UDO Super 6 Hybrid Synth vs. Jupiter 6/8 -> 16 User-Wavetables

UDO Super 6 Synthesizer

Der U.D.O. Super 6 ist optisch und strukturell am Roland Jupiter 6 orientiert – er hat dermaßen große Ähnlichkeit mit dessen Struktur. Man könnte denken, er klänge auch so. Mein „reinhören“ auf der Superbooth bestätigte: Er KLINGT definitiv anders, eher wie Modal, New School Digital-Analog-Simulation der neuesten Generation, aber nicht wie Roland. Auch nicht wie der Waldorf Kyra. Modal passt da eher. Das ist auch Absicht –

Bei den Anleihen geht es nur um die Bedienung, die sehr sehr nah gestaltet ist wie beim Vorbild. Der Macher hat es entsprechend vorbereitet, siehe Axel Hartmann Video, dort wird es auch erwähnt.

Es gibt stets 2 verschiedene Klang-Generatoren, daher der Name Super 6 und nicht Super 12, denn er hat ja eigentlich 12 Stimmen – eigentlich ist auch das von den Jupiters übernommen – Duotimbral und Stereo. Und es gibt Delay und Chorus am Ende der Signalkette pro Sound.

Gehäuse in schwarz und blau und für 2000 GBP (aktuell 2500€) wechselt er zu dir nach Hause – aber ob das nach Brexit noch stimmt, weiss niemand.

FAKTEN

Das Super 6 Design ist von Axel Hartmann – hier ein Interview..
  • 2 OSCs – einer davon Wavetable-fähig – alle klassischen Wellenformen inkl Sinus – gut für FM, PWMfähig ist OSC2
  • Rauschen als Waveform in den OSCs!
  • 1 Tiefpass 4-Pol Filter
  • 1 statisches HPF
  • 2 Effekte – Delay & Chorus
  • Festes Modulationskonzept a la Jupiter
  • 2fach – Split
  • Einfache Modulationsmatrix als Zusatz zu „Jupiter 6“ ‚Konzept
  • LFO nicht so schnell wie Jupiter 6, aber Hochfrequenzmodus kann das, ist reduziert wenn aktiv.

Externes Audio kann durch das Filter geschickt werden. Genauer gesagt durch alle 12 Filter der 12 Stimmen (2×6).

Von „Europa“ hat der UDO gelernt: Es gibt eine Modmatrix. Eine einfache für Controller und Co. – Man sollte sich hier nicht zu viel vorstellen.

Filter
Es gibt ein 24 dB/Okt Tiefpass und ein festes (statisches) und damit nicht steuerbares HPF, eher wie im Jupiter 8, denn im Jupiter 6 gibt es ein Multimode Filter, hier im Super 6 jedoch nicht. Etwas seltsam, dass man sich darauf reduziert hat. Der Grund – diese Filter sind analog und damit hybrid, man hat ggf. deshalb auf andere Modes verzichtet, obwohl man mit LPFs auch andere Typen erzeugen könnte, wie es rein technisch der Oberheim Xpander / Matrix 12 und Rhodes Chroma zeigen, die technisch nur LPFs an Bord hat, aber sie haben sogar 5 Filtertypen anzubieten. Das ist hier nicht der Fall.

User-Wavetables
Spezielle Funktion, die es auf der Superbooth NICHT zu sehen gab:

DDS1 und 2 (so heißen die Oszillatoren – Direct Digital Synthesizer – leider inhaltlich nicht ganz passend für einen OSC) sind nicht ganz identisch – Jeder „DDS“ hat Sinus, Dreieck, Sägezahn und Puls/PWM und Noise – wobei PWM offenbar nur für DDS2 möglich ist – 6fach Unisono ist ebenso möglich und
-> ACHTUNG: 16 User-Wavetables (nur für DDS1) sind erst seit jetzt allgemein bekannte Synthesefunktion – ob und wie man die editieren kann ist noch nicht bekannt, aber User-Wavetables heißt eigentlich genau DAS – nur wird man diese wohl nicht am Gerät bauen können sondern wohl eher am Rechner.
weitere OSC Dinge: Range 2″-64″ ist für die XMod/FM. Sync sinnvoll, Langsam-Modus als „LFO“ für die DDS (OSCs)

Neu ist zu wissen, dass der Super 6 Wavetables beherrscht. Der LFO hat einen Schnell-Modus –
Es waren die 2 ADSR-ENVs und der eine LFO nicht über-knackig, der Turbo-Mode kann nicht alles steuern – aber er ist da. Naja, warum auch immer.
Es ist also nicht perfekt, aber sicher mit bestem Fun-Faktion.

achja – vier Oktaven – nicht 5. Das ist allerdings eine gute Entscheidung – offenbar direkter Konkurrent zum Roland System 8.