Neu

Willkommen in 2026 - (Musikalische) Utopie gesucht.

  • #151
Also ich versuche meine metaphorischen Schwänze in echt zu pflegen und zu hegen und mich dabei zu beobachten. Wenn ich denn mal einen gefunden haben sollte, der wirklich (zu) mir gehört.
Von "jagen" kann da echt nicht die Rede sein. :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: ganje
  • #152
Das ist nicht sinnlos - im Gegenteil - es ist sinnvoll es zu erläutern - weil es geht, Sichtweisen und Möglichkeiten, wie man sich als Musiker fühlt und wohin es geht. Utopien müssen nicht einmal erreicht werden, es sind Ziele, Ideale, Ideen, Emotionen - schätze ich es sehr, wie das einige schon gemacht haben. Ist anders als über Nord Lead gegen Virus zu reden, technisch.

Ich suche die nicht, es ist eher eine Art aussprechen, mal sagen, ich will auch nicht die Stadtplanung einer Vision von Goedard H.Müller übernehmen, weil er sie hier präsentiert, es ist einfach interessant.

Ich finde Stadtplanung und Entwicklung der Gesellschaft auch generell spannend. Ggf. teilst du das nicht, aber für mich geht es darum, ob profan oder nicht - ich find es interessanter aktuell als "welcher ist dein Lieblingssynth für Trance". Und DAS wäre auch nicht verwerflich zu fragen oder "welcher Lieblingssong von Helene Fischer" - klar, nichts für jeden, aber du darfst und kannst, wie immer im Forum. Keine Ahnung, was ich sonst noch sagen soll, das ist ohne Wertung. Auch deine Eingaben sind Teil davon, finde ich total ok, die gelten für dich. Absolut gut. Heißt - besser werden, ich habe ggf. einen echten Fehler begangen, weil das viel zu wertend klang, was ich antwortete - hätte einfach stehen lassen sollen, wie es auch gedacht war. Stattgegeben. Genug dazu, der Thread braucht keine große Erklärung. Sonst macht bestimmt noch "die besten BAP Songs" auf, ich poste dann halt nix ;)
Na - ich versuchs mit Humor - aber niemand muss hier was. Deine Ziele sind andere als meine - und das ist GUT.

Mehr ist es nicht, da gibt es wenig wo man ärgerlich sein müsste - oder sowas, die Aussichten mögen eher nicht so super sein gerade, aber das was man will sind nunmal Ziele und Utopien für sich und ggf. einige Freunde/Kollektive. Das ist gemeint.

Das kann man auch ablehnen, ich finde auch ein "Fickt euch alle" ok wenn klar ist- ich mach mein Ding, mich interessiert kein Konzert, ich will die Leute rausspielen, hab Spaß an krassen Experimenten, und morgen was anders, will nicht auf Facebook und Tiktok sein - sind alles Idioten auf doofen Netzwerken, ich will mich ausdrücken und kein Gewese um mich machen. Hab Bock!

Das ist auch eine Vision, die positiv ist, für die Person.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #153
Utopien existieren nur in der Theorie und wer in der Praxis nach ihnen sucht, jagt seinem eigenen Schwanz nach. Damit ist die metaphorische Rute gemeint, doch wer entsprechend gelenkig ist, kann sich selbst ersticken.
Man kann schon sagen, dass viele männliche Existenzen ihrem Schwanz nachjagen. Aber hier wird nicht gejagt. Es geht nur um mal drüber zu reden, ist einfach Leidenschaft und Wunsch, Utopie steht auch für das, was man nicht mehr erreichen könnte, aber wo will man ideal hin? Was treibt dich an zusammen mit wo willst du hin. Von mir aus "is nice" oder macht Spaß ist auch ausreichend. Bin hier nicht zur Bewertung…

Hier ging es um Performane, um Netzwerke, um wie wir als aktive Musiker weiter kommen, uns präsentieren, um die Musik, die Ziele, also mich interessiert das echt. Und diese Sachen habe ich in 25 Jahren Forum noch nicht so oft gelesen oder kannte sie noch nicht, hingegen jeden Synth den ihr 1997 mal hattet und das er verkauft wurde, nicht aber warum. Ich meine das darüberliegende echte Warum, nicht "der hatte kein MIDI und die Clock ist ungenau".
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #154
Die Diskussion erinnert mich sehr an eines der Gedichte die wir derzeit im Programm haben:

Der Abenteurer

»Abenteurer, wo willst du hin?«

Quer in die Gefahren,
Wo ich vor tausend Jahren
Im Traume gewesen bin.

Ich will mich treiben lassen
In Welten, die nur ein Fremder sieht.
Ich möchte erkämpfen, erfassen,
Erleben, was anders geschieht.

Ein Glück ist niemals erreicht.
Mich lockt ein fernstes Gefunkel,
Mich lockt ein raunendes Dunkel
Ins nebelhafte Vielleicht.

Was ich zuvor besessen,
Was ich zuvor gewußt,
Das will ich verlieren, vergessen. –
Ich reise durch meine eigene Brust.

Joachim Ringelnatz (1883 - 1934), eigentlich Hans Bötticher, deutscher Lyriker, Erzähler und Maler

Quelle: Ringelnatz, J., Gedichte. Gedichte dreier Jahre, 1932
-----------------------------------------------------------------

Wir basteln 1- bis 2-Stunden-Shows zu einem literarischen Thema, die letzte Show war "Rakete Rinnzekete - irgendwas mit DADA" und spannte einen Bogen von Impressionismus über Expressionismus bis DADA, alles mit Gedichten aus den 10er bis 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Viel skurriles Zeugs, dazu skurrile Musik mit Anklängen an Pink Floyd, Zappa, etc. Komplett mit Moderator, Showeinlagen, Rezitator und Lichtshow. Wir "leben" derzeit unsere "Utopie": Wir machen ziemlich kompromisslos das was uns Spaß macht, ob das nun ein großes Publikum findet oder nicht. Eher nicht, denn Lyrik steht leider nicht mehr hoch im Kurs. Unser Bandmotto: "Inbrunst über Virtuosität". Das Publikum will m.E. halt mitbekommen dass das "dein Ding" ist und du nicht nur irgendwelchen Blödsinn machst. Je ehrlicher die Performance, desto besser kommt sie an.
 
  • wunderbar
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: j3122, kernelkid und Moogulator
  • #155
Ich habe mir heute mal kurz überlegt, sowas wie das jährliche Nerdlich, Wallenhorst auch in Koblenz einzuführen. Schöne, geeignete Locations scheint es hier ohne Ende zu geben. Ich bin scheinbar qualifiziert genug, sowas organisieren zu können (Vorrausgesetzt ich bin nicht größenwahnsinnig 😂). Aber trotzdem habe ich Respekt vor dem Aufwand. Hmm, muss ich ein paar Nächte drüber schlafen…
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Moogulator
  • #156
Da ja Multimedia und Co quasi Standard geworden ist - ist nicht die Arbeit mit dem Publikum auch wichtig? Sind wir Musiker etwas zu selbstverliebt und stehen da und spielen unsere "Elektronen" - aber vielen bleibt dann eher im Kopf, wie du als Sänger in die Menge gingst, mit einer Ansage, einer Message oder einfach nur einer Art von Freude - oder auch Wut?
Ist nicht bös gemeint, aber ich glaube bei vielen Konzerten, Shows, Festivals usw. ist die Vorbereitung, das Treffen mit Freunden, das Hinfahren und das gemeinsame Erleben usw. sehr viel wichtiger als der Künstler auf die Bühne selbst, wer das nun ist und was der wie macht usw.

Klar gibt es auch den anderen Fall, wo Leute genau den Künstler sehen wollen und genau deswegen hingehen etc. und denen dann auch wichtig dass da irgendwas wirklich live ist usw.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: ikonoklast und Moogulator
  • #157
Ist nicht bös gemeint, aber ich glaube bei vielen Konzerten, Shows, Festivals usw. ist die Vorbereitung, das Treffen mit Freunden, das Hinfahren und das gemeinsame Erleben usw. sehr viel wichtiger als der Künstler auf die Bühne selbst, wer das nun ist und was der wie macht usw.

Klar gibt es auch den anderen Fall, wo Leute genau den Künstler sehen wollen und genau deswegen hingehen etc. und denen dann auch wichtig dass da irgendwas wirklich live ist usw.
So einfach ist man dabei. Dir ist also das Gemeinsame wichtig. Schade, damit hast du positiv und im Sinne des Thread gehandelt, selbst wenn du es nicht wolltest.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Dagalos
  • #158
Das ist nicht sinnlos - im Gegenteil - es ist sinnvoll es zu erläutern - weil es geht, Sichtweisen und Möglichkeiten, wie man sich als Musiker fühlt und wohin es geht.

Ich sagte es oben doch schon, woraus für mich Utopien bestehen. Was gibt es da nicht zu verstehen? Warum soll ich jemandem, der drei Sätze nicht verstehen kann oder möchte, gleichzeitig aber keine Fragen stellt, etwas erklären?

Hat mein Tag 24 Stunden mehr als deiner, dass ich diese Zeit übrig hätte? ;-)

Nur nochmals ganz kurz (wie oben schon angedeutet): bezogen auf Musik hat eine Utopie immer sehr viel mit Menschen, Charakteren, Leben, Schicksalen und deren Entwicklung in eine Richtung, aus Gründen, die man auch mitzuteilen hat, zu tun. (Fast!) alles ohne diese Eigenschaften ist gähn, weil beliebig.
 
  • #159
Man kann schon sagen, dass viele männliche Existenzen ihrem Schwanz nachjagen. Aber hier wird nicht gejagt. Es geht nur um mal drüber zu reden [...]
Ja, so ist das im Alter.

Hier ging es um Performane, um Netzwerke, um wie wir als aktive Musiker weiter kommen, uns präsentieren, um die Musik, die Ziele, also mich interessiert das echt. Und diese Sachen habe ich in 25 Jahren Forum noch nicht so oft gelesen oder kannte sie noch nicht, hingegen jeden Synth den ihr 1997 mal hattet und das er verkauft wurde, nicht aber warum. Ich meine das darüberliegende echte Warum, nicht "der hatte kein MIDI und die Clock ist ungenau".
Online ist das alles nix. Offline 4.0 ist die Zukunft. Ihr müsst euch im echten Leben treffen, wenn ihr Netzwerke schaffen wollt.
 
  • Zustimmung
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: kernelkid und Lumm
  • #160
Hier ist die Antwort leicht. Vielleicht verstehst du den Sinn durch diesen Vergleich:
Ich sagte es oben doch schon, woraus für mich Utopien bestehen. Was gibt es da nicht zu verstehen? Warum soll ich jemandem, der drei Sätze nicht verstehen kann oder möchte, gleichzeitig aber keine Fragen stellt, etwas erklären?

Hat mein Tag 24 Stunden mehr als deiner, dass ich diese Zeit übrig hätte? ;-)
Bis hier alles weglassen
Nur nochmals ganz kurz (wie oben schon angedeutet): bezogen auf Musik hat eine Utopie immer sehr viel mit Menschen, Charakteren, Leben, Schicksalen und deren Entwicklung in eine Richtung, aus Gründen, die man auch mitzuteilen hat, zu tun. (Fast!) alles ohne diese Eigenschaften ist gähn, weil beliebig.
(nur) Das schreiben, dann hättest du die gewünschte 60% Zeit gespart und genau das gesagt, worum es geht.

Ehrenrettung: ist klar, dass du einfach einen andern Weg gehst und meinst, der nicht so explizit die Fragestellung war. Du hast aber so viel Triggerwortezeug drin, da muss ich einfach nachfragen, wieso sowas wie der obere Part zustande kommt, da muss mehr sein als nur das was du sagtest.
 
  • #161
Ja, so ist das im Alter.


Online ist das alles nix. Offline 4.0 ist die Zukunft. Ihr müsst euch im echten Leben treffen, wenn ihr Netzwerke schaffen wollt.
Das ist im Prinzip, was wirklich ein Trend ist - gerade bei Leuten die bisschen Lebensqualität haben wollen.
Der Thread öffnete ja quasi mit "weg von FB,X und Co" über "mehr analoge echte Menschennetze" - das ist genau das.
Würde sagen, dass das schon einige Zeit ein Trend zu sein scheint. Übrigens gibt es eine Menge junge Leute, die sich da total konsequent anders orientieren und denen geht's recht gut ;)
 

News

Zurück
Oben