inhaltliche Auseinandersetzung und schon gar keinen akademischen Grad, auch nicht den imaginären „Dr. Pornhub“.
😂 köstlich....

einfachstes Musikwissen akademisch-wortgewandt aufpumpen und so tun als würde man sich auf einer höheren intellektuellen Ebene befinden
aber für meinen Humor zu dämlich

du kannst wahrscheinlich Vorträge über Verkehrstechnik an der Akademie der Verkehrswissenschaften halten , bis dort den Ober-Proffessoren das Gehirn käst
aber ich wette, wenn du Auto fährst, hast du den Sitz ganz vorne und beisst beim fahren ins Lenkrad, und lässt beim anfahren bei 5000U/min die Kupplung schleifen
ooooder......, du fährst vielleicht sogar E-Liegefahrrad , schön mittig, gegen die Einbandstrasse

ich würde gerne mal hinter dir in der Schlange stehen, wenn du in einer Bäckerei ein Brot kaufst

Entschuldigung,
Wurde ihr Natursauerteig auch mit einer Hydration von 60% gezüchtet und im Backverfahren mit einer hohen Temperatur angebacken und im weiteren Verlauf die Hitze unter Zugabe von Nassdampf um 33%. reduziert?
Denn nur ein präzise äquilibriertes Temperatur-und Zeitmanagement, garantiert eine exemplarische Sauerteigexpansion , müssen sie wissen
 
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  • Hmm
M.i.a.u.: Randulph und Low3001
  • #90
MOD: Jungs - bitte das persönliche angefauche beenden - und zurück zum Thema. Danke.
 
  • Zustimmung
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Koude, Randulph und jero
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