Monophonie vs Polyphonie - Warum eigentlich soll es monophon sein?

Monophonie bevorzugte ich weil…

  • …es das nicht in polyphon gibt

  • …es billiger ist

  • ich Monophonie an sich bevorzuge

  • ich würde immer die polyphone Version kaufen, wenn es das gäbe

  • (ich habe keine monophonen Synthesizer)

  • mein Polyphoner - kann ruhig monophon sein, außer Multimode mit je 1 Stimme weil billiger

  • egal/unwichtig

  • würde Chaining nutzen, um 1-3 weitere identische Mono-Synths kaufen, finde wichtig, dass das geht.


Die Ergebnisse sind erst nach der Abstimmung sichtbar.
Das muss doch noch andere Gründe haben als nur Geldmangel der Käufer, oder nicht?


Ich kann es mir nur mit einem (partout nicht abebben wollenden) Vintage-Fieber erklären. :dunno:

Selbst der Gitarrenmarkt hat diese, durch Grunge ausgelöste, Phase (ab ca. 1993 bis zur flächendeckenden Verbreitung des Line6 POD ca. 2000) nun mittlerweile grösstenteils überwunden ...zumindest Amp- und FX-Hersteller haben erkannt, dass die Zukunft nicht im Rückschritt liegt, sondern in der Fusion von alten Konzepten im Verbund mit top-modernen Technologien.

Die kleinen Gitarrenhersteller (wieder u.a. Line 6) ziehen mit. Die grossen Gitarrenhersteller wiederum sind entweder sehr breit diversifiziert (Yamaha, Fender, Ibanez) oder zahlen nun den bitteren Preis für ihre zu lange, zu stark konservative, Haltung (Gibson).
 
Finde die Frage auch irgendwie seltsam und kann eigentlich keine Antwort auswählen. Meine Antwort wäre, dass ich damit gut zurecht komme, dass es mono-/polyphone Synthesizer gibt. Monophonie und Polyphonie (+Paraphonie) ermöglichen unterschiedliche Zugänge und Spielweisen bei Synthesizern, genau wie es auch bei akustischen Instrumenten polyphone und monophone Instrumente gibt, die unterschiedliche Rollen einnehmen.

Ich sehe das ähnlich wie @Horn - viele Moog-Synths z.B. würden mir polyphon eher nicht zusagen (zu dick - mit Ausnahme vielleicht Mother-32) und umgekehrt mag ich viele Polyphone die im Unisono-Modus ihre ganzen Stimmen verwenden, auch nicht so sonderlich (Ausnahme hier DSI OB-6 - das klang auch mal da gut)

Hätten wir heute - mit Verlaub - statt dem Eurorack-Kabelgewirr eine fertige Entwicklung in Richtung bezahlbarer Solaris, VAZ Modular Hardware, einen Nord Modular G3 o.ä, müssten wir diese Frage gar nicht gross abhandeln.

Stimme ich nicht zu und klingt mir eher nach Theorie - bloß weil etwas maximal möglich ist, muss es kreativ noch nicht unbedingt sinnvoll sein. Wenn es einen bezahlbaren superpolyphonen Nord Modular G3 gäbe, wäre das kein Ersatz für Eurorack sondern höchstens ein anderer Ansatz. Reaktor existiert ja auch schon und hätte durchaus höhere Polyphonie, Total Recall etc. Was ist beliebter? Wohl eher Eurorack.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Meiner Meinung nach ist es nicht die Fettheit die monophone weniger brauchbar für polyphone Klänge machen, sondern die Unpräzision. Ich denke bei 1 VCO Klänge wird es überhaupt keine Probleme geben, solange sie vernünftig gestimmt werden. Bei 3 VCOs pro Stimme bin ich dagegen schon manchmal verzweifelt.....
Das ist ja meine Rede seit Jahren, wenn polyphon dann wenigstens DCOs, nicht VCOs - oder eben gleich hybrid (digitale OSCs, analoge Filter) oder eben "nur" VA. Das gibt es ja heutzutage ;-) ... Kürzlich wurde ich hier noch angegriffen, unter anderem von Dir, als ich sagte, dass rein analoge, polyphone Synths mir heutzutage wenig sinnvoll erscheinen im Unterschied zu Monophonen. Tja ...
 
Der Gitarrenvergleich hinkt gewaltig, es kann ja nur um eins gehen - den Sound.
Leute vermissen etwas - Sound und Zugang und dann gibt es auch den Wunsch - aber - da wir ja einige Jahre weiter sind, kann man sowas ja auch anders bauen, jetzt wo jeder faktisch alles hat und alles sehr günstig ist ..

Die Frage ist doch klar und einfach - ob man die monophonen Synthesizer wirklich monophon braucht oder ob man sie lieber eigentlich polyphon hätte und das auch Vorteile hätte? Meine Frage ist sehr sehr grundlegend und daher einfach, die deshalb als solche nicht zu akzeptieren - joar, dann einfach nicht antworten. Kein Problem damit. Aber deine Aussage ist doch bereits eine hilfreiche im Sinne meiner Frage - ich möchte wissen, ob die Minimoogs, die MS20s und so weiter in polyphon attraktiver wären oder ob das nicht genutzt würde oder ob es wegen "alt" oder kann ich mir nicht vorstellen ist? Ich weiss es nicht genau, daher frage ich ja.

Modular klammere ich aus, da man da einfach sich zu wenig "vorstellen" kann, dass das mal möglich wäre, denkbar ist es - aber man benötigt Abstraktionsgedanken dazu, mir geht es nicht nur um die reale Welt dazu sondern ob das ein Wunsch ist, dass alle Synths polyphon sind und was an monophon besser ist oder sein kann, wenn es NICHT der Preis ist.

Alle Antworten sind aber legitim, so ihr sie so seht. Will es nur wissen, mich interessiert aber nicht "die Frage ist doof" - daher danke fürs dennoch eigentlich irgendwie beantworten.

Nach den Zahlen sieht es schon so aus, dass viele polyphon wählen würden, wenn es denn ginge. Ein MS20 wäre eh nie zu fett, denn das ist er ja eh nicht.. ;-)
Es geht einfach um die Möglichkeit und ja, das ist teurer, wird es in den meisten Fällen auch erstmal bleiben. Man könnte aber durchaus auch sagen - es gibt einige Angebote, die das versuchen, SH01A ist sowas - eigentlich monophon, aber gibts auch in 4stimmig, find ich echt besser - in sehr vielen Anwendungen - sehe keinerlei Nachteil darin - zumal Trigger Modes etc ja einstellbar sind - so mal bewusst in der Abteilung wo das nicht komplex ist das zu tun. Analog ist sicher noch etwas schwerer - aber - die Preise für Synths sind heute generell ja viel niedriger als in den 80ern zB. - aber über sowas möchte ich ansich nicht reden, da wir hier nur als Musiker gefragt sind, nicht als Techniker, BWL Leute und Realisten. Das ist eine abstrakte Frage und bewusst so gestellt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann es mir nur mit einem (partout nicht abebben wollenden) Vintage-Fieber erklären. :dunno:
Ich erkläre mir das anders. In meiner eigenen Praxis habe ich wiederholt festgestellt, dass mir das Arbeiten mit analogen, monophonen Synthesizern große Freude macht, dass sich aber bei analogen, polyphonen Synthesizern nicht das gleiche Aha-Erlebnis, nicht der gleiche Workflow für mich einstellt. Man höre hier im Forum z. B. auch immer wieder die Tracks, die @moognase meist ausschließlich mit einem Monophonen hervorzaubert. Sowas ist toll. Gefühlsmäßig ist ein Synthesizer für mich ein monophones Instrument, wenn ich polyphon will, spiele ich E-Piano, Klavier oder Orgel. Ist natürlich rein subjektiv.
 
Das ist ja meine Rede seit Jahren, wenn polyphon dann wenigstens DCOs, nicht VCOs - oder eben gleich hybrid (digitale OSCs, analoge Filter) oder eben "nur" VA. Das gibt es ja heutzutage ;-) ... Kürzlich wurde ich hier noch angegriffen, unter anderem von Dir, als ich sagte, dass rein analoge, polyphone Synths mir heutzutage wenig sinnvoll erscheinen im Unterschied zu Monophonen. Tja ...

Verstehe ich jetzt nicht ganz - warum sollen rein polyphone, analoge Synths heute nicht mehr sinnvoll sein. Die haben den Sound ganzer Jahrzehnte geprägt und funktioniert - warum sollten sie das jetzt nicht mehr tun? Ich gebe Dir insofern Recht, dass nicht jeder monophone Synths automatisch polyphon besser wäre.
 
Das könnte mit Technik zu tun habe im Sinne von - geht ja mit digitaler Technik - aber das ist nicht die Frage, ich gehe in dieser Umfrage davon aus, dass das alles nicht relevant wäre, also wie man da hin kommt, was es kostet und wie echt es nun sei - wir wissen natürlich, dass einige Firmen es geschafft haben und andere nicht und so ist es sicher noch lang nicht Stand der Technik, aber dennoch - für diese Frage hier nicht relevant, gehen wir davon aus, es ist kein Problem digital oder durch Herstellverfahren das weitgehend nicht mehr relevant zu machen. Aber - es ist schon etwas teurer oder aufwendiger als die monoversion.
 
Verstehe ich jetzt nicht ganz - warum sollen rein polyphone, analoge Synths heute nicht mehr sinnvoll sein. Die haben den Sound ganzer Jahrzehnte geprägt und funktioniert - warum sollten sie das jetzt nicht mehr tun? Ich gebe Dir insofern Recht, dass nicht jeder monophone Synths automatisch polyphon besser wäre.
Eigentlich haben diese Synths ja nur eine sehr kurze Phase geprägt. Anfang bis Mitte der 80er. In den 70ern war noch alles monophon, ab Mitte/Ende der 80er kamen die Digitalen. Subtraktiv aufgebaute, rein analoge Polysynths sind in der Synthesizer-Geschichte nun wirklich die Ausnahme, nicht die Regel. Und sie machen aus meiner Sicht heute wirklich wenig Sinn aus vielerlei Gründen. Sie bieten kaum klangliche Vorteile, sind in der Synthese-Struktur sehr eingeschränkt, sind teuer usw.
 
Die Frage ist schon legitim aber mir fehlt da irgendwie die Antwortmöglichkeit "Es ist ok wie es ist" - habe daher ja auch nicht geantwortet.

Der Gitarrenvergleich hinkt gewaltig, es kann ja nur um eins gehen - den Sound.
Leute vermissen etwas - Sound und Zugang und dann gibt es auch den Wunsch - aber - da wir ja einige Jahre weiter sind, kann man sowas ja auch anders bauen, jetzt wo jeder faktisch alles hat und alles sehr günstig ist ..

Die Frage ist doch klar und einfach - ob man die monophonen Synthesizer wirklich monophon braucht oder ob man sie lieber eigentlich polyphon hätte und das auch Vorteile hätte? Meine Frage ist sehr sehr grundlegend und daher einfach, die deshalb als solche nicht zu akzeptieren - joar, dann einfach nicht antworten. Kein Problem damit. Aber deine Aussage ist doch bereits eine hilfreiche im Sinne meiner Frage - ich möchte wissen, ob die Minimoogs, die MS20s und so weiter in polyphon attraktiver wären oder ob das nicht genutzt würde oder ob es wegen "alt" oder kann ich mir nicht vorstellen ist? Ich weiss es nicht genau, daher frage ich ja.

Modular klammere ich aus, da man da einfach sich zu wenig "vorstellen" kann, dass das mal möglich wäre, denkbar ist es - aber man benötigt Abstraktionsgedanken dazu, mir geht es nicht nur um die reale Welt dazu sondern ob das ein Wunsch ist, dass alle Synths polyphon sind und was an monophon besser ist oder sein kann, wenn es NICHT der Preis ist.

Alle Antworten sind aber legitim, so ihr sie so seht. Will es nur wissen, mich interessiert aber nicht "die Frage ist doof" - daher danke fürs dennoch eigentlich irgendwie beantworten.

Nach den Zahlen sieht es schon so aus, dass viele polyphon wählen würden, wenn es denn ginge. Ein MS20 wäre eh nie zu fett, denn das ist er ja eh nicht.. ;-)
Es geht einfach um die Möglichkeit und ja, das ist teurer, wird es in den meisten Fällen auch erstmal bleiben. Man könnte aber durchaus auch sagen - es gibt einige Angebote, die das versuchen, SH01A ist sowas - eigentlich monophon, aber gibts auch in 4stimmig, find ich echt besser - in sehr vielen Anwendungen - sehe keinerlei Nachteil darin - zumal Trigger Modes etc ja einstellbar sind - so mal bewusst in der Abteilung wo das nicht komplex ist das zu tun. Analog ist sicher noch etwas schwerer - aber - die Preise für Synths sind heute generell ja viel niedriger als in den 80ern zB. - aber über sowas möchte ich ansich nicht reden, da wir hier nur als Musiker gefragt sind, nicht als Techniker, BWL Leute und Realisten. Das ist eine abstrakte Frage und bewusst so gestellt.
 
Die Frage ist doch klar und einfach - ob man die monophonen Synthesizer wirklich monophon braucht oder ob man sie lieber eigentlich polyphon hätte und das auch Vorteile hätte? Meine Frage ist sehr sehr grundlegend und daher einfach, die deshalb als solche nicht zu akzeptieren - joar, dann einfach nicht antworten. Kein Problem damit. Aber deine Aussage ist doch bereits eine hilfreiche im Sinne meiner Frage - ich möchte wissen, ob die Minimoogs, die MS20s und so weiter in polyphon attraktiver wären oder ob das nicht genutzt würde oder ob es wegen "alt" oder kann ich mir nicht vorstellen ist? Ich weiss es nicht genau, daher frage ich ja.
Ich tendiere dahin zu sagen, nein, ein Minimoog oder ein MS20 sollen monophon bleiben, sie machen mit der gleichen Struktur als Polysynths keinen oder wenig Sinn. Mit gutem Grund würde man bestimmte Funktionen weglassen, wenn man daraus polyphone Synths machen wollte und andere hinzufügen. Und warum sollte man sich dann auf die rein subtraktive Synthese beschränken. Geht doch auch anders.

Das Einzige, was mich immer enorm gestört hat an den Monophonen war das Verhalten der Hüllkurven. Dass ich nur eine Stimme habe, finde ich nicht schlimm, aber dass ich technisch bedingt kein geigenartiges Ein- und Ausschwingen hinbekommen kann, hat mich oft gestört bzw. stört mich oft. Da habe ich dann manchmal gedacht, schade, dass das Ding jetzt nicht wenigstens echt (!) duophon ist.
 
viele Moog-Synths z.B. würden mir polyphon eher nicht zusagen (zu dick


...weiss man's...? :dunno:


Ich sage ja immer: Wo keine Frequenz ist, irgendwas hinzuzufügen,
ist immer schwieriger, als einfach vorhandene Frequenzen etwas abzusenken.

So würde ich es auch für den dicken, überfetten Poly halten - lieber "etwas zuviel Fett" als "nicht Fett genug."
Denn von letzter Kategorie gab es ja schon genug zu kaufen.


P.S.
Beim Gitarrenvergleich ging es zwischen den Zeilen um Sound - der geht mit Flexibilität Hand in Hand.
Genausogut hätte ich den Drum-Sektor bemühen können.

Wann haben wir zuletzt die Dominanz von Slingerland gesehen? :floet:


P.P.S.
Diese Versus-Threads sind irgendwie doof, irgendwie langweilig
und führen zu überhaupt nichts...
 
Eigentlich haben diese Synths ja nur eine sehr kurze Phase geprägt. Anfang bis Mitte der 80er. In den 70ern war noch alles monophon, ab Mitte/Ende der 80er kamen die Digitalen. Subtraktiv aufgebaute, rein analoge Polysynths sind in der Synthesizer-Geschichte nun wirklich die Ausnahme, nicht die Regel. Und sie machen aus meiner Sicht heute wirklich wenig Sinn aus vielerlei Gründen. Sie bieten kaum klangliche Vorteile, sind in der Synthese-Struktur sehr eingeschränkt, sind teuer usw.

Da sind wir aber schon wieder bei der Geschmackssache - offensichtlich genug Musiker empfinden klangliche Vorteile und stören sich nicht an der "eingeschränkten" Synthese-Struktur. So lange die Nachfrage da ist, wird es diese "eingeschränkten" Instrumente daher auch geben. Nüchtern betrachtet ist der Minimoog auch total eingeschränkt - Jehova ;-)

Irgendwie verstehe ich immer diese Denkweise nicht, dass alles automatisch gut ist, wenn es nur völlig uneingeschränkt ist.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Danke - Ich versuchs ma zu erklären: Die Frage ist aber nicht nach Okayheit™ - es geht auch nicht um schlechter machen von monophonen Synths, hab ja selbst welche, sondern wirklich - würde es noch viele monophone Synth geben, wenn man zB einen P5 mit dem Sound des Pro One umschaltbar kaufen könnte, der aber polyphon ist - um den Pro One mal als Beispiel gegenüber dem Prophet 5 zu nehmen OHNE den Soundunterschied - daher umschaltbar.

Wenn nein - dann kann ich natürlich noch "ist mir egal" dazu pappen.
in dem Falle wäre das "ich nehme bewusst monophonie".. dann die korrekte Antwort, da du es ja bewusst tust und das ok ist - du würdest es also nicht kaufen wenn es polyphon wäre. Ist doch total ok.
 
Irgendwie verstehe ich immer diese Denkweise nicht, dass alles automatisch gut ist, wenn es nur völlig uneingeschränkt ist.
So meine ich das auch nicht. Gezielte Beschränkung auf die wesentlichen Parameter für ein Instrument kann schon helfen. Wir können uns einigen, dass das Geschmacksache ist. Bei polyphonen Synths ist es aus meiner Sicht heutzutage nicht sinnvoll sich auf genau die Parameter zu beschränken, die zwischen 1981 und 1986 möglich waren. Warum? Andere Synthese-Strukturen klingen für polyphone Sounds für mich da einfach besser.

Und das ist eben der Unterschied zu den Monophonen und gleichzeitig mein Plädoyer für die "Andersartigkeit" und "Daseinsberechtigung" derselben.
 
@Horn: das ist doch total legitim, daher ja die Umfrage.
Ich zB fänd es sehr reizvoll MS20 Sounds polyphon zu spielen - egal wie das ginge, aber mit dem MS20M 4 Voice oder so.. sehr gern, leider reicht mir die Soft nicht, die klingt halt nicht wirklich nach MS20 wie ich den kenne, aber ich stell es mir vor und dann ist es gut, ich würde also die polyphone Version bevorzugen, ggf. wegen des Preises drauf verzichten.

Der MS20 ist sehr speziell - im Sound und genau deshalb kauft man sich den.. Bin trotz Nerdquatsch ja auch durchaus der Ansicht, dass bestimmte Sachen so weitgehend identisch sind und nur Details die man selbst wichtig findet neu verpackt auch kaufen muss *G*

the Liebhaberei. Die hab ich auch, sonst hätte ich sofort einige Synths nicht mehr, die wirklich nur wegen dieses Klanges da sind und ideell nervt mich das eher, weil - es ist besser und weniger aufwendig weniger zu haben, und diese Details zu mögen und so und sogar so wertzuschätzen dass man das Ding kauft - ja, hab ich leider auch. Aber - es wäre viel besser wenn man noch etwas total anderes hat, was eben andere Dinge kann und damit deckt man dann mehr ab und muss sich nicht unbedingt um den Unterschied zwischen P5 und P6 befassen oder sowas.. (nur so als Beispiel).

und selbst beim Thema Minimoog hatte ich immer was anderes stattdessen, machte den Job auch.

Übrigens gern mit vielen Einstellungen, wenn ich damit einen weiteren Synth nicht kaufen muss und der das einigermaßen gut kann - reicht mir das. Ich hab immer mal diesesn Rappel, dass das alles weg muss, was nicht essentiell ist - meine Musik leidet da idR nicht.
 
Danke - Ich versuchs ma zu erklären: Die Frage ist aber nicht nach Okayheit™ - es geht auch nicht um schlechter machen von monophonen Synths, hab ja selbst welche, sondern wirklich - würde es noch viele monophone Synth geben, wenn man zB einen P5 mit dem Sound des Pro One umschaltbar kaufen könnte, der aber polyphon ist - um den Pro One mal als Beispiel gegenüber dem Prophet 5 zu nehmen OHNE den Soundunterschied - daher umschaltbar.
Das ist für mich superschwer zu beantworten, da ich im Laufe der Zeit für mich festgestellt habe, dass der Sound dieser beiden Synths für mich eher nicht so mein Ding ist. Aber nehmen wir mal heutige Synths: ein Korg Monologue klingt anders und für meine Ohren besser als ein Minilogue. Ein Umschalten des Minilogue auf Monologue wäre technisch und von der Bedienung her nicht ohne Weiteres möglich. Den Monologue sehe ich als das "rundere" Instrument. Ein Novation Peak müsste bei Umschaltung auf Monophonie ja irgendwie der BS2 entsprechen können, geht aber doch nicht, und aus einem System 8 wird auch kein befriedigender Monosynth, wenn man ein Mono-Plug-Out lädt, oder doch?

Wenn nein - dann kann ich natürlich noch "ist mir egal" dazu pappen.
in dem Falle wäre das "ich nehme bewusst monophonie".. dann die korrekte Antwort, da du es ja bewusst tust und das ok ist - du würdest es also nicht kaufen wenn es polyphon wäre. Ist doch total ok.
Ich weiß nicht, ob das so funktioniert. Aktuell überlege ich, mir wieder einen Waldorf Pulse oder Pulse II zu kaufen. Dass ich ihn nicht kaufen würde, wenn er polyphon wäre, kann ich so nicht sagen, aber er ist eben monophon und ich wüsste auch keinen polyphonen Analogsynth, der die gleichen Dinge könnte oder den gleichen, harten, präzisen und "fetten" Sound hätte.
 
Das muss doch noch andere Gründe haben als nur Geldmangel der Käufer, oder nicht?
Ja, technische: Polyphone analoge Synths erfordern einen IMMENSEN (!!!!!111elf) Zusatzaufwand für die Ansteuerung. Alles was monophon einfach ein Poti ist, muss polyphon mindestens mit einem VCA oder einen (passenden) CMOS-Schalter gelöst werden. Das gilt übrigens auch für abspeicherbare Monosynths.

Eine solche komplett CV-steuerbare Stimme kostet ca das 2 bis 3 fache der simplen direkt geregelten Stimme.

Das gilt aber nur für die harmlosen Funktionen. Sehr viele Funktionen lassen sich einfach gar nicht mit CV-Steuerung realisieren, obgleich dasselbe auf monophon ein Kinderspiel ist.
 
Mir gings nicht konkret um diese Synth, das ist nur beispielhaft, kannst auch Juno nehmen oder Moog irgendwas oder DX7 und TG77 oder was auch immer..
oder ein polyphoner Mono/poly zB .. der Polysix ist das ja leider nicht..

Monologue - ja klanglich stimme ich dir irgendwie zu - ist aber in dieser Frage so gemeint - gäbe es dasselbe in Poly und Mono, welches..
und ja, ich weiss, einen ARP2600 gibts noch lange nicht auch polyphon. Es ist daher natürlich nur theoretisch, denn man kauft sich den natürlich weil er so klingt und reagiert wie er es eben tut. Das kann man lieb haben und deshalb ist hier die monophon-Frage eben auch so theoretisch, man muss sich halt vorstellen, dass ein Promars wie ein Jupiter 4 klänge und kann dasselbe (also 2 VCOs und so weiter..) - damit es nicht die Features oder eben ein anderer Sound sein können. WICHTIG.

Das System 8 bietet die Plugouts der Monophon - Serie - natürlich sind die befriedigend wie auf dem System 1m oder 1m auch. Aber - gerade die hätte ich ja echt lieber in polyphon, auch wenn es nur wenige Stimmen wären..

Da wäre es bestimmt machbar, halte ich für absolut kein Problem. Bei Patchkabeln wird das schwer, weil die kann man dann nur simulieren, aber das wird man auch schaffen - man hat ja alle Patches gleich .. Gehen wir also davon aus - es geht notfalls nicht im Patchmode .. und dieser Thread geht eh davon aus, dass es nicht nur geht sondern nur teurer ist - wenn es polyphon ist - bei Roland nehme ich schwer an, dass es nicht so aufwändig wäre das polyphon zu realisieren, ..

Pulse 2 ist ja 8fach paraphon - ist ja auch schon ein kompromiss - übrigens finde ich die sehr elegant für eine Menge von Synths wäre das sogar eine gute Lösung, siehe auch Pro 2 etc.

mir ist natürlich bewusst, dass eigenständige Geräte nie exakt gleich sein werden und es daher der Sound ist der das entscheiden würde. Das macht das hier so schwierig. Weil theoretisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
(...) Das kann man lieb haben und deshalb ist hier die monophon-Frage eben auch so theoretisch, man muss sich halt vorstellen, dass ein Promars wie ein Jupiter 4 klänge und kann dasselbe (also 2 VCOs und so weiter..) - damit es nicht die Features oder eben ein anderer Sound sein können. WICHTIG.

Das System 8 bietet die Plugouts der Monophon - Serie - natürlich sind die befriedigend wie auf dem System 1m oder 1m auch. Aber - gerade die hätte ich ja echt lieber in polyphon, auch wenn es nur wenige Stimmen wären.
Ja, ich weiß ja auch nicht. Promars oder Jupiter 4? Das ist eine schwierige Frage. Beim Test das Promars-Plug-Ins am Mac habe ich tatsächlich geflucht und mich gefragt, warum zum Teufel das jetzt nicht polyphon geht und/oder es eine Jupiter-4-Emulation gäbe. Aber bei Software ist das natürlich auch künstliche Beschränkung. Da wird es, wie Du schon gesagt hast, besonders unverständlich.

Arturia und GForce und TAL und u-he erlauben uns ja schon lange Einblicke, wie das ein oder andere monophone Schätzchen polyphon möglicherweise klingen könnte - mehr oder weniger gut emuliert. Aber ich denke, diese Emulationen reichen ja dann auch irgendwie. Wenn ich einen Hardware-Synth vor mir habe, nehme ich ja ohnehin schon eine bewusste Reduktion des Workflows vor. Und da soll ein monophoner Synth dann auch ruhig monophon bleiben. Wenn ich das Ergebnis polyphon haben will, kann ich auf Emulationen zurückgreifen oder sampeln oder multitrack-recorden. Es geht ja ALLES heutzutage. Und das ist aus meiner Sicht auch ein wesentlicher Grund, bestimmte Synthesizer-Strukturen in Hardware dann eher monophon zu halten und zu belassen.
 
Haalllt! Es geht mir eben nicht um diese Synth speziell, sondern allgemein um mono vs poly - es ist egal welche man da nimmt, wollte das also nicht so speziell haben, .. aber - es ist halt so, dass es wenn es ginge und im Falle Roland vermutlich sogar mit wenig Zusatzaufwand - nicht angeboten wird.. Ich würde ein System 100 poly schon begrüßen. Sogar nochmal kaufen.

ganz einfach, weil dieser Sound super ist und in mehrstimmig noch cooler wäre..
Wie gut Emulationen sind will ich nicht weiter vertiefen, da das ja an anderen Stellen hinreichend passiert und die Unterschiede hinlänglich bekannt sind und auch mit Recht - kann ich alles verstehen.

Juno 6 vs 60 vs 106 vs Jp06 vs etc..
ist also nicht das Ding hier - aber - vermutlich wird die Wirklichkeit genau das zum Unterschied machen, denn dann kaufst du dir eben den SH101 weil er so klingt wie er ist oder den ARP2600 weil er so klingt und es eben kein gutes polyphones Ding gibt - alles klar - aber wenn es sowas gäbe.. dann..?
gehen wir mal davon aus, dass die poly-Version mind 2x teurer wäre - realistisch ist ja idR mehr außer es ist digital.

Ich habe viel und gern polyphon gearbeitet, zB viel mit den Waldorfs, FM Synths etc - alles eher Teile die nicht durch große Fettheit auffallen aber enorm gut auf vielstimmiges Spiel reagieren..
Sampler und so natürlich ebenso..
und und und..

die polyphonen ASB Teile fand ich auch als sehr hilfreich, hab damals sogar direkt Songs gemacht damit..
Aber - hatte die alle nur kurz. War musikalisch absolut hilfreich, dass das so war und hätte mir hier und da auch was gespart..

Soweit von mir dazu. Weil sind ja genug Aussagen da.
 
Kürzlich wurde ich hier noch angegriffen, unter anderem von Dir, als ich sagte, dass rein analoge, polyphone Synths mir heutzutage wenig sinnvoll erscheinen im Unterschied zu Monophonen. Tja ...
Das war aber ein anderer Zusammenhang, müsste ich nochmal nachlesen.... :)

Das analoge Polys mitunter leicht überbewertet sind und sich mittlerweile gut durch Emulationen ersetzen lassen ist auch meine Meinung. Du hattest jedoch geschrieben das digitale Polys besser klingen als analoge Polys, dem kann ich wiederum nicht zustimmen.....
 
Also wenn ich z.b. bei neueren (DSP basierten) Roland Geräten die Möglichkeit hätte Stimmen durch Erweiterungskarten dazu zu kaufen würde ich das bestimmt machen.
 
Also wenn ich z.b. bei neueren (DSP basierten) Roland Geräten die Möglichkeit hätte Stimmen durch Erweiterungskarten dazu zu kaufen würde ich das bestimmt machen.
das ist doch schon eine Antwort ;-)
Und wenn man die jetzt auf alle Synth extrapoliert ohne zu viel "Real-World-Gedanke" - mir ist klar, dass es so schnell keinen Poly-ARP2600 gibt oder sowas. aber WENN..
 
das ist doch schon eine Antwort ;-)
Und wenn man die jetzt auf alle Synth extrapoliert ohne zu viel "Real-World-Gedanke" - mir ist klar, dass es so schnell keinen Poly-ARP2600 gibt oder sowas. aber WENN..
Dann würden das nur wenige Leute machen, sonst gäbe es das schon. Vermute ich.
 
Ich mag den Gedanken. Bei genug freiem Steckplatz kann so auch jeder nach Bedarf die Stimmenanzahl und somit den Preis selbst entscheiden oder gegebenfalls sogar günstig in mono einsteigen und in kleinen aber überschaubaren Sprüngen auf 16 Stimmen aufrüsten. Noch besser - im theoretischen Falle der allerdings dem Hersteller wenig Geld bringt - austauschbare DSP Chips... also quasi hier aus dem System 8 MKII 4 von 8 Chips raus und diese dann auf andere virtuelle verteilen...
 
Eigentlich haben diese Synths ja nur eine sehr kurze Phase geprägt. Anfang bis Mitte der 80er.
Äh, bis Mitte der 80er? Hast du mitbekommen das die Preise für analoge Vintage Polysynths in den letzten Jahren explodiert sind? Selbst in den (nicht ganz so) digitalen 90ern war ein Juno-106 ein Standard Synth im Techno/House.

Und jetzt mal im Ernst, von ein paar Jupiter 8 Flagschiffe mal abgesehen die bei irgendwem im Wohnzimmer in der Vitrine stehen, die meisten werden nachwievor für aktuelle Musik eingesetzt.
 
Subtraktiv aufgebaute, rein analoge Polysynths sind in der Synthesizer-Geschichte nun wirklich die Ausnahme, nicht die Regel. Und sie machen aus meiner Sicht heute wirklich wenig Sinn aus vielerlei Gründen. Sie bieten kaum klangliche Vorteile, sind in der Synthese-Struktur sehr eingeschränkt, sind teuer usw.
Ich habe während "Knobs & Wires" die Gelegenheit genutzt, um den Schmidt Synth zu spielen. Teuer ist er, aber sehr geil. Also von wegen "kaum klangliche Vorteile"... Natürlich 20k Flüssiges vorausgesetzt)))))
 
Äh, bis Mitte der 80er? Hast du mitbekommen das die Preise für analoge Vintage Polysynths in den letzten Jahren explodiert sind? Selbst in den (nicht ganz so) digitalen 90ern war ein Juno-106 ein Standard Synth im Techno/House.

Und jetzt mal im Ernst, von ein paar Jupiter 8 Flagschiffe mal abgesehen die bei irgendwem im Wohnzimmer in der Vitrine stehen, die meisten werden nachwievor für aktuelle Musik eingesetzt.
Ja, ja, darüber brauchen wir uns doch jetzt nicht zu unterhalten. Aber "aktuell" war diese Technik nur eine relativ kurze Zeit und die meisten Emulationen oder Wiederveröffentlichungen greifen genau auf diese Zeit zurück. Und entschuldige bitte: es klingt auch immer nach den 80ern, was damit dann gemacht wird ;-) ...
 
Ich habe während "Knobs & Wires" die Gelegenheit genutzt, um den Schmidt Synth zu spielen. Teuer ist er, aber sehr geil. Also von wegen "kaum klangliche Vorteile"... Natürlich 20k Flüssiges vorausgesetzt)))))
Das ist ja die Ausnahme und nicht die Regel. Außerdem führt es uns weit von dem weg, was @Moogulator mit diesem Thema offenbar beabsichtigt hat.
 


Zurück
Oben