Analoger Synthesizer

J

Jensens2020

...
Hallo, ich habe mal eine etwas dumme Frage. Ich bin Neuling was das Musik entwerfen mit einem Synthesizer oder generell mit einem Instrument angeht. Ich höre gerne und viel Musik. Schon soweit ich denken kann. Nun möchte ich es selbst als Hobby probieren. Aber zur eigentlichen Frage. Bei meinem Synthesizer kann man eine Akkord Reihenfolge so schalten das es automatisch abläuft, Arpeggiator nennt sich das glaube ich. Nun habe ich einem Freund gezeigt wie ich damit Musikstücke aus mehreren Spuren bastel, und er meinte so in der Art ''das ist ja Beschiss'' das könne ja jeder weil das ja automatisch abläuft. Nun bin ich natürlich ein bisschen verunsichert und frage mich ob ich den Arpeggiator überhaupt benutzen soll? Obwohl er für 1-2 Spuren fast unerlässlich ist finde ich. Was meint ihr denn dazu. Liebe Grüße an alle
 
Hör nicht auf den Ignoranten.

Das kann eben nicht jeder. Es sieht nur so aus ... lass es ihn doch einfach mal VORMACHEN ;-)

Genausogut könnte man sagen ein Drumcomputer wäre "Beschiss" weil da kein Schlagzeuger beteiligt ist. Oder ein Chor-Sample, weil da kein "echter" Chor da steht und singt. Oder oder oder. Bla bla bla.

--> ignorier das. Wir machen synthetische Musik weil wir das so wollen und weil es uns Spass macht. Die anderen sitzen am Lagerfeuer und klampfen "authentisch" John Denver :wuerg:
 
Arpeggiatoren zerlegen einen gespielten "Akkord" und spielen einfach schlicht die einzelnen Töne nacheinander ab und dann später nochmal X Oktaven höher nocheinmal.
Es gibt auch Varianten. Ist heute also normal. Hören kann man das in sehr vielen Aufnahmen von sehr vielen Acts.

Wer solche Spielhilfen als Spielzeug oder Beschiss sehen, kann man sicher auch so Sätze entlocken wie "die können heute ja nicht mehr richtig singen ohne Microfon", sowas machen die ja alles heute mit dieser modernen Tonbandtechnik. Zurück in die Steinzeit.

Ja aber bei der Klassik - da singen sie bald schöner wie die Vögel (das wie muss da stehen, weil solche Leute können nichtmal sprechen). Diese Sorte Mensch kommt wohl eher aus dem superehrlichen "Rock" und wohnt unter dem ersten Stein im Wald. Das ist sehr schön. Ist vollkommen egal - das Ergebnis ist wichtig. Ich kann dir sicher 10 Songs listen, die alle toll sind mit Arpeggiator oder Sequencer. Alle hochgeachtet. Handgespielt ist besser - kann man machen, es ist ein Stilmiittel wie eben automatisch. Arper kann man clocken und rhyhtmisieren, die Laufrichtung ändern und so weiter. Das ist auch spielen. So das ein Problem ist - das machst du aber sowieso.

Mach wie und was du willst!
do what thou wilt!

:hallo:
 
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Genausogut könnte man sagen ein Drumcomputer wäre "Beschiss" weil da kein Schlagzeuger beteiligt ist.
Oder allgemeiner gesagt jeder Sequencer. Ob man Akkorde selber mit jedem Finger einspielt oder Note für Note im Editor eingibt (ist ja wie Noten schreiben) oder irgendwelche Automatiken nutzt – entscheidend ist das Ergebnis. Es ist ja auch letztendlich egal, ob man Akkorde Note für Note einspielt / eingibt oder irgendwelche Vorlagen nutzt. Akkord ist Akkord. Im besten Fall hört sich das Ergebnis musikalisch an, und die Akkord-Folgen lassen den Hörer nicht verdutzt gucken. ;-)

Obwohl er für 1-2 Spuren fast unerlässlich ist finde ich.
Naja, es kommt halt auf das Equipment an, was man einsetzt. In einen Sequencer kann man Spuren auch nacheinander aufzeichnen oder Note für Note eingeben etc. Man kann auch als Audio mehrspurig aufnehmen.
Was ist, wenn ein Sänger / eine Sängerin in mehreren Takes aufs Band / auf eine Festplatte einsingt? Zählt nur noch eine absolute Live-Performance? Seitdem man gelernt hat Band zu schneiden, ist alles nur noch Beschiss. ;-) Auch elektronische Musikinstrumente sind Beschiss. Nur noch in akustische Konzerte gehen. Geht nicht wegen Corona? Oh, oh. Wie kann sichergestellt werden, dass ein Live-Stream auch tatsächlich live ist? Wo findet man unbestechliche Zeugen, die das bestätigen können? 3 renommierte Notare einladen? :sowhat:
 
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Du musst ja einen Arpeggioator nicht einfach nur ablaufen lassen. Wenn du auf einer Keyboard Tastatur ne andere Taste drückst hast du auf einmal ne andere Tonlage des Arpeggioators. Somit kann ich laufendende Arpeggioatoren spielerich beeinflussen und erreiche somit Berg und Tal Fahrten. Was dann schon wie Songstruktur wirgt.
Soll heißen ich kann mit fertigen Arpeggioator Sequencen auch einfach Keyboard spielen wie mit normalen key Sounds. Nur das es anders klingt.
Wenn ihr versteht wie ich das meine.
Wusst jetzt nicht wie das anders erklären soll.
Funktioniert aber auch nicht mit jedem Synthesizer. Bei Synthesizer wie der SE-02 kann man sowas wie Berg und Tal Songstrukturen nur umständlich programmieren.
Aber mit it dem SH-201 und dem Repro geht das zb.

Die verkürzte Erklärung wäre vielleicht gewesen... Nimm doch Arpeggioator Sequencen einfach als Keyboard Sounds und lasse Sie nicht nur gerade aus Laufen!
Aber man schreibt ja gerne! ;-)
 
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Bei meinem Synthesizer kann man eine Akkord Reihenfolge so schalten das es automatisch abläuft, Arpeggiator nennt sich das glaube ich.
Ein Arpeggiator spielt normalerweise, sprich in den meisten Synthesizern, eine Noten-Reihenfolge, indem man ihm einen Akkord vorgibt.
Akkord-Reihenfolgen spielen normalerweise Begleitautomatik-Keyboards, wenn man ihnen Noten vorgibt.
Es gibt allerdings auch so Geräte wie z.B. Yamaha MOX(F), wo ein Arpeggiator auch Akkord-Reihenfolgen spielen kann.
D.h. dort ist quasi ein wenig Begleitautomatik eingebaut.
 
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ich bin parteiisch, weil ich großer Fan von Sequenzern und Arpeggiatoren bin.

Mit einem akustischen Instrument spielst Du die Arpeggios natürlich manuell. Klar: ein Flügel hat keinen Arpeggiator.
Sequenzer und Arpeggiatoren sind in der Tat erstmal ein Hilfsmittel.
Wenn Du einen Arpeggiator nutzt, musst Du nicht immer dieselbe Tonfolge per Hand einklimpern, sondern drückst einfach einen Akkord, und der Arpeggiator nimmt Dir das Spielen der Läufe ab.
Es bleibt aber das Problem, wie Du von einem Akkord zu einem anderen kommst, wie Du Überleitungen baust, also das ganze musiktheoretische Zeugs.
Und: Du musst sicherstellen, dass sich der Arpeggiator nicht nach 12 Takten langweilig anhört.

Aus seiner Sicht hat Dein Freund wohl durchaus Recht, höchste Spieltechnik und Fingerfertigkeit setzt ein Arpeggiator eher nicht voraus.
Mach Du einfach, was Dir gefällt! Und wenn Du meinst, dass Dein Track Arpeggiatoren braucht, dann mach das einfach.

Aber ich bin wie gesagt parteiisch; ich kann aus zwei oder drei Arpeggios und ein paar Sequenzen plus einer Fläche einen kompletten Track zusammenbauen und habe Spaß dabei.
 
Hallo, ich habe mal eine etwas dumme Frage. Ich bin Neuling was das Musik entwerfen mit einem Synthesizer oder generell mit einem Instrument angeht. Ich höre gerne und viel Musik. Schon soweit ich denken kann. Nun möchte ich es selbst als Hobby probieren. Aber zur eigentlichen Frage. Bei meinem Synthesizer kann man eine Akkord Reihenfolge so schalten das es automatisch abläuft, Arpeggiator nennt sich das glaube ich. Nun habe ich einem Freund gezeigt wie ich damit Musikstücke aus mehreren Spuren bastel, und er meinte so in der Art ''das ist ja Beschiss'' das könne ja jeder weil das ja automatisch abläuft. Nun bin ich natürlich ein bisschen verunsichert und frage mich ob ich den Arpeggiator überhaupt benutzen soll? Obwohl er für 1-2 Spuren fast unerlässlich ist finde ich. Was meint ihr denn dazu. Liebe Grüße an alle

Was für ein Synthesizer hast du denn?

Zum Beschiss: Jeder Alleinunterhalter „bescheisst“ so.

Ohne diese Möglichkeiten wärst du überhaupt nicht in der Lage ganze Songs zu bauen.

Wenn dein Freund konsequent diese Meinung verfolgt, dürfte er nur Straßenmusikanten gut finden.

Jedes Profistudio seit den 60er Jahren arbeitet mit Mehrspurtechnik.
Da muss schon eine gewisse Naivität dahinterstecken wenn man glaubt, dass bei den Pop/Rockproduktionen immer schön brav eine Band in Echtzeit spielt.
Das sind -aus Philosophiegründen- heute weniger als 1%, eher sogar nur im Promillebereich.
 
ARPer ist nicht nur 80er - nur ist mit dem System 100m und Jupiter 4 eben das erste Mal ein ARP'er zu sehen gewesen, also seit 1978/9 - und heute ist es überall drin und wird daher auch genutzt. Nicht immer ist das dann "80s". Viele Live-Konzerte sind übrigens auch Teilplayback oder Sequencer oder ARPer oder was auch immer. So what. Wenn das Ergebnis taugt.
Aber - nur hinstellen und abspielen - das ist in 2020 schwach - das kann man auch ruhig sagen. Gibt es auch - sind meist einfach keine guten Musiker dann, aber wer Sequencer spielen lernt, gewinnt in allen Richtungen - das ist halt noch eine Hand mehr. Oder 2.
 
Ein Arpeggiator ist eine Spielhilfe, die auch ohne musiktheoretische Kenntnisse oder bei unzureichenden Fähigkeiten an der Klaviatur schnell gut klingende Ergebnisse bzw. auch Ideen liefert. Wichtig ist doch, dass es dir Spaß macht und was am Ende raus kommt. Ich würde mich da nicht beurteilen lassen. Wenn dein Kumpel wüsste, wie viele Hits (also inbesondere bei elektronischer Musik) durch bloße Herumspielerei mit einem ARP entstanden sind, würde er sich wahrscheinlich wundern. Daran ist doch nichts abträglich, solange man nicht nach außen kommuniziert, dass man der große Live Musiker ist.
 
Es ist auch Beschiss, mit dem Fahrrad oder Auto zu fahren, nur Laufen ist "authentisch". Natürlich Barfuß. Und die Einkäufe bitte nicht in der Tasche tragen, nur in den Händen!

Fotografieren ist auch keine Kunst, das kann ja jeder Dorfdepp - klick, Bild fertig, was soll daran schwer sein? Ölfarbe ist authentisch.

@Jensens2020 : Sorry, aber dein Kumpel erzählt Stuss. Arpeggiatoren und Stepsequencer sind schon seit Jahrzehnten in Gebrauch, Klaus Schulze und Tangerine Dream hätten in den 70ern ohne gar nicht arbeiten können.

Zur Huldigung des Arpeggiators gibt es hier sogar einen eigenen Thread mit vielen Beispielen: https://www.sequencer.de/synthesizer/threads/welche-arpeggiator-musik-gab-gibt-es.149204/

1591875179716.png
 
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Es ist auch Beschiss, mit dem Fahrrad oder Auto zu fahren, nur Laufen ist "authentisch". Natürlich Barfuß. Und die Einkäufe bitte nicht in der Tasche tragen, nur in den Händen.
Da war mal eine Diskussion im TV über das Bergsteigen allgemein. Zu den Gästen gehörte auch Reinhold Messner. Die Frage war, ob die Besteigung von 8000ern mit künstlicher Sauerstoffzufuhr überhaupt vertretbar sei.
"Dann müsste man auch auf Kunstfaserbekleidung verzichten", "Von Europa zu Fuss nach Nepal laufen", "Nur Yakfleisch esssen", etc. war da zu hören. Eine endlose Diskussion :) Sorry ein wenig OT.
 
Da war mal eine Diskussion im TV über das Bergsteigen allgemein. Zu den Gästen gehörte auch Reinhold Messner. Die Frage war, ob die Besteigung von 8000ern mit künstlicher Sauerstoffzufuhr überhaupt vertretbar sei.
"Dann müsste man auch auf Kunstfaserbekleidung verzichten", "Von Europa zu Fuss nach Nepal laufen", "Nur Yakfleisch esssen", etc. war da zu hören. Eine endlose Diskussion :) Sorry ein wenig OT.

Das ist für mich nur scheinbar OT - es geht auch hier um die Frage, welche Hilfsmittel erlaubt sind. Natürlich ist das um Länger cooler, wenn einer ohne zusätzlichen Sauerstoff auf den K2 kommt, keine Frage. Aber das muss meiner Ansicht nach eben jeder selber entscheiden. Menschen benutzen seit Jahrmillionen Werkzeuge, ohne könnten wir gar nicht mehr. Beim Iron Man wird doch auch mit Neoprenanzug geschwommen?

Und Arpeggiatoren gehören ebenso zur elektronischen Musik, wie ein Bohrer in den Heimwerkerkeller.
 
Ich benutze zum Basteln seit längerem eine handbetriebene Bohrmaschine mit Kurbel - ein guter Kompromiss!
 
letztlich kann man auch jede DAW als Sequenzer sehen. Und wer in Cubase seine gebrochenen Akkorde per Hand einspielt, nutzt Cubase dann als Revox?
Die Diskussion ist letztlich doch rein akademisch - unter dem Gesichtspunkt "kann jeder, läuft automatisch" könnten wir wohl auf fast alles in unserer Zivilisation verzichten, das Argument ist daher nicht sehr tragfähig.
Elektronische Musik ist in dieser Hinsicht nunmal anders als Musik auf rein akustischen Instrumenten. Und da lässt sich manches automatisieren; jeder modulierende LFO oder jede Hüllkurve wäre *igittigitt*.

Ich bin außerdem kein Fan des Nacktbergsteigens.
 
Hallo, ich habe mal eine etwas dumme Frage. Ich bin Neuling was das Musik entwerfen mit einem Synthesizer oder generell mit einem Instrument angeht. Ich höre gerne und viel Musik. Schon soweit ich denken kann. Nun möchte ich es selbst als Hobby probieren. Aber zur eigentlichen Frage. Bei meinem Synthesizer kann man eine Akkord Reihenfolge so schalten das es automatisch abläuft, Arpeggiator nennt sich das glaube ich. Nun habe ich einem Freund gezeigt wie ich damit Musikstücke aus mehreren Spuren bastel, und er meinte so in der Art ''das ist ja Beschiss'' das könne ja jeder weil das ja automatisch abläuft. Nun bin ich natürlich ein bisschen verunsichert und frage mich ob ich den Arpeggiator überhaupt benutzen soll? Obwohl er für 1-2 Spuren fast unerlässlich ist finde ich. Was meint ihr denn dazu. Liebe Grüße an alle

Dinge wie "das darf man nicht" kann man in der Kunst zu 99% in die Tonne kippen. So auch hier.
 
Hallo an alle und sorry das ich mich erst jetzt zurückmelde. Also ich sehe das nämlich genauso. Am Ende zählt nur das Ergebnis! Und letztendlich muss man auch Gefühl dafür haben und es mit Herz und Seele machen. Und da ich sehr gerne viele 80er Jahre Lieder höre stelle ich immer wieder fest, das dort viel mit Arpeggiator gearbeitet wurde. Und das hört sich geil an!!!! Achso noch kurz nebenbei ich habe eine Mininova von Novation überlege aber mir doch lieber einen Analog/digiatelen Synth zu kaufen. Liebe Grüße an alle und noch ein schönes Wochenende:banane:
 
Nun du hast einen Freund... sicher?...suche dir einen anderen..Jemand der auf deiner Welle ist und deine Interessen unterstüzt..Jemand mit dem du gemeinsam wachsen kannst und Freude auch teilen kannst...Leute die aus niederen Bewegründen deine Interessen indirekt schlechtreden und abwerten sind nur verlorene Lebenszeit.

Es gibt grob gesagt 3 Typen...Die Abwerter, Mitläufer, und die die mit Leidenschaft sich einer Sache widmen und das was sie machen lieben. ich empfehle dir letzteren Charakter als Partner....Lass dich nicht von solchen Aussagen runterziehen und mach dein Ding...Bescheißen tut sich dein Kollege nur selbst indem er sein Selbstwertgefühl damit über dich stellen will in dem er dein angehen schlechtredet
 
Ich gebe es offen zu: Ich komme mit Arpeggiatoren nicht zurecht, aber ich "bescheiße" auf andere Art und Weise, indem ich alle mir bekannten Mittel einsetze, um meine Defizite zu verheimlichen oder noch schlimmer: Können vorzugaukeln.

Am Ende des Tages hört man nur: Hört sich gut oder schlecht an. Kaum einer fragt wie man dies und das gemacht hat und wenn doch, kann man sich immer noch eine schöne Geschichte mit Unterhaltungswert ausdenken, die man diesen Leuten serviert.
 
so ich mal wieder.
ich seh die benuztung eines arpeggiators aehnlich positiv wie die meisten hier. jetzt wuerde mich aber interessieren wie ihr, die so geantwortet habt, zur nutzung von autotune auf dem gesang steht?

ich denke der arpeggiator ist wie viele andere moderne produktionsmittel natuerlich eine art beschiss im handwerklichen bezug. jeder ordentliche pianist/keyboarder kann unsere wunderschoenen arpeggios blind von hand spielen. und es gibt ja immer mehr und komplexere hilfmittel dieser art, die natuerlich auch massenhaft eingesetzt werden: vom kompressor, der mangelndes intonationsvermoegen ausgleicht, ueber noten-quantisierung, skalen-raster, synth-presets, akkordfolgen-generatoren/hilfsmittel, samples/loops aus grossen libraries wie zb. splice etc etc etc bis hin zu komplett AI-generierter musik.

all diese hilfsmittel koennen meiner meinung natuerlich zum einen trotzdem sehr kreativ genutzt werden, zum anderen loest sie eben die musikalische idee von einer gewissen handwerkskunst.

mein beispielhafter/provokanter aufhaenger fuer dieses argument ist das absolute unverstaendnis von "autotune-hassern" die den AT nutzern einfach unterstellen, sie "bescheissen" und koennten ja eigentlich nichts (gegenbeweis: t-pain ohne autotune). solche sprueche kommen ja meistens von extrem reaktionaeren/konservativen menschen die technischen fortschritt tendenziell immer kritisch sehen, aber das eben gerne nur innerhalb der subjektiv bequemen grenzen. nach dem motto, die hilfsmittel die ich schon immer kannte und selber nutze sind ok, die aber die die juengere generation jetzt nutzt sind alle nicht legitim und "entehren" das handwerk. frueher war alles besser. automatik-schalter sind keine autofahrer. die modernen kuenstler koenne ja alle nicht singen und sind somit wertlos. solche sprueche erinnern mich oft auch an die DJ-szene und die diskussionen im zusammenhang mit dem technologischen umschwung von vinyl, dann auf CDs und zuletzt zu software inkl diversester neuer technischer hilfsmittel. eine diskussion die den tanzenden konsumenten natuerlich nie im geringsten interessiert hat.

wenn man dieser frage etwas weiter nachgeht kann man das ganze natuerlich wieder von autotune loesen. mit glueck entsteht dann eine tiefer gehende philosophische betrachtung ueber den wert oder sinn bzw die entwicklung von kreativitaet und "kunst" und der wertschaetzung von musik. wenn bald (technisch unausweichlich) jeder alles "kann" worum geht es dann noch? um das wollen?

"kunst" kommt von "koennen". wenn es von "wollen" kaeme wuerde es schliesslich "wunst" heissen. (quelle benoetigt)


ps. schoen das das ganze hier unter dem sehr spezifischen thread titel "analoger synthesizer" ablaeuft. dieser spaetere post des thread-erstellers laesst mich ja fast vermuten das es sich von anfang an um einen troll-thread handelte und alle schoen drauf reingefallen sind:
Achso noch kurz nebenbei ich habe eine Mininova von Novation überlege aber mir doch lieber einen Analog/digiatelen Synth zu kaufen.
 
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ich seh die benuztung eines arpeggiators aehnlich positiv wie die meisten hier. jetzt wuerde mich aber interessieren wie ihr, die so geantwortet habt, zur nutzung von autotune auf dem gesang steht?
Autotune als Stilmittel, also dass man es eindeutig raushört, ist Geschmackssache. Ich z.B. mag es nicht.
Die Dosis macht das Gift und Autotune ist sehr giftig.
 
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Der größte Entwicklungsschritt in der Menschheit war neben der Herausbildung der kommunikativen Sprache vor allem die Fähigkeit sich Werkzeuge zu bauen um so Probleme zu lösen, die sonst nicht lösbar wären. Das brachte den entscheidenden evolutionären Vorteil gegenüber anderen Spezis. Werkzeuge einsetzen oder gar sogar bauen können nur ganz wenige Spezies.

Mehr muss man dazu eigentlich kaum sagen ;-)
 


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