wem gehört kunst? dem volk?

KlangRaumKlang

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kunst gehört niemandem..... basta
wenn überhaupt... dann gehört kunst den schaffenden und der zielgruppe...
aber niemals einer irgendeiner mediengruppe oä. , die damit gewinne erwirtschaftet..... :evil:
 
A

Anonymous

Guest
KlangRaum schrieb:
dann gehört kunst den schaffenden ...
Da billigt das Urheberrecht dem "Künstler" m.E. deutlich zuviele Rechte zu. Der Aspekt, das ein Werk 'veröffentlicht' wird geht dabei total unter. Durch diese Veröffentlichung sollte das Publikum bereits ein gewisses Nutzungsrecht erwerben.

Dabei geht es nicht um die Entlohnung - spätestens wenn damit Geld verdient wird sollte davon was an den Künstler fliessen. Das ist der Aspekt mit der VG Bild-Kunst, die die Rechte(vergabe) verwaltet. Ist normal und das Aquivalent zur GEMA. Diente (ursprünglich) der Rechtesicherung der Künstler.

Die Rechte zur Veröffentlichung wurden hier vom überheblichen "Künstler" verwehrt, nicht von der Verwertungsgesellschaft.
 
M

Markus Berzborn

..
Ich glaube auch nicht, dass das rechtlich durchsetzbar ist, jemandem zu verbieten, ohne kommerzielle Interessen eine Skulptur zu fotografieren.
Es wäre etwas anderes, wenn einer massenweise von so einem Foto T-Shirts drucken würde oder ähnliches, obwohl selbst das einen Grenzfall darstellen dürfte.

Gruß,
Markus
 
A

Anonymous

Guest
Fotografieren ist erlaubt (für das heimische Fotoalbum fast alles) - es geht um das Veröffentlichen!

Nutzung als (Massen-) T-Shirt ist auf jeden Fall 'genehmigungspflichtig'.
 
Jörg

Jörg

||||||||||
KlangRaum schrieb:
wenn überhaupt... dann gehört kunst den schaffenden und der zielgruppe...
aber niemals einer irgendeiner mediengruppe oä. , die damit gewinne erwirtschaftet..... :evil:
Ich sehe die ganze "Content Industrie" auch kritisch, man darf aber nicht vergessen, dass ohne irgendwelche Vermittler die meiste Kunst ihre Zielgruppe gar nicht erst erreichen kann.
 
A

Anonymous

Guest
Markus Berzborn schrieb:
Ich glaube auch nicht, dass das rechtlich durchsetzbar ist, jemandem zu verbieten, ohne kommerzielle Interessen eine Skulptur zu fotografieren.
Es wäre etwas anderes, wenn einer massenweise von so einem Foto T-Shirts drucken würde oder ähnliches, obwohl selbst das einen Grenzfall darstellen dürfte.
Nee, das wird ja auch nicht oder nur selten verboten. Gibt´s aber auch, im Getty Museum etwa ist nichts mit Bildern abfotografieren, stehen in jeder Ecke Aufpasser, damit das auch niemand macht. Selbst im Inneren von amerikanischen Supermärkten darf man nicht fotografieren. Hat alles Gründe, muss man auch nicht unbedingt drüber diskutieren.

Alles, was ungefragt verwertet wird, ganz gleich ob gegen Geld oder kostenlos, bedarf in Wirklichkeite der Genehmigung dessen, der es geschaffen hat. Das ist m.E. auch in Ordnung so, ein Maler stellt sein persönliches Schaffen dort aus, wo er es für richtig hält. Wer das dann fotografiert und einfach so ins Internet stellt, der geht über die persönlichen Rechte des Künstlers hinweg. Die Dame muss wohl damit leben lernen, als Jahrgang 1960 ist sie alt genug, das einfach zu begreifen und ihre ultratolle Homepage halt mit was anderem schmücken. Und mit dem Blog-Titel "und was kostet der Himmel" ist sie auch nicht wirklich bei der Sache.
 
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kpr schrieb:
Alles, was ungefragt verwertet wird, ganz gleich ob gegen Geld oder kostenlos, bedarf in Wirklichkeite der Genehmigung dessen, der es geschaffen hat.
Nein, in .de gibt es da z.b.: 'Schöpfungshöhe', 'Platzfreiheit' und 'Erschöpfungsgrundsatz'.

kpr schrieb:
Wer das dann fotografiert und einfach so ins Internet stellt, der geht über die persönlichen Rechte des Künstlers hinweg.
Naja, das 'Kunstwerk' steht in einem öffentlichen Gebaüde in einem öffentlichen Bereich. Die Nutzung eines weiteren Bildes eines öffentlichen Bereichs sollte lizensiert(&bezahlt) werden. Das hat der 'Künstler' verweigert. Du magst das 'persönlichen Rechte' nennen, für mich ist das 'dem Knilch ist sein Heiligenschein zu eng geworden'.
 
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Fetz schrieb:
kpr schrieb:
Alles, was ungefragt verwertet wird, ganz gleich ob gegen Geld oder kostenlos, bedarf in Wirklichkeite der Genehmigung dessen, der es geschaffen hat.
Fetz schrieb:
Nein, in .de gibt es da z.b.: 'Schöpfungshöhe', 'Platzfreiheit' und 'Erschöpfungsgrundsatz'.
Ja stimmt, nur wollte ich von der Regel und nicht diesen Ausnahmen reden. Die Begriffe sind aber geiles Juristenneusprech, nicht wahr ;-)



kpr schrieb:
Wer das dann fotografiert und einfach so ins Internet stellt, der geht über die persönlichen Rechte des Künstlers hinweg.
Fetz schrieb:
Naja, das 'Kunstwerk' steht in einem öffentlichen Gebaüde in einem öffentlichen Bereich. Die Nutzung eines weiteren Bildes eines öffentlichen Bereichs sollte lizensiert(&bezahlt) werden. Das hat der 'Künstler' verweigert. Du magst das 'persönlichen Rechte' nennen, für mich ist das 'dem Knilch ist sein Heiligenschein zu eng geworden'.
Na ja, ich finde auch, dass sich manche in die Hose machen, ich selber handle das definitiv anders. Aber meine Umgangsweise möchte ich jemandem anderen ja nicht aufzwingen, also wenn jemand sein Zeug halt total selektiv in die Öffentlichkeit stellen will, bitte, soll er doch. Aber gegen ungefragte Vereinnahmung habe ich auch was, das müssen wir anhand der Akte "Bilderklau bei Mic" ja auch öfter erleben und das ist gewiss noch eine Kleinigkeit. BTW stehen meine Produkte auf russischen Downloadservern, teils sogar gegen die paar doofen Dollars, ich kenne mich also leider aus mit ungefragter Abzocke meiner Leistung ;-)
 
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kpr schrieb:
...also wenn jemand sein Zeug halt total selektiv in die Öffentlichkeit stellen will, bitte, soll er doch.
Genau da finde ich, dass derjeninge dann doch bitte sein Zeugs in der Garage stehen lassen möchte, und die Öffentlichkeit damit nicht belästige.

Veröffentlichen beinhaltet nun mal auch mal eine gewisse öffentliche Vereinnahmung.

kpr schrieb:
teils sogar gegen die paar doofen Dollars, ich kenne mich also leider aus mit ungefragter Abzocke meiner Leistung ;-)
Die Bezahlung ist eine andere (meistens finstere....) Baustelle - stand hier aber nicht in Frage (die Nutzung sollte ja bezahlt werden).
 
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Fetz schrieb:
kpr schrieb:
...also wenn jemand sein Zeug halt total selektiv in die Öffentlichkeit stellen will, bitte, soll er doch.
Fetz schrieb:
Genau da finde ich, dass derjeninge dann doch bitte sein Zeugs in der Garage stehen lassen möchte, und die Öffentlichkeit damit nicht belästige.

Veröffentlichen beinhaltet nun mal auch mal eine gewisse öffentliche Vereinnahmung.
Glücklicherweise lassen einige Künstler ihre Sachen auch in der Garage stehen, das hilft ja schon mal ;-)

Über diese partielle öffentliche Vereinnahmung muss halt ein Konsens gefunden werden. Das geht nur mit Akzeptanz der unterschiedlichen Standpunkte. Dazu muss man die aber erstmal kennen. Einfach so eine gewisse öffentliche Vereinnahmung, klingt etwas gummiparagraphenmäßig, hat auch was von Dogma, kommt auch ohne Begründung daher. Das ist auch nicht wirklich förderlich in der Sache. Noch weniger sind es die Juristen, die eben das "Dürfen" und "Verbieten" verhandeln und hinterher mit den Verwertungsgesellschaften den Deal machen. Bist Du GEMA Mitglied? Falls ja, dann kennst Du ja deren Licht und Schatten aus eigener Erfahrung.
 
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Das Kunstwerk steht im Bundestag, d.h. es wurde mit Steuermitteln finanziert. Allein das sorgt doch für ganz andere Rahmenbedingungen.

Hier isses - was mag's gekostet haben?
Der Titel spricht dem Werk Hohn, das nur nebenbei.

Die Rechtschreibreform ist am Bundestag offenbar vorbeigegangen:
Entscheidend ist, daß der Betrachter Stellung bezieht, auf diese Weise partizipatorisch einbezogen ist und sich mit Haackes Projekten gedanklich auseinandersetzt.
Dass... is ja 'n Ding. :schwachz:
 
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Acidmoon schrieb:
Das Kunstwerk steht im Bundestag, d.h. es wurde mit Steuermitteln finanziert. Allein das sorgt doch für ganz andere Rahmenbedingungen.

Hier isses - was mag's gekostet haben?
Der Titel spricht dem Werk Hohn, das nur nebenbei.

Die Rechtschreibreform ist am Bundestag offenbar vorbeigegangen:
Entscheidend ist, daß der Betrachter Stellung bezieht, auf diese Weise partizipatorisch einbezogen ist und sich mit Haackes Projekten gedanklich auseinandersetzt.
Dass... is ja 'n Ding. :schwachz:
Grundgütiger, bei dem erklärenden Text zu dem Kunstwerk auf der Website könnte man auch auf die Idee kommen, für den Kauf vielleicht eine Rückabwicklung ins Auge zu fassen ;-) Ich hoffe, es ist nicht aus Steuergeldern finanziert, sondern irgendein Sponsor hat das bezahlt. Es zu fotografieren und ins Netz zu stellen war btw nicht die beste Idee der Dame, die sich jetzt über die Modalitäten mokiert. Es gäbe schönere Motive, für die sich eine Copyrightdiskussion lohnen würde.

Ein anderes Werk von Hans Haacke mit dem Titel "Isolation":



Temporäre Verlinkung nur zur Dokumentation des reichhaltigen Wirkens des Künstlers im Rahmen eines Zitates. Details dazu auf der Website http://homelessmonalisa.darq.uc.pt
 
 


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