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ADAT Merger

einseinsnull

[nur noch PN]
Für die diversen Geräte, die nur 2 oder 4 Kanäle für ihren ADAT Ausgang benutzen, suiche ich einen simplen Router, der mir die Kanäle wieder zu einem ADAT signal zusammensetzt, was alle 8 Kanäle enthält.

Es gibt zwar 1 oder 2 seltene, uralte Digitalmischer mit 2x ADAT - oder auch PCI Karten oder aktuelle, teure interfaces, die man dafür missbrauchen könnte, aber das nicht das was ich suche, denn am liebsten hätte ich eher gerne 4x ADAT oder sogar noch mehr.

gefunden habe ich das hier...


...aber da ist leider eine Null zuviel am Preisschild.

Mit der Konvertierung zu MADI findet man zwar tolle Router, kommt damit dann aber in ähnlichw Preisregionen wie mit obigen Router, das ist also auch ein sinnloser Versuch.
Minicomputerbasierte Bastellösungen (mit Billiginterfaces) erzeugt mir zuviel Latenz, außerdem könnte ich dann ja auch gleich den Hostrechner nehmen, dort weitere Interfaces anschließen, und dort mischen und routen.

In einer reinen Software ist es ein Nobrainer ein TDM Signal mit Zählern zu demuxen und neu zusammenzusetzen - warum baut niemand mal einen simplen ADAT Merger oder Router?
 
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(Update: @Summa war schneller - ich lasse meine Nachricht trotzdem mal, wegen Referenz und MOTU-Kram)

Interessant. Ich hab mal kurz geguckt - laut diesem Thread braucht das RME Digiface USB initial einen Host mit TotalMix zum "initialisieren" (laden der config) - danach gehts (mixing/routing) wohl auch ohne.
One may use DF standalone, if only one does not switch it off after initializing it using PC. I use it so, let it on forever....

Yes, it would be better if it would remember last setup... One could switch it off and on and maintain the desired functionality.

EDIT.
To sum it up, how to use DF standalone.
1) Run DF with computer and set it as needed.
2) Use DF as long as needed. One has to keep DF powered on, no computer needed, one may shut it down and disconnect.

I use powered USB hub, so DF gets power even without computer. One probably could use some kind of Y USB cable and power DF using batterypack if computer is not connected....

Vielleicht geht es ja mit den größeren Studio-Karten von Motu*? (24Ai/Ao haben z.B. 3x ADAT I/O) - kurze Recherche bringt Treffer für "standalone", und wenigstens bei den UltraLites meine ich das auch mal konkret gelesen zu haben (wobei die Mk5 halt nur 1x ADAT I/O mitbringt), vielleicht gilt das bei deren großen Geschwistern auch?
 
Das Behringer* X32 Rack kommt mir da noch in den Sinn, lässt sich mit ADAT Karte (4 In/Out) ausstatten.
 
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M.i.a.u.: einseinsnull
ich wusste zwar von der adat option, aber mit 4x4 habe ich nicht gerechnet.
Die USB Karte fliegt dann raus, die Klark Teknik Version der Karte ist unter Umständen was günstiger zu bekommen.
 
In einer reinen Software ist es ein Nobrainer ein TDM Signal mit Zählern zu demuxen und neu zusammenzusetzen - warum baut niemand mal einen simplen ADAT Merger oder Router?

Weil das gar nicht mal so trivial ist und man dafür Kenntnisse der FPGA-Konfiguration braucht. Hab mich mal mit den dafür notwendigen Komponenten (aka: Bastellösung!) befasst, als da wären:

4x Sender-Empfänger-Kombi, die auch schnell genug ist (SPDIF ist da ungleich ADAT, und letzteres hat deutlich höhere Ansprüche was Signalgeschwindigkeit und demzufolge die Hardware angeht), damit man damit das serielle Licht-Signal überhaupt in elektrische Signale und umgekehrt übersetzen kann: https://www.voelkner.de/products/688740/Cliff-LWL-Steckverbinder-FC6842135TR-Toslink-Tranceiver.html

1x Arty A7-100T-Entwicklerboard https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/arty_a7-100t_artix-7_fpga-entwicklungsboard-285629

Eine DIY-Lösung, um die vier Tranceiver ans Board anzuklemmen, mit Strom zu versorgen und das ganze auch noch mechanisch stabil und belastbar auszuführen.

Einen schnellen Rechner mit über 100 GB freiem Speicherplatz, damit man Vivado überhaupt installieren und betreiben kann. Ohne diesen Moloch kann man Xilinx-FPGAs wohl weitestgehend vergessen. Und dann muss man halt Verilog oder VHDL können.

Anschließend kann man sich dann hinsetzen und die Spezifikation von ADAT selbst lernen und begreifen: https://ackspace.nl/wiki/ADAT_project

Dann stellt man fest, dass man ohne Oszilloskop nicht weiter kommt, weil man sich irgendwie das nackte ADAT-Signal anschauen muss, damit man wirklich versteht, was überhaupt Sache ist.

Danach muss man halt eine Logik erarbeiten, um diese Daten per FPGA zu verarbeiten, die "vier mal acht" eingebetteten Audiosignale simultan mit unterschiedlichen Attributen zu manipulieren, herumzurouten, zu mischen und wieder als "vier mal einen" ADAT-Datenstrom aufzubereiten und zwar in einer Geschwindigkeit, die möglichst wenige Frames hinter dem ursprünglichen eingehenden ADAT-Signal liegt, weil man sonst in der Sync-Hölle landet.

Kostet viele hunderte Euro in Werkzeugen und Material und viele dutzende Stunden in Zeit, weil man basteln, lernen und verzweifeln muss. Habe dieses Projekt pausiert, weil mir grad schlicht die Zeit fehlt, um mich mit dem Studium einer Hardwarebeschreibungssprache zu befassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
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M.i.a.u.: einseinsnull
  • #11
Weil das gar nicht mal so trivial ist und man dafür Kenntnisse der FPGA-Konfiguration braucht.

Dass so eine adat Karte aquasi "gerätespezifisch" ist und ein Laie wie ich das nicht selbst bauen kann leuchtet mir noch ein.

Was mir nicht einleuchtet ist, warum das 350 Euro RME Teil seine Einstellungen nicht behält und man es somit nicht als echtes Standalone Gerät betreiben kann obwohl das Ding ja der Mixer ist und den Computer nur als Remote braucht.

Ansonsten macht das alles, was ich von einem Router erwarten würde.

Früher gab es ja eine ganze Reihe von Geräten mit weniger als 8 adat ausgängen, selbst das H-8000 nutzt nur 4 Ausgänge, spätestens wenn man 44 kHz benutzt ist das doch die reine Verschwendung.

Kostet viele hunderte Euro in Werkzeugen und Material und viele dutzende Stunden in Zeit, weil man basteln, lernen und verzweifeln muss. Habe dieses Projekt pausiert, weil mir grad schlicht die Zeit fehlt, um mich mit dem Studium einer Hardwarebeschreibungssprache zu befassen.

FPGA kommt für mich genauso wenig in Frage wie löten, kann ich alles nicht.

Vor allem scheint Selbstbau auch noch teurer zu sein wie kaufen, wenn ich das richtig sehe? :)

Das MOTU LP32 wäre ideal, allerdings nur noch gebraucht zu bekommen.

Die DAC mit 2x adat sind mir bekannt, dass es auch einen digtialen mit 4 gibt wusste ich nicht.

1788947056598.webp

Gebraucht ab 120 Euro? Wenn das jetzt nicht wieder irgendwelche Einschränkungen in der Software hat und auch komplett alleine läuft, ergo sein Setup speichern kann, dann wär´s das doch.

Bis aufs Format und das externe Netzteil, aber damit kann ich dann auch leben.
 
  • #12
Alles speicherbar, läuft mit jedem Browser und natürlich standalone, sowohl der DSP basierte Mixer, als auch die Routing-Matrix. 120 Euro? - ich habe Zweifel 😉
 
  • #14
Schlimmer als ebay geht immer? :) Aber das kostet ja neu nur 700.
Hat halt leider auch wieder andere Sachen zusätzlich, die ich nicht brauche.
 
  • #15
Weil das gar nicht mal so trivial ist
Was du beschreibst ist soweit richtig. Mir ist nur nicht klar, wo du hier die Transceiver brauchst?

ADAT hat meines Wissens 8 x 48kHz + 64 Bit, weil es 4x S/PDIF kann/ist/transportieren soll. Das wären kmapp 25MHz. Mit meiner FPGA-Workstation sende ich 64 Stereokanäle mit SERDES, also einem normalen IO über LVDS. Das sind 400MHz DDR über 2 Leitungen.

Ich wollte mich da auch schon mal dran machen, hatte aber keine genaue SPEC und es hätte eine hardware her gemuss, die das auch kann. Die normalen Optokoppler für TOS sind teilweise nicht schnell genug. Als ich das seinerzeit mal technisch implementieren wollte, war ALESIS sehr knauserig mit Doku. Daher habe ich das gedanklich aus dem Projekt geschmissen.

Es wäre aber machbar, das zu implementieren. Ich bin gerade in einem redesign meines Synths, um das Wesentliche in eine Testplattform auf dem Digilent Nexys zu bringen. Es hat einen Artix 200 drauf mit seinen massigen 740 Multipliern. Die finale Planung läuft auf Trenz 0725er PCBs hinaus mit Artix 100. Die soll dann auch nachbaubar sein, um MIDI Mixer, Synthesizer und Mischpult reinzubekommen. Aktuell hat jedes der 3 boards 3 Eingänge für S/PDIF. Man könnte einen davon in einen mixed ADAT wandeln und umschalten, so wie bei der alten Prodif-Karte.

Die 24,xx MHz sind da kein Problem. Das ist 1/8 der FPGA Taktfrequenz. Man könnte das also soagr asynchron ohne Taktrekonstruktion annehmen.
Damit wären auch ADAT-Ströme zu mischen, die mit leicht unterschiedlichen Quellen arbeiten. Erkennen, umsetzen und einen neuen Takt erzeugen ist keine große Sache. Für DSD habe ich das sogar mit resampler gebaut: http://www.96khz.org/htm/dsdresamplermixer.htm

Da steckt halt extra Arbeit für Elektronik drin. Wenn man einen richtigen stand alone ADAT-Mischer bauen wollte, könnte man zwar auch ein einziges kleines FPGA um die 50,- nehmen. Es braucht aber die schnellen Optokoppler und es muss eine Platine gemacht werden.
 
  • #16
Zwei Drittel dessen, was ich realistisch betrachtet demnächst damit machen möchte, bewegt sich um ein System herum, bei dem ein H-9000 über ein vintage Motu* an einen vintage computer angeschlossen wird. Dieses System ist ultraflexibel, bis hin zu einem kompletten Standalone 8x8 matrix router oder der Möglichkeit, mit 2 verschiedenen Programmen auf dem Mac gleichzeitig auf die IOs zugreifen können.

Allerdings bedarf das die ADAT out vom rechner zum eventide zurückzukoppeln (also die Kabel regelhaft in beide Richtungen zu stecken), mit dem Ergebnis, dass nicht noch etwas Drittes hinten dran packen kann. Und, wie sollte es anders sein, natürlich gibt es keine ADAT Erweiterungskarten dafür, sondern nur noch MADI.
 
  • #17
Mir ist nur nicht klar, wo du hier die Transceiver brauchst?

Das sind die Bauteile, in die die Toslink-Stecker rein kommen. Das oben verlinkte Modell ist schnell genug, um ein ADAT-Datenstrom in ein elektrisches Signal zu übersetzen. ADAT und S/PDIF sind nicht identisch. Die meisten anderen Tranceiver auf dem Markt können nur das langsamere Stereo-S/PDIF-Format wandeln.
 
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M.i.a.u.: engineer
  • #18
Das sind die Bauteile, in die die Toslink-Stecker rein kommen.
Ah, ich dachte du meinst die Transceiver im FPGA. Die brauchen wir ja für HDMI und SATA im Bereich von GBits. Ok soweit!

Die Toslinkbuchsen sind aber mithin das Problem: Ich habe nun selber mal gesucht und finde welche bis 20Mbps, allerdings zu jeweils 25,- das Stück. Das sind dann schon 200,- für eine 4x4 Schiene und damit mehr, als für den FPGA und PCB. :achso:

Bei ALIBABA gibt es welche bis 16Mbit, die für die 12Mbit die es in S/PDIF wären, ja reichen sollten. Die kosten nur um die 3,- aber da muss man 200 Stück Mindestabnahme kaufen

Die normalen TOSLINK liegen unter 1,-. hm, da muss man nochmal suchen. Eventuell geht auch TDIF: Ich habe einen ADAT-TDIF-Konverter für mein TM-D1000. Das arbeitet ausgangsseitig elektrisch.
 
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M.i.a.u.: 2bit
  • #19
Die Toslinkbuchsen sind aber mithin das Problem: Ich habe nun selber mal gesucht und finde welche bis 20Mbps, allerdings zu jeweils 25,- das Stück. Das sind dann schon 200,- für eine 4x4 Schiene und damit mehr, als für den FPGA und PCB. :achso:

Bei ALIBABA gibt es welche bis 16Mbit, die für die 12Mbit die es in S/PDIF wären, ja reichen sollten. Die kosten nur um die 3,- aber da muss man 200 Stück Mindestabnahme kaufen

Der oben erwähnte Cliff FC6842135TR kriegt laut Herstellerangaben 16 Mbps hin:

1791921662966.webp

Und es sind jeweils ein optischer Eingang und ein Ausgang in einem Gehäuse verbaut:

1791921703091.webp

Macht bei Voelkner dann ca. €20,- plus Versand für vier Stück. Ich hab relativ lange gesucht, bis ich diese Dinge gefunden hab, eben weil ich auch zuerst über die einzelnen Ein- und Ausgangsbauteile gestolpert bin, die ich unverschämt teuer fand.

Die funktionieren jedenfalls eindeutig an ADAT, ich hab's mit nem RME Digiface USB und nem Oszilloskop testen können.
 
  • #20
Die funktionieren jedenfalls eindeutig an ADAT, ich hab's mit nem RME Digiface USB und nem Oszilloskop testen können.
Das klingt gut. Die hatte ich auch schon gefunden, war mir nur wegen der "16 Mbps" unsicher, denn ich bin immer noch nicht 100% firm, wie das ADAT-Protokoll genau aussieht. Alle Versuche es mit CHAT rauszubekommen sind dahin gemündet, dass man mir was von "overhead" erzählt hat und es eben nicht einfach ein TDM von S/PDIF ist.

Und es ist leider auch so, dass die Lieferanten wie V et all gerne mal Bandbreiten-MHz mit Baud verwechseln. So wie ich das sehe, sind die 16Mbps in der Tat ausreichend, man muss aber im Hinterkopf haben, dass dies an die 100MHz Bandbreite erfordert, um Rechteckwellen zu transporieren, die auch noch so aussehen!
 
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