Wozu braucht man Hardware Synthesizer, Kompressor, Mischpult usw? (Grundsatzdiskussion)

Ich persönlich nutze hauptsächlich Hardware-Synths, weil ich mich leicht in dem zu großen Angebot verliere, dass Software bietet. Hardware verknappt dieses Angebot, da ich nicht endlos viele Geräte kaufen und hinstellen kann. Zusatzgewinn: Die Geräte fordern mich disziplinlosen Faulpelz auf, etwas mit ihnen anzustellen, was Software nicht kann. Außerdem fasse ich die Geräte gerne an und mag das Design meiner Instrumente.

Ich spiele auch live, könnte das aber auch mit einem Laptop machen, wobei die Wahl des Instruments natürlich auch aus Showgesichtspunkten intetessant ist. Bandkolleg*innen und Zuschauer*innen mögen coole, wertig wirkende Geräte und schieben einen auf den inneren Bewertungsskala abhängig vom Instrument gerne mal ein paar Stufen hinauf oder hinunter. Aber auch das kann man durch andere Gimmicks kompensieren oder einfach so gut spielen, dass keine Zweifel aufkommen.

Wirklich zwingende Argumente für Hardware gibt es heute mit so vielen toll klingenden Softsynths meiner Ansicht nach nicht mehr. Ob ich meinen SH-101 nehme oder eine Software-Emulation, hört in der fertigen Produktion nach meiner Überzeugung kein Mensch. Es ist eine Frage der personlichen Herangehensweise und der künstlerischen Konzeption. Die Qualität des Output hängt nicht von der Arbeitsweise ab, sondern nur davon, ob die Arbeitsweise zu einem passt und man schlichtweg gut arbeitet.
 
Spielt im fertigen Track unter Umständen wieder keine Rolle. Aber nicht jeder ist nur auf nen fertigen Track aus, man kann auch einfach sein Instrument für sich genießen
Ich bin schon auf ein Stück Musik am Ende raus. Nur einzeln was spielen wäre mir zu langweilig.

Na vielleicht erkenne ich ja mit der Zeit das mehr als Nuancen bei Hardware und kaufe mir so etwas mal in Zukunft. Ich möchte hier auch niemanden zu Nahe treten, bin nur neugierig.
 
Wirklich zwingende Argumente für Hardware gibt es heute mit so vielen toll klingenden Softsynths meiner Ansicht nach nicht mehr. Ob ich meinen SH-101 nehme oder eine Software-Emulation, hört in der fertigen Produktion nach meiner Überzeugung kein Mensch.
Wenn es am Ende eh keiner hört und man nichts gegen die Arbeit am Computer hat, dann ist es also egal was man nimmt?
 
Was heißt quasi? es gibt ja einen noch das rauschen, von daher sehe ich das "unendlich" eben nicht so.
Ey Entschuldigung, ich dachte ich bearbeite mein Post - war aber deines- echt sorry, kommt nicht wieder vor. Tschuldigung. Ich habe auf Bearbeiten geklickt und nicht auf Zitieren, weil ich dachte das wäre mein Beitrag. Tut mir wirklich leid, ich passe da zukünftig besser auf. War keine Absicht.
 
Klingt denn Hardware so viel besser?
Ok, aber wäre Software wie Serum nicht auch schwer bis gar nicht durch Hardware ersetzbar?

Kommt immer drauf an was man machen möchte und welchen Sound man haben möchte.
Es gibt bestimmte Sounds, die besser mit Software gehen. Ich denke da an diesen Spacko-DubStep sound,
der nur mit Massive und Serum gemacht wird.

Die Hardware die ich kenne klingt auf Oszillatorebene schon wesentlich fetter als jeder Softsynth.
Auch die Hüllkurven klingt bei der Hardware die ich kenne irgendwie schöner, dicker.
Aber ich vermute mal, dass die Hardware durch analoge Schaltungen spätestens am Ausgang
irgendwie analog gesättigt wird. So´n Virus B klang auch fetter als der Virus Powercore.
Ein Virus C über alles erhaben und der Virus Ti klingt über die analogen Outputs etwas besser,
denn über USB ist er nichts anderes als ein VST Synth, der nur in einer Hardware berechnet wird.
Wer einen VST Ersatz in der Richtung sucht, sollte sich mal Reveal Spire anschauen.

Der Serum klingt sehr clean, was ein sehr gezieltes arbeiten ermöglicht, aber um den
wirklich fett klingen zu lassen, muss man wieder zaubern.

Mit Software geht man den Deal zwischen elend langer Prozesskette, Phasenschweinereien
durch massives Unisono und dem Zwang, dass jeder SOund aus drei Klängen gelayert werden muss,
damit es dick klingt, ein.

Und das Problem haben 99% der Softsynths, vlt das U-He Zeugs ausgenommen oder Synths
die auf Emulation alter Schätzchen setzt wie Arturia, aber die haben dann andere Probleme.
 
Aber letztendlich verändert das konsequente arbeiten mit Hardware das Mindset und die Herangehensweise
und regt durch Limitierung die Kreativität an.
 
Ey schultidigung, ich dachte ich bearbeite mein Post - war aber deines- echt sorry, kommt nicht wieder vor. Tschuldigung. Ich habe auf Berarbeiten geklickt und nicht auf zitieren, weil ich dachte das wäre mein Beitrag. Tut mir wirklich leid, ich passe da zukünftig besser auf. War keine Absicht.
Ah ich hatte mich gerade gewundert was ich gepostet hatte.

Zwei Sinuswellen mit 192 kHz Auflösung die sich addieren/subtrahieren ~schneiden was weg, berechnen einen gerundeten Wert und das Ergebnis ist aufgrund der gerundeten Werte ein anderes (falsches). Das ist mittlerweile aber zu einem eigenständigen Sound geworden.
Analog ist die Auflösung quasi unendlich, auch die Dynamik etc. pp. .
 
Ah ich hatte mich gerade gewundert was ich gepostet hatte.

Zwei Sinuswellen mit 192 kHz Auflösung schneiden was weg beim addieren/subtrahieren. Das Ergebnis ist ein anderes (falsches). Das ist mittlerweile aber zu einem eigenständigen Sound geworden.
Analog ist die Auflösung quasi unendlich, auch die Dynamik etc. pp. .
So jetzt aber richtig. Was ich meine ist das der Noisefloor ja auch noch da ist und von daher die Auflösung eben nicht unendlich. Leider ist ja Nordcore nicht mehr da, der könnte das bestimmt verständlich erklären. Naja. Der konnte sowas, ich kann das leider nicht.
 
Da müssen andere was zu sagen, da ich nur Freeware benutzte für meinen Kram. Da kann ich dir also leider nichts zu sagen und dir auch nicht helfen - das müssen hier andere tun.
 
So jetzt aber richtig. Was ich meine ist das der Noisefloor ja auch noch da ist und von daher die Auflösung eben nicht unendlich. Leider ist ja Nordcore nicht mehr da, der könnte das bestimmt verständlich erklären. Naja.
Verstehe ich nicht. Noise ist in der Sherman FB vorhanden, ja massig.
@Nordcore ja schade das er (und viele andere User) nicht mehr hier sind. :sad:
Wenn es am Ende eh keiner hört und man nichts gegen die Arbeit am Computer hat, dann ist es also egal was man nimmt?
Spiel mal ein virtuelle Sherman FB (gab es glaube ich mal als Freeware) und eine HW Sherman FB.
 
Ich höre leider in den beiden Vergleichsvideos nicht den Unterschied wie bei warmer Glühlampe gegen kühles Neonlicht.
 
Ist denn diese Freeware wirklich die beste Emulation die man in der Richtung machen kann, mehr geht nicht?
Keine Ahnung, hatte ich mal vor Jahren gesehen auf KVR. Find sie aber nicht mehr. Ich nutze Linux, habe keine Erfahrung mit VST. Auch eine nicht freeware virtuelle FB kann "nur" max. 192 kHz auflösen.
Die Sherman Filterbank lebt von Fehlern und Chaos (Bauteile/Beeinflussung/...), das wird schwer alles zu programmieren.
 
Oh Linux für Musik, ist das wirklich gut dafür?

Ein Player , also jemand der ganze Melodien spielt und hier Spieltechnik besitzt, schafft es auch eben durch den Musikalischen Inhalt die letzten 2% einer Simulation eines U-HE Repro unwichtig zu machen. Niemand hört den Unterschied wirklich raus..
Danke dachte ich habe was an den Ohren.
 
Hardware :
ist teurer,
nimmt Platz weg,
verstaubt,
geht kaputt,
braucht Unmengen an Kabel (!!),
klingt nicht besser, nur anders imo. Ich glaube dass HW besser klingt liegt daran, dass man darauf konditioniert ist.
verbraucht ein Vielfaches mehr an Speicherplatz, da Audio (macht Backups aufwendiger)

Fuer die Haptik koennte man sich auch einen Controller holen.
 
Also ich habe mit der Zeit festgestellt dass ich lieber einfach so mit Synthesizern rumspiele und quasi performe und dass macht mit Hardware sehr viel mehr Spass. "Komponieren" mach ich in Software, aber "performen" mit Hardware, der direkte Zugriff an den Knöbben ist schon irgendwie direkter und Filterfahrten durch ein gutes analoges Filter, mit anständiger Resonanz hat für meine alten Ohren mehr Substanz. Und wenn dann noch alles schön blinkt und das Gerät ein schönes Gehäuse hat aus einer Mischung von Metall und Holz und schön "schwer" ist, dann fühlt es sich einfach "realistischer" an. Das Auge und die Haptik essen ja auch mit. Ist aber leider ein teures Vergnügen.
Was ich bis jetzt an Controllern in der Hand hatte, kommt nicht an die "Masse" eines echten Synths heran.
 
Leider hören sich Software und Hardware recht ähnlich an.

Das tut es leider in den meisten Fällen, weil man nicht eingearbeitet ist. Würde man im Vergleich mit beiden Geräten arbeiten, zeigen sich viel schneller Stärken und Schwächen,
als es ein Vergleichsvideo zeigen kann. Solche Videos blenden etwas.


Ich hatte bisher keine Hardware die kaputt ging und unterm Strich sind alle älter geworden als die Software,
die wegen Updates/Upgrades von Rechner, Betriebssystem, DAW, dann nicht mehr lief.

klingt nicht besser, nur anders imo.
Das ist es.

Aber: Die Summe aus anders klingt mMn musikalischer, je nach Genre auch fetter. ;-)
Ich denke, dass analoge Schaltkreise analoge Verzerrungen, Einfluss auf Transienten,Rauschen usw. besser abbilden als deren Emulationen.
 
Hardware :
ist teurer,
nimmt Platz weg,
verstaubt,
geht kaputt,
braucht Unmengen an Kabel (!!),
klingt nicht besser, nur anders imo. Ich glaube dass HW besser klingt liegt daran, dass man darauf konditioniert ist.
verbraucht ein Vielfaches mehr an Speicherplatz, da Audio (macht Backups aufwendiger)

Fuer die Haptik koennte man sich auch einen Controller holen.
So war meine Vermutung auch. Ich selbst bin in den 70er geboren und Ende der 80er dann das erste Mal in Genuss gekommen selbst Musik machen zu können. Das war auf einem Amiga500 mit Protracker. Meine Jugenderinnerung sind also Tracker auf einem Computer und gespielt wird auf der Computertastatur, das fühlt sich auch heute noch viel natürlicher an als auf einem Keyboard. Diese Synthesizer, Sampler und so weiter haben wir früher auch in Zeitschriften gesehen, aber die waren ja preislich jenseits von Gut und Böse und daher keinen weiteren Gedanken wert. Wir haben uns dann einen Sampler für den Port hinten gekauft und von CD abgesampelt und damit unsere Musik gemacht.

Computermusik ist meiner Meinung nach also auch für die bald auf die 50 zugehenden was völlig natürliches.

Seid ihr auch der Meinung, dass Computermusik auf jeden Fall zur Elektronischen Musik dazu zählt?
 
Da hört man auch fast nichts mehr.
Also, ich denke es geht einfach um Motivation, Spieltrieb, Sammeln etc.
Ich mache auch alles in Hardware.
Das ist natürlich oft viel mehr Aufwand, wenn man wie ich alles mehr oder weniger Lose rumzustehen hat. Oft nervt das ganze Zeug auch nur.
Am Ende klingt es aber doch anders als in Software. Es knackst, surrt und rauscht hier und da. Die Instrumente haben alle einen eigenen Sound durch die Verkabelung. Man hat halt was zu tun. Es geht ja darum, die Zeit zu vertreiben mit ein paar magischen Momenten.
Aber das wichtigste ist die Motivation, angeregt durch die Anwesenheit der Instrumente, die schön aussehen.
 
Also kann man sagen, dass man Hardware nur brauch wenn einem diese kleinsten Nuancen wichtig sind und man Computerarbeit nicht mag?
 
Da hört man auch fast nichts mehr.
Also, ich denke es geht einfach um Motivation, Spieltrieb, Sammeln etc.
Ich mache auch alles in Hardware.
Das ist natürlich oft viel mehr Aufwand, wenn man wie ich alles mehr oder weniger Lose rumzustehen hat. Oft nervt das ganze Zeug auch nur.
Am Ende klingt es aber doch anders als in Software. Es knackst, surrt und rauscht hier und da. Die Instrumente haben alle einen eigenen Sound durch die Verkabelung. Man hat halt was zu tun. Es geht ja darum, die Zeit zu vertreiben mit ein paar magischen Momenten.
Aber das wichtigste ist die Motivation, angeregt durch die Anwesenheit der Instrumente, die schön aussehen.
Ich finde es hingegen sehr bequem mit dem Laptop auf dem Schoss, Kopfhörer auf und einfach ein wenig mit der Renoise DAW rumspielen und schauen ob was bei raus kommt.
 


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