Ableton Live 6 und höher – Minitest in Deutsch (review in german)

ABLETON LIVE 6 sequencer software – ELASTIC AUDIO SEQUENCER
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Tutorial: FM Bass with Ableton Live (Operator) – english: fm_bass_with operator..
Tutorial für FM Bass Sounds hier.. fm_bass_with operator..

Biegsames Audio und Loops – Der AUDIOSEQUENCER nun mit midi und mit VST / AU support!

Live 6:
– Neu dazu kommt der Sampler, er hat 3 LFOs, 5x 4stufige rate-level Hüllkurven und sogar AM/FM für jedes Sample-Layer, Loopbare Hüllkurven.
– Operator ist seit 5.0 dabei, ein 4 OP FM Synthesizer mit ein paar kleinen Updates in 6

Zum Lieferumfang gehört:
-Impulse und Simpler sind Sampler für Drums (8 stück sehr sehr schnell, reinziehen von samples und fertig.. kleine syntheseabteilung filter und co..)

-Neu sind die Verkettbarkeit von Instrumenten und Effekten (Effektracks)
-Verbesserung in Audio und Intelfest seit 5.2 für Macs
– Granular Klangengine in 5 verbessert (klingt besser seitdem)
– Macros für alles, um Ranges einzusetzen.. Prima für Anpassung an Controller (auch WX Wind Controller) Modulationsbereich von-bis.
– Prima Effekte wie Beat Repeat, Chord MEmory und Arpeggiator
– Simpler Midi Editor und Grid/Pianorolleneditor seit 4.0 – Einzeichenbare Controller und Modulationsverläufe schon seit frühesten Versionen.

Zusammenklicken von Arrangements aus der Pattern-Ansicht (schon immer) und Rückkehr zum bisherigen Arrangement, einmalig bisher – daher livegeeignet und DJtauglich.. recht beliebt in Clubs.

Nichtlinear und Patterns
Synct mit Logic oder Cubase via Rewire.. braucht eine kleine Weile für das “locken”, ist aber gut brauchbar, liegt auch eher an Rewire als an live.

AU und VST Plugins, Alles Systeme (Pc, Mac, OSX, XP)

Generelles noch zu bisherigen Versionen und Betriebsweise..

ableton live 4.1 neu: – FM 4 OP Synthese namens OPERATOR mit loopbaren und zu Notenwerten temposyncbaren Hüllkurven, schnellem LFO und einigen netten Waveforms, .. der synthesizer hat schnelle hülkurven und ist gut für perkussives einsetzbar..

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ableton live 3.0 audio sequencing
bild grösser? draufklicken!
VERSION bis V 4 – was kann’s generell?

die version bisher bieteten,was bisher noch fehlte..:
midi tracks und sequencer für samples:
1) der simpler: ein kleiner einfacher sampler, der die clips aufnimmt und eine einfache ADSR Hüllkurve und filter mit filtertypen HPF,LPF,BPF und notch in je 2 alternativen versionen bietet. natürlich voll automatisierbar. sehr fein ist das “aussuchen” aus dem clip, loopen und strechten geht ebenso im simpler.. sehr praktisch.

2) der impulse : eine art kleiner drumsampler ,der hat ebenso tune,stretch und startpunkt , filter und einfachem decay für den fetten zapp..

mit diesen beiden oder einem beliebigen plugin (audio units oder vst) kann man mittels eines “piano roll” editors (also eine klaviatur oder eben die 8 samples des impulse, die als x achse die zeit hat und damit eben die berühmten balken a la cubase und logic “matrix editor” / “key edit”) editiert werden. das ganze ist auf das wichtige reduziert und genau das machts livetauglich.

das sequencing: tja, nun gibts eben auch midi zeugs als input,egal von wo.. auch eine der sequencerlines kann eine quelle sein..
defakto haben wir hier etwas,wie eine mpc in software.. eigentlich besser.. denn alles ist im livebetrieb änderbar..

es gibt zwar noch kein lauflicht,aber hiermit lässt sicher schonmal ohne einen host wie logic oder cubase arbeiten..
herrliches geknarze geht damit jetzt schonmal.. und auch kann man im gegensatz zu reason auch midi zeugs ansteuern.. so kann man auch einen ernstnehmbaren analogen mitbollern lassen! das wird ein fest. ableton, heirate mich ;)

der quit dialog hat was lustiges.. eigentlich:

quit life??
quit ableton live .. ehm life
ableton live UPDATE 4 / 3.04:
ableton geht in version 4: neu und auffällig: es kann nun MIDI in form einer “piano roll” editor möglichkeit.
endlich sind damit auch synthesizer von live aus steuerbar.. das ganze soll juli ’04 zur auslieferung kommen
wie gut das ist,stellt sich noch raus.. aber es kann noch vor reason midi out ;) das ist schon was..
zum angriff bläst wohl auch emagic, die munkelnderweise an einer elastic audio engine für logic 7.0 arbeiten sollen.. obs stimmt..? aber erstmal zu ableton live, hier in version 3.04:

Schon in die dritte Runde geht ABLETON nun mit dem Audio Loop-Sequencer LIVE
Genau genommen ist es ein Sequencer für Audiofiles. “Elastic Audio”. Die Basis bilden Audiofiles, die einfach in das Arrangefenster gezogen werden können und automatisch in ihrem Rhythmischen Muster bereits erfasst sind, sobald man sie im Arrangefenster fallen lässt. Der Loop / Das Audiofile ist nun an das aktuelle Tempo angepasst (JA!) und kann im laufenden Betrieb. Mittels der Warp-Marker kann man nun die rhythmischen “Einzelschläge” anders einteilen und manuell verschieben! Dabei kann man also die Ryhtmik nach seinen Wünschen umbauen. So kann beispielsweise ein Teil des Samples wesentlich schneller oder langsamer verlaufen (aus einem 1/4 Takt zB ein 3/4 -PLatz einnehmen und der Rest ist dann nur noch 1/4 für den Rest. Der Eindruck kann also hier dann ganz anders als das Original gestaltet sein.

Die “Konkurrenten” im Falle Ableton Live sind also eigentlich Logic und Cubase. Aber: Diese sind wenig Livegeeignet und haben die genante Funktion nicht zur Verfügung! Also doch etwas NEUES? Ja! allenfalls Celemony Melodyne ist ein Artverwandter, der aber seine Schwerpunkte an anderen Stellen setzt (Melodie und Satz)..

Soviel zum Basiskonzept.

Zu dem,was man braucht ,um “Abletöne” zu biegen:
PC und Mac
sind als Plattformen kein Problem. Sowohl auf OS X 10.3X aka “panther” wie auch OS9 und auch Windows XP sind die Zielplattformen. Die gezeigten Grafiken sind hier von der OS X Version. Anfordungstechnisch geht ein mittlerer aktueller Rechner. Also ein 500er Mac oder ein PC mit 800-1000Mhz sind aber mE. sinnvoll als untere Grenze. Einen richtig aufwendigen Song mit einigen Reverbs und einer reichen Track Anzahl kann man auf einem 800Mhz PB oder Desktop durchaus hinbekommen! Das ist somit in etwa die Anforderung,die man haben sollte,wenn man gut Arbeiten möchte.. Seit Panther ist sogar noch etwas Schub dazugekommen und bietet mehr Leistung als unter OS9. Mit Jaguar und davor kostete dies aufgrund es langsamen Grafikaufbaus des alten OS 10.2 und davor durchaus einiges an “Saft”, die OS9 zum besseren OS für Live machten. Diese Zeiten sind nun vorbei. Und Live 3.0 liiiiiebt Panther! (10.3X) und profiziert von dessen Stabilität nocheinmal mehr. Somit ist es wirklich LIVETAUGLICH!! in meinen Tests crashte nichts oder hakelte irgendwie.. Sehr gut!

Live kennt keine Millionen Menüs, es ist letztlich mit 2 generellen Screens komplett bedienbar. ein paar Menüeintragungen gibt es für Audiotreiber und ähnliches (Midi Einstellungen etc..). Aber: Im LIVEBETRIEB braucht man diese nicht! Damit kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren.

die obige Abbildung zeigt das Arrangefenster. Auch hier werden Die Audioclips als Balken angezeigt. Die obere Leiste zeigt eine Miniatur des gesamten Songs, die als Steuerleiste und Sprunghilfe geeignet ist. Einfach die “Klammern” verschieben und man hat den sichtbaren Ausschnitt auf dem Schirm! ebenso können Schleifen gebildet werden. Rechts von dieser “Balkensammlung” ist alles,was die Spur selber betrifft. Lautstärken, Panning und steuerung und Automation von Parametern, die sich im laufenden Betrieb ändern sollen.
Ein Track kann aufgeklappt werden und beliebig weit auseinandergezogen werden. So kann man dann die Wellenformen und auch die Automationskurve sehen und bearbeiten. Die Balken kann man natürlich verschieben.. Aber das kennt man sicher schon..

Die alternative Ansicht ist auch mit dem Livekonzept des Programms einhergehend. Hier kann man vielleicht an eine Akai MPC denken.
Man findet Send-Wege und Master aber auch eine Art Liste von Tracks und Clips (Audiofiles). Die kann man auch hier aus dem Browser (links zu sehen,wenn man es möchte) einfach in die Tracks ziehen.
Nun der Sinn: In der Regel wird der Klangmeister nun sein Arrangement starten und es mit Effekten und Co bearbeiten. In allen anderen Programmen ist das dann auch meist alles! Hier kann man vom Arrangement abweichen – ein rotes Signal ist zu sehen,sobald man “improvisiert”…
Die “reingeschalteten” Audiofiles werden mit einem laufenden Balken und einer art “Uhr” angezeigt (wo bin ich grade?) und können so wie bei MPCs ein und ausgeschaltet werden. So kann man vollkommen frei ein Arrangement bauen oder auch nur einwenig jammen. Will der Krachmeister nun zum Arrangement zurück? Kein Problem, der Herr: Der rote Knopf! Klicke er einmal und es erklingt genu,was das Arrangement eigentlich vorsah!ableton live track arrange fenster
Das ist sicherlich genauso gut zu nutzen,wie in Hardware! Es ist das Arrangment immernoch zu sehen, undwar in Form einer kleinen Balkenzeile. So sieht das dann aus:
ableton live 3.0  elastic audio sequencer
(bild klicken = grösser!)
Hier auch gut zu sehen: der Browser.. Alternativ kann man durch die Effekte “browsen”.
EFFEKTE
Effekte können auch externe VST – Plugins (AU ist bisher nicht integriert) sein, diese sehen dann optisch so aus:
effekt parameter ableton live
Die Haupteffekte sind aber die internen,die glücklicherweise nicht VST sind/sein müssen, denn OS X-Freunde werden sicher nicht generell VST Effekte parat haben.. Die internen Effekte sind übersichtlich gestaltet: Keine simulierten Racks oder andere Versuche, die Bedienung unübersichtlich oder schwer bedienbar zu machen,weil man auf einem “vituellen Display” mit simulierter “Schwerlesbarkeit” kämpfen darf. Es ist zu sehen,was man braucht und die Position der Parameter ist gut erkennbar. Livetauglich und komplett automatisierbar. Wie geht das? Während des Aufrufens des Effekts kann man schon danach im entsprechenden Track (denn pro Track werden die Effekte gewählt!) kann man in einem Pulldownmenü den Effekt und den Parameter auswählen und schon erscheint eine Linie,die man direkt bearbeiten kann.. Das ist sehr schnell zu bedienen. Aufzeichenen erfolgt nach drücken auf Record oder durch einzeichnen. Dazu braucht keiner ein Manual. Per Midi? geht auch. Midi Learn Knopf. Drücken und den Controller zuweisen. Dafür reicht es auch nur am entsprechenden Parameter zu drehen.Will man die Automation eines Parameters mal live wegschalten: Den kleinen roten Punkt neben dem Parameter wegklicken (der rote Knopf oben im Arrangement zum zurückkehren bringt einen wieder zum programmierten Weg).

WELCHE Effekte? Vom Reverb über Delay zum Resonator mit 5 Bändern und Gain, Kompressoren und Filter oder Granulareffekte gibt es. (Vinyl Knister, Sample/Bitratenreduktion, EQ, Chrous, Filter Delay..
Die Qualität ist für meine Ohren im gehobenen Mittelfeld. Den Reverb kann man in verschiedenen Qualitätsstufen haben, um im Song etwas abzuwägen,was mehr braucht und was nicht. Ein Lexicon ist es nicht,aber ein angenehmer Klang ist es dennoch bereits bei den weniger rechenintensiven Effekten.

Kernstücke finden sich in dieser netten Leiste,die bei Anwahl eines Audiofiles direkt zu sehen ist:

WARP MARKER und Parameter Ableton LIVE 3.0:
warp marker und parameter ableton live

WARP Marker: sind quasi die Anfasseckpunkte von Audiosignalen. Ob es nun ein Klangteppich oder ein Beat oder ein Sample mit Krach ist: Live analysiert es direkt beim “reinwerfen” in das Arrange (oder Track)-Fenster und kann in etwa mit dem Prinzip von Recycle verglichen werden mit einem wichtigen Unterschied: Das Audiomaterial wird flexibel stets in die Clock passen und ist “dehnbar”. In ECHTZEIT!
Ein Beispiel?..
Ein Drumloop mit 4/4tel Beat, wie oben erwähnt, kann dazu gezwungen werden sein erstes viertel in 2 vierteln abzuspielen und den rest auf die verbleibenden zu verteilen. dies geschiebt mit verschieben/erzeugen der Warpmarker.

Es gibt die einfache Möglichkeit ein Audiosample im Tempo zu halbieren/verdoppeln. Wenn es sich aber nicht um ein rhythmisches Material handelt, gibt es neben Beats auch Tones, Texture und Re-Pitch. Die Analyse ist dann nicht in rhythmischen Sektionen geteilt,sondern in Grains (Zeitscheiben in diesem Falle, bzw. Körner) und dem Flux Parameter. Wohlgemerkt: Die Warpmarker verschwinden dann nicht! Es ist nur die arbeitsweise,wie das Audiomaterial behandelt wird. Um auch nichtbeats und Flächen eine Technik zu geben aber auch um die Klänge dann wieder verfremden zu können. Hier findet sich also eine Technik, die an Rolands VariPhrase erinnert, prinzipiell. Natürlich ist auch die Tonhöhe und Lautstärke veränderlich.

Zu diesen Möglichkeiten gibt es vorallem in der 3.0er Version nun die Möglichkeiten, Hüllkurven zu zeichnen. Diese Kurven sind natürlich der Beginn, die Samples auch im “alten” Sinne melodisch spielen und arrangieren zu können. Transpose, Volume und Panorama sind sicher die wichtigsten Klang- und Arrangierparameter. Innerhalb eine Drumloops kann also eine Melodie oder Lautstärkeverlauf eingezeichnet werden.

Die Parameter Flux und Grain sind ebenfalls mit diesen Hüllkurven steuerbar. Damit also die Dichte der Zeitscheiben/Körner und deren Verlauf, welche zusammen auch eine subjektive Qualität und “Zerfaserung” steuerbar. Musikalisch eingesetzt, kann man hier für Clicks’n’Cuts und neue Elektronik neue Felder in der Musik finden..

Wer das Tempo ein-tapp-en will: Einfach mal mit der Maus im Tap-Feld den Takt tippen.. fertig!

Alle Parameter lassen sich im Übrigen per Tastenkommando oder Midi-Controller steuern! Die üblichen Rahmenparameter wie das magnetische Rastern der Samples auf einen Takt oder einen halben (etc..) ist natürlich genauso drin, wie das “rendern” des fertigen Tracks. Eine Art Bouncing um aus dem erstellten Song schnell ein Audiofile des Ganzen zu bekommen..

Wie sowas im Einsatz klingt kann man auf ConseQuence (MoogulatoR) CD GedankenRauschen hören (track “Maschinen-tanzen”).
Beim Speichern, kann man auch direkt alle verwendeten Samples im Bündel mitspeichern, so hat man immer alles zusammen,was man für diesen Track benötigt! Sehr einfach und sehr wirkungsvoll.

Bisher ist mir noch kein anderes Tool untergekommen,mit dem man SO SCHNELL und SO GUT Tempi ändern kann und die Rhythmik so verbiegen kann ohne in einen Sampleeditor zu wechseln. Nämlich in ECHTZEIT!! Das ist der Kern des Ganzen..
Es ist sicher auch für viele jüngere Anwender DIE Alternative zu den alten Sequencerkonzepten, die solche Funktionen nicht bieten. Natürlich gibt es einen grossen unterschied: Midi-Sequenzen: Die werden weder von Live noch von Logic,Cubase und Co zeitgemäß bearbeitet. Wenn Ableton da nicht auch bald mit einer Überraschung käme,wäre das nicht allzu verwunderlich. Das Prinzip ist generell näher am Patternkonzept für Audiofiles,was ein grosser Vorteil beim live-performen ist! das lineare ablaufenlassen ist hier ja nur EINE Möglichkeit.

In der 3.er Version ist es Ableton auch gelungen noch eine etwas “starre” Handhabung der Audiofiles zu durchbrechen.
Da Ableton bisher innovation geboten hat und bisher nie das Bedienkonzept verwaschen haben, kann man immernoch mit grosser Übersichlichkeit arbeiten! Das Synchronisieren mit Logic und Cubase lief im Test problemlos, benötigte aber im 2fel eine gewisse “Log-Zeit”. Das ist nötig,möchte man Midisequenzen oder einen Hardwaresequencer mitlaufen lassen. durch die VST Plugins ist man relativ frei in der Wahl der Effekte, ich hätte mir aber noch AU und VSTi Integration gewünscht. Sinn machte dies allerdings nur,wenn man auch Mididaten sequenzieren könnte. Aber wir sind ja erst bei 3.0.
Mit Audiofiles kann man jedenfalls Dinge tun,die in anderen Soften Sequencern Monate brauchen würden!! Und Live hat hier das Zeug zum Alleinvertreter seiner Zunft. Der ein-oder-andere wird wohl mit 3.0 bereits keine der “bandmaschinen”-orientierten linearen Sequencern mehr benötigen.

audio files coming soon… oder: den “Maschinen.tanzen” track auf moogulator.de anhören!!
ableton live 3.0  elastic audio sequencer
bild grösser? draufklicken!