Wieviel geht über Midi rüber ?

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von zinggblip, 18. April 2007.

  1. Also das es 16 Kanäle sind hab ich auch schon rausgefunden ;-)

    Aber wenn ich noch konntroller sende zwecks modulationen , program changes etc.

    Wieviel geht denn da über die Leitung bevor das Probleme macht ?
     
  2. snowcrash

    snowcrash aktiviert

    kommt zT auf die geraetschaft an.. bei recht dichten controllerdaten kann unter umstaenden schon eine einzelne cc-spur das interface in die knie zwingen und timing-probleme verursachen. einzige loesung sind afaik multiple interfaces...
     
  3. Was :shock: echt :shock:

    ich hät jetzt gedacht das man mindestens auf jede der 16 Spuren 1 cc senden kann ?!

    Ich hab bislang max 6 cc gesendet ohne Probleme mit ner billigen 24/96 m-audio...

    Multible heist in dem Fall das es mehrere Midi Outs gibt? Wie ist das dann mit der verwaltung über die DAW ? Hast du erfahrung damit ?
     
  4. snowcrash

    snowcrash aktiviert

    jaja, wie gesagt, es kommt auch auf die dichte der controllerdaten an... also halb so wild, wenn das programm keinen bloedsinn sendet. der rest ist wohl trial and error.

    aktuell hab ich jetzt nicht mehr soviel erfahrung damit, weil ich midi hauptsaechlich fuer clock-sync oder einfache keyboard/octapad ansteuerung verwende... sorry.
     
  5. mcht ja nix ;-) Ich werds ja sehen.. dache es gibt vielicht spezifikationen wo das steht... die Bandbreite von Midi kenn ich halt nicht... aber letztendlich ist das ja auch nicht so der Hammer wenn ichn poti rumdrehe oder Note on Off... zumindest denke ich das
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Der Matrix 1000 lässt seine Engine mit 120Hz laufen, viel über 400Hz sollte man da bei keinem Synth erwarten. Und schneller als Engine-Rate kann er die CCs nicht verarbeiten.
    120Hz sind ca 8ms, in der Zeit schafft Midi 26 Datenbytes, das sind etwa 8 Midi 'Befehle'. (Note An, Note Aus, CC brauchen je drei Bytes)

    Midi Datenrate=3125 Bytes/sec
     
  7. Jörg

    Jörg |

    Midi hat doch eine fixe Übertragungsrate (31,25 Kilobaud?), man kann sich also ungefähr ausrechnen, wann es zu hörbaren Verzögerungen kommt.
    Eine Midi Message braucht i.d.R. 2 oder 3 Bytes, dazu kommt noch Midi Clock, Active Sensing undwasweißichwasnochalles.
     
  8. Jörg

    Jörg |

    Ah, Fetz hat auch was geschrieben.
    Bei 31,25 Kilobaud hätten wir doch 31250 Bits pro Sekunde, und ein Byte hat 8 Bit, richtig? Das wären dann aber gut 3900 Bytes pro Sekunde.
    Wie kommen die 3125 Bytes/sec zustande?
     
  9. Jörg

    Jörg |

    Start- und Stopbit natürlich! :achso:
     
  10. Jörg

    Jörg |

    Also mal weiterrechnen.
    Note on und Note off brauchen jeweils 3 Byte (Statusbyte + 1 Datenbyte für die Notennummer + 1 Datenbyte für Velocity). Inklusive Start- und Stopbit macht das also 30 Bit für einen Tastenanschlag bzw. 60 Bit für ein mal Taste drücken + ein mal Taste wieder loslassen.
    Bei einer Übertragungsrate von 31,25 Kilobaud macht das also gut 1000 Note ons pro Sekunde - da darf dann aber kein einziges Note off in der Zeit erfolgen.
    Jetzt das ganze auf mehreren Midikanälen, noch ordentlich Controller drauf, Clock, Active Sensing oder gar Sysex, und schwupp, wird es ganz schön eng in der Midileitung. ;-)

    Funktioniert trotzdem erstaunlich gut. ;-)
     
  11. Ich danke den Herren für de fachlich kompetente Aufklärung :D

    richtig dick is das ja nicht... wundert mich gerade zu das ich da noch nicht an die Grenzen gestossen bin...
     
  12. Du hast Running Status außer Acht gelassen. Wenn alle Note Ons ohne intermittierende Note Off/Aftertouch/CC/sonstwas-außer-Realtime Message hintereinander kommen, kann ab dem 2. Befehl das Statusbyte weggelassen werden, was die theoretisch mögliche Anzahl gleichartiger Befehle deutlich erhöht (2 statt 3 Bytes).
     
  13. Naja, kommt immer drauf an, was Du machst.

    Wenn Du z.B. an einem "echten" Pitch Wheel herumdrehst, dann stehst Du gleich vor 2 Begrenzern. Der erste ist die maximale Auflösung von 16384 möglichen Werten. Mehr ist nicht drin. Der zweite ist die zeitliche Auflösung des Geräts, an dem Du gerade herumdrehst. Wie bereits weiter oben kurz angerissen, werden die Wheels ja nicht kontinuierlich abgefragt, sondern es gibt da einen zeitlichen Raster, so dass die allermeisten Geräte nicht mehr als 100-200 Änderungen pro Sekunde ausgeben können (macht auch gar keinen Sinn, da Dein Sinnesapparat schnellere Änderungen sowieso nicht erfassen kann). Das ist MIDI-mäßig überhaupt kein Problem.

    Wenn Du hingegen in einem mittelmäßig intelligenten Sequencerprogramm mit der Maus einen Verlauf einzeichnest, kann das Ding beliebig viele Zwischenschritte hineininterpolieren, bis hin zur maximal möglichen Auflösung, die MIDI überhaupt zulässt, und das kann - überhaupt, wenn mehrere Kanäle verwendet werden, was Running Status de facto unmöglich macht - durchaus eine echte Überlastung angeschlossener Interfaces und Hardware-Klangerzeuger bedeuten. Darum pflegen derartige Programme auch Möglichkeiten anzubieten, den Controllerstrom auszudünnen.
     
  14. Moogulator

    Moogulator Admin

  15. Jörg

    Jörg |

    Wieder was dazu gelernt! Cool, danke! :supi:

    Lustiges Gedicht übrigens, habe sehr geschmunzelt! ;-)
     
  16. EinTon

    EinTon -

    Du kannst in der DAW problemlos einstellen, welche Spur Du über welchen Kanal sendest - zumindest bei Cubase und Logic, aber das wird wohl nirgends das große Problem sein.
     
  17. ja ja ist schon klar *g* ich meine ja auch hardware seitig das du mehrere outs mit jeweils 16 kanälen dann hast , ich weis das der grosse emu IV 2 midi in hat.. hab aber noch kein interface mit 2,3 oder was weis ich wie vieln auts hat... liegt vielicht auch daran das ich erst seit ca. nem jahr nen rechner mit im setup nutze und die gerätschaften mir nicht alzu geläufig sind !?
     

Diese Seite empfehlen