Wozu braucht man Hardware Synthesizer, Kompressor, Mischpult usw? (Grundsatzdiskussion)

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uMitglied299_1101

Guest
Da gibt es keine allgemein-gültige Wahrheit..
Das sehen Naidoo, Hildmann, D'Soost, Naghavi und co aber ganz anders.

Meine Wahrheit zum Thema sieht wie folgt aus:

Der Unterschied mit Hardware Musik zu machen oder mit Software ist vergleichbar mit dem Unterschied einer Fahrt im Mercedes SLS auf der Autobahn und dem Spielen von Need for Speed.
 
Altered States

Altered States

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Solange das Endergebnis für einen Stimmt und das im besten Fall auch für den Zuhörer - der soll das ja konsumieren-, sehe ich da kein Problem. Freund von mir macht, glaube ich, fast alles mit HW und ich finde das gut was er macht. Ob er das nun mit HW oder SW macht ist mir dabei egal.
 
Plasmatron

Plasmatron

Moderator
Das sehen Naidoo, Hildmann, D'Soost, Naghavi und co aber ganz anders.

Meine Wahrheit zum Thema sieht wie folgt aus:

Der Unterschied mit Hardware Musik zu machen oder mit Software ist vergleichbar mit dem Unterschied einer Fahrt im Mercedes SLS auf der Autobahn und dem Spielen von Need for Speed.
Ich mache Sounds die zu 100% aus dem Computer kommen, Samplemanipulation und Mixtechniken die nur mit Software gehen.. Also das ist der Teil den ich mit Wahrheit meine, es gibt nur Sichtweisen, keine Wahrheit.

Seid den 90ern sind ein großteil aller wichtigen Produktionen auf ProTools gemischt , ein kleiner Teil auf klassischen Konsolen- was sagt das ? Anyway.. Und ich meine jetzt nicht so billige BumBum Musik mit anstrengenden Drums und ohne Hirn. Ich meine wirklich alles was an Musik Produziert wurde ;-)

Ich schmücke mich bei so Unterhaltungen ungern mit anderen Meinungen , wie gesagt, ich erkenne in jeder Technik einen Vorteil, teilweise liegt aber auch viel glauben zwischen der Wahrheit.. Vergleiche mit Autos ? nee , wir reden schon über eine Greifbare Sache an der man auch greifbare Argumente vorbringen kann - Hörbeispiele usw..
 
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U

uMitglied299_1101

Guest
Nur das "Need for Speed" dich bei Musiksoftware auch von A nach B bringt, man kann tatsächlich damit Musik machen ;-)
Das stelle ich ja auch nicht in Abrede. ;-) Mir geht es eher um das Gefühl dabei. Auch mit gefühlt 98145743059823452734052 Midi Controllern ist das Gefühl nicht dasselbe. Ich habe auf Hardware angefangen Musik zu machen. Habe dann viele Jahre aus Geldmangel auf einem fast reinem Softwaresetup meine wohl wichtige Schaffensperiode gehabt und bin jetzt wieder sehr hybrid unterwegs. Für mich, ist das der bessere Weg. Er vereint beide Welten, SLS auf Asphalt und Need for Speed, ganz gut. Mit Hardware kann ich experimenteller sein und man rutscht nicht so schnell in eine Komfortzone in der man eher wiederholt und sich der Bequemlichkeit hingibt (meine Erfahrung). Zu Einstellungen am Analogmischer habe ich auch ein eher distanziertes Verhältnis. Ich war bislang noch nie an einem Punkt wo ich eine Memory-Funktion gebraucht hätte. Das sind Nuancen, bei denen ich nicht sehe, dass mein Publikum das am Ende irgendwie bemerken würde. ;-)
 
Plasmatron

Plasmatron

Moderator
Man sollte nur seine eigene Meinung nicht mit einer allgemein-gültigen Meinung verwechseln - das ist immer das Problem bei diesen Unterhaltungen und der Grund warum es so schnell zu Auseinandersetzungen kommt... Wobei es vollkommen Okay ist seine Sichtweise darzustellen.
 
Plasmatron

Plasmatron

Moderator
Ich sehe nicht, wo ich das getan haben sollte.
Das war auch nicht direkt an Dich gerichtet, es ist eine allgemeine Haltung die ich hier in diesem Thread immer wieder vermitteln möchte. Einfach damit eben alles auf einem Niveau des gegenseitigen Verständnis abläuft. Vielleicht war aber dein Einwurf , Naidoo und co denken da anders (was denken die wo und wer, ist da einer von hier ? ) etwas ungeschickt gewählt, .. Also was soll es mich überhaupt interessieren was die denken ? ist mir noch nicht ganz klar.
 
Summa

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Ich brauche so oder so 'ne Sequencer/DAW Software, mit Step-Sequencer und Arpeggiator (von mir gerne Spieluhrfunktionen genannt) komme ich nicht an mein musikalisches Ziel und was ich am Keyboard so mache/kann reicht maximal für etwas Geklimper. Egal was ich mache, ohne die helfende Funktionen div. Software, langsamer einspielen können, Automation etc. komme ich nicht an mein Ziel.
Klangerzeuger wähle ich nicht nach HW oder SW sondern danach aus ob ich damit zu meinen Sounds/Klangeränderungen komme.
 
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Bernie

Bernie

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Egal was ich mache, ohne die helfende Funktionen div. Software, langsamer einspielen können, Automation etc. komme ich nicht an mein Ziel.
Klangerzeuger wähle ich nicht nach HW oder SW sondern danach aus ob ich damit zu meinen Sounds/Klangeränderungen komme.
ich spiele dann schlechter ...
 
Summa

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
ich mache ehrliche Musik
Ich glaub' nicht dass sie ehrlicher wird, nur weil man sie mit der Hand (ohne die Fehler in der DAW korrigieren zu können) einspielt, besonders weil sie mir dann selbst nicht mehr gefallen würde.
 
Thomasch

Thomasch

MIDISynthianer
Aber was genau ist denn ehrliche Musik @Bernie?
Hängt für dich ehrliche Musik von der Art des Equipments ab?
Oder ist es nur ehrliche Musik, wenn sie ohne den Einsatz von Piano Roll und handgemalter Automation gemacht wurde?
 
gerwin

gerwin

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Es gibt schöne Bilder anzuschauen. Manche sind mit Pinsel, manche mit Kohle oder Bleistift gemalt.
Es gibt schöne Lieder anzuhören. Manche sind mit .........
 
hugo.46.im_toaster

hugo.46.im_toaster

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Ich bin gerade in den Anfängen mit der Renoise DAW und nutze dafür meinen Laptop mit den Computer Tastatur. Durch das Forum hier habe ich viel über Hardware Synthesizer gelesen und frage mich wozu man die braucht wenn man doch alles im Computer als Software haben kann? Für die Bühne ist das ja klar, aber wozu braucht man diese doch sehr teuren Geräte zuhause? Welchen Vorteil bringt so ein Hardware Synthesizer, Kompressor, Mischpult und so weiter?
Ich komme mit der Latenz der Software nicht klar, deshalb sind virtuelle Instrumente für mich kein Thema mehr.
 
dubsetter

dubsetter

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am besten aus beiden welten bedienen.. ;-)
kommt ja oft auch auf die ideenfindung/track an.
manchmal nen sample in ableton verfremdet, dann in cubase noch noises und effekte dazu
(ambient scapes)
oder klassisch mit midi hardware übers pult
und drummies dazu laufen lassen..
und als jamspuren zurück in die daw.
(beides als beispiel)

geht doch alles.
 
K

karlk

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Aber was genau ist denn ehrliche Musik @Bernie?
Ich habe diese Metapher folgendermassen verstanden: jeder kennt einen „Furzkissen“ aus dem Scherzartikelsortiment. Er klingt genau so wie ein echter Furz und kann bei seinem Einsatz (zunächst) ähnliche Reaktionen hervorrufen – jedoch nur akustisch. Die olfaktorische Dimension eines Furzes kann nur ein „analoger“ Furz erreichen.
So gesehen:
Software = Furzkissen aus einem Scherzartikelladen,
Hardware = Darm + Bohnen
PS: Mir fiel kein Autovergleich ein *;-(
 
K

karlk

|
Mir stinkt das analog Geraffel auch gewaltig ;-)
Ich setze mich mit Synthesizern seit fast 26 Jahren auseinander. (Ich gebe zu - ich bin kein Berufsmusiker - ich bin ein Hobbist). Ich kann den einen Synthesizern zu 99.9%-ig bedienen und den anderen nur zu 5%. Es sind analoge dabei und digitale dabei. Ich höre keinen Unterschied zw. 303 und TD-03. Ich nehme aber einen Unterschied wahr, zw. Minilogue XD und Neutron. Mein V-Synth kann granularmässig nicht das, was ein Quantum kann - aber ich kann auch Stimmenanzahl im Verhältnis zum Preis setzen. Im Enddefekt machen hier in diesem Forum alle irgendwas mit Musik.
Der einzige Grund, warum man sich hier gegenseitig auslacht und verhöhnt, scheint der ... und das ... zu sein. Und die Länge des Johannes und die Breite der Ursula.
 
Moogulator

Moogulator

Admin
Niemand lacht, das ist halt eine Grundsatzdiskussion und die läuft wie sowas meist läuft. Ideologisch und ein bisschen streng.
Muss es auch geben. Manchmal sind solche Sachen auch ein bisschen missionarisch gemeint. Der Rest denkt einfach - ich mach das wie das für mich gut ist und freu mich wenn andere was anderes machen. Egal halt.

Cubase oder Logic?
Analog oder Digital?
Behringer oder Nichtbehringer
Sowas halt..

Nicht, dass sowas nicht legitim sei, aber - es ist halt eine Grundsatzfrage, die man nicht für alle lösen kann und wird.
 
K

karlk

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Niemand lacht, das ist halt eine Grundsatzdiskussion und die läuft wie sowas meist läuft. Ideologisch und ein bisschen streng.
Muss es auch geben. Manchmal sind solche Sachen auch ein bisschen missionarisch gemeint. Der Rest denkt einfach - ich mach das wie das für mich gut ist und freu mich wenn andere was anderes machen. Egal halt.

Cubase oder Logic?
Analog oder Digital?
Behringer oder Nichtbehringer
Sowas halt..

Nicht, dass sowas nicht legitim sei, aber - es ist halt eine Grundsatzfrage, die man nicht für alle lösen kann und wird.
Ich kann Ihrem Posting zu 100% zustimmen. Wobei ich der Meinung bin, dass sehr wohl gelacht wird - und es ist nicht schlimm! Auch ich lache, wenn ich eine andere Meinung kundtue oder eine lese. Darum geht es nicht.

Im Enddefekt geht es darum, ob die Forumfreiheiten augenutzt / mißbraucht werden.
 
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Bernie

Bernie

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Aber was genau ist denn ehrliche Musik @Bernie?
Hängt für dich ehrliche Musik von der Art des Equipments ab?
Oder ist es nur ehrliche Musik, wenn sie ohne den Einsatz von Piano Roll und handgemalter Automation gemacht wurde?
Mit dem Equipment hat das nicht viel zu tun, mehr mit dem Mensch, der die Maschinen bedient.
Zwar nutze ich lieber Hardware, weil es meine persönlichen Vorlieben sind, die Musik könnte man aber auch mit einem Rechner produzieren.
Sie wäre dadurch bestimmt nicht schlechter oder besser, das ist keine Frage.

Analog -> digital?
Völlig egal, ich beurteile Instrumente ausschließlich nach dem Klang und der Haptik, das muss in den Track optimal passen.
Aber abgesehen davon, mischt sich das doch bei den meisten Leuten hier sowieso.
Ein Montage oder Kronos ist im Prinzip ja auch nur ein Rechner.

"Mein Sound" definiert sich oft durch den analogen warmen Sequencerbass (Modularsystem) und den kalten digitalen Flächen (z. B. FM-Sounds), mit Drones, dazu habe ich mehrere Delays im Einsatz, die ich fast immer frei Schnauze von Hand eintappe und grundsätzlich nie mit Midi synce.
Neben Hardwareeffekten kommen aber auch welche aus dem Pult zum Einsatz oder aus der DAW -es wird alles querbeet genutzt.

Der einzig "richtige" Weg ist wahrscheinlich der, das man sich grundsätzlich selbst keine Limits auferlegt und das nimmt, womit man am besten klar kommt.


Und was verstehe ich unter ehrlicher Musik?
Wenn ich mich verspiele, weil ich das nicht besser hin bekomme, dann übe ich das eben und wenn dann irgendwo noch was gerade gezogen werden muss, dann mache ich das auch. Ich glaube, das man durchaus auch mal etwas quantisieren oder eine Note in der DAW verschieben kann.
So ein bisschen "Schummeln" gehört sicherlich dazu, dafür hat man ja schließlich die Technik.
Was ich nicht mache, ist einen kompletten Solopart einzeln mit der Maus setzen, künstliche Grooves setzen, also eine gewisse Virtuosität "vortäusche" die ich nicht habe.
Mir ist das dann zu clean, zu viel Maschine, nicht "ehrlich", nicht "meins".
Die technischen und handwerklichen Möglichkeiten hätte ich zwar, aber wo bleibe ich dann?
Dann habe ich doch lieber hier und da auch mal ein holpriges Timing drin, aber es ist lebendige Musik, die ich aus meinen innersten Gefühlen fließen lasse und einem Groove, der aus der Bewegung von meinem Hintern kommt.

Am Ende soll eine Musik von MIR entstehen und das ist dann auch etwas ganz persönliches, das ich an die Hörer so weitergebe.
Aber es wird niemals ein perfektes Stück Musik sein, weil auch ich nicht perfekt bin und das auch gar nicht sein will.
 
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Bernie

Bernie

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Ich habe diese Metapher folgendermassen verstanden: jeder kennt einen „Furzkissen“ aus dem Scherzartikelsortiment. Er klingt genau so wie ein echter Furz und kann bei seinem Einsatz (zunächst) ähnliche Reaktionen hervorrufen – jedoch nur akustisch. Die olfaktorische Dimension eines Furzes kann nur ein „analoger“ Furz erreichen.
So gesehen:
Software = Furzkissen aus einem Scherzartikelladen,
Hardware = Darm + Bohnen
PS: Mir fiel kein Autovergleich ein *;-(
Naja, ich hatte weiter vorne ja mal ein Beispiel mit Glühbirne vs. Neonlicht gemacht / Analog vs Digital.
Aber natürlich wird es nur richtig romantisch bei Kerzenlicht / Akustische Instrumente.
Was jedoch keineswegs bedeutet, das man nicht auch bei kaltem weißem Neonlicht sehr intensiv knutschen kann, wenn man dabei die Augen geschlossen hat.

Hardware - Software / Analog - Digital -was spielt das schon für eine Rolle, wenn die Komposition und das ganze Arrangement nichts taugt.
 
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Voodoo

Voodoo

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Ha Ha , hier ist ja immer noch das Licht an..... :respekt:, sieht man auch nur selten, dass so ein Thread nicht ausartet.
Spricht für Euch....:opa:
 
Summa

Summa

hate is always foolish…and love, is always wise...
Ich setze mich mit Synthesizern seit fast 26 Jahren auseinander.
Ich schon so ca. 10 Jahre länger ;-)

Ich höre keinen Unterschied zw. 303 und TD-03. Ich nehme aber einen Unterschied wahr, zw. Minilogue XD und Neutron. Mein V-Synth kann granularmässig nicht das, was ein Quantum kann - aber ich kann auch Stimmenanzahl im Verhältnis zum Preis setzen.
Eine Zeit lang dachte ich dass ich für eine Hand voll Sounds analogen Synths brauche, ich hab' mich geirrt - ich war damals einfach noch nicht gut genug. Mittlerweile erreiche ich die gesuchten Sounds auch anders.

Der einzige Grund, warum man sich hier gegenseitig auslacht und verhöhnt, scheint der ... und das ... zu sein. Und die Länge des Johannes und die Breite der Ursula.
Darum poste ich hier auch keine Equipment-Liste mehr, und weil ich hier vieles als klangliche Referenz/Vorlage für meine Arbeit stehen hab' und nicht unbedingt um damit Musik zu machen.

Der einzige Grund, warum man sich hier gegenseitig auslacht und verhöhnt, scheint der ... und das ... zu sein. Und die Länge des Johannes und die Breite der Ursula.
Ich glaub auch dass 'ne Menge Menschen denken, dass der eigene Weg der einzig Richtige ist. Aber wenn alle Synth-User gleich wären, wäre die Auswahl an Klangerzeugern deutlich geringer.
 
 


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