es ist schon sehr bemerkenswert, dass Behringer diese Parameter für Endbenutzer öffnet...
Ob das gut oder schlecht ist, will ich gar nicht bewerten.
Wäre mir vermutlich auch nicht wichtig, aber grundsätzlich finde ich es gut, wenn man die Möglichkeit zum Tweaken bekommt.

Muss da immer an die "neue" Vox Continental denken, wo der Korg-Support alle Anfragen nach Möglichkeiten, die Einstellungen der Lesliesim zu ändern, abblockte mit dem Argument, "die Vox sei für Leute, die Spielen wollen, nicht für jene die Schrauben wollen".

Wenn der Hersteller es aber doch möglich macht, dann kann er beide Gruppen abholen und das Gerät verkauft sich auch besser.
 
Zuletzt bearbeitet:
es ist schon sehr bemerkenswert, dass Behringer diese Parameter für Endbenutzer öffnet...
Ob das gut oder schlecht ist, will ich gar nicht bewerten.

Ich glaube, das ist mehr ein Marketing Feature, weil es zum einen zeigt, wir können es auch und auf der anderen Seite auch die Magie der Synthesizer zerlegt, die nur einen Regler haben.

Ich finde es interessant, zu sehen in wie weit jetzt dieses Vintage Feature den Sound in die Richtung biegen kann. Am Ende könnten die statischen Gurken ja alle irgendwie getuned werden, dass sie sich Vintage anhören.

Mein PolyBrute steht meist auf “Wild” und hört sich schön wollig warm an. Beim 3rd Wave mag ich nicht soviel Vintage und wenn man ordentlich dazu gibt dann hört sich das eher schief an. Also, der Vintage Knopf alleine scheint es nicht zu machen.
 
Was ist denn das jetzt für eine komische Diskussion hier?

Die einzige Rechtfertigung für die Existenz von Synthesizern besteht aus: an Knöpfen drehen um Sounds zu erstellen und zu ändern! Warum also sollten zusätzliche Möglichkeiten (die man ja nicht nutzen muss, wenn man eine Preset-Nulpe ist) schlecht sein?
 
Ich kann nur für mich sprechen, aber für mich gibt es auch ein Zuviel an Parametern. Wobei ich glaube dass meine Schmerzgrenze schon hoch ist, ich komme auch mit Wavestate und SY99 klar.
Ein Haufen Parameter den ich nie nutze, wäre wie ein dauerndes Jucken. :mrgreen:

Aber ein Problem wollte ich daraus nicht machen, also weiter im Text. ;-)
 
Vermutlich schon, denn das Manual ist eindeutig ein Montagsmodell - die SysEx Spec fehlt.
Hatten sie da nicht letztens auf Facebook Besserung bzgl SysEx Spec im Handbuch gelobt?
Tja das mit den Sysex scheint echt vollkommen aus der Mode gekommen zu sein. Ich erinnere nur an Novation Peak/Summit, Waldorf (ja wozu braucht man denn das), und und und. Alles zum Thema Librarian und so weiter wird einfach nur unnötig erschwert.

Irgendwie scheinen wir uns bei dem Thema eher grundsätzlich auf dem Weg in die Vergangenheit zu befinden. Von MIDI 2 ist weit und breit überhaupt nichts zu sehen (soweit zur automatischen übermittlung verfügbarer Parameter und Werte etc).

Mir ist zumindest kein Gerät bekannt, welches Midi2 implementiert hätte. Weder bei den Midi Master Keyboards, noch bei den Synthesizeren. Warum man das macht, weiß ich nicht. Einfach implementieren. Ist ja kein Problem, wenn es derzeit noch nicht benutzt wird.

Aber MIDI ist ja eh out, machen wir lieber Kontrol-X oder irgendwelchen anderen proprietären Mist.

Sorry für den Rant, ist jetzt kein echtes Behringer Thema, aber die tun sich auch nicht hervor mit Vorwärts. Verstehe ich eigentlich gar nicht, denn die könnten sich da ja mal abheben.
 
Ich kann nur für mich sprechen, aber für mich gibt es auch ein Zuviel an Parametern. Wobei ich glaube dass meine Schmerzgrenze schon hoch ist, ich komme auch mit Wavestate und SY99 klar.
Ein Haufen Parameter den ich nie nutze, wäre wie ein dauerndes Jucken. :mrgreen:

Aber ein Problem wollte ich daraus nicht machen, also weiter im Text. ;-)
Mit persönlich wäre ein Regler lieber, der zwischen den 8 Presets stufenlos gleitet. Ich mag den Vintage Knob am Prophet 5/10 sehr gerne. Der macht so ein wenig Feenstaub auf den Sound. Das mit den Feineinstellungen finde ich aber gut.
 
Das Problem ist wohl eher, dass jeder Mensch anders tickt. Ist manchmal schwer zu verstehen, aber wir mögen nicht alle das gleiche. Das gilt natürlich auch für eierlegende Wollmilch Sau. Ich brauch sowas nicht. Bei einer eierlegenden Jeansbier Sau lass ich aber gerne noch mal mit mir reden. 😉
 
Eine nicht kleine Menge an Synths hat "alterungs"-Parameter an Bord, Bei SCI und Co gibt es das schon länger und ist etwas, was Leuten wirklich gefällt.
Das ist der Jupiter 4 Effekt und das ist meist eine Art Macro was eine Reihe von Parametern pro Stimme ändern muss - nur dann ist das so wie es soll.
Jetzt könnte man in den Raum stellen, ob ein stabiles analoges Instrument gekauft würde, wenn es DSP-stimmstabil ist und man das nicht auch digital umsetzen könnte?

Ich weiss, dies belastet den Thread eh - aber bevor jemand ein Gerät hat ist immer die Zeit für "sowas".
 
Wenn diese Parameter den normalen User erst mal nicht belasten und dann auch noch Regelbereiche beschreiten die zuerst sinnlos, aber für den kreativen Bastler interessant sind, hat B doch alles richtig gemacht. Bei U-HE Repro und Diva kann man sehen, wie gerne die professionellen Sounddesigner auf diese Werkzeuge zurückgreifen, wenn man die Patches studiert. Also ich finde, man kann diese Option einfach nur positiv besetzen.
 
Eine nicht kleine Menge an Synths hat "alterungs"-Parameter an Bord, Bei SCI und Co gibt es das schon länger und ist etwas, was Leuten wirklich gefällt.
Das ist der Jupiter 4 Effekt und das ist meist eine Art Macro was eine Reihe von Parametern pro Stimme ändern muss - nur dann ist das so wie es soll.
Jetzt könnte man in den Raum stellen, ob ein stabiles analoges Instrument gekauft würde, wenn es DSP-stimmstabil ist und man das nicht auch digital umsetzen könnte?

Ich weiss, dies belastet den Thread eh - aber bevor jemand ein Gerät hat ist immer die Zeit für "sowas".
Da muss ich jetzt zurückfragen, einfach weil ich es nicht weiss und es mich interessiert... ist das die art "aging" effekt die auch echoplex-klone ( treter ) haben um die alterung des bands zu simulieren und zu "leiern"?
 
Ich kann nur für mich sprechen, aber für mich gibt es auch ein Zuviel an Parametern. Wobei ich glaube dass meine Schmerzgrenze schon hoch ist, ich komme auch mit Wavestate und SY99 klar.;-)
Ja sicher, nur wenn ich einen Preset komplett unbrauchbar finde hab ich so die Möglichkeit mir was Gefälliges zu basteln. Ansonsten wäre das nur ein unbenutzer Speicherplatz. Sollten die Presets mir zusagen hätte ich nicht die Muße daran rumzudrehn.
(Und nein, ich kauf mir das Instrument nicht)
 
Da muss ich jetzt zurückfragen, einfach weil ich es nicht weiss und es mich interessiert... ist das die art "aging" effekt die auch echoplex-klone ( treter ) haben um die alterung des bands zu simulieren und zu "leiern"?
Nicht wirklich. Das simuliert offsets zwischen den einzelnen Baugruppen der Voices. So dass das Tuning, die Filtereinstellungen, Envelopes, Pulsbreiten usw. bei jeder Voice unterschiedlich sein können. So als ob man auf einem sehr alten Gerät, das nie einen Service gesehen hat, spielt.
Wie groß diese Abweichungen sind, lässt sich mit diesen Parametern selber bestimmen.
 
Jetzt könnte man in den Raum stellen, ob ein stabiles analoges Instrument gekauft würde, wenn es DSP-stimmstabil ist und man das nicht auch digital umsetzen könnte?
So wie ich das verstanden habe wurden Trimmpotis durch eine digitale Variante ersetzt und man hat die Steuerung erreichbar gestaltet. Bei den Originalen hättest du den Kasten aufmachen müssen und dort an den Trimmern rumzuspielen.
 
Da muss ich jetzt zurückfragen, einfach weil ich es nicht weiss und es mich interessiert... ist das die art "aging" effekt die auch echoplex-klone ( treter ) haben um die alterung des bands zu simulieren und zu "leiern"?
Ich kann jetzt nichts zum echoplex sagen, aber was bei den Synth "vintage" settings passiert ist, daß verschiedene Parameter eben zwischen den verschiedenen Voices individuell etwas aus dem "soll" gezogen werden.

Beispiel: Der Prophet-5 Rev4 hat 5 voices und 10 Oscillatoren. Wenn man vintage auf 0 stellt, sind alle voices 100% in tune (wenn man ihn vorher gestimmt hat). Das heißt sie haben alle die extact gleiche Frequenz. Das wird dadurch erreicht (wie auch schon beim orginalen Prophet 5), daß die Control Voltage (CV) der Oscillatoren (deshalb geißen die ja auch Voltage Controlled Osciallators) mit einem Digital/Analog wandler generiert wird. Diese sind heute sehr genau und sehr fein Einstellbar. Das heißt beim Tuning wird also herausbekommen, wie genau jeder CV für jeden einzelnen Oscillator eingestellt werden muß, so daß auch alle OSC die exact gleiche Frequenz am Ausgang erzeugen.

Nun wird mit dem Vintageknopf bewusst diese CV vom optimalen sollwert weg gezogen, so daß jeder Oscillator eine minimal abweichung vom optimum hat. Dadurch kommen wir wieder in den Zustand, der mit dem originalen Prophet-5 nie besser zu erreichen war (manuelle Poties etc. erlauben keine 100% korrekte Stimmung). Je mehr man diesen Knopf richtung 10 bewegt, desto mehr werden also die Oscillatoren aus dem Optimum herausgezogen. Dabei ist das nicht für alle Oscialltoren gleich, sondern "scheinbar" zufällig, wie eben im echten leben. Der eine mehr der andere weniger.

Das kann man dann von leicht schwebend zu vollkommen out of tune hinbekommen.

Jetzt sind im Grunde alle Schaltkreise in einem analogen Synth voltage controlled (das ist ja grade das geniale an der Erfindung), so daß man dies auf alle diese Parameter anwenden kann, die eben voltage Controlled sind. Filter, Envelopes, VCAs etc. so daß dies für alle diese Parameter machbar ist, und somit auch wie im gealterten Synth erscheint. Genau das macht auch der UB-Xa, der dafür sehr viele Parameter hat, die man eben zusätzlich nicht nur generell verbiegen kann, sondern auch noch jeden einzelnen individuell anpassen kann.

Wenn man es so sehen will, dann ist das also noch mal eine Schippe draufgelegt, zu dem was Sequential beim Prophet 5 gemacht hat.
 
Lustigerweise fällt mir zu dem Thema "vintage" noch ein. Früher hätten sich die Musiker gewünscht, daß die Oscillatoren stabil und in tune gewesen wären. Und heute will das keiner mehr haben ... ist schon irgendwie komisch.
 
Lustigerweise fällt mir zu dem Thema "vintage" noch ein. Früher hätten sich die Musiker gewünscht, daß die Oscillatoren stabil und in tune gewesen wären. Und heute will das keiner mehr haben ... ist schon irgendwie komisch.
Ja, da fühle ich mich auch ein bisschen old skool :) Aber was tut man nicht alles für ein bisschen Mojo... Übrigens ist das wohl auch per NRPNs modulierbar. Das könnte ganz cool sein...
 
So wie ich das verstanden habe wurden Trimmpotis durch eine digitale Variante ersetzt und man hat die Steuerung erreichbar gestaltet. Bei den Originalen hättest du den Kasten aufmachen müssen und dort an den Trimmern rumzuspielen.
Nicht ganz. Die Trimmer gibt es ja im Original pro Stimme. Im UB-Xa stellt man die für alle Stimmen zusammen mit einem Wert ein. Bzw. bei Atrophy Parameter mit "Drift" im Namen, wie stark einzelne Stimmen vom Ideal abweichen. Also die Streuung der Werte zwischen den Stimmen.
 
Lustigerweise fällt mir zu dem Thema "vintage" noch ein. Früher hätten sich die Musiker gewünscht, daß die Oscillatoren stabil und in tune gewesen wären. Und heute will das keiner mehr haben ... ist schon irgendwie komisch.
Dazu fallen mir gleich mehrere Sachen ein.
Früher Szenario 1: Teures Mietstudio, die Band wartet, der Keyboarder muss seinen Synth stimmen, der leider die Stimmung nur etwa 30 Minuten halten kann.
Früher Szenario 2: Bühne und Scheinwerfer. Noch Fragen? Niemand mit halbwegs Verstand würde sich heute mit einem originalen CS80 oder FourVoice auf die Bühne stellen wollen.

Heute Szenario: Klimakonstantes Heimstudio, alle Zeit der Welt, Freude am "lebendigen Klang".

Tatsächlich finde ich, dass es genau richtig ist, die Zufälligkeiten digital kontrollierbar zu machen. Aber ich habe auch generell kein Problem mit Digitaltechnik.
 


Neueste Beiträge

News

Zurück
Oben