Wie funktioniert uc gesteuertes routing bei analogen Synthesizern?

Noise-Generator

Preset-User
Ich stelle mir schon seit einiger Zeit die Frage wie das routing von Signalen per uc in einem analogem Synthesizer funktioniert.
CV per DAC ist klar, dazu findet man recht viel aber nehmen wir mal als Beispiel LFO 1 hat als Destination die Möglichkeit A oder B.
Eine Möglichkeit die mir einfällt wäre das mit CV zu steuern in dem Amount A und B vorhanden ist und je nach dem was man wählt der Amount auf A oder B aufgedreht wird. (Die Signale sind in dem Fall schon geroutet, es wird praktisch nur der Saft aufgedreht)
Die andere Möglichkeit wären Relais, kann ich mir aber nicht vorstellen, habe ich auch noch Nie gesehen.
Beide erwähnte Möglichkeiten sind glaube ich recht teuer und aufwendig und Relais nehmen ja auch Platz ein.

Was ist denn eine gängige Methode?
 
Es gibt z.B. Analogschalter/Multiplexer wie den 74HC4053. Es gibt außerdem auch digital steuerbare Potis. Man kann die Steuerspannung auch durch einen VCA schicken.
 
Bei aktuellen Synths kannst Du davon ausgehen, dass Steuersignale wie LFOs, Keyboard oder Envelopes zu 100% auf der digitalen Ebene bereichnet werden (das fing ja schon beim JX-3P an) und die jeweilige analoge Klangerzeugungseinheit (VCO, VCF, VCA) nur eine einzige Steuerspannung bekommt, die aus allen Teil"signalen" berechnet wurde.

Wenn wirklich analoge Signale geroutet werden müssen (Hardsync, VCO-Crossmod), dann defacto immer über CMOS-Schalter. DG40x-Serie oder CD4045x-Serie.
 
Wenn eine Amount-Regelung im Routingweg analog passieren muss, dann
Einzelsignale -> 405x als Multiplexer -> gemultiplextes Signal durch einen einzelnen VCA -> 405x als Demultiplexer -> S&H zum glätten -> Einzelsignale.
 
Ok, Danke für die antworten.
So ganz verstehe ich das nicht, das müsste ich alles nochmal recherchieren.
Die angesprochenen digitalen Potis hatte ich schonmal bei Reichelt gesehen aber die Auflösung kam mir gering vor.

Gelten diese Beispiele auch für eine primitive Jugend forscht Lösung die man mit Amateur Skills bewerkstelligen kann?
Sagen wir ich habe einen Semimodularen mit 3,5er Patchfeld und will die mit einem Arduino routen.
Was wären denn die Erweiterungsplatine/Bauteile?
Wäre die Relais Lösung (wenn auch wahrscheinlich recht teuer) nicht die sinnvollste?
 
Ich oute mich jetzt mal als Noob, aber 'uc' steht für MikroController (µC) richtig? Ich habe echt einen Moment gebraucht das zu begreifen.

Es gibt ja Produkte, wie die von Flock Audio (https://www.flockaudio.com) oder früher das SSL X-Patch. Da arbeiten keine Relais und die Audio-Qualität dürfte den gehobenen Studioansprüchen gerecht werden. Im Fall des SSL X-Patch ist es eine 16x16 Matrix mit vollanalogem, symmetrischem Signalweg.
Ich vermute mal, dass eine Firma wie Analog Devices da die passenden Produkte anbietet: https://www.analog.com/en/product-category/audio-products.html
 
Die Antworten sind alle gegeben. Digitale Potis habe ich bisher noch keine in einem Servicemanual gesehen.
 
Die Frage ist, ob du nur routen willst oder auch abschwächen. Wenn Du nur routen willst, dann würde ich den 74HC4316 (nicht den HCT!)vorschlagen. Dieser enthält 4 digital steuerbare Analogschalter. Die zu schaltenden Spannung muss im Bereich der Betriebsspannung des ICs liegen wobei der IC die Besonderheit hat, das er mit einer positiven und negativen Spannung versorgt wird. (Ungewöhnlich für ICs die eigentlich aus einer Logikfamilie entspringen). D.h. wenn man den IC mit +5V und -5V versorgt, dann kann man damit Signale im Bereich von -5V bis +5V schalten. (Theoretisch geht bis +-10V Versurgung und dementsprechend auch Signalpegel)
 
Alles gut, wenn das 'c' groß geschrieben wäre, hätte ich es vielleicht schneller gemerkt. Ich habe heute aber irgendwie eine lange Leitung. Jetzt habe auch ich verstanden, dass es gar nicht um das Routing der Audio-Signale geht :)
 


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