1010music Blackbox Tabletop Sampler

Fr@nk

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Also nein :) Im Grunde genommen auch nur eine Sample-Schleuder, wenn auch als Deluxe-Variante.
Auch hier: Nein und Ja. ;-)
Im Grunde ist die blackbox nicht "nur eine Sample-Schleuder" und ja, in mancher hinsicht ist sie eine Deluxe-Variante. ;-)

Du hattest nach Multisamples gefragt und im klassischen Sinn versteht man darunter auch sowas wie Drumkits (also horizontal gemappt). Und das lässt sich in Grenzen auch mit der blackbox in eine Pad/Zelle bewerkstelligen.
Man nimmt ein langes Sample (mit vielen Single Hits) "sliced" das ganze und mappt die Samples auf die Tastatur.
-> Viele Samples in einer Zelle.

Ich kenne einen bitbox User, der in einem Pad je 64 verschiedene Kicks, in einem anderen Pad je 64 Snares etc. programmiert hat. Per Modulation kann er dann eine der Kicks nach Bedarf auswählen. Klassische Sampler machen sowas per Velocity-Switches ... hier können es (zumindest theoretisch) beliebig viele "Layers" sein.

Mit anderen Worten: die blackbox kann keine Multisamples im Sinne von großen Streicher- oder Pianolibrarys spielen. Aber sie kann viel mehr als nur einzelne Samples abfeuern.
 
Ich verstehe leider nicht warum kaum einer der modernen Sampler diese „Dully-Features“ von vor 30 Jahren kann? Fast jeder mit dem ich über dieses Thema spreche vermisst das.
Ich bin so einbißchen der Meinung das nur mit den neuen Arbeitsweisen(z.B. 100Kickdrums in ein Sample und slicen) ohne Features wie Multisampling oder polyphones Spiel irgendwie immer diese „Elektron-Musik“ mit „nervösem/klick/knarz/tüdeldö/30samplewechselin2sec“ dabei herauskommt. „Es war früher nich alles schlecht!“..... besonders nich Multisampling...

Ist nich ganz fair das jetzt dem 1010 anzuhängen, aber ich finds wichtig.
 

Fr@nk

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Vielleicht macht das eigene Samplen von großen Multisamples mittlerweile am Rechner mehr Sinn als an einem Desktop Gerät. Und ich denke, dass der Markt für einen solchen Sampler eher recht klein wäre (die meisten wollen spielen nicht samplen).
Was meiner Meinung eher gesucht wird sind einfach Lösungen für spontanes Samplen, auch in der Live-Situation. Hier braucht es dann aber vermutlich keine komplexen Multisamples.
Ich kann mich aber natürlich auch irren. ;-)
 
Vielleicht macht das eigene Samplen von großen Multisamples mittlerweile am Rechner mehr Sinn als an einem Desktop Gerät. Und ich denke, dass der Markt für einen solchen Sampler eher recht klein wäre (die meisten wollen spielen nicht samplen).
Was meiner Meinung eher gesucht wird sind einfach Lösungen für spontanes Samplen, auch in der Live-Situation. Hier braucht es dann aber vermutlich keine komplexen Multisamples.
Ich kann mich aber natürlich auch irren. ;-)
Es geht nicht nur um das samplen von Multisamples, sondern hauptsächlich um die Wiedergabe von Multisamples und das normale, polyphone Spiel von Samples über eine Tastatur. Dies beherrscht kaum ein aktuelles Gerät. Und natürlich könnte man so etwas heute von Software wie z.B. Samplerobot erledigen lassen. Aber keins der neuen Geräte könnte so etwas das abspielen.

Der Nutzer wird imho gar nicht gefragt, sondern Firmen wie z.B. Elektron oder Korg haben entschieden das das kein Nutzer mehr brauchen würde, das ist sehr schade. Und es erklärt die Klimmzüge die viele Nutzer machen um alte Sampler heutzutage modern zum laufen zu kriegen. Für alte SCSI to Card Lösungen werden horrende Preise gezahlt, Emuser, SCSI2SD und co können alte Sampler ein Stück weit in die heutige Zeit retten die alle diese gewünschten Features problemlos erledigen.
Und bevor nun das Argument kommt, es haben mitnichten alle diese alten Sampler tolle oder analoge Filter.
 

Thomas75

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Der Nutzer wird imho gar nicht gefragt, sondern Firmen wie z.B. Elektron oder Korg haben entschieden das das kein Nutzer mehr brauchen würde, das ist sehr schade. Und es erklärt die Klimmzüge die viele Nutzer machen um alte Sampler heutzutage modern zum laufen zu kriegen.
Sehe ich auch so. Es liegt wohl nicht allein am Sound, dass so viele Nutzer den alten Kisten nachtrauern ( ich übrigens auch ).

Heutzutage müssen die Unternehmen offensichtlich mehr oder weniger sinnvollen "Kreativ"-Schnickschnack in ihre Geräte bauen um ein Alleinstellungsmerkmal zu haben. Dafür wird dann aber oftmals ein ordentlich strukturierter und somit viel nachhaltigerer Workflow vernachlässigt.
Ist wahrscheinlich aber auch gewollt; "Cool, was neues! Mal ausprobieren! OK, langweilig, bitte das nächste Teil."

Die sollen endlich mal anerkennen, dass die ganzen oldschool Sampler für viele Nutzer zu einer etablierten Instrumentenkategorie geworden sind - die ihnen aber weggenommen wurde.

Sorry für zu viel OT, die "blackbox" gefällt mir soweit ganz gut und ich möchte die das Teil hier keinesfalls kritisieren 😇
 

Fr@nk

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Ich wollte die Blackbox auch keinesfalls kritisieren.
Aber da Fr@nk ja einen direkten Draht zum Hersteller hat, geht da ja vielleicht softwaremäßig noch was. :)
Wir haben zwar einen direkten Draht zum Hersteller, können aber das Konzept eines Produkts nicht komplett ändern. Multisamples wie weiter oben beschrieben wird die blackbox sicher nicht bekommen, das passt nicht und macht in diesem Kontext meines Erachtens auch keinen Sinn.

Den Wunsch nach einer modernen Version eines S3000 oder eines E-Mu Sampler gebe ich gerne (auch an andere Entwickler) weiter. Vielleicht sowas wie ein Oberheim DPX-1 in neu und gut?
 
Wir haben zwar einen direkten Draht zum Hersteller, können aber das Konzept eines Produkts nicht komplett ändern. Multisamples wie weiter oben beschrieben wird die blackbox sicher nicht bekommen, das passt nicht und macht in diesem Kontext meines Erachtens auch keinen Sinn.

Den Wunsch nach einer modernen Version eines S3000 oder eines E-Mu Sampler gebe ich gerne (auch an andere Entwickler) weiter. Vielleicht sowas wie ein Oberheim DPX-1 in neu und gut?
Nein, dieser erweiterte Funktionsumfang ist programmiertechnisch relativ gering und erfordert vor allen Dingen kein weiteres Gerät!!!

Wir wollen keinen neuen Emu oder Akai, sondern einfach nur die Funktionen polyphones Samplespiel und Multisamples implementiert und zwar in dieses wundervolle Gerät von 1010.

Oberheim DPX, braucht niemand!

:)
 

sushiluv

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Wir haben zwar einen direkten Draht zum Hersteller, können aber das Konzept eines Produkts nicht komplett ändern. Multisamples wie weiter oben beschrieben wird die blackbox sicher nicht bekommen, das passt nicht und macht in diesem Kontext meines Erachtens auch keinen Sinn.

Den Wunsch nach einer modernen Version eines S3000 oder eines E-Mu Sampler gebe ich gerne (auch an andere Entwickler) weiter. Vielleicht sowas wie ein Oberheim DPX-1 in neu und gut?
Nein, bitte Ensoniq EPS nachbauen, mit USB, SmartMedia und vielen Knöpfen und das Display für den loopwahnsinn den der EPS kann, gerne auch als Desktop, bitte weitersagen
Dpx braucht niemand :)
 

Green Dino

In an octopus' garden in the shade
Ich finde die Blackbox immer noch als potenzielle Erweiterung für den Octa sehr interessant. Da brauch ich aber erst mal die Pdf Anleitung um das besser einschätzen zu können.
Weiter oben schrieb jemand, er wolle eventuell seinen Octa damit ersetzen. Ich finde die werden sich wahrscheinlich sehr gut ergänzen: Die Navigation scheint ein bisschen Octa-ähnlich (Buttons für die Menüpunkte), mit Touchscreen kann man vielleicht auch ganz gut während man am Octa schraubt an der Blackbox rumdrücken.
Simple One Shot Drums und polyphones könnte man wunderbar in die Blackbox auslagern um die 8 Tracks des Octa etwas zu entlasten.
Bin gespannt...
 

klangsulfat

Nein-Voter
Nein, dieser erweiterte Funktionsumfang ist programmiertechnisch relativ gering und erfordert vor allen Dingen kein weiteres Gerät!!!
Die erste Hälfte des Satzes würde ich nicht unterschreiben, jedenfalls nicht, wenn es ordentlich gemacht werden soll. Möglicherweise haben die Entwickler das einfach nicht auf dem Radar (evtl. weil sie zu jung sind und Multisampling bestenfalls vom Hörensagen kennen. Seit einigen Jahren ist der Begriff "Sampler" ja ziemlich weichgespült.)

Dass es dennoch geht, hat der Entwickler des Deluge eindrucksvoll bewiesen. Das Multisampling ist dort sehr clever implementiert und hat den Deluge, was sein musikalisches Potential anbelangt, definitiv in eine andere Galaxie katapultiert. Meine beste Investition seit langem.
 
Zuletzt bearbeitet:

siebenachtel

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als potenzielle Erweiterung für den Octa sehr interessant.
das sähe ich auch so wenns denn etwas granular könnte :roll:
/ editiert


gibts:
_sample start punkt
_sample play lenght
_loop on/off
_loop lenght
als per step setzbare parameter, bzw. im zugriff von ext. midi/CCs ?



nächste frage wäre dann: und was ist die parameter auflösung dazu ?
 
Zuletzt bearbeitet:

laux

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Hier mal ein wenig mehr Blackbox in Action
View: https://www.youtube.com/watch?v=fcADNN9_Sok


Ich hatte mich auf der SB mal so ca. 20 Minuten mit der Blackbox beschäftigt. Die Bedienung ist wirklich simpel und Samplebearbeitung am Touchdisplay funktioniert wirklich sehr gut.
Ich bin mir nur recht unsicher, ob das wirklich was für mich ist. Ich hätte gerne einen Polyphonen Samplerplayer (Sequencer und Songmode interessieren mich nicht) Aber die fehlenden Modulationsmöglichkeiten schränken schon recht ein... Evtl. wäre das Teil mein Einstieg in die Modularwelt? Immerhin kann man 6 Monokanäle aussenden.
 
Und er hat keine wirklichen Synthesefunktionen wie z.B. Filter, Env, etc...
Das Ding trotzdem ziemlich geil!
Streaming von der Riesenkarte ist auch möglich, schon ein geiles Teil, aber ich brauche noch ein paar Synthesefunktionen und Polyspiel.

Mein Microsampler kann das alles, aber leider kriegt man die Samples nicht anständig verwaltet.

Wie immer:

„ irgendwas ist immer !“
 

noir

( ͡° ͜ʖ ͡°)
Tatsächlich werde ich mir das Ding wohl kaufen. Der Mittelweg aus bitbox und toolbox ist bei längerer Betrachtung schon sexy. Der Kollege auf der Superbooth hat aber auch ein gutes Verkaufsgespräch geführt :selfhammer:
 

Thomas75

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Hier mal ein wenig mehr Blackbox in Action
View: https://www.youtube.com/watch?v=fcADNN9_Sok


Ich hatte mich auf der SB mal so ca. 20 Minuten mit der Blackbox beschäftigt. Die Bedienung ist wirklich simpel und Samplebearbeitung am Touchdisplay funktioniert wirklich sehr gut.
Ich bin mir nur recht unsicher, ob das wirklich was für mich ist. Ich hätte gerne einen Polyphonen Samplerplayer (Sequencer und Songmode interessieren mich nicht) Aber die fehlenden Modulationsmöglichkeiten schränken schon recht ein... Evtl. wäre das Teil mein Einstieg in die Modularwelt? Immerhin kann man 6 Monokanäle aussenden.
Wow, bin echt beeindruckt, was die da alles reingestopft haben. Und es scheint tatsächlich flüssig zu laufen!

Wann wird das Gerät denn erhältlich sein?
 

Fr@nk

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Wann wird das Gerät denn erhältlich sein?
Wir rechnen Anfang Juni mit der ersten Lieferung. Leider hatten wir in den letzten Wochen sooo viel um die Ohren, dass der Fachhandel noch gar nicht alle Infos bekommen hat, und es dementsprechend noch keine Produktinfos in den Shops gibt. Das passiert aber alles in Kürze. ;-)
 

Fr@nk

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Bislang konnte weder die bitbox, noch die blackbox Meta Daten in .WAV Dateien lesen. Seit 2.5.1 kann die bitbox diese Daten (z.B. aus Wavelab) lesen und interpretieren.

"Bitbox can only read WAV files with slice points in them--not save them. You can use Sound Forge or Reaper to create WAV files with the slice points. I apologize that this means you cannot use bitbox to save slice points that you have created on bitbox."

Ich gehe davon aus, dass das in Kürze auch für die blackbox kommt und dass dann später auch das Schreiben von Meta Daten kommen wird.

Siehe auch:
https://forum.1010music.com/forum/products/bitbox/general-discussion/4162-bitbox-2-5-discussion
 
Und er hat keine wirklichen Synthesefunktionen wie z.B. Filter, Env, etc...
Das Ding trotzdem ziemlich geil!
Streaming von der Riesenkarte ist auch möglich, schon ein geiles Teil, aber ich brauche noch ein paar Synthesefunktionen und Polyspiel.

Mein Microsampler kann das alles, aber leider kriegt man die Samples nicht anständig verwaltet.

Wie immer:

„ irgendwas ist immer !“
Hab gerade im manual gestöbert. Der Gerät hat doch pro Stimme zwei Filter, 2Env, 2LFO und sogar einen Osc. Damit ist das kleine Teil doch auf den ersten Blick besser ausgestattet als der Digitakt - also was Synthese angeht :|
 

Fr@nk

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Hab gerade im manual gestöbert. Der Gerät hat doch pro Stimme zwei Filter, 2Env, 2LFO und sogar einen Osc. Damit ist das kleine Teil doch auf den ersten Blick besser ausgestattet als der Digitakt - also was Synthese angeht :|
Neee ... Du hast sicher im Handbuch der synthbox gelesen, oder? ;-)
 
Lol, tatsächlich, das ist mir aber auch noch nicht passiert :D aber schade, so ist die blackbox nichts für mich.
 

Fr@nk

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Stimmt, aber auch bei eingen anderen Händlern, zum Beispiel:
usw ...

Letztlich kann man auch einfach mal beim Händler um die Ecke nachfragen. ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:

Michael Burman

⌘⌘⌘⌘⌘
https://1010music.com/product/blackbox

"4 note polyphony for samples"
"Supports 1 and 2 channel WAV files with 16, 24 or 32-bit resolution at any sample rate (48kHz preferred)"

Heißt das, 4 Stereo-Samples gleichzeitig oder 2 Stereo-Samples gleichzeitig? :agent:

Oder anders gefragt:

Wie viele Stereo-Samples kann das Gerät gleichzeitig wiedergeben? :agent:
 

Fr@nk

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Wie viele Stereo-Samples kann das Gerät gleichzeitig wiedergeben? :agent:
So ganz genau kann man das nicht sagen. Theoretisch kann jede Zelle vier Stereosamples abspielen, die Anzahl der gleichzeitig wiedergegebenen Samples hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Ich zitiere hier mal den Entwickler:

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Bitbox is more like a computer based sampler than a piece of hardware with a fixed number of voices. It gives you the ability to do lots of things (like play 4 notes per cell for a theoretical maximum of 64 voices), with the understanding that it won't be able to do everything at once. If you are having trouble with the audio stuttering and glitching, here are some tips:

1) Use monophonic cells whenever possible. On most percussion sounds, you won't hear the difference and this is an easy win.
2) Disable the reverb by making sure no cells route to it. This is an expensive algorithm that can also be done off board. Keep in mind that the reverb will continue to run for 60 seconds after you disable it. So you won't get the benefit for a short while
3) Use mono samples instead of stereo where appropriate. Stereo samples are twice the work to load and play
4) Use 48kHz samples when possible--especially for stuff played at unity pitch. This gives the CPU less work to do.
5) Use the voice level filters sparingly.

We will continue to look at ways to squeeze a little more performance out of the box. There will be some small performance improvements in the next round.
- - - - - - -

Anmerkungen hierzu:
zu 1) - monophonic cells heisst hier nicht Monosamples, sondern monophone Spielweise.
zu 2) - in der nächsten Version gibt es ein neues Reverb, das etwas weniger Resourcen braucht und etwas flexibler klingt. Es ist aber generell weit von einem Lexicon entfernt, hier sollte man eher die Einzelouts verwenden.
zu 3) - hier geht es konkret um Monosamples, die man dann aber vierfach polyphon spielen kann.

Um auf Deine Frage zurückzukommen, die vierfache Polyphonie (pro Zelle) ist natürlich auch mit Stereosamples möglich, aber eben nicht für alle 16 Zellen gleichzeitig.
 


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