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Lohnt heute noch ein Nord Modular?

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Hej, hej zusammen,

bei Audiopilz bin ich gerade (wieder mal) über den Nord Modular gestolpert. Vor etwa zwei Jahren war ich kurz davor einen G1 zu kaufen.
Grundsätzlich finde ich modulare Systeme spannend, aber die Verwendung von Hardware ist im Studioalltag problematisch, weil man quasi den Moment capturen muss. Irgendwie ist das so gar nicht meine Arbeitsweise, weil ich mir gern alle Optionen offenhalte und ein großer Fan von Total Recall bin. Da kam mir der Nord Modular sehr entgegen.

Als DAW nutze ich Bitwig und die ist an sich ja auch schon modular und bringt super viele Möglichkeiten mit Synths- und Effekte selbst zu bauen. Insofern bleibt dann schon die Frage, ob ein Nord Modular Sinn macht - zumal ja immer die Frage mit dem Editor im Raum steht. Offensichtlich gibt es da mittlerweile eine unabhängige Software, die als Plugin läuft (?)

Wirklich spannend finde ich allerdings die Möglichkeit, dass man sich seinen Synth/Effekt zusammenbaut, auf das Gerät überspielt und dann quasi autark damit arbeiten kann. Ich könnte mir einen normalen Synth mit 3 Osc. basteln und den ganz normal wie eine Hardware nutzen. Oder einen kleinen Drumsynth. Das hat dann schon seinen Reiz. Bei den aktuellen Gebrauchtmarktpreisen muss man aber schon sehr, sehr viel Lust darauf haben. Wirklich Alternativen kenne ich keine.

Was denkt Ihr?
 
Wirklich spannend finde ich allerdings die Möglichkeit, dass man sich seinen Synth/Effekt zusammenbaut, auf das Gerät überspielt und dann quasi autark damit arbeiten kann.
Genau aus diesem Grund ist dies noch immer eine gelungene Umsetzung.
Einen Editor für aktuelle MAC OS Versionen gibt es von:

Wenn mir ein Nord Modular zu einem halbwegs akzeptablen Preis über den Weg laufen würde, hätte ich Freude daran. Bis dahin nutze ich halt weiterhin mein Modular System.
Alternativen für den PC gibt es ja sonst einige, wie z.B. VCV, Reaktor etc.
 
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M.i.a.u.: NicGrey
Der Klang ist immer noch super, die Möglichkeiten auch und gerade das Format mit den zwei Oktaven bei der Tastaturvariante finde ich auch praktisch.

Beim 1er läuft der Editor auch noch auf aktuellen Rechnern, für den 2er gibt es leider derzeit keine USB-Treiber mehr. Wenn die mal kommt, wird der hier auch wieder häufiger eingesetzt.

Ich habe beide Varianten und nutze sie immer noch sehr gerne, wobei ich den 1er klanglich sogar lieber mag - das ist aber Geschmacksache. Den Nord Modular als Tastaturvariante gibt es auch recht günstig für 700 - 900 € (je nach Zustand auch mal mehr oder etwas weniger). Das ist er auf jeden Fall wert.
 
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M.i.a.u.: Mr.Pink und NicGrey
ich würde das g2 keyb mit allen Cards nehmen. das reicht, um drei ganze Synh-Nerd-Menschenleben Spaß zu haben.

der g2 hat vier DC-Coupled ins und outs und kann auch als vollwertiges digitales 4-slot-mixer/fx-Ding und für 4-fach-in-out-HW-CV-Modulations-Wahnsinn genutzt werden ... man kann die fx-slots pro g2-synth-stimme setzen PLUS welche aufs stereo out – und die mit modulationen versehen, bis der Arzt kommt. Den Klang des billigen 80er-Jahre-DSP-Halls muss man aber echt mögen.

Man hat 8 morphs (der g1 vier) und kann die per midi extern zusätzlich regelbar machen, mit ner faderbank zB.,
man kann sich filter.netzwerke bauen und automatisieren und den Summs auf externe synthsounds legen. oder aus stereo signalen Mid/Side signale bauen.

Das ist viel mehr als nen VA-Modular-Synth im Controllergehäuse.
Wenn ich nicht durchgehend vom Grund-Sound meines UDOs zugekifft wäre, würde ich meine Engine viel öfter als midi-gesteuertes filter-experimentierlabor und automatisierten mixer plus fx für den UDO nutzen.
 
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M.i.a.u.: NicGrey
nein , letztendlich war das sogar der Grund warum ich ihn abgab... am Ende klang das halt alles nicht so wie ich mir das vorgestellt hatte. Nicht proud digital, sondern schlecht analog.
Ich finde gerade den körnigen Digitalsound total ansprechend. Aber ich bin auch stark durch den 90er IDM Sound sozialisiert. Vielleicht hätte ich das erwähnen sollen. Wer analogen Sound will, sollte woanders suchen.
 
Ich könnte mir einen normalen Synth mit 3 Osc. basteln und den ganz normal wie eine Hardware nutzen. Oder einen kleinen Drumsynth.
Dann könntest du auch gleich so etwas in Hardware kaufen. Es hört sich für mich so an, als wenn du kein Nord Modular brauchst. Spaß kann es natürlich schon machen. Ich selbst habe damit keine Erfahrung.
 
  • #10
Ich finde gerade den körnigen Digitalsound total ansprechend. Aber ich bin auch stark durch den 90er IDM Sound sozialisiert. Vielleicht hätte ich das erwähnen sollen. Wer analogen Sound will, sollte woanders suchen.
du wirst staunen... den körnigen Sound der Demoversion fand ich immer ansprechender. Der war halt so richtig digital.
 
  • #12
Bei deinen Grundgedanken würde ich eher Vcv Rack vorschlagen. Ggf. mit Controller um ein paar Makros auf externe Knobs zu legen.
 
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M.i.a.u.: C0r€
  • #14
Korrekt.


P.S. Man findet im Netz oft folgendes:

Nord Modular = NL2 in Modularformat
G2 = NL3 in Modularformat

Ist das generell akzeptiert?
Ich empfand das zumindest immer so. Hatte eine zeitlang auch den Nord Rack 1/2/3 im Studio - teils parallel neben den Modularen. (ja, ich weiß - ist bekloppt)

Der G2 ist definitiv näher am Nord 3, den ich als etwas verwaschener im Sound empfand. Der ist dann auch relativ schnell wieder gegangen. Dem G2 konnte man das etwas austreiben, aber der Ur-Modular ist definitiv direkter im Sound und spricht mich daher mehr an.

Der Ur-Modular liegt klanglich auch sehr nahe an den NL1/2., nur eben flexibler. Das bezahlt man wiederum mit weniger Stimmen und dem nicht ganz so direkten Zugang. Trotzdem - für mich klanglich (und auch vom Design her) ein echtes Unikat. Aber ich kann auch verstehen, wenn man das total anders sieht :lol:
 
  • #15
Hab' hier zwei erweiterte G2 Engines, man muss halt immer ein wenig basteln damit der/die G2 klanglich funktioniert, einfach nur typisch wie bei einem analogen Modular System zusammenstecken wirkt vom Grundklang immer ein wenig analytisch, da muss man was mehr Arbeit in die Patches stecken damit die Sachen "lebendig" klingen.
Per USB am PC angeschlossen brummen die gerne mal, hab' von daher am Anfang die Dinger beim Musik machen per Schalter vom USB getrennt, später mit USB Isolatoren gearbeitet, die mittlerweile sehr viel günstiger als in den 00ern zu bekommen sind.
Generell hat es auch seine Vorteile so ein Teil was neutraler klingt und nicht ständig einen auf Vintage machen will und man bei bestimmten Verschaltungen nicht mit pseudo analogen Effekten zu kämpfen hat. Speziell wenns mal was digitaler klingen soll, die FX Sektion/Module fand ich bei meinen letzten Versuchen/Sessions mit dem Teil auch sehr ansprechend. Mit zwei erweiterten Engines kann man schon gut alleine Musik machen, die jeweils 4fache Multitimbralität mit kleinen Tricks/Schaltungen bzw. Patches für Drums noch was erweitern.
 
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M.i.a.u.: colectivo_triangular
  • #16
Ich erinnere mich noch über den Nord modular in Keys und Keyboards gelesen zu haben.
Damals absurd teuer für mich, heute uninteressant für mich.
 
  • #17
Ich mag den G1, Schubladen wie analog oder digital sind mir mittlerweile egal, entweder klingt es für einen oder nicht.
 

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