welche oldschool sampling devices kann man als converter einsetzen?

Mal abgesehen von der super Bedienbarkeit, was macht das SDE-2000 gegenüber einem jüngeren/aktuellen Delay denn so besonders?
Ist es ein gefärbter Sound oder anderes?
 
ach weil es der herr micromoog oben zu akai erwähnte - auch beim asr-10 dauert es natürlich zieeemlich lange wenn man bei samples was manipulieren will.

die samplerateconversion klingt sehr sehr gut und kann stufenlos bis ins lächerliche reduziert werden.

eigentlich alles recht fett - aber es vergeht einem schnell die lust, denn in der zeit wo man da wartet hat woanders schon ein dressierter affe mit ableton eine ganze nummer produziert :huebsch:
 
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Mal abgesehen von der super Bedienbarkeit, was macht das SDE-2000 gegenüber einem jüngeren/aktuellen Delay den so besonders?
Ist es ein gefärbter Sound oder anderes?

ja - es ist zwar eine platitüde wenn man es so beschreibt, aber die dinger klingen sehr organisch - einfach nur angenehm - auch bei der verdoppelung der delayzeiten.
und bei hohem feedback wird der sound zwar immer dreckiger aber nicht anstrengend oder beissend.

ich habe die nur verkauft weil sie mir zu gross sind, zu warm werden, ich keinen bock mehr auf analoge verkabelung und einpegeln habe - und zuletzt weil ich mit dem korg delay von uad auf zufrieden bin.
 
und sorry dass ich dir hier mehr oder weniger das statement abgezwungen habe
Bist aber schon ein cooler Verkäufer! Ein guter Deal mit einem bespulten Vermona EQ ist mir da in Erinnerung...
Ich hab auch hauptsächlich vom Roland SDE-2000 gesprochen, das hat Knöpfe genau nach meinem Geschmack...
oops, da sind mir nun doch die Nummern durcheinander gekommen. Der SDE-2000 ist von der Technik dann nicht so Hi-End wie der SDE-3000 (dafür hat er eben, tada, Knöpfe).
Mal abgesehen von der super Bedienbarkeit, was macht das SDE-2000 gegenüber einem jüngeren/aktuellen Delay denn so besonders?
Ist es ein gefärbter Sound oder anderes?
All diese Kisten arbeiten mit variabler Sample-Rate und VCO-Modulation der Delayzeit. Dann Analoge Stufen und Filter ohne Ende, der SDE-3000 mit diskreten Amps. 12-Bit werden durch Kompander aufgehübscht. Feedback läuft analog. Die aktuellen (vom OTO BIM abgesehen) verlagern all das in einen DSP. Dort hast Du also 24-Bit Wandler mit allen Tricks der Neuzeit und zwischen AD und DA Stufe einen DSP, evtl. ist der Bypass analog. Keine variable Samplerate, keine VCO-Modulation, etc.
 
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Replay 16 (gibts afair auch für den AMIGA) die mitgelieferte Software kann MIDI Sample Dump und afair kann man den gesamten freien Speicher (bei einem 4 MB ATARI ca. 84s bei 22khz) vollsampeln.

http://www.atarimania.com/utility-atari-st-replay-16_25552.html

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replay_16_microdeal_i_11.jpg
 
All diese Kisten arbeiten mit variabler Sample-Rate und VCO-Modulation der Delayzeit.

ja genau, danke swissdoc für die details. ich finde roland effekte mitte 80ger einfach extrem attraktiv und gut klingend. in der zeit hat roland kompromisslos auf guten klang gebaut obwohl die digitaltechnik kaum was hergegeben hat. ich hab mir gerade ein dep-5 besorgt und bin voll begeistert, jetzt fehlt noch das delay dazu.

Replay 16 (gibts afair auch für den AMIGA)

das ist ein externer wandler aber geht wohl nur in verbindung mit einem atari oder auch standalone? "the 16 bit revolution" heisst es da im prospekt, traumhaft und unbezahlbat :)

hier noch für die sp-1200 fans ein interview mit dem erfinder dave rossum. der nonerik faselt da wieder anstrengend rum aber zwischendrin kommt dave auch zu wort und erzählt interessante details.

klingt so als ob der legendäre sound und vor allem das coole boom-bap timing mehr zufällig entstanden sind, aus den engen constraints so ein teil für einen vernünftigen preis zu produzieren. inzwischen gehen die schon für 3k+ also denke ich mal wirds irgendwann eine neuauflage geben, das ist ja eigentlich eine einfache maschine. die bauteile gibts nicht mehr aber das lässt sich sicher ersetzen.


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das ist ein externer wandler aber geht wohl nur in verbindung mit einem atari oder auch standalone?
Wird in den ROM Port des ATARIs gesteckt, ich hab' genau einen Song damit gemacht, die Qualität lässt extrem nach, sobald man mehrere Stimmen/Sounds gleichzeitig abspielen will. Nutzt Speicher und MIDI Port des ATARI und lässt sich afair wie ein Expander steuern.

Ist was nervig und unfertig:

 

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  • Replay 16 Song.mp3
    4,4 MB · Aufrufe: 212
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Die Roland Delays hatten aber alle keine Sample Option. Es gab aber einen von Boss mit CV/Gate Eingang zum triggern und pitchen der Samples:

boss-rsd-10-digital-sampler-delay-90280.jpg


e00021BOSSdelaySAMPLER2.jpg
 
die Qualität lässt extrem nach

das ist ja die idee aber stimmt die 16 bit revolution liess noch auf sich warten :)

das boss effektgerät ist auch sehr cool schon allein wegen den farbigen potis. die sind natürlich auch schon unbezahlbar geworden, zum kotzen der paybay preisbeschleuniger ...

ich bin gerade auf der suche nach guten produktionen die ausschliesslich mit lowfi samplern gemacht wurden. da gibts einiges sehr interessantes.

zb hier was neues, instumental "hiphop" aus schottland, das ist alles mpc-2000 und etwas ableton:




dann ein detroit urgestein track mit der sp-1200, das ist schon der könig des lowfi sounds. die klingt wuchtig und soft gleichzeitig, ohne den snap der akais aber mit viel mehr artifakten:


Ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=VO18wTdLIMc


hier noch die sp-1200 pur, das ist eine sehr relaxte kellerproduktion und da hört man gut das geniale timing der maschine:


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welche Sampler hast Du denn überhaupt aktuell? Und es scheint Dir nicht unbedingt um den 12 bit Sound zu gehen? denn die MPC 2000 und auch die Roland S7xx Sampler sind ja 16bit.
 
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Welche Sounds verwurstest Du in Deine Loops, wenn hier schon die Fragestunde läuft ;-)
 
spontane Empfehlung: AKAI S2800i, das ist ein abgespeckter AKAI S3000 mit SCSI Anschluss standard (ansonsten nach einem S2800 schauen und ob da SCSI schon dabei ist), nur weniger Ausgänge und weniger max RAM, nämlich 16 MB statt 32 MB. Ich bin glücklicher Besitzer eines gepimpten S2800i, der auch 32 MB RAM hat aufgrund einer Modifikation.
Und die S3000 Sampler sind wiederum angeblich oder auch tatsächlich von der Soundengine identisch mit der MPC 3000.

Den S2800 bekommt man sehr günstig und man hat im Prinzip ne MPC 3000 für ca. 100€.
 
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dank dieses threads habe ich heute wieder einen asr-10 aus dem regal genommen und war - wie erwartet - absolut begeistert.

ok - hier geht es um lofi - aber der klingt sowas von angenehm - jeder verdammte loop den ich mit selber gesampleten 808 sounds mache klingt doppelt so gut wie wenn die 808 in echt spielt :)

ich muss noch mit der geringeren samplerate und anderen bearbeitung testen - wäre doch gelacht wenn der nicht auch lofi kann...

und ich persönlich finden den sequenzer einfach super - macht mir mehr spass als jede mpc - ok - bis auf die live :)
 
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ahhh wie geil... der fehlt mir noch in meiner Sammlung ;-) ich habe nie einen Ensoniq gehabt, ich kann dazu gar nichts sagen. Aber wenn ich ehrlich bin - wirklich brauchen tue ich die Kiste nicht. mir reicht mein Gerätepark. Nichtsdestotrotz - die sollen ja Sachen machen, was so mit anderen nicht geht. Was genau weiss ich aber auch grad nicht mehr :selfhammer:
 
Variable loop und startpunkte und die Transwave Sachen

Problem: die Sampler ziehen wieder deutlich im Preis an.
 
Da sich der Thread nun auch für 16bit öffnet, werfe ich mal noch den Ensoniq ASR-X pro in die Runde: 66MB RAM, die nicht-pro Variante bis zu 32MB. Hierzu hat auch der in diesem Thread schon erwähnte Daydreamsound einige Videos gemacht.

Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben soll der Yamaha Su700 (bis zu 64MB RAM), den es bisweilen mal hier und da günstig gibt. Das Gerät hat einige eklatante Schwächen (Sequencer und IMMER Probleme mit den Werks-Encodern) und nicht als Standalone zu empfehlen, der Sound ist aber sehr gut. Mir gefällt er wirklich, ich kann es gar nicht beschreiben, nicht unbedingt Wow-Effekt-Verdächtig, eher subtiler...irgendwie cremiger oder organischer wie das Ausgangssignal. Aber natürlich keine Wunder erwarten. Ich finde den klasse, auf jeden Fall mal bei Gelegenheit mal Probehören, wenns geht.

Das entwickelt sich ja hier übrigens langsam zum Sampler-Stammtisch :supi:


wirklich brauchen tue ich die Kiste nicht.
Wenn es danach ginge, hätte ich vieeeel mehr freien Platz....
 
Mein Favorit ist immer noch: E-MU E4 Ultra sampler, also E4XT Ultra oder E6400 Ultra oder E5000 Ultra. ich kenne ausserdem noch: AKAI S2800i, AKAI S1100, Roland VP-9000 und Roland DJ-70 (mkII). Der DJ-70 ist ein Roland S-770 mit Tastatur und einigen Verbesserungen in Richtung S-760.
keines der Geräte toppt die E-MU E4 Serie als Ganzes betrachtet, was ich da an neuen Sounds rausholen kann durch Benutzung (auch in Kombination) der Synthese Möglichkeiten ist immer wieder unglaublich: Filter, Filter Modulation durch Mod Matrix, Mod Matrix an sich, Tempo Sync, Sample Start und Loops modulieren, LFOs, Hüllkurven, hatte ich schon Filter erwähnt?
kein LoFi Demo, aber ein Wavetable Demo von mir, also es wird nur der Loop moduliert, mehr nicht. Erst gegen Ende wird zusätzlich auch Filter moduliert. Als Basis Single Cycle Waves + Modulation:

Ansehen: https://soundcloud.com/virtualant/e-mu-e4xtultra-wavetable-demo
 
ja klasse info von allen, vielen dank!

ich entwickle ja schon seit längerem meinen eigenen wavetable/sampler synth und das wird (in ferner zukunft) irgendwann ein hardware gerät mit integriertem sequenzer und oldschool sampler technologie. deshalb interessiert mich vor allem wie die alten sampler technisch funktionieren und woher der sound kommt den ich persönlich interessant finde. das ist dann eben meistens lowfi 12/16 bit. mein wavetable prototyp klingt zb am besten mit 12 bit /128 samples pro wave, genau wie der prophet vs.

was ich bis jetzt kapiert habe ist dass sampler eigentlich nur abstrakte zahlenabspuler sind und der sound sich aus den zahlenverhältnissen der verschiedenen abspulmechanismen ergibt. (zb. samplelänge vs. frequenz vs. sequenzer bpm). weil die alten geräte alles durch clockdivider generiert haben waren die zahlenverhältnisse eben einfach und das klingt meistens gut.

der sp-1200 zb generiert das tuning durch total einfaches drop-sample playback dh. er addiert oder subtrahiert einfach samples und spielt sie dann mit niedriger samplefrequenz (22 khz) ab. das verhältnis dieser beiden zahlen erzeigt dann diese krassen tuning effekte.

software kann dagegen alles beliebige abrunden und korrigieren. der neue sampler von dave rossum assimi8ator hat zb "garantiert kein aliasing" und klingt im vergleich zu den alten emu sachen total langweilig - was dave aber nie kapieren wird siehe interview oben.

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M.i.a.u.: oli
tolles teil - aber schade dass man dazu wieder eine wagenladung anderer module bräuchte um das wirklich spannend verwenden zu können.

es sei denn man macht was mit einem expert sleepers teil und steuert den sampler komplett vom rechner.

aber wie man es auch macht - man hat dann mindestens kosten von fast 1500.- für einen sehr speziellen sampler - wäre mir etwas zu teuer.
 
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:) dave freut sich wie ein schneekönig.

ja klar hat der sampler lowfi funktionen aber er klingt eben wie software für mich - obwohl man das so eigentlich noch gar nicht beurteilen kann. control voltage und sampler gehen auch nicht gut zusammen weil sampler eigentlich exakte zahlen als input brauchen. wenn das teil einen usb input mit OSC interface hätte wäre das was ganz anderes.

das ist ja das verblüffende, dave baut seit 40 jahren sampler und versteht nicht warum NOCH IMMER alle die sp-1200 so genial finden. von einer soundalike sp-1200 mit modernem interface könnte er 10tausende verkaufen ... aber dann müsste er wie ein musiker denken und nicht wie ein ingenieur.
 
Nur mal so in denn Raum geworfen, gibt es nicht die Möglichkeit eine Art Impulsantwort wie man es für Frequenzspektrum, Reverb usw. macht auch für einen solchen Lofi Effekt zu nutzen?
 
Auch wenn´s doch wieder ne Plugin-Empfehlung ist, aber ich hab hierüber SEHR viel Gutes gehört:

https://tal-software.com/products/tal-sampler

Aus der Produktbeschreibung:
It's possible to choose between different digital analog converters (DAC's) to get the vintage sound of different hardware samplers inside your DAW. We don't make cheap bit crushing or decimation on the output signal. We really down-sample the sample to the desired sampling frequency, then process the data depending on the chosen DAC and up-sample it to the desired pitch. Most DAC modes offer a LEVEL slider. This feature allows the user to reduce the volume of the recorded sample and decreases the sample quality. Load your favorite high quality sample and make it sound vintage and noisy. The 24dB low pass filter will like it!

(emulierte DACs natürlich)

Weiß von einigen DnB Produzenten die das Teil total feiern weil es wohl am nähesten an den geliebten 90er HW-Sampler Sound ran kommen würde!
 
das ist ja das verblüffende, dave baut seit 40 jahren sampler und versteht nicht warum NOCH IMMER alle die sp-1200 so genial finden. von einer soundalike sp-1200 mit modernem interface könnte er 10tausende verkaufen ... aber dann müsste er wie ein musiker denken und nicht wie ein ingenieur.

So isses.
Vielleicht kommt ja irgendwann die Uli B. 1200 :fressen:
Ich würd's mir wünschen...
 


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