Yamaha HS Serie ... Warum so stark verbreitet, selbst unter Profis?

Ich habe die großen NS40 als Zweitabhöre und nutze sie wirklich nur, wenn es um den richtigen Sitz von Vocals im Mix geht. Und wenn es auf den Yamahas gut klingt, ist der Mix auch gut.
 
Ich hab am Sa. mal wieder die HS7 und die HS8 gehört. Finde eigentlich beide echt gut. Dann hab ich auf die KH120 geschaltet und erst bemerkt, dass die YAMAHA gerade in den Höhen sehr "grell" ist. Könnte mir vorstellen, dass das auf die Dauer etwas anstrengend ist und mischt man da nicht automatisch zuwenig Höhen rein oder ist der Effekt gewollt? Wer hat den die z.B. HS7 und kann etwas dazu sagen. Hatte dann noch auf 3000€ Boxen geschaltet und da war das Klangebild vergleich zu den KH120.
 
Die HS-Serie sind günstige Brüllwürfel, sehr verbreitet weil billig. Wegen des cleanen Looks und der NS-10- Assoziation wirken sie „pro“.
Daher gern genommen.
 
dass die YAMAHA gerade in den Höhen sehr "grell" ist

Muss man ausprobieren. Die Adams A5x/A7x etc haben ja auch den Ruf, dass die sehr höhenbetont sind
und da nicht jedermanns Sache. Was die A5x angeht, so lösen die zwar die Höhen sehr schön auf, aber
noch weit davon entfernt, dass es unangenehm wäre.

Die Folge ist, dass man den oberen Mitten udn Höhenbereich besser beurteilen kann und besser mischt.
Wenn es nicht ganz so extrem ausgeprägt ist, kann es auch sein das deine Mischungen nicht dumpf,
aber etwas wärmer werden, aber aus dem Grund hört man ja nicht nur auf einem paar Lautsprecher ab.
 
Muss man ausprobieren. Die Adams A5x/A7x etc haben ja auch den Ruf, dass die sehr höhenbetont sind
und da nicht jedermanns Sache. Was die A5x angeht, so lösen die zwar die Höhen sehr schön auf, aber
noch weit davon entfernt, dass es unangenehm wäre.

Die Folge ist, dass man den oberen Mitten udn Höhenbereich besser beurteilen kann und besser mischt.
Wenn es nicht ganz so extrem ausgeprägt ist, kann es auch sein das deine Mischungen nicht dumpf,
aber etwas wärmer werden, aber aus dem Grund hört man ja nicht nur auf einem paar Lautsprecher ab.

Die Adam gefielen mir nicht. Ich fand die klangen unnatürlich und zu detailreich in den Höhen. Da konnte ich mich gar nicht auf den Rest konzentrieren.
 
Ist auch irgendwie Sinn der Sache, sind ja keine HiFi Boxen. Ist die Überbetonung in etwa vergleichbar zu den Yamahas ?
 
Ist auch irgendwie Sinn der Sache, sind ja keine HiFi Boxen. Ist die Überbetonung in etwa vergleichbar zu den Yamahas ?

Habe ich nicht direkt verglichen , aber bei den ADAM passiert das glaube ich weit über 2000 kHz. Ist auch nicht wirklich eine Überbetonung, ich finde es klingt halt nicht, wie ein Lautsprecher für mich klingen soll.
Hier ist ein Test der HS7: https://www.soundandrecording.de/equipment/yamaha-hs7-nahfeldmonitor-im-test/

Überbetonung ist dort bei 5kHz.
 
Also so wie ich das lese ist das ein Dip von 2-3 db bei 5khz, das ist jetzt nicht soo viel. Interessanter ist die Veränderung bei hohen Pegeln, was ja in diesen Showrooms gern mal ausgereizt wird, aber selten die Lautstärke ist bei der man produziert.
 
Ich hatte jahrelang die HS80 und habe jetzt ADAM A7X.

Die HS80 sind in der Tat heftig in den Höhen. Also nicht mal unbedingt überbetont aber irgendwie klingen die Höhen da immer hart und britzelig. Das funktioniert aber eigentlich ganz gut. Wenn eine Mischung in den Höhen auf den HS80 gut klingt, klingt sie auf allen anderen LS super.
Die ADAMs sind da sehr viel weicher. Aber auch detaillierter und besser auflösend. Man bekommt also problemlos auch sehr gute Ergebnisse hin. Es tut bis dahin aber nicht so weh und macht einfach mehr Spaß.
 
Ich meine auch mal irgendwo aufgeschnappt zu haben, dass dieser Peak gewollt ist.

Immerhin, so je nach Titel, aber irgendwo zwischen 3800 und 5000Hz senke ich etwas ab, weil die Hihats da resonieren.
 
Es muss einfach klar sein,
dass die Kombination

- linearer Frequenzgang
- seidige Höhen
- knackige Bässe
- hochauflösende Mitten
- detailliert
- breites Stereobild
- exakte Tiefenstaffelung/Ortbarkeit

nur um einige zu nennen, im Low-Budget Bereich einfach nicht machbar sind.
 
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Es muss einfach klar sein,
dass die Kombination

- linearer Frequenzgang
- seidige Höhen
- knackige Bässe
- hochauflösend
- detailliert
- breites Stereobild
- exakte Tiefenstaffelung/Ortbarkeit

nur um einige zu nennen, im Low-Budget Bereich einfach nicht machbar sind.

Vermutlich werde ich mir am Ende die KH120er holen. Mehr macht ohne noch mehr ((8Bassfallen, 5 Seitenabsorber und jetzt noch Basotect an die Decke) Raumoptimierung nicht viel Sinn, denke ich.
 
So kleine Speaker sind großartig um bsp Rock zu mischen, aber für elektronsiche Musik halte ich die für zu klein.
Klar, mit Sub geht was, aber das muss man mögen. Mein Fall ists nicht. Aber so als Zweitspeaker sind die bestimmt super !
 
So kleine Speaker sind großartig um bsp Rock zu mischen, aber für elektronsiche Musik halte ich die für zu klein.
Klar, mit Sub geht was, aber das muss man mögen. Mein Fall ists nicht. Aber so als Zweitspeaker sind die bestimmt super !

Ich denke ein Sub macht nur wirklich Sinn, wenn der Raum sehr gut behandelt ist, ansonsten kann man damit auch nicht mehr beurteilen. Sehr gut behandelt heisst dann bei mir nahezu alle Wände mit 50 cm mit Rockwool vorbauen (Raum ist ~36m²) und das ist nicht wirklich eine Option. Bis 50Hz und Rest mit Kopfhörer.
 
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Probleme bei einer 2.1 Lösung mit Sub:
(und ich spreche da aus eigener Erfahrung..)

- Es ist fast unmöglich eine Trennfrequenz zu finden,
die durchgängig bei versch. Tracks (nichtmal Stilen!) die Schwächen der Stereo Box sinnvoll
und ausgewogen kompensiert.

Man ist ständig nur am Nachregeln.

- Dasselbe gilt für die Lautstärke des Subs im Verhältnis, man tendiert immer
dazu, zuviel reinzudrehen.

So fungiert der Sub meist als eine Art
brutaler Low Frequency EQ.

- Die Positionierung des Subs - ja, tiefe
Frequenzen sind omnidirektional, es ist
aber nicht egal, wo das Ding steht.

Sehr schwer zu lösen, viel Akustik-Treat notwendig.

- Habe noch keine 2.1 Lösung erlebt,
die sich „komplett“ angehört hat.

Meist steckt hinter 2.1 die Hoffnung
eine ohnehin impotente Box,
die nichtmal in ihrem begrenzten Frequenzspektrum
gut abliefert, zu „pimpen“.

Kann jedem Freund des guten Klangs nur
empfehlen, da mal etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, zu sparen whatever..
Es lohnt sich!

In einem Bereich ab 2-3k tun sich da völlig andere Welten auf.

Evtl. einfach mal kurz aufhören, Synthies zu stapeln und am richtigen Fleck investieren.

Die vorhandenen Gerätschaften kommen da plötzlich ganz „neu“ ums Eck.


/. sorry für die miese formatierung./
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei einem so großen Raum kannst du dir aber auch große Speaker leisten (und auch die Dämmung)
 
Bei einem so großen Raum kannst du dir aber auch große Speaker leisten (und auch die Dämmung)

Die Speaker ja, die Dämmung würde den Preis selbst der KH120 um ein Vielfaches übersteigen, wenn ich fertig kaufe. Ich kann mir auch PSI leisten, aber das macht keinen Sinn. Habe schon 8 Bassfallen hier und die Nachhallzeiten wurden auch sehr viel besser, aber den Frequenzgang juckt das nicht viel. ES gibt von iLoud die MTM mit automatischer Einmessung. Die können auch bis 40Hz, aber ich habe etwas Bedenken mit der Lautstärke. Hört man laut, soll man sie bei 50 oder 60 Hz cutten, sonst gibt es Portnoise. Ausserdem gab es Probleme mit den Mikrokabeln und ich las auch einige Beiträge über Komplettdefekt (Netzteil). Da habe ich kein gutes Gefühl, aber wenn die mal im Laden sind, höre ich sie mir an.
 
Genelecs Glm System find ich an der Stelle super, das gleicht semi optimierte Räume ganz gut aus. Damit ist mMn sogar ein Subwoofer System ganz passabel.
 


 
Hier auch:

025.JPG


Was sind die linken?
 



Schnapper: Preis pro Paar :D

https://www.da-x.de/de/atc-scm-300-asl-pro.html
 
Hatte die ATC SCM 110 ASL Pro zum testen da, hab mich aber im direkten
Vergleich für die Barefoots entschieden.

Die SCM 300 ASL Pro sind im Prinzip dieselben Boxen mit besseren Komponenten und brutalem Headroom.
Die ATCs ab SCM 110 haben wahnsinnig fein aufgelöste Mitten, nicht umsonst ein Studio-Standard.

Bei klassisch Drums/Bass/Git/Voc machen die schon Sinn, bei elektronischem haben die Barefoots
einen unglaublich definierten Punch.

Ist dann auch irgendwo eine persönliche Präferez, was einem da zusagt.
Falschmachen kann man bei beiden sicher nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hatte die ATC SCM 110 ASL Pro zum testen da, hab mich aber im direkten
Vergleich für die Barefoots entschieden.

Die SCM 300 ASL Pro sind im Prinzip dieselben Boxen mit besseren Komponenten und brutalem Headroom.
Die ATCs ab SCM 110 haben wahnsinnig fein aufgelöste Mitten, nicht umsonst ein Studio-Standard.

Bei klassisch Drums/Bass/Git/Voc machen die schon Sinn, bei elektronischem haben die Barefoots
einen unglaublich definierten Punch.

Ist dann auch irgendwo eine persönliche Präfernez, was einem da zusagt.
Falschmachen kann man bei beiden sicher nichts.

Ok, dann machst du das aber schon professionell und dein Raum ist gut optimiert bzw. du hast ein Studio nehme ich an, oder?
 
Ich besitze selber ein Paar HS-50M, habe aber auch die diversen Modelle der neueren HS-Serie (5, 7, 8) häufiger in Studios angetroffen und gehört. Es sind einfach verdammt gute Boxen zum Arbeiten und was ich auf ihnen mische, übersetzt sich in der Regel hervorragend auf alle möglichen anderen Systeme. In ihrer Preisklasse sind sie aus meiner Sicht unschlagbar.

Die Tatsache, dass sie "so wenig Bass" haben, ist aus meiner Sicht im übrigen eher ein Vorteil gegenüber den meisten höherpreisigen modernen Monitoren am Markt, die zwar boomy klingen, aber dadurch den Blick auf das Wesentliche im Mittenbereich oft verstellen.
 
Ich besitze selber ein Paar HS-50M, habe aber auch die diversen Modelle der neueren HS-Serie (5, 7, 8) häufiger in Studios angetroffen und gehört. Es sind einfach verdammt gute Boxen zum Arbeiten und was ich auf ihnen mische, übersetzt sich in der Regel hervorragend auf alle möglichen anderen Systeme. In ihrer Preisklasse sind sie aus meiner Sicht unschlagbar.

Die Tatsache, dass sie "so wenig Bass" haben, ist aus meiner Sicht im übrigen eher ein Vorteil gegenüber den meisten höherpreisigen modernen Monitoren am Markt, die zwar boomy klingen, aber dadurch den Blick auf das Wesentliche im Mittenbereich oft verstellen.

Ich fand es jedenfalls erstaunlich, dass sich ein Mixingengineer die HS8 holt. Geld kann da ja keine Rolle gespielt haben. D.h. er muß sich ganz bewusst dafür entschieden haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man nimmt solche Boxen ja weil sie einen nüchternen Durchschnitt vertreten, . Auf HighEndern mischt man schnell Kram der sich nirgends reproduzieren lässt. Es ist viel komplizierter einen Mix auf NS10 nach vorne zu bringen als auf einer Spielwiese wo nichts verdeckt wird oder bis in tiefste Lagen schiebt..
 


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