Adapter DIN auf USB-MIDI, so simpel und billig wie möglich, gerne DIY

Bodo
Bodo
Gnabbldiwörz!
Hi,

ich habe gestern den Polaron fertigbekommen.

Der hat zwei Möglichkeiten, ihn von extern zu syncen - USB-MIDI und Triggereingang. Letzteren kann ich zwar nutzen, aber eigentlich wäre mir MIDI-Sync lieber und bequemer, zumal der Teensy-betriebene Polaron über die USB-Buchse des Teensy versorgt wird und also das Kabel eh drinsteckt.
Als MIDI-Clock habe/nutze ich die E-RM MIDI Clock. Einen Computer, der hier als USB-MIDI-Clock-Quelle dienen könnte, nutze ich nicht - im Musikzimmer befindet sich gar kein Computer, von einem ausschließlich als DX-7-und-21-Presetspeicher genutzten herumliegenden Uralt-Laptop mal abgesehen. Computer als USB-MIDI-Quelle ist keine Option.
Das sind die Rahmenbedingungen.

Was mir vorschwebt:
Mit DIN-MIDI aus der MIDI-Clock und in ein Interface, das ausgangsseitig USB-MIDI ausgibt und zugleich den Polaron mit Betriebsspannung versorgen kann. Eine separate Stromversorgung dieses Interfaces (z.B. per separater USB-Buchse und "Handy-Ladegerät" oder anderweitigem DC-Netzteil) wäre kein Problem.

Und in Anbetracht dessen, dass das wirklich nur für den Polaron benötigt wird, der mit seinen Bauteilkosten noch locker im Zweistelligen geblieben ist, wäre mir hier etwas für "20 Euro und selber zusammenlöten" deutlich lieber als z.B. ein Kenton MIDI Host für ca. 120 Euro. Da würde das Interface den Preis des Instruments dann deutlich übersteigen, und da brächte mich der Geiz ;-) dann doch eher zu "vergiss es und nutz halt den Trigger-Eingang"... :roll:

Kann auch was mit (z.B.) Arduino Nano sein, allerdings schiebe ich als Disclaimer vorweg, dass ich dann vorgefertigten Code benötige - ich bekomme Arduinos u.ä. zwar geflasht, hab aber wirklich null Ahnung von Softwareprogrammierung und kann daher den Code nicht selbst schreiben.
 
T
Tsanderakis
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Sowas vielleicht?
An anderer Stelle im Forum wurde darüber schon mal diskutiert. Dieser Polaron Sequencer müsste ja dann an einen Midi Host angesclossen werden, der die Sync Signale am Eingang aus einem 5pol Kabel auswertet und weiterschickt.
 
Bodo
Bodo
Gnabbldiwörz!
Danke für Deinen Beitrag! :D

Sowas vielleicht?

Könnte evtl. sein, wäre aber preislich auch wieder schon fast bei dem, was mich der Polaron insgesamt gekostet hat - und da drängt mich der gute alte Geiz ;-) dann halt doch eher zu "nimm halt den Trigger-Eingang, und gut is'". 20 oder vielleicht 30 Euro wär ich bereit, dafür anzulegen, da ich ja durch den Trigger-Eingang nicht "in Nöten" bin, sondern es wirklich nur um "ist bequemer" geht. Ich hab eh Zeug am Start, das von analoger Clock versorgt wird (z.B. der DIY-1601 Sequencer, aber auch meine beiden Korg SQ-1). Clock Divider und -Multiplier sind auch vorhanden, und versorgt wird das ganze vom zweiten Ausgang der E-RM MIDI Clock. Die hat 2 konfigurierbare Ausgänge, davon steht bei mir einer auf DIN-MIDi und speist das Kenton MIDI Thru; der andere steht auf DIN Sync und speist den Kram, der kein MIDI spricht ;-).

An anderer Stelle im Forum wurde darüber schon mal diskutiert. Dieser Polaron Sequencer müsste ja dann an einen Midi Host angesclossen werden, der die Sync Signale am Eingang aus einem 5pol Kabel auswertet und weiterschickt.

Ja, und mangels anderweitiger DC-Buchse muss :!: eben auch die gesamte Stromversorgung für den Polaron über den USB-Port bereitgestellt werden.
Das ist bei Geräten wie dem Opera Rotas oder dem DrumKid anders, weil hier Stromversorgung und MIDI-In über separate Buchsen laufen, so dass diese Geräte über ein "Handy-Ladegerät" gespeist und dann per DIN-MIDI (DrumKid) oder TRS-MIDI (OR) gesynct werden können.

Ich werde mir zuhause auch das hier mal in Ruhe zu Gemüte führen, wobei mir noch nicht ganz klar ist, wo der im Schaltplan den USB-Port versteckt hat.
 
fanwander
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Bodo
Bodo
Gnabbldiwörz!
U2 ist kein Chip, sondern ein USB-Controller.

Argh :oops: :picard:. Hatte schon gesehen, dass da USB-Host dransteht, war aber so auf die Buchsen fixiert (wie eben bei den DIN-MIDI-Buchsen), dass ich im Eifer des Gefechts nicht realisiert hatte, dass da dann ja der USB-Port natürlich gleich mit drauf ist... Und ich Honk hab gestern noch den Teensy eingebaut, der ja auch fast gar keinen ;-) USB-Port hat :oops:.

17 Pfund plus Porto (plus Rest der Schaltung), auch nicht billig.

*urks* OK, läuft dann wohl doch auf Nutzung des Trigger-Eingangs raus.


Auch Dir danke - aber dieses Gerät hatte ich ähnlich wie das von mir eingangs genannte Kenton-Gerät wegen des Preises schon aussortiert, zumal ich mal irgendwo gelesen hatte, dass von den Miditech-Geräten teils eher abgeraten wird und die Kenton-Geräte zuverlässiger seien.

Ideal wäre halt was gewesen, was mit 1 DIN-Buchse, 1 USB-Kabel, 1 Optokoppler, 1 Arduino-Nano-Klon, 1 DC-Buchse und bisschen Kleinmaterial (Widerstände, Kondensatoren) geht, Materialpreis unter 10 Euro und alles zuhause eh vorhanden. War bei mir halt so in Richtung "Man wird ja wohl noch träumen dürfen..." ;-) :cool:.
 
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fanwander
fanwander
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wegen des Preises schon aussortiert
Günstiger wirst Du das nicht selber bauen. Allein das Kleinrechnerboard da drin kostet heutzutage mindestens 25 Euro. Geschweige denn, dass man die Software kurz mal so schnell auf die Reihe kriegen würde.

dass von den Miditech-Geräten teils eher abgeraten wird und die Kenton-Geräte zuverlässiger seien.
Das betrifft MIDItech-Geräte, die keine eigene Stromversorgung haben. Davon abgesehen (bzw wenn man sie entsprechend versorgt) tun die fehlerlos genau das, was sie sollen.
 
Bodo
Bodo
Gnabbldiwörz!
Günstiger wirst Du das nicht selber bauen. Allein das Kleinrechnerboard da drin kostet heutzutage mindestens 25 Euro. Geschweige denn, dass man die Software kurz mal so schnell auf die Reihe kriegen würde.

Da haben sich mein Edit bzgl. träumen dürfen und Dein Beitrag zeitlich überschnitten - aber ja, ich sehe es ein. Und wegen Software - ich hab da halt wirklich und ehrlich keinen Einblick, ob jemand, der/die es kann, das mal eben in 10 Minuten runterschreibt oder da stunden- bis tagelang mit rauchendem Kopf dransitzt.

Das betrifft MIDItech-Geräte, die keine eigene Stromversorgung haben. Davon abgesehen (bzw wenn man sie entsprechende versorgt) tun die fehlerlos genau das, was sie sollen.

Danke, again what learned ;-). Hab halt 2 Kenton MIDI Thru 5 in Benutzung, aber (noch) keine eigene Erfahrung mit vergleichbaren Geräten von Miditech.
 
T
Tsanderakis
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Man müßte hier nochmal drüber nachdenken. Vom Preis her wäre das ok und zusätzliche Beschaltung ist ja nur die Optokoppler Eingangsprotection und von irgendwas die Spannungsversorgung nehmen. Schaut wohl aus wie 5 oder 3,3V. Ist nur die Frage, was die Software auf auf dem Board so treibt. Fertig zum Flashen ist sie wohl und in der Beschreibung steht auch was von Clock. Ob bidirektional verwendbar in Sachen Clock müßte erforscht werden.
 
Bodo
Bodo
Gnabbldiwörz!
Nochmal danke - aber ich glaube, da macht mir mein selbst gesetztes Preislimit einen Strich durch die Rechnung (Arduino Nano Clone wär nioch OK, die Dinger kosten keine 5 Euro, und ich hab noch welche zuhause). Aber der Teensy 3.6 für den Polaron hat z.B. schon irgendwas um die 35 Euro gekostet. Der Teensy war auch das teuerste an dem ganzen Instrument - Platine und Teensy zusammen gut 60 Euro, und dann weniger als weitere 20 Euro netto für den gesamten Rest.

Edit zwecks Vermeidung unnötiger Missverständnisse: Das bezieht sich nicht auf das Board von Hobbytronics, sondern auf die ein bzw. zwei Posts weiter oben verlinkte Raspberry-Pi-Lösung. Da hat sich zeitlich bisschen was überschnitten.
 
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Bodo
Bodo
Gnabbldiwörz!
Man müßte hier nochmal drüber nachdenken. Vom Preis her wäre das ok und zusätzliche Beschaltung ist ja nur die Optokoppler Eingangsprotection und von irgendwas die Spannungsversorgung nehmen.

Ja, das wäre noch im Rahmen (sofern da nicht noch horrende Versand-und-sonstige-Kosten wegen Non-EU-Imports anfallen).

Ob bidirektional verwendbar in Sachen Clock müßte erforscht werden.

Bei den "Available Otions" / "Preinstalled Software Options" steht sogar "MIDI Device"... und die Clock braucht nichtmal bidirektional zu sein. "DIN rein, USB inkl. Stromversorgung für den Polaron raus" reicht ja schon. Zumindest mal nachdenkenswert.

Edit: Ich hab Hobbytronics eben mal angeschrieben und angefragt, ob das so geht, wie ich mir das vorstelle. Schaumerma, wie der Kaiser sagt.
 
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S
Sascha41
....
Sollte mit einem Arduino Pro Micro gehen ( günstig z.B. bei Berrybase ), hier ein Beispiel: Link
Ciao, Sascha
 
Bodo
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Gnabbldiwörz!
Sollte mit einem Arduino Pro Micro gehen ( günstig z.B. bei Berrybase ), hier ein Beispiel: Link

Das hatte ich vorhin schon gesehen, es scheint aber zwingend den USB am PC angeschlossen haben zu müssen (auch wegen der 5-V-Betriebsspannung!). Und damit isses (leider) raus.

Außer man könnte die 5 V mit einer separaten DC-Buchse (Hohlstecker oder nicht auf dem Arduino befindliche und nur der Stromversorgung dienende USB-Buchse) bereitstellen und dann den Arduino-internen USB-Port nur als MIDI-und-Versorgungsport für den Polaron verwenden.

Ist sowas in der Arduino-Welt zulässig oder total verboten und kann gar nicht funzen?

Ansonsten wäre das nämlich genau das, was mir vorschwebt - Arduino für ein paar Euro, Optokoppler, Buchsen, Kleinmaterial, fertig. Die DIN-MIDI-Out-Buchse würde ich dabei sogar noch weglassen, es geht mir ja wirklich nur darum, die MIDI Clock in den Polaron zu kriegen und den gleichzeitig via USB mit der benötigten Betriebsspannung und dem zugehörigen Strom zu versorgen.
 
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S
Sascha41
....
Das hatte ich vorhin schon gesehen, es scheint aber zwingend den USB am PC angeschlossen haben zu müssen (auch wegen der 5-V-Betriebsspannung!). Und damit isses (leider) raus.

Entweder
a) ein USB-Kabel mit zusätzlichen Spannungsversorungsanschluß nehmen (war früher für externe Festplatten häufig üblich) oder
b) einen einfachen USB-Hub und darüber die Spannung zur Verfügung stellen ?
 
Bodo
Bodo
Gnabbldiwörz!
a) ein USB-Kabel mit zusätzlichen Spannungsversorungsanschluß nehmen

Wusste zugegebenermaßen gar nicht, dass es das gibt :shock:. Mein erster Gedanke war dann was in Richtung Y-Kabel, und Duckduckgo spuckt sowas aus => https://www.sir-apfelot.de/bestseller/kabel/usb-y-kabel/.

b) einen einfachen USB-Hub und darüber die Spannung zur Verfügung stellen ?

Das ist irgendwie schon wieder "mehr rumfliegende kleine Kästchen" als mir lieb wäre. Der müsste dann ja auch wieder mit einem "Handy-Ladegerät" o.ä. betrieben werden.

Grundsätzlich (soviel habe ich in Arduino-Foren gefunden) kann man die ja per direkter 5 V auf den entsprechenden Pin versorgen, und das Problem "parallel über Pin und USB versorgt, und immer etwas Stromfluss dazwischen, weil parallel und Spannungen nicht ganz exakt gleich" besteht dann ja nicht, weil der Arduino über den USB eben nicht auch noch mit 5 V versorgt würde, sondern die "nur" brav an den Polaron liefern soll.

Wenn ich einen totalen und kapitalen Denkfehler machen sollte => nehmt euch Tomaten, und dann :superstar:
 
S
Sascha41
....
Ich denke mal du kannst den "Arduino Pro Micro" nicht "rückwärtsbetreiben" bzgl Spannungsversorung, d.h. über USB wird keine Spannung ausgegeben wenn ich mich richtig ans Schaltbild erinnere..
 
klangsulfat
klangsulfat
format c: /y
Sollte mit einem Arduino Pro Micro gehen ( günstig z.B. bei Berrybase ), hier ein Beispiel: Link
Ciao, Sascha
Das ist normales USB-MIDI-Interface und kein MIDI-USB-Host-Adapter. Ich wäre letztens selbst fast drauf reingefallen. Dafür bedarf es einen Arduino mit USB-Host bzw. Host-Shield. Da ist ein oller Raspberry Pi günstiger. Ich hab das letztens mal gemacht, meine Erfahrungen damit kannst du ab hier nachlesen.
 
Bodo
Bodo
Gnabbldiwörz!
Ich denke mal du kannst den "Arduino Pro Micro" nicht "rückwärtsbetreiben" bzgl Spannungsversorung, d.h. über USB wird keine Spannung ausgegeben wenn ich mich richtig ans Schaltbild erinnere..

Ich hab noch Nanos zuhause, da kann ich das die Tage mal einfach und unbürokratisch testen. In den Foren hatte ich das so gelesen, dass die parallel liegen und ein direkter Kontakt besteht (was dann ja eben zu Ausgleichsströmen führen soll, wenn z.B. am USB 5,01 und am direkt angeschlossenen Pin 4,97 V liegen oder so).
 
Bodo
Bodo
Gnabbldiwörz!
Hui, da ist aber eine Masse an Infos in echt kurzer Zeit zusammengekommen - und das vermutlich letzlich doch mit dem Ergebnis "ach was solls, wird zu aufwendig, nehm ich halt doch einfach den Trigger-Eingang" :selfhammer:.

Wie auch immer - ein dickes danke! und ❤️❤️❤️ an alle, die (bislang, ich will das ja nicht abwürgen) zu diesem Thread beigetragen haben!
 
 


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