Mein Lyra-8 Rezept: Bei mir ist ein Eventide Space quasi festverdrahtet direkt hinter dem Lyra. Der Groundsound ist in der Tat etwas schrill (selbst mit Sharp Potis auf Null) und muss durch ordentlich Effekt geglättet werden. Bei mir macht das das Space wunderbar. Mit z.B. Shimmer und den andauernd sich ändernden Schwebungen geht da echt die Sonne auf. Gerät hat definitiv ein wildes Temperament und muss erstmal beherrscht werden. Ist wie immer Geschmackssache, aber mir gefällt das sehr und wenn ich live Musik machen würde (z.B. im Arty-Farty-Kontext, dann wäre die Lyra meine erste Wahl für eine Vernissage).
 
Das ging mir ähnlich, denn ohne den Big Sky empfand ich den Grundsound immer als recht rauh / harsch und fing schnell an zu nerven.
Konnte den Lyra 8 nicht gut in meiner Musik unterbringen, musste mich wieder trennen.
 
Zurück zum Lyra: Der ist auf jeden Fall speziell. Den muss man wollen.
Und wenn einem der nicht ins musikalische, ästhetische und oder transportierische Konzept passt, dann isser nix.

Ich habe meinen seit Oktober, bin aber kaum zum Spielen gekommen. Man muss sich schon etwas damit auseinandersetzen. In den nächsten Wochen wird die Zeit dazu da sein. :)

Ich glaube, der Lyra-8 wird oft "falsch" eingeordnet. Ich bin nun alles andere als ein Experte, aber ich glaube, dass es sich nicht um eine "klassische Dronebox" handelt. Wir haben es hier vielmehr mit einem Soloinstrument zu tun, welches aktiv gespielt werden will.

In der Anleitung wird der Vergleich zur Violine gemacht. Ein augenscheinlich einfaches Instrument, mit dem man sich ein Leben lang beschäftigen kann, um immer wieder Neues zu kreieren. Nun weiß ich noch nicht ob der Lyra-8 ein Klassiker wird, aber in meinen Augen ist er ein spannende Instrument, welches einige Zeit in Anspruch nehmen kann.
 
Ich habe meinen seit Oktober, bin aber kaum zum Spielen gekommen. Man muss sich schon etwas damit auseinandersetzen. In den nächsten Wochen wird die Zeit dazu da sein. :)

Ich glaube, der Lyra-8 wird oft "falsch" eingeordnet. Ich bin nun alles andere als ein Experte, aber ich glaube, dass es sich nicht um eine "klassische Dronebox" handelt. Wir haben es hier vielmehr mit einem Soloinstrument zu tun, welches aktiv gespielt werden will.

In der Anleitung wird der Vergleich zur Violine gemacht. Ein augenscheinlich einfaches Instrument, mit dem man sich ein Leben lang beschäftigen kann, um immer wieder Neues zu kreieren. Nun weiß ich noch nicht ob der Lyra-8 ein Klassiker wird, aber in meinen Augen ist er ein spannende Instrument, welches einige Zeit in Anspruch nehmen kann.
Ja. Die Lyra will definitiv gespielt werden. Ganz vorsichtig. So gesehen ist die Analogie garnicht so verkehrt (eine Violine ist natürlich noch viel schwieriger).
 
Nunja, den Violinen-Vergleich finde ich nicht ganz so passend, denn mit Übung bekommt man mit einer Violine recht reproduzierbare Ergebnisse zustande. Das ist bei Lyra anders. Lyra ist deutlich „eigensinniger“. Die Performance hat für mich mehr was von einem „Dialog“ zwischen Musiker und dem Instrument. Und meiner Erfahrung nach besteht nicht immer Konsens zwischen den beiden. ;-)
 
Nunja, den Violinen-Vergleich finde ich nicht ganz so passend, denn mit Übung bekommt man mit einer Violine recht reproduzierbare Ergebnisse zustande. Das ist bei Lyra anders.

Es ging bei dem Vergleich (in der Anleitung) mehr darum, dass es Vlad Kreimer gewundert hat, dass man sich mit einem so "einfachen" Instrument wie einer Violine ein leben lang beschäftigen kann, die Leute von aktuellen Synthesizern aber schon nach kurzer Zeit gelangweilt sind und sich einen neuen zulegen. Er schreibt dazu:

"The answer I came to was that the best instruments are those that allow for
the most direct and the most tactile connection between the player's body and the "tone
generator". This gives the musician the most immediate control over the sound and, as
such, the ability to express the aspirations of their soul. This is why we call a violin a "live"
instrument."
 
Es ging bei dem Vergleich (in der Anleitung) mehr darum, dass es Vlad Kreimer gewundert hat, dass man sich mit einem so "einfachen" Instrument wie einer Violine ein leben lang beschäftigen kann, die Leute von aktuellen Synthesizern aber schon nach kurzer Zeit gelangweilt sind und sich einen neuen zulegen. Er schreibt dazu:

"The answer I came to was that the best instruments are those that allow for
the most direct and the most tactile connection between the player's body and the "tone
generator". This gives the musician the most immediate control over the sound and, as
such, the ability to express the aspirations of their soul. This is why we call a violin a "live"
instrument."
Bezogen auf das Zitat gebe ich Dir und Vlad Kreimer absolut recht. Wenn das Instrument unmittelbar auf die Berührung reagiert (so, dass man sich mit ihm verbunden fühlt) und dadurch sehr direkte, intuitive und nuancierte Ausdruckmöglichkeiten ermöglicht werden, dann wird auch ein elektronisches Gerät mehr als Musikinstrument erlebt denn als „Klangmaschine“. Ein besseres Beispiel dafür als die (der/das) Lyra ist aus meiner Sicht allerdings ein Haken Continuum (anderer Thread). Da passen zum einen das Vlad-Kreimer-Zitat und zum anderen der Violinen-Vergleich für mein Empfinden sehr gut. Ich kann nur empfehlen, mal eins auszuprobieren und am besten direkt auch mit einem Roli Seaboard zu verglichen. „Most tactile connection between the player's body and the tone generator” wird dann sehr gut erlebbar.

Nur um Missverständnisse zu vermeiden: Ich finde sowohl Lyra 8 als auch ein Roli Seaboard (Rise) bieten sehr interessante klangliche Ausdrucksmöglichen. Ich habe beide hier. Aber ich finde, das Violinen-Ding passt deutlich besser zum Continuum als zur Lyra. Lyra ist mehr Diva als Violine. ;-)
 
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Nur um Missverständnisse zu vermeiden: Ich finde sowohl Lyra 8 als auch ein Roli Seaboard (Rise) bieten sehr interessante klangliche Ausdrucksmöglichen. Ich habe beide hier. Aber ich finde, das Violinen-Ding passt deutlich besser zum Continuum als zur Lyra. Lyra ist mehr Diva als Violine. ;-)
Das Continuum muss schon super sein. Ob sich der Lyra als Diva rausstellt, muss ich noch "erspielen", da ich die Zeit noch nicht hatte.
Ich glaube halt einfach, dass der Lyra 8 mehr ist als eine "Dronebox" und daher etwas verkannt wird.
 
Das Continuum muss schon super sein. Ob sich der Lyra als Diva rausstellt, muss ich noch "erspielen", da ich die Zeit noch nicht hatte.
Ich glaube halt einfach, dass der Lyra 8 mehr ist als eine "Dronebox" und daher etwas verkannt wird.
Dass Lyra 8 mehr ist als eine "Dronebox" finde ich auch. Es handelt sich in meinen Augen durchaus um ein richtiges Klanginstrument, das gespielt werden will und kann. Es ist halt nur sehr schwierig damit reproduzierbare Ergebnisse oder gar Kompositionen zu erstellen. Das Spielen damit empfinde ich tatsächlich mehr als ein Spiel, welches immer wieder neue interessante Klangereignisse hervorbringt … aber manchmal auch nur ziemlichen Lärm … mit Zuhilfenahme von Audioeditoren und Effekten kann man dann aber schon einiges daraus machen.
 
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Dass Lyra 8 mehr ist als eine "Dronebox" finde ich auch. Es handelt sich in meinen Augen durchaus um ein richtiges Klanginstrument, das gespielt werden will und kann.
Es ist weniger das spielen selbst, sondern mir gefällt der Grundsound einfach nicht.
Sehr schön finde ich LFO-Sektion / Effekt-Sektion, das ist schon super.
Die Stimmerei am Lyra nervte mich allerdings total, die Oszis driften schon, wenn man nur mal die Tür öffnet und ein kleiner Luftzug durchs Zimmer weht.
Fein abgestimmte Schwebungen sind da immer etwas fummelig, hier wäre ein zusätzlicher Fine-Tune Regler besser gewesen.
Für Liveanwendungen also nicht so ideal, im Studio aber schon eher.
Als Dronebox ziehe ich daher eine Sleepdrone vor, die ist selbst nach Wochen immer noch sauber im Tuning, was bei dem Lyra unvorstellbar ist.
Habe jetzt den Bereich Drone mit Modular umgesetzt. Als VCOs kommen nun mehrere Eowave Titan zum Einsatz -das ist perfekt und kann extern gesteuert werden.
Den Ersatz der Sensortasten kann ich mit einem Pressure Points exakter und gefühlvoller erledigen.
 
Es ist weniger das spielen selbst, sondern mir gefällt der Grundsound einfach nicht.
...
Die Stimmerei am Lyra nervte mich allerdings total, die Oszis driften schon, wenn man nur mal die Tür öffnet und ein kleiner Luftzug durchs Zimmer weht.
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Mir persönlich gefällt der Grundsound (Effekte und Geeier mit Vibrato-on eingeschlossen) ganz gut. Ist halt wohl Geschmackssache.
Beim Thema Stimmerei bin ich absolut bei Dir.
 
Ich hab ihn mir jetzt auch bei Thomann bestellt und freue mich sehr darauf.
Es scheint mir ohne Zweifel ein Instrument zu sein, welches neue Wege geht und auf welches man sich einlassen muss.
Aber dies gilt genauso für mein Make Noise Skiff und ich musste Anfangs lachen, als die von ‚Musik‘ im Zusammenhang mit dem Wogglebug sprachen...
Alles ist jedoch relativ. Und die Module haben mich in sich hineingezogen.
So eine Erfahrung erhoffe ich mir auch vom Lyra.
Ausserdem scheint er das perfekte Instrument für leicht melancholisch geneigte Menschen zu sein.
?

Ich bin sehr gespannt!
 
Erstes kurzes Feedback: Der Lyra kam gestern hier an und ich habe ihn abends das erste mal angetestet...
Habe bewusst erstmal jegliche externen Effekte weggelassen, um den Grundsound kennenzulernen.
Ja, er klingt schnell etwas ‚schneidend‘, doch wenn man die Sharp-Regler im linken Bereich belässt, finde ich den Sound sehr warm.
Verstimmt hat er sich übrigens bei mir in der zweistündigen Session noch nicht, es braucht jedoch viel Fingerspitzengefühl, die Töne fein zu justieren... [Edit:War sogar am nächsten morgen noch gestimmt!]
Es bleibt für mich noch abzuwarten, wie ich ihn hauptsächlich einsetzen werde, aber ich sehe ihn jetzt schon als eine Art kleines Klangrefugium zum Abtauchen und ‚sich fallen lassen‘...

Noch eine Frage: War bei Euch irgendwelche Dokumentation mit in der Originalverpackung?
Bei mir war es wirklich nur der Synth und die Stromversorgung.
 
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ich habe in den letzten Jahren viel Musik mit dem (oder der?) Lyra gemacht. In "Your Tracks" hatte ich mal ein paar Ergebnisse gepostet ... in den Videoas/Songs ist die Lyra das Hauptinstrument:


Eine gute Quelle ist auf YT der Kanal von j bowman, der ein ganzes Album nur mit Lyra gemacht hat:

Ich stimme den Vorredern zu: der pure Sound ist harsch und schreit nach Effekten. Meine aktuelle Favoriten hinter dem Synth sind: Chase Bliss Mood, Walrus Slö und Meris Polymoon. Da geht echt die Sonne auf. bzw. der Mond.
Ja, die Lyra verstimmt sich schnell und ist schwer wirklich genau zu stimmen. Etwas besser wird das, wenn man die beiden Haupt Pitch-Regler voll aufdreht und dann die einzelnen Oszillatoren stimmt. Mir schien es, dass letztere dann leichter zu tunen sind und die Stimmung dann auch länger halten.

Ich liebe dieses Teil, was mich aber wirklich stört ist, dass man die Lautstärke der einzelnen Oszillatoren nicht regeln kann. Der Sharp-Regler erfüllt das nicht richtig und wirkt außerdem gleich auf zwei Oszillatoren.
 
Danke für die Info @Lauflicht
Und danke für Deine Tipps @JovE ! Werde bald anfangen, mit Effekten zu experimentieren.

Habe gerade wieder eine Stunde drangesessen. Musste erst einmal herausfinden, was dieser eingebaute Delay wirklich macht und wie der LFO arbeitet... Aber der Lyra sagt Dir schon, wohin er will :xenwink:

Zusatz: OK. Mit Effekten wird das Ganze dann so richtig gut. Reverb, Chorus, Flanger, Phaser und natürlich Delay und die Sache kommt so richtig ins Rollen :musikmach:

äh, Brummen...
 
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Bei dem Video ist ein staendiges Raschel-Rausch-Geknister im Hintergrund. Kommt das von der Lyra, oder ist das hier gewollt hinzugefuegt? Ich fuerchte, das wuerde mich stoeren, so gern ich mit der Lyra-8 rumexperimentieren wuerden.

Gruesse - beaes
 
Bei meiner Lyra hab ich das Geschlecht noch nicht herausgefunden. Kommt halt von einem anderen Planeten...
 
Hab gerade wieder völlig von der Welt entrückt gelyrad...

Eigentlich braucht es nur ein schönes Reverb und ein wenig Chorus für räumliche Tiefe und schon kann man abtauchen.

Mal ganz grenzüberschreitend gesprochen: Ist es nicht genial, wenn man beim Spielen Zeit und Raum völlig vergisst?

Der Klang ist permanent im Wandel. Wie eine Performance nur für dich alleine. Und jedesmal einzigartig.

Ihr seht, ich bin verliebt :verliebt:
 
Leute, die Welt von SOMA wird noch farbenfroher...


Pink, Orange... und grün!
 
YEAH, an der Kiste hätte ich allerdings auch Spaß und gerade in Pink is'se Pretty!!!!
 


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