Yamaha MODX6/7/8(+) – Montage in kleiner und günstiger (128 AWM2 + 64(128) FM-X)

Wie würde denn die optimale Bedienung für 8OP-FM plus X idealerweise aussehen?
Wie ich das an anderer Stelle in diesem Forum schon beschrieben hatte, jeweils 2 Operatoren (per Tasten auf UI zuzuordnen) gleichzeitig editieren können dürfte für die Programmierung der Sounds imho vereinfachen, das sind bei FM-X aber auch schon nicht gerade wenig Parameter. Steuern/ausdrucksvolles Spielen und "Noob"-Editierung der Sounds per Macros, weil das ändern einzelner Parameter in der FM meist nur experimentelle (was auch mal ganz schön sein kann) Ergebnisse liefert.

Endlosencodern mit Las-Vegas-LED-Kränzen (weil Abholen und Springen bei exzessiver Mehrfachbelegung beide doof sind)
LED Kränze wären toll, kenne ich vom NL3, aber Anzeige der Parameter im Display (mit grafischer Darstellung etc.) ist aus meiner Sicht auch ok.
 
oder das Vorgaukeln einer subtraktiven Kette wie beim Korg DS-8?
Ich hätte 'ne Idee für 'nen FM-Synth, mit komplexen FM Modulen (Expert Ebene), die der Hobby-Soundbastler nicht mehr anfassen muss, sondern nutzen kann (div. zuvor vom Experten definierte Parameter ändern kann) um mehr oder weniger komplett eigene Sounds in einer übersichtlichen Synthese Struktur zu bauen.
 
also ich finde die FM-X Bedienung am Montage sehr gut. Viel besser kann ich mir die Bedienung an einem Gerät kaum vorstellen (verbesserten kann man immer mal was). Und klar ist auch, dass beim MODX das ganze nicht so gut funktionieren darf, sonst käme sich der Montage Käufer ein wenig verarscht vor.
 
Ich sehe das Problem halt immer noch darin, dass in Yamahas Synth-Ablegern seit den MoX-en (ob's bei den MO's schon so war, keine Ahnung) immer miesere Wandler drin sind als in den Topmodellen. Die haben null Druck im Sound, identische Samples hin oder her...



@Doctor Jones: unterzeichne mal wieder alles, inklusive der Befürchtung, Nord Lead 5 könnte gar nicht mehr erscheinen. Dafür würde sprechen, dass sie so kurz hintereinander Piano und Electro geupgradet haben, obwohl der Stage schon quasineu ist, eigentlich kaum was neues drin ist, aber man sagen kann "aber hier gibt's ja updates".
Vor allem: Da sich wirklich jeder und seine Mudder auf den Modularboom gestürzt hat, aber der G3 Dampfware ist, dürften sich Synths für die roten wirklich erledigt haben. Oder man brütet hinter verschlossenen Türen was komplett neues aus. Glaub ich aber nicht.

Der VA-Boom ist halt um, und solange Kemper den Finger nicht ausm Amp befördert, weil Novation ihn nicht dazu zwingt, wird auch Nord nix machen. Und die Bandmucker hieven sich inzwischen Prophets auf die zweite Ebene, das ging so vor fünfzehn Jahren auch noch nicht. Mal sehen was der Kyra reisst, kann sein dass der den nächste VA-Boom lostritt. Wäre nach dem ganzen Analoghype mal wieder ne schöne Abwechslung.
 
Es wurde so einiges halbiert wenn ich das richtig verstanden habe, die Scenes auf 4 und noch so einiges... finde ich aber nicht schlimm, solange an der FM-X engine nichts weiter halbiert wurde... Sobald da etwas vom großen fehlt, ist das Ding für mich schon durch, leider gehe ich mal davon aus, das es so sein wird denn Yamaha möchte ja den großen Verkaufen und nicht den kleinen "günstigen"...

Frank
Du willst den Großen für das kleine Geld, aber das wird nicht klappen. Kaufe gebraucht ...
 
naja, das hab ich alles in guter Qualität im Kronos, den Montage kauft man sich für die anderen Sounds.
Und wenn man keinen Kronos hat? Im Montage gibt es reichlich Standard-Sounds wie Schlagzeug, Streicher usw., die man durchaus einsetzen kann. Klar kann man Montage nur wegen FM kaufen. Man kann aber eben auch die anderen Sounds nutzen. Ähnlich wird es auch mit dem MODX sein. Die Rompler-Sounds werden auch eingesetzt werden. Dafür muss man nicht unbedingt einen Krome anwerfen. ;-)
 
Es wurde so einiges halbiert wenn ich das richtig verstanden habe, die Scenes auf 4 und noch so einiges... finde ich aber nicht schlimm, solange an der FM-X engine nichts weiter halbiert wurde... Sobald da etwas vom großen fehlt, ist das Ding für mich schon durch, leider gehe ich mal davon aus, das es so sein wird denn Yamaha möchte ja den großen Verkaufen und nicht den kleinen "günstigen"...
FMX wird nicht kastriert. Das lohnt sich nicht. Wenn man sich mal anguckt, mit wie wenig Rechenpower Yamaha vor einem guten Vierteljahrhundert 32 6OP-AFM-Stimmen erzeugt hat, dann kann man sich vorstellen, daß 64 8OP-FMX-Stimmen nicht so wahnsinnig anstrengend sein können. Die Reduktion der Stimzahl war eigentlich nur eine modellpolitische Entscheidung und technisch wahrscheinlich nicht mal notwendig. (Mal davon abgesehen, daß man vermutlich selten mehr als 32 brauchen dürfte...)

Außerdem müßten sie für weitere Kastrationen (z. B. weniger Operatoren, oder die OPs können jeweils weniger) an die Engine ran. Das wär Mehraufwand in der Entwicklung und beim eventuellen Ausbügeln von Bugs. Kost alles Geld. Dann lieber dasselbe, aber weniger davon. Dann hat man den Modellpflegeaufwand nur einmal, weil's nur eine Codebasis gibt.

Ich sehe das Problem halt immer noch darin, dass in Yamahas Synth-Ablegern seit den MoX-en (ob's bei den MO's schon so war, keine Ahnung) immer miesere Wandler drin sind als in den Topmodellen. Die haben null Druck im Sound, identische Samples hin oder her...
Normale Yamaha-Strategie: Wir gießen einfach praktisch dieselbe Firmware (und dieselben Samples und dieselben Programme, weil Durchforsten und Aussortieren bei den Unmengen an Sounds Zeit und Geld kosten würde) in miesere Hardware und verschrubben das Ganze zum halben Preis. Früher haben sie sich wenigstens noch die Mühe machen müssen, bei allem, was nicht Motif hieß, den Sampler rauszuzüchten.

@Doctor Jones: unterzeichne mal wieder alles, inklusive der Befürchtung, Nord Lead 5 könnte gar nicht mehr erscheinen. Dafür würde sprechen, dass sie so kurz hintereinander Piano und Electro geupgradet haben, obwohl der Stage schon quasineu ist, eigentlich kaum was neues drin ist, aber man sagen kann "aber hier gibt's ja updates".
Den Electro droppen sie wohl schon deshalb alle Naselang, weil der wenig kostet und daher der Widerstand gering ist, wenn man sich einen neuen holen will. Der Gebrauchtmarkt freut sich derweil.

Vor allem: Da sich wirklich jeder und seine Mudder auf den Modularboom gestürzt hat, aber der G3 Dampfware ist, dürften sich Synths für die roten wirklich erledigt haben. Oder man brütet hinter verschlossenen Türen was komplett neues aus. Glaub ich aber nicht.
Wenn Clavia noch was an Leuten jenseits von AP/EP/B3/D6/Tron/Moog liegen würde, hätten sie z. B. schon längst den von mir mal herbeigesehnten Nord String gedroppt und Waldorf gezeigt, wie VA-Stringmachine richtig geht. Und dann hätten sie 'ne eingeschränkte Version davon (z. B. nur monotimbral, derweil der Nord String bitimbral ist) in den nächsten Nord Stage mit reingegossen. Haben sie aber nicht. So haben wir die Wahl zwischen Waldorf Streichfett, der irgendwie in Richtung Korg Lambda gehen soll, nach dem kein Hahn kräht, und Roland VP-03, der den Versuch, die VP-330-Strings zu imitieren, verkackt hat. (Noch ein Vangelis-Sound, den wir erwartet und nicht gekriegt haben. *hust* Deckard's Dream *hust*)

Außerdem, wie lange werden sie wohl brauchen, um einen G3 zu entwickeln? Oder sonst einen Kracher, der – für Clavia ungewohnt – irgendwas nachahmt, was es 1970 noch nicht gab? Da kommt nix mehr.

Vielleicht sagen sie sich auch: Damals in den 90ern haben sie den Analog-Freaks den ersten brandneuen, volldigitalen Synth zum kompletten Mittendrin-Selberschrauben gegeben. Aber die heutigen Modular-Freaks wollen zum einen natürlich auch mittendrin umstöpseln. Ging bei den bisherigen Nord Modulars bekanntlich nicht. Gleichzeitig aber will man keinen starren Aufbau. Bei den Nord Modulars war ja das Geile, daß man sie mit immer neuen Modulen bestücken konnte. Und auch Eurorack-Systeme sind meistens im ständigen Wandel – um da mithalten zu können, müßte ein G3 den Import von Drittmodulen erlauben. Wenn der Synth aber mit echten Patchcords stöpselbar sein soll, braucht man einen festen Aufbau wie beim State Zero. Auch doof. Also läßt man's gleich ganz und überläßt den Kampf den "echten" Modularsynths.

Der VA-Boom ist halt um, und solange Kemper den Finger nicht ausm Amp befördert, weil Novation ihn nicht dazu zwingt, wird auch Nord nix machen. Und die Bandmucker hieven sich inzwischen Prophets auf die zweite Ebene, das ging so vor fünfzehn Jahren auch noch nicht. Mal sehen was der Kyra reisst, kann sein dass der den nächste VA-Boom lostritt. Wäre nach dem ganzen Analoghype mal wieder ne schöne Abwechslung.
Novation macht da wohl auch nichts mehr. Die "big things", deren "small beginnings" die Ultranova war, waren eine Luftnummer. Hat sich was mit Supernova III.

Außerdem haben sie auf das Wettrüsten schon lange keinen Bock mehr. Gegen den ersten Virus haben sie die Supernova aufgefahren. Den Virus b haben sie als Herausforderung angesehen und mit der Supernova II gekontert, die aber schon kaum mehr als gleichziehen konnte. Als die Kaiserliche Kempersche Marine den Virus C brachte, hat die Royal Novation Navy die weiße Flagge gehißt.

Inzwischen ist der TI2 seit Ewigkeiten da und seit Ewigkeiten unangefochten, der letzte Groß-VA. Fast die Hälfte der Zeit, die es den Virus an sich gibt, gibt es den TI2, weil der einfach keine Freßfeinde mehr hat. Was gibt's denn sonst noch? Nord Lead 4, der aber ein 2X-Nachfolger ist; der Über-Nord Lead 3 wurde ersatzlos eingestellt. Waldorf Blofeld, der eigentlich noch größeres Gewicht auf Wavetable legt als der TI2, und von dem einem jeder abrät wegen des verbuggten Multimode. Und dann gibt's noch die letzten Kompakten, Novation Ultra- und Mininova, Korg MicroKorg (den werden sie sich nicht trauen einzustellen, auch wenn er den Weltrekord schon hat), MicroKorg S (für "Strandfete ohne Aktivbox"), möglicherweise MicroKorg XL+ und den halbgaren Yamaha Reface CS. Waldorf Streichfett, der aber ein anderes Konzept hat. Und die ganze Plugout-Chose von Arnold. Hab ich was vergessen?

Jedenfalls hat man sonst überall auf analog oder zumindest hybrid umgesattelt. Der Kunde will's so haben. Je echter analog, desto besser. Ist doch so: Wenn wieder jemand einen Hybriden rausbringt, geht wieder das "Mimimi, wir wollen aber VCOs haben" los.

Kann aber trotzdem sein, daß da, wie du schon geschrieben hast, einer den VA wieder groß rausbringen kann: Dr. Caballero. Sein Ziel war ja nicht mehr und nicht weniger als "Virus in noch viel geiler". ValKyra könnte also der erste Synth sein, der sogar den TI2 noch schlagen kann – und bei der Gelegenheit diesen 90er-Jahre-Klangcharakter nicht mehr mit sich rumschleppt.

Und das Ding wird die Leute daran erinnern, was ein komplett virtuell-analoger Synth gegenüber einem echtanalogen oder hybriden an Vorteilen hat – nämlich dadurch, daß man für keinen Teil der Klangerzeugung dedizierte Hardware braucht.

Erstens: Ein VA kann mehr bei weniger Platzbedarf. Schon einen MicroKorg kann man in der Größe nicht analog bauen, auch in SMD nicht – nicht nur, weil man acht VCFs bräuchte, Vocoder nicht mit eingerechnet, sondern weil die DWGS-Wellenformen mit VCOs einfach nicht gehen. Ein Micron oder Miniak in analog hätte Schaltschrankmaße, allein schon wegen der vielen Sequencer, und dann kämen 24 VCOs dazu und ein Filterwust, der selbst Studio Electronics zuviel wär. Von einem Q, einer Supernova oder einem Virus in analog wollen wir gar nicht erst reden. Ein Baloran The River ist den meisten schon zu schwer, und was kann der?

Zweitens: Ein VA kann mehr bei geringerem Preis. Wieviel Analogsynth kriegt man zum Preis eines Virus TI2? Jedenfalls kriegt man dafür auch einen Virus TI2. In den unteren Preisregionen ist das auch schon heftig: Man vergleiche mal einen DeepMind mit einem Blofeld.

Drittens: Upgrades mit neuen Features sind bei digitalen Klangerzeugern nicht nur einfacher, sondern eigentlich überhaupt durchführbar, weil die ganze Klangerzeugung Software ist. Der Virus b bekam per SysEx-Upgrade z. B. einen Hall eingebaut. Bei der Kurzweil K2000 tauscht man zwei EPROMs aus und hat auf einmal z. B. einen wesentlich besseren Sequencer drin. Heute ist das noch einfacher, weil man schon lange nicht mehr um jedes Byte im Firmware-ROM feilschen muß und Upgrades per USB kommen können.

Wer sich bei ValKyra darüber beschwert, daß sie nicht echtanalog ist, geschweige denn komplett spannungsgesteuert und diskret, der muß sich einfach mal überlegen, was nötig wäre, um auf dem technischen Stand von Mitte der 70er die Firepower von ValKyra zusammenzukriegen. ValKyra selbst in analog (minus Wavetables) hätte 128 Voicecards. Jede davon hätte sechs VCOs (zwei geben jeweils verbiegbar Sägezahn und Puls aus und können Sync, Ringmodulation und FM, die anderen vier können nur starren Sägezahn), einen Rauschgenerator, ein in der Flankensteilheit variables, irgendwie multimodefähiges Kaskadenfilter, drei ADSR-Hüllkurven und einen VCA. Das alles auch noch in diskret – und am besten auch noch mit klassischen Bausteinen, also nicht SMD? Erstmal wär das ziemlich raumgreifend (und die Leute mosern ja schon über die Gehäuseform des River), dann wär es schwer (wo doch heute alles über 10 kg als "schwer" gilt), und es würde derartig schnell heißlaufen, daß ein stimmstabiler Betrieb ohne laute Gehäuselüfter unmöglich wär. Von teuer will ich gar nicht erst reden.

Woran ValKyra noch scheitern könnte – woran wohl die ganze VA-Oberklasse gescheitert ist: Heutzutage holt kaum mehr jemand derartig viel gleichzeitig aus einem und demselben Synthesizer (Ausnahmen: Omnisphere, Massive, alles mit Samples). Es geht zwar, aber es klingt langweiliger, als wenn man mehrere verschiedene kleinere Geräte nimmt. Damals™ haben die alten Recken ja auch nicht mit massiven Overdubs alles aus einem Gerät geholt. Natürlich, wenn ValKyra sich in der Serienversion als klangliches Chamäleon erweisen sollte und es interessanter wäre, da acht Parts gleichzeitig rauszuholen, kann sich das noch ändern.

Killerfeature für ValKyra wären natürlich Original-PPG-Wavetables. Die hat auch der Blofeld, aber dann gäbe es sie in einem Hardwaresynth, der (hoffentlich) nicht vermackt ist.

Klar kann man Montage nur wegen FM kaufen.
Das wird letztlich einer der Hauptgründe sein, den MODX zu kaufen. Der Romplerteil ist mit 28 Stimmen derart reduziert, daß unter den Nichtnerds nur die Ahnungslosen und Schon-immer-Yamaha-Käufer zuschlagen werden – und die armen Schweine, deren freundliches Kreisstadtmusikhaus elektronische Instrumente eben nur von Yamaha führt (als wenn die Synthesizer hätten). Der FMX-Teil dagegen ist reduziert von einer Stimmzahl, die kein Schwein je ausreizen wird, auf eine andere Stimmzahl, die kein Schwein je ausreizen wird – einen TX816 kauft man ja auch für den achtfachen Multimode und nicht für 128 Stimmen. Dafür kriegt man für einsfünf einen flammneuen FM-Synth, der möglicherweise noch zugänglicher ist als ein DX1 (und mehr Stimmen und mehr Multimodeparts hat als ein DX1).

Die große Zeit des Montage als DX7/DX5/DX1/SY99-Surrogat und FS1R-Ersatzdroge ist jedenfalls vorbei.
 
Yamaha hat das bisher immer ganz gut hin bekommen, die kleineren Versionen nicht all zu schlecht da stehen zu lassen, 8OP FM wird man hier vermutlich wie am Montage machen können, ggf. sind nur die Fader/Knöpfe nicht so einbezogen, sie sind es ja auch sonst nicht sooo sehr, es ist nur ein bisschen eine Hilfe - Display ist da noch immer der große Faktor und das wird daher für die die den wegen 8OP FM haben wollen sicher ganz ok sein.

AWM2 ist halt Klassikerzeug - da ist Yamaha auch eher gut drin. Drahtig zuweilen, aber gut. Ich bin ja Fan von Röchelsamples - sowas hatte Korg gern mal. M1 und so.

du hast hier ja einen normalen 8OP FM - der wird mit Sicherheit derselbe sein wie im Montage. Weil - Yamaha macht das immer pro Serie - die werden da nicht nen 4 oder 6OP FM rein basteln. Das ist kein FS1R - aber es ist ein 8OP FM nach Vorgabe eines DX7II etwa - nicht mehr nicht weniger - es gibt auch eine ALG-Auswahl mit X Trägern und Y Modulatoren - das ist ganz gut gemacht - weil so kann man gut beginnen.
 
Tolle Beiträge, @Doctor Jones . Hut ab. Sehr schön zum lesen und ein Gläschen zu trinken nebenbei. Solch interessanten Beiträge runden einen guten Abend jeweils ab.
Und du hast Recht. Ich stimme dir in den meisten Teilen zu.

Mich stört zb. bei Yamaha dass die seit 25 Jahren die gleichen Sounds/Samples in ihre Rompler-Kisten bauen. Echt, es reicht!
Ich erinnere mich als ich den Motif XS neu hatte (ist ja aber auch schon etwa 7 Jahre her), die Wellenformen angespielt hatte und sehr viele Sounds entdeckte, die schon in meinem früh 90er-PSR Keyboard drin waren. - Theoretisch gesehen entscheidet man bei Yamaha welche Features und Funktionen man haben möchte, die Sounds im Rom sind ohnehin die gleichen.
Oftmals heissen die Sounds zwar anders, sind aber immer wieder vertreten.

Wie @Bernie schon sagte: Die Standard Sounds sind zwar im Modx6 drin, aber deswegen kaufe ich die nicht. Standard Geraffel mache ich meist mit älteren Yamaha Kisten (EX5R) oder eben dem Kronos. Wobei ich sehr selten Standard Sounds brauche. Wenn, dann Pan Flöten und das kann sogar meine M1 schon brauchbar.
 
Yamaha wird vorerst bereits entwickelte Sachen bringen, das kostet die wenig. Neue Synthese kaufen wie Phy.Modeling - das war für die ein totales Flop-Prinzip. Das wollte damals keiner haben, der VL wurde ja zum Ende hin als "Moog" verkauft in V2 - ein großer Fehler.

Deshalb sind sie jetzt eher so, dass sie die Technik die sie haben sinnvoll anbieten. Was fehlt ist nur eine gute Oberfläche, die besser ist. Das wäre möglich - aber solide ist es trotzdem, wie es ist.

Würde da nicht drauf hoffen, dass da jetzt ein Knopf 8OP FM Synth kommt, denn es gab erst einen davon - den DX200 - und den sehen sie total anders - das ist "DJ zeug" für die - und dahin werden die nicht mehr gehen. Die denken anders und größer und japanisch.
 
Mich stört zb. bei Yamaha dass die seit 25 Jahren die gleichen Sounds/Samples in ihre Rompler-Kisten bauen. Echt, es reicht!
Stimmt schon, die wichtigen Sounds sollte man ab und an aktualisieren. Aber gewisse Klassiker, die eh nicht so wirklich realistisch klingen, können auch bleiben. Wenn Roland z. B. das Real-Pizz-Ursample rauszüchten würde, das wär schade. Klingt nach heutigen Maßstäben nicht nach Pizzicato, ist aber durch "Insomnia" zum Kult geworden und auch in "GoldenEye" nicht wegzudenken.

Hat Korg nicht sogar das M1-Pianosample inzwischen wieder mit drin? (Und wie ist das mit dem "Yeah"-Leadsound aus der Urmotif, ist der noch drin oder seit wann nicht mehr?)

Das muss ein blöder Schreibfehler sein. Das macht überhaupt keinen Sinn. Insb. bei 5.67 GB an ROM-Samples. Es werden sehr wahrscheinlich mindestens 128 Mono-Stimmen sein.
Will's hoffen. 28 wären nicht mal Ende-80er-Anfang-90er-Niveau – zumal ja bei Schichtkuchenprogrammen entsprechend Stimmen mehrfach gebraucht werden.
 
Früher haben sie sich wenigstens noch die Mühe machen müssen, bei allem, was nicht Motif hieß, den Sampler rauszuzüchten.


...das haben sie nun wieder damit kompensiert, dass sie hier den Sequenzer ausgebaut haben. :fresse:


Es bleibt so gesehen also dabei:
Montage ist kein Motif XF,
und der MODX kein MOXF.




Yamaha Reface MO.


Yamaha MO-face.

*G*




Tolle Beiträge, @Doctor Jones . Hut ab. Sehr schön zum lesen und ein Gläschen zu trinken nebenbei

Dem möchte ich beipflichten! Immer schön zu lesen.
 
Apropos Reface: Der falsche VL machte ja mal die Runde...


Medium 449 anzeigen
...wenn man das nun polyphon und etwas grösser aufgleisen würde, geht das schon gut in die Richtung...
 
Stimmt schon, die wichtigen Sounds sollte man ab und an aktualisieren. Aber gewisse Klassiker, die eh nicht so wirklich realistisch klingen, können auch bleiben. Wenn Roland z. B. das Real-Pizz-Ursample rauszüchten würde, das wär schade. Klingt nach heutigen Maßstäben nicht nach Pizzicato, ist aber durch "Insomnia" zum Kult geworden und auch in "GoldenEye" nicht wegzudenken.

Hat Korg nicht sogar das M1-Pianosample inzwischen wieder mit drin? (Und wie ist das mit dem "Yeah"-Leadsound aus der Urmotif, ist der noch drin oder seit wann nicht mehr?)


Problem bei Korch sind nicht die Samples, sondern die Wandler. Die dreckige Wucht, mit der dich ein N364 wegfickt, wenn du ihn schon nur 20% aufdrehst, war mit der Triton mirnixdirnix durch höhere, aber eben cleanere Qualität ersetzt und die ganzen Symphometaller sind auf die Barrikaden, als das Problem erst mal bekannt war. Karma hatte dann wieder die Dreckwandler drin, oder zumindest haben sie's geschafft, den Teilen den Bums zu verpassen den die 90er-Kisten hatten (bis hin aufs Billomodell, ein X5 hat quasi keinen Speicher, aber bläst dich trotzdem weg). Tuomas Holopainen hat bis heute immer beide dabei, Karma und N364, trotz Kronos als drittes Board.

Triton Extreme war scheisse, M3 ging völlig unter, beim Kronos hat man sich dann klanglich ans neue gewöhnt, bzw. war dann die Nordstage-Offensive und nach Sonata Arctica als Pionier hatten auch alle ausser den Korg-Endorsern mal kurz einen Weil, den sie aber spätestens beim Kronos wieder abgestossen haben.




Kann aber trotzdem sein, daß da, wie du schon geschrieben hast, einer den VA wieder groß rausbringen kann: Dr. Caballero. Sein Ziel war ja nicht mehr und nicht weniger als "Virus in noch viel geiler". ValKyra könnte also der erste Synth sein, der sogar den TI2 noch schlagen kann – und bei der Gelegenheit diesen 90er-Jahre-Klangcharakter nicht mehr mit sich rumschleppt.

Und das Ding wird die Leute daran erinnern, was ein komplett virtuell-analoger Synth gegenüber einem echtanalogen oder hybriden an Vorteilen hat – nämlich dadurch, daß man für keinen Teil der Klangerzeugung dedizierte Hardware braucht.

Kyra in einer guten Keyboardversion und mit ordentlich Absatz und Novation wird innert Kürze mit einem ProPeak auf der Platte stehen (und ihn hoffentlich auch schneller liefern, das war Prä-Peak eigentlich ihre Spezialität...), der dann mal eben nicht nur Kyra, sondern auch den Prophet12 ernsthaft konkurrenziert. Maybe hat Korg bis dann ihr Digital-User-OSC - Synthkonzept vollends ausgelagert verpackt...

hach, träume...
 
Ich hätte mittlerweile meine ganz eigene Vorstellung von einem gut bedienbaren (FM-) Digitalsynth.



mps.jpg




Intuitive Multieffektsektion noch hintendran und gut is'...


lfx1310.jpg
 
Bzw. es sind nicht nur die Wandler. Man kann den Output ja per USB direkt digital auf dem Rechner aufnehmen. Wenn es nur die Wandler wären, müsste der Klang digital überspielt dann bombastisch sein.
Mir gefällt die MOX-Engine klanglich nicht. Den Montage habe ich nur auf der Messe kurz angespielt. Vielleicht etwas frischer, hat mich aber auch nicht umgehauen. Irgendwie charakterlos klang es für mich.
Ich finde den MODX auf dem Papier sehr interessant. Und schlechter als der MOX wird er nicht sein. Kann nur besser sein. Den Sequencer im MOX mag ich eh nicht mehr nutzen, daher kein Argument für mich. Allerdings werde ich zumindest aktuell nicht upgraden. Der Upgrade-Preis wäre mir persönlich zu hoch, zumal ich immer noch sehr skeptisch bin, was den Klang angeht. Und nur wegen FM wäre mir der Preis ebenso zu hoch. Ansonsten aber, zumindest auf dem Papier, wohl der beste MO, den es bisher gegeben hat. Wegen FM sowieso. Großes Display, mehr Samples. Wenn der MO den MODX klanglich aber trotzdem umhauen sollte... Mit dem MO habe ich selber nicht gearbeitet, weiß daher nicht wie er klingt. Eins der Motif-Racks klang auf der Messe furchbar. Die Keyboard-Motifs haben mich klanglich auch nicht umgehauen. Vielleicht etwas frischer im Klang als MOX, aber trotzdem irgendwie nicht meins. Gut, FM ist bei den neuen ein Argument. Mir persönlich den Preis aber nicht wert. Oder anders gesagt: Dafür würde ich meine MPC5000 und meine drei Stück Lexicon MX400 nicht verkaufen, zumal ich viele FM-Samples habe, die ich noch verarbeiten könnte. :P
 
Zuletzt bearbeitet:
Also der Triton Extreme klingt wirklich sehr bescheiden im Gegenzug zum Triton Classic.
Das ist auch der Grund warum beide Geräte hier rumstehen.

Den Triton Classic für die Klangqualität und den Bumms.
Der Triton Extreme für die Klangvielfalt.
 


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