Wenn wegen der GEMA auf dem Volksfest keine Musik läuft

Bei der Gema sind es € 50,00, mit der GVL habe ich nichts zu tun, das macht das Label.

ich habe keine ahnung, was ppg mit der GVL zu tun hat, aber ein industrievertrag hat dort (jedenfalls früher) im gegensatz zum wahrnehmungsvertrag einen dreistelligen betrag gekostet.

und ohne den bist du nicht wirklich wettbewerbsfähig gewesen wenn du größere auflagen selbst in auftrag gegeben hast, weil da ja immer mal was schief gehen kann mit so einer TT produktion und du das mechanische dann auch bezahlst wenn du wieder einstampfen musst. :)


apropos kosten: unter 30 jährige zahlen ja bei der gema auch keine aufnahmegebühr mehr. vielleicht kommen die ja irgendwann noch auf den trichter, dass das erheben von mitgliedsbeiträgen in einer interessenvereinigung, die von bearbeitungsgebühren lebt, generell eine verrückte idee ist, und es viel sinnvoller wäre die verwaltung aus dem gesamttopf zu bezahlen (so dass die reichen mehr bezahlen - das ist in jeder partei oder gewerkschaft auch so)

statt eines mitgliedsbeitrages könnte man verlangen, dass mindestens 1 werk pro jahr veröffentlicht werden muss o.ä. (um karteileichen und srohmänner draußen zu halten)
 
Wenn ich den Bericht so lese und da steht daß in der Konsequenz die Preise für Speisen erhöht werden

wobei man natürlich schon im einzelfall überprüfen müsste ob dieser zusammenhang wirklich besteht oder nur behauptet wird.

auch würde ich nicht unbedingt von krassen einzelfällen gleich auf das gesamtsystem schließen.

mir ist das spiel aus dem thema "verwaltungen und behörden" auch bekannt: manchmal ändert sich aufgrund neugefasster berechnungsgrundlagen für irgendeine kleine gruppe etwas sehr gravierend, und die ist dann natürlich zurecht vollkommen verstört darüber.

dass hintertupfingen das zehnfache für sein volksfest bezahlen muss, heißt nur noch lange nicht, dass der gemavorstand dadurch jetzt das zehnfache verdient und die komponisten in deutschland im schampus baden.


das system kann und soll man ruhig mal betrachten und kritisieren, aber getrennt von hintertupfingen.

mal im ernst: kulturvereine sind im regelfall gemeinnützig und bekommen sehr oft alle möglichen unterstützungen von der stadt. sie sind oft gewerebesteuer- und umsatzsteuerbegünstigt und all das, und daher gegenüber kommerziellen anbietern ohnehin schon im vorteil (völlig zurecht).


und du musst einfach mal so denken: wenn du komponist bist und bist da selbst angeschlossenes mitglied, dann soll es dir doch recht sein, wenn da geld reinkommt.

eine abzocke sehe ich in dem system nicht:

die gema hat heute ein aufkommen von 1,2 millarden, das sind 50% mehr als vor 20 jahren.

gleichzeitig hat sie aber auch 30% mehr mitglieder als vor 20 jahren.

die durchschnittliche ausschüttung pro mitglied entspricht also nicht mal annähernd der allgemeinen preis- und lohnentwicklung.

vor allem aber entsteht nur nur ein sehr, sehr kleiner bruchteil dieser 1,2 milliarden durch aufführung im inland. es wäre also vollkommen verrückt zu versuchen, sich durch die verzehnfachung der abzocke auf volksfesten sich die taschen voll zu machen.

das ergebnis harter verhandlungen mit google und streamingdiensten bewegt sich da schon in ganz anderen größenordnungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey :cool:

und du musst einfach mal so denken: wenn du komponist bist und bist da selbst angeschlossenes mitglied, dann soll es dir doch recht sein, wenn da geld reinkommt.
Ich habe die ganze Zeit gesagt daß ich dies natürlich für in Ordnug halte. Habe ich nie angefochten. Wieso wird das hier immer in so eine Richtung gelenkt ?
eine abzocke sehe ich in dem system nicht, denn sonst käme mehr bei den mitgliedern an.
Also werde die Mitglieder gleich mitabgezockt!:floet:
die gema hat heute ein aufkommen von 1,2 millarden, das sind 50% mehr als vor 20 jahren.
Einkommen oder aufkommen?🤔
gleichzeitig hat sie aber auch 30% mehr mitglieder als vor 20 jahren.
Mehr Mitglieder = mehr Beitragzahlung und mehr Geldeingang weil mehr Musik !? So würde ich es jedenfalls sehen. Die mitglieder zahlen Jährlich einen Beitrag und einmalig einen Aufnahmebetrag.
Die kleinen ,an die man eh kaum was abführen muß kommen da natürlich gelegen und sind sozusagen die Tragenden Säulen irgendwie.
die durchschnittliche ausschüttung pro mitglied entspricht also niht mal annähernd der allgemeinen preis- und lohnentwicklung.
Die Frage wäre wie sich die Gemagebühren (Aufnahmegebühr und einmahlige Aufnahmegebühr) für die Künstler in den Jahren angepaßt wurde.
vor allem entsteht nur nur ein sehr, sehr kleiner bruchteil dieser 1,2 milliarden durch aufführung im inland. es wäre also vollkommen verrückt zu versuchen, sich durch die verzehnfachung der abzocke auf volksfesten sich die taschen voll zu machen.
Ja aber sie machens ja offensichtlich
das ergebnis harter verhandlungen mit google und streamingdiensten bewegt sich in ganz anderen größenordnungen.
Den Streamingdiensten dürfen sie gerne die Hölle heiß machen. Wurstbudenbesitzern oder Schoppenständen die sich gerade so über Wasser halten....die sollten sie mal besser in Ruhe lassen! Meine Meinung!
 
Es wird der Eindruck erweckt, als sei die Idee der Urheberrechtsvergütung erst im Dritten Reich entstanden. Darf´s noch ein bißchen Populismus sein? Die STAGMA wurde 1930 als Zusammenschluß verschiedener bereits seit dem Beginn des 20. Jhdts. bestehender Verwertungsgesellschaften gegründet, vor allem mit dem Ziel die Ansprüche der E-Musik und der U-Musik zu bündeln.

lass das ziel mal weg und betrachte stattdessen mal die ursachen und die auswirkungen.

die hauptsächliche ursache für die idee organisierter auswertung von urheberrechten war die technische neuerung der tonträgerherstellung und des runkfunks - die musik wanderte von der straße in die wohnzimmer.

die auswirkungen sind weniger schön. die komposition an sich und die musik als kulturgut entwickelten sich weg vom thema und hin zur melodie: jedes ereignis in einer komposition musste plötzlich unverrückbar feststehen, um den juristen als vorlage für gewinnbringende streitigkeiten um zitate, bearbeitungen, kopien usw. zu liefern.

durch den wegfall des themas als prinzip in und von musikstücken wurde der öffentlichkeit quasi etwas weggenommen - wie das eben immer so ist bei privatbesitz (ergo geraubtem besitz)


und wie ich oben schon schrieb, die bevorteilung der e-musik ist ja inzwischen leider fast schon wieder geschichte.


Und so ganz Non-Profit ist es in den meisten Fällen ja auch nicht.

richtiger hinweis in diesem zusammenhang.

noch mehr gilt das für die kirchen. die zahlen 60 euro im jahr - wenn da dann zwei konzerte mit einer neukomposition stattfinden legt die gema schon 250% drauf. :)

Und wenn es wirklich zu teuer sein sollte, kann man ja die Stromanbieter fragen, ob die den Strom kostenlos zur Verfügung stellen oder die exklusiv vertretenen Gersten-Saft-Hersteller, ob sie ihr Produkt kostenlos ausschenken

um kostenlos ging es ja nicht, sondern um eine verzehnfachung voneinem jahr aufs andere. jetzt wende darauf mal deine analogie mit strom und bier an. ;-)
 
Einkommen oder aufkommen?🤔

einkommen haben nur privatpersonen.

die von manchen leuten behauptete abzocke duch vorstand oder mitarbeiter wären noch zu belegen.

Mehr Mitglieder = mehr Beitragzahlung und mehr Geldeingang weil mehr Musik !? So würde ich es jedenfalls sehen.

richtig ist, dass der vierte faktor natürlich die frage ist, ob die konsumenten heute mehr musik hören als vor 200 jahren.

auch das würde ich allerdings bejahren wollen.

und dann kommt von mir wieder das gute alte argument, dass man selbst daran schuld ist wenn man auf seinem völkischen besäufnis- frauenangrapsch- und und schlägerei-volksfesten 24/7 layla scheiß und hansi hinterwädler hören will, ergo sehenden auges geschäfte mit gema-gebühren abzockern macht.

für 40,000 euro bekomme ich für so ein wochenende auch 3 livemusiker, die nur eigene titel spielen und in keine VG mitglied sind.

Die Frage wäre wie sich die Gemagebühren (Aufnahmegebühr und einmahlige Aufnahmegebühr) für die Künstler in den Jahren angepaßt wurde.

zweifelsfrei zum nachteil der kleinen und neuen, das bestreite ich auch nicht, ich hasse den kram selbst.

Den Streamingdiensten dürfen sie gerne die Hölle heiß machen. Wurstbudenbesitzern oder Schoppenständen die sich gerade so über Wasser halten....die sollten sie mal besser in Ruhe lassen! Meine Meinung!

man kann das so sehen, klar wäre es besser, wenn schwache weniger zahlen müssten als starke.

aber dass man mit der gema unterhalb eines gewissen größe nicht einzeln verhandeln kann, daran ist letztlich der gesetzgeber schuld.

ich drehe das mal rum: gäbe es die gema garnicht, müssten volksfestvereine mit jedem komponisten und verleger einzeln in verhandlungen treten. dann kostet die organisation dessen schon 40,000 euro, weil du dafür 15 mitabeiter bräuchtest. :)


so am rande: selbstredend kann jeder veranstalter gegen die berechnung klagen. dann befindet ein gericht darüber, was abzocke ist und was nicht. oder mit anderen worten, wehren statt meckern.
 
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"es ist zehn mal so viel wie in früheren jahren."

OMG WIR MÜSSEN ALLE STERBEN! DIE KOMPONISTENVEREINIGNUG GEMA NIMMT UNS DIE MUSIK WEG!!


ja, es ist zehn mal so viel wie in früheren jahren.

und es sind 10 cent pro besucher.


und jetzt vergleichen wie das mal mit der verpackungssteuer für 2 cheeseburger oder dem nettogewinn des inhaber der sekt- und wein-stand systemgastronomiekette mit sitz auf den cayman islands, um das ganze auch richtig einzuordnen.


ich habe mir mal den spass erlaubt, die tatsächlichen zahlen zu googlen.

auf dem wurstmarkt in bad dürkheim kostet 2023 das billigste glas sekt 4,50.

das sind 30 cents mehr als 2022, wo es noch 4,20 kostete.

insgesamt wurden letztes jahr auf dem wurstmarkt in bad dürkheim 500,000 liter sekt verkauft, ergo alleine mit sekt ein umsatz von 2.25 millionen euro gemacht.

ebenso wurden 1500000 millionen liter bier und 2500000 liter wein verkauft. der teuerste wein kostet 14 euro das glas.

alleine mit souvenierartikeln lag der umsatz bei über 10 millionen euro.

...

ich kenne die veranstalterin des **** hrm, äh... eines großen kulturfestivals in frankfurt. die hat vor 10 jahren von einem auf das andere jahr sie standgebühren verdoppelt, was in ihrer community nicht gazn so gut ankam.

war bestimmt auch wegen dem 1 cent gema, der sich dann auf unbezahlbare 10 cent verzehnfacht hat oder ähnlich grandioser außerer umstände.
 
ich drehe das mal rum: gäbe es die gema garnicht, müssten volksfestvereine mit jedem komponisten und verleger einzeln in verhandlungen treten. dann kostet die organisation dessen schon 40,000 euro, weil du dafür 15 mitabeiter bräuchtest. :)
Von diesem Blickwinkel kommen sie sogar gut weg. Ich rede mir auf diese Weise auch jegliche Dienstleistung Supergünstig ganz ohne Witz. Beispiel ein Paket. Für mich ist der Versand für ne Schallplatte in die USA für 19Euro Spottbillig wenn ich mir überlege selbst dorthin fliegen zu müssen ,mit einem Leihwagen vom Airport aus durch die Wüste in die Stadt zu düsen, das Paket beim Empfänger abgeben und dann wieder zurücklaufen ;-)
und es sind 10 cent pro besucher.
Wirklich nur 10 Cent? Das ist nicht viel. So wenig? Also waren es vorher nur 1 Cent pro Nase? Naja was resch ich mich uff. Bevor ich mich ufreesch isses mir liver ejaal ;-)
 
OMG WIR MÜSSEN ALLE STERBEN! DIE KOMPONISTENVEREINIGNUG GEMA NIMMT UNS DIE MUSIK WEG!!
He...Mal nicht überdramatisieren. Haben die Medien es etwa aufgeblasen? Ist es nur ein Sturm im Wasserglas?
Simmer jetzt doch dann alle auf einem Nenner ,dann is ja aales klar, könne mer penne gehe ,gut Nacht :gaehn:
 
Laut der Zeitungsberichte hat die Gema ja ohne Ankündigung die Preise erhöht und die Rechnungen verschickt. Das im Artikel die Gema dann schreibt sie wäre an einer fairen Lösung interessiert kommt halt dann ein bischen komisch rüber. Natürlich soll jeder fair vergütet werden aber es kann doch auch nicht im Sinne von der Helene sein wenn das Album pünktlich vor Beginn der Weihnachtssaison fertig produziert wurde und keiner kann es mehr am Glühweinstand hören.
 
du meinst den alten Vertrag, der 2018 gekündigt wurde. Mittlerweile hat sich das deutlich erhöht.
11 Euro pro Gottesdienst

um gottes willen, wer wird denn in gottesdiensten gema-material von gotthilf gottfried benutzen. :)

daran sind aber nicht zuletzt die idioten schuld, die ihre selbstkomponierten dudelmelodien vor 2 zuschauern in dorfkirchen aufführen und vorher 5 flugblätter dafür auslegen um die gema abzuzocken.

Wirklich nur 10 Cent? Das ist nicht viel. So wenig?

eine verzehnfachung eines postens ist zweifelsfrei irre viel und verlangt nach einer guten begründung.

aber 55,000 euro (das sind dann 49,500 mehr als letztes jahr) sind bei 50 millionen euro umsatz 0,101%, die man dieses weniger an gewinn gemacht... hätte, wenn man denn nicht die eigenen preise auch überall erhöht hätte.

an der berichterstattung fällt ansonsten auf, dass es einerseits nur um die wenigen musikdarbietungen geht, es andererseits offenbar einem weltuntergang gleich kommt, wenn das feuerwerk jetzt deswegen ohne musikuntermalung auskommen muss.


und ich gehe ansonsten jede wette ein, dass man viel mehr geld hätte sparen können, wenn man statt der musikuntermalung des abschlussfeuerwerks einfach die feuerwerksuntermalung der abschlussmusik weggelassen hätte.

aber so ist das in deutschland. wenn irgendwo ein sack bohnen umfällt, dann ist das wichtigste dabei, dass man irgendjemandem die schuld zuweisen kann.
und dann sind eben die gewerkschaften an den niedrigen löhnen schuld oder die komponisten von musik daran, dass ein stadtparlament bewusst eine bestimmt entscheidung gegen musik getroffen hat.

in phase 2 verteilen wir dann flugblätter in denen wir behaupten, dass die gema uns das musikmachen verboten hätte und in stufe 3 bauen wir konzentrationslager.
 
Ich wüsste jetzt nicht wie die Einwohner der Stadt, wo die beiden Feste stattfinden die ich beschrieben habe, die Gema Gebühren mitfinanzieren. Das eine Stadtteilfest wird von einem Verein organisiert. Der Bekommt keine Zuschüsse von der Stadt. Das andere Fest ist ein Siedlerfest der Anwohner. Auch selbst finanziert.
Mag sein, das es von Stadt zu Stadt unterschiedlich gehandhabt wird. Genaueres weiß der Stadt- oder Gemeinderat des (Haupt-)Wohnorts, also Steuerempfänger.
 
Ich tue mal so, als würde ich eine Party in einem kleinen Club hier aufziehen. Der Club ist leider etwas größer, was kleineres habe ich leider nicht gefunden. Ich habe hier eine Fläche von 185 m². Ich bin also in der Preisstufe bis 200 m². Basispreis ist damit 53,40€. Jetzt habe ich vor, Eintritt zu nehmen, um die Unkosten für mich ein wenig zu deckeln. Ich setze mal 6€ netto an (Umsatzsteuer und Systemgebühren zählen nicht mit rein). Da habe ich die erste Stufe mit 1,69€ für oben genannte 53,40€. Für weitere 0,85€ kommen jeweils 16,20€ dazu. In meinem Fall bin ich damit bei 134,40 € für die GEMA. Das ist fix und vollkommen unabhängig, ob überhaupt jemand kommt.
Da müssen mehr als 15 Leute kommen, damit nur die GEMA bezahlt ist.
Berechnungsgrundlage: https://www.gema.de/documents/d/gue...te-musiknutzer-tarife-tarife_ad-tarif_m_v-pdf (Rechnet gern nach und korrigiert mich, ich mach das nicht professionell).
Ich kenne genug Parties, die ihre besten Tage hinter sich hatten und nur noch stattfanden, weil die Involvierten da unbezahlte Arbeit und Herzblut reinsteckten. Die sind jetzt weg (nicht nur, aber auch wegen der GEMA), weil die nicht auch noch draufzahlen wollen. Über den Eintrittspreis kann man nicht viel machen, dann steigt ja auch die GEMA. Dagegen zahlt der Veranstalter einer Party, die Ballermann-Hits spielt und die Hütte voll macht im gleichen Laden bei gleichem Eintritt wie viel GEMA? Genau, 134,40€.
Passt, danke. Steige ich von gemütlichen EBM-Parties im kleinen Kreis auf Sauf-Veranstaltungen in überfüllter, Bier-versiffter Umgebung um. Ein Hoch auf den Erhalt unserer vielfätigen Kulturlandschaft.
 
Dagegen zahlt der Veranstalter einer Party, die Ballermann-Hits spielt und die Hütte voll macht im gleichen Laden bei gleichem Eintritt wie viel GEMA? Genau, 134,40€.
hm - also sollte man die Preise nach Art der gespielten Musik staffeln? Mainstreamzeugs teurer, Nischenkram billiger ... ;-)
 
Ich tue mal so, als würde ich eine Party in einem kleinen Club hier aufziehen. Der Club ist leider etwas größer, was kleineres habe ich leider nicht gefunden. Ich habe hier eine Fläche von 185 m². Ich bin also in der Preisstufe bis 200 m². Basispreis ist damit 53,40€. Jetzt habe ich vor, Eintritt zu nehmen, um die Unkosten für mich ein wenig zu deckeln. Ich setze mal 6€ netto an (Umsatzsteuer und Systemgebühren zählen nicht mit rein). Da habe ich die erste Stufe mit 1,69€ für oben genannte 53,40€. Für weitere 0,85€ kommen jeweils 16,20€ dazu. In meinem Fall bin ich damit bei 134,40 € für die GEMA. Das ist fix und vollkommen unabhängig, ob überhaupt jemand kommt.
Da müssen mehr als 15 Leute kommen, damit nur die GEMA bezahlt ist.
Eine Party für 15 Leute macht man als Privatveranstaltung und gut isses.
 
wollte ich auch gerade schreiben.
Da ist auch egal ob die in einem sonst öffentlichen Raum stattfindet.
Eintritt ist dann die „Beteiligung am Geschenk für den Gastgeber“ ;-)
 
Ich habe mal nachgesehen wie den Gebühren für Weihnachtsmärkte und ähnliches sind.
Das wäre Tarif M-U.

Laut diesem ist eine Gebühr auf Seite 3 von 17.50€ Pro Lautsprecher und Tag fällig. Für die Übliche Weihnachtsmusik Berieselung dürfte der Tarif reichen. Es gibt tatsächlich Leute die das mögen und nichts anderes hören wollen. Wenn nun aber zusätzlich Livemusik dargeboten wird oder ein DJ auflegt dann passt dieser Tarif nicht mehr.

Ich denke man könnte dann die Veranstaltung splitten. Livemusik oder DJ auf einer abgesperrten Fläche als Einzelveranstaltung und der Weihnachtsmarkt selber. Ich weiß nicht ob das machbar ist. Kommt ja auf den Aufwand an. Aber je nach Größe würde sich der Mehraufwand lohnen. Warum soll man für Z.B. Flohmarkstände bezahlen wo eh keiner mehr die Band hört.


Ich habe nichts dagegen das Musiker Geld für Ihre Arbeit erhalten. Aber die Kosten für Veranstaltungen werden immer höher. Und das liegt nicht nur an der Gema. Und die Kosten reinzuholen muss man immer mehr in Richtung Mainstream gehen. Ballermann Partys etc. Konzerte mit Newcomer Bands werden immer schwieriger. (Auch wenn die eigene Songs spielen muss man Gema zahlen, oder hat sich das geändert?.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Für die Übliche Weihnachtsmusik Berieselung dürfte der Tarif reichen. Es gibt tatsächlich Leute die das mögen und nichts anderes hören wollen.
Das müsste der Veranstalter den Besuchern noch Schmerzensgeld bezahlen und spätestens nach dem 57ten mal "Last Christmas" ins Gefängnis stecken.
 
Eine Party für 15 Leute macht man als Privatveranstaltung und gut issues.
Die 15 Leute brauche ich allein, um die GEMA zu bezahlen.
Eine Privatveranstaltung draus zu machen würde nur funktionieren, wenn die Leute alle miteinander netzwerken würden. Damit kann man dann wunderbar regional ganze Szenen kapseln. Neuzugänge gibt es dann nicht mehr.
Meiner Meinung nach wird viel Potential verschenkt. Es kommt ein zusätzlicher Faktor zur Veranstaltungs-Planung dazu, nämlich der Platz, genauer der Platz pro Besucher. Das heißt, dass ich nicht mal eben zum örtlichen Disco-Betreiber gehen kann und sagen kann: "Hey, Freitags hast du kein Programm. Wir ziehen nicht viel Leute, aber stelle eine Thekenkraft hin und du hast wenig Kosten." Das würde sich nur lohnen, wenn die nutzbare Fläche eingeschränkt wird. Das zieht dann unter Umständen einen erheblichen Personal- und Materialbedarf nach sich. Daher findet das einfach nicht statt. Die Leute, die auf die Party kommen würden bleiben meist dann einfach zuhause oder treffen sich im kleinen Kreis und bleiben unter sich. Das Geld landet dann halt beim lokalen Getränkehändler und ggf. bei Spotify etc..
 
nur, wenn sie die werke angemeldet haben bzw. gema mitglieder sind , meiner meinung nach...
Dies mussst du der Gema trotzdem erstmal beweisen.
Übrigens sind angemeldete Werke meines Wissens nach völlig irrerelevant, sondern es zählt nur ob der Urherber oder einer der Urherber Mitglied bei der GEMA oder einer ausländischen Verwertungsgesellschaft ist, da diese wie ich bereits erwähnt habe, durch die scheiß GEMA-Vermutung, erstmal grundsätzlich davon ausgehen darf, dass auf jeder Veranstaltung GEMA Musik gespielt wird.
Dies zu beweisen ist ein völliger bürokratischer Wahnsinn, da es nicht ausreicht einfach Interpreten und Titel anzugeben, nein man muss die vollen echten Namen der Urheber rausfinden und angeben.

Ist bei Live Acts und Bands, ja vermutlich bereits ziemlich stressig, wobei ich zugeben muss, dass ich nicht weiß ob es da andere Regelungen gibt, aber bei DJ's ist dies ein wahrer Albtraum, da man dies für jeden gespielten Titel in den DJ-Sets machen muss.

Wir haben dies mal für ein Festival gemacht, bei dem ausschließlich GEMA freie Musik gespielt wurde und es nur durch tricksen hinbekommen, obwohl das Festival sogar nur auf ein Genre ausgerichtet war, bei dem man sich eigentlich untereinander einigermaßen kennt. Es war uns trotzdem unmöglich jeden Urheber zu erreichen und nach seinem echten Namen zu fragen. Da manche Leute nicht mehr Aktiv sind oder nicht mehr Leben oder auch so einfach nicht mehr erreichbar sind.

Wenn jemand meine Songs spielt ist er am Arsch und muss tricksen, da mein echter Name sich nicht rausfinden lässt, da den nur ganz wenige Leute kennen und ich auch seit ich nicht mehr veranstalte und auflege, auch nicht mehr erreichbar bin. Da ich keine HandyNr mehr habe, meine Künstler Email Adresse nicht mehr checke und auch keine Sozialen Medien mehr nutze.

Bin eig nur noch in paar Foren aktiv, wo ich aber wie hier ein anderes Pseudonym nutze.

Soweit ich weiß (Theorie): Um GEMA-frei zu bleiben muss eine Liste mit den gespielten Songs eingereicht werden und diese müssen alle GEMA-frei sein.
Würde jeder Mensch mit gesunden Verstand annehmen, dem ist aber nicht so.
 
Noch ne Anmerkungen:
Die Leute die hier im Forum die Praxis der GEMA verteidigen, sollten sich in meinen Augen in Grund und Boden schämen.

Edit: Um es mit den Worten des Känguru's zu sagen: SCHEIß VEREIN!!!
 
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Noch ne Anmerkungen:
Die Leute die hier im Forum die Praxis der GEMA verteidigen, sollten sich in meinen Augen in Grund und Boden schämen.
Es gibt halt verschiedene Standpunkte und verschiedene Diskussionsebenen. Hier sind halt Urheber, Veranstalter, Konsumenten und Musiker unterwegs. Es vermischen sich Praxis-Fragen und -Antworten mit grundsätzlichen. Dass es da mal hakt ist ja klar.
Es geht halt manchmal der Zusammenhang einer Aussage verloren. Und manche Sachen sind kurzfristig nicht unbedingt miteinander vereinbar.
 
…es geht um C3S…

Frag sie. Ich weiß es nicht.

Natürlich muss man mit sämtlichen Radiosendern etc. Verträge abschließen. Man muss eine Vertriebsstruktur aufbauen. Man muss irgendwie rauskriegen, wann Veranstaltungen sind und muss ein Meldewesen aufbauen. Man braucht einen Verteilungsschlüssel.

Die Arbeit einer Verwertungsgesellschaft besteht nunmal nicht nur aus Rechnungen schreiben.

Aber die sind ja sowieso noch nichtmal mit ihrem internen Kram fertig.
Die haben weder eine finale Satzung noch eine Abrechnungssoftware oder eine Repertoireverwaltung. Die Finanzierung steht noch nicht und was sie an Verträgen haben wird überhaupt nicht erwähnt.

…ich frage aus tatsächlichem Interesse, ohne Hintergedanken: einerseits schreibst Du ‚ich weiß es nicht‘, andererseits scheinen Dir einige essentielle Eckpunkte aufgefallen zu sein, die mir* jetzt auf Anhieb nicht eingefallen wären…

…es scheint mir deshalb so, als hättest Du Dich doch genauer mit dem Thema C3S auseinandergesetzt: warum? - und warum ist daraus eine so strikte Ablehnung geworden?…

…ich lese schon seit ca. 10 Jahren die Kommunikation von C3S nicht mehr, meine aber mitbekommen haben, dass zu den Punkten

- Vertriebsstruktur
- Abrechnungssoftware
- Repertoireverwaltung
- und besonders: die Satzung

immer dann, wenn etwas zur Genehmigung dem Patenamt auf den Tisch gelegt wurde, von dort neue, bisher nicht genannte Anforderungen gestellt wurden: das Patentamt torpediert seit Jahren die Gründung einer weiteren Verwertungsgesellschaft - als Hauptziel vermute ich, dass mit allen Mitteln versucht wird die unsägliche GEMA-Vermutung aufrecht zu erhalten…



*ich bin Gründungsmitglied und Gesellschafter der C3S - weil ich vor ein paar Jahr(zehnt)en noch wesentlich engagierter war, extra nach Hamburg geflogen bin und etwas Geld übrig hatte (ich glaube die Mindest-Gesellschaftsanteile waren 500 Euro oder so)…
 
Wenn jemand meine Songs spielt ist er am Arsch und muss tricksen, da mein echter Name sich nicht rausfinden lässt, da den nur ganz wenige Leute kennen und ich auch seit ich nicht mehr veranstalte und auflege, auch nicht mehr erreichbar bin. Da ich keine HandyNr mehr habe, meine Künstler Email Adresse nicht mehr checke und auch keine Sozialen Medien mehr nutze.
Aber das ist doch nur dein Problem.
Ein bisschen wie Banksy, der seine Identität geheim hält und gegen jede Art kommerzieller Nutzng seiner Werke ist.
Jetzt gibt es in Frankfurt eine fette Ausstellung mit seinen Werken, die Leute verdienen ein Schweinegeld und er kann nichts dagegen machen.
Outen will er sich nicht.
 
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