Akai MPC ... nur welche?

Dieses Thema im Forum "mit Sequencer" wurde erstellt von chubbychecker, 14. November 2013.

  1. hallo
    ich habe an anliegen..und zwar möchte ich mein studio verkleinern und meine Drummachines aufnehmen und stattdessen lieber nur eine MPc benutzen
    auch für eventuelle samples oder drumloops.. ich ahabe mir die reneaissance angehsen aber ist mir zuviel mit Pc verbunden..
    man sollte samples einfach über karte ode rusb laden können
    habt ihr da evetuelle erfahrungswerte mit mpc´s?
     
  2. beaty

    beaty -

    Ich denke die MPC 1000 oder 2500 wäre jeweils ein Kandidat.
    Am besten JJOS Version nach Wahl drauf machen.

    Die erfüllen beide deine Anforderungen.

    Edit: Vielleicht einfach mal die Online Doku zum JJOS durchlesen, das kannst schauen ob das was ist. Ich fand die 1000 ziemlich gut!
     
  3. 60 (dank SCSI Board und SCSI Bridge kann man CF Reader nutzen) 12bit Lofi Klang

    3000 (dank SCSI Bridge kann man CF Reader nutzen) 16 Bit

    2000XL (gibts mit CF Reader Mod bzw. direkt von Akai mit CF Reader) 16Bit

    4000 (hat nur usb, DVD Laufwerk) 24Bit, klingt sehr clean

    jetzt kommen wahrscheinlich noch die mit der 1000 /2500 und dem völlig überbewerteten JJOS und dem zu cleanen Klang.

    Die 4000 ist zwar auch clean, hat aber einen vollen Sampler drin.
     
  4. ja aber die 2000xl zb hat abe sehr wenig ram oder? und sounds muss man auf floppy saven
    Gibts denn die 2000 echt mit card reader?
     
  5. Yep, MPC 2500 mit JJOSXL.

    (habe selber ne 2000XL, aber da kommt man doch heutzutage ein bisschen schnell an die Grenzen. Und zwar nicht zwingend RAM-mäßig, mir reichen die 32MB eigentlich, aber die fehlende Möglichkeit etwas das man mit der MPC sequenzt mit dieser auch gleich aufzunehmen schränkt einen schon sehr ein.)
     
  6. tom f

    tom f Moderator

  7. die 2000XL (hatte selbst eine vor der 3000) hat 32mb. Ich hatte nie Probleme das der Speicher nicht reichen würde.

    Für Drum Samples mehr als ausreichend. Selbst längere Phrasen sind kein Problem.

    Die XL kann man ganz einfach auf CF Reader umrüsten. Die CLASSIC hingegen läßt dich nicht ohne weiteres zu, da muss man löten.

    Die 1000 wäre evtl. auch was, allerdings sind die Original Pads nicht so toll. JJOS wäre kein Kaufargument einer 1000 / 2500.

    Edit: was bringt das Aufnahme Feature wenn man ein Interface, DAT, HD Disk Recorder hat? Zu mal das JJOS ein Work Around ist mit allen Ecken und Kanten.
     
  8. kann man keine sequenzen aufnehmen meinst du?
    was ist dieses JJOSX? kann man das selber draufmachen?
    hat deine xl xardreader?
     
  9. beaty

    beaty -

    JJOS ist wohl von einem ehemaligen Entwickler von Akai, oder so.
    Das erweitetert die MPC um einige super Features wie z.B. x0x Progamming(Grid Edit) , Audio Tracks usw.

    Siehe hier die Vergleichsübersicht:
    http://www7a.biglobe.ne.jp/~mpc1000/chart.htm

    Es gibt auch eine Free Edition, die kann sogar alles was das original Akai OS kann plus z.b. Grid Edit.
    Auch die Editionen die was kosten lohnen sich sehr, finde ich.
     
  10. also ich schwanke jetzt zwischen 2000xl mit card reader , Mpc 1000 & 2500...
    hat die 2000 xl irgendne besonderheit zb im Sound oder sonstige Kriterien warum man sich ne 2000 statt 2500 kaufen sollte?
     
  11. beaty

    beaty -

    Also du hast einen Sampler, wenn die 1000er & 2500er so clean sind wie behauptet dann kannst du da alles mit wiedergeben was du Samplen kannst.
    Ich persönlich würde in diesem Fall keinen Sampler bevorzugen weil er einen bestimmten Charakter rein bringt, diesen Charakter kann man doch auch Samplen, oder? :mrgreen:
     
  12. Weil man einen kompletten Track in der MPC bauen will samt Arrangement, der sich nächstes Mal noch genauso anhört wie beim zusammenbasteln? Dann nehme ich nämlich gleich die Sequenzen auf, und bau dann mit diesen in den Patterns einen Song auf.

    Wenn man alles externe über Midi sequenzt, und dann die einzelnen Sachen sofort im PC aufnimmt ist es natürlich Wurst.


    Sorry, aber das ist Quark.
    Der Typ der JJ OS baut ist der Originalentwickler des MPC1000 und 2500 OS. Wurde anscheinend von Akai damals nicht richtig bezahlt, und hat dann sein eigenes Ding gemacht.
    "Work around" triffts also nicht ganz, sondern eher "Fortentwicklung".
     
  13. wie meinst du das? sampler sind ja alle mpc versionen oder?
    ich hatte mal nen S950..der hatte auch so ein grundrauschen zb...
    ich kenn jetzt den soundunterschied von 2000 und 2500 nicht.... wie kann etwas zu clean klingen? eher dünn vielleicht?
     
  14. beaty

    beaty -

    Unter clean verstehe ich: Das was nach Gehör raus kommt entspricht dem was rein geht.
    Da ich das von einem Sampler erwarte, passt das.

    Nun hast du in einem Sampler ja auch immer AD/DA Wandler und ein Speichersystem.
    Beides kann den Sound beeinflußen und das wird zumindest der AD Wandler in jedem Fall, die Frage ist nur ob wir Menschen das hören oder ob es nur Messbar ist.
    Wenn ich es hören kann ist dann die Frage ob es mir gefällt und in meinen Sound passt.

    Wenn ich also einen Sampler habe der "clean" ist, also nach Gehör Rein=Raus, dann brauch ich mir um die 2. Frage keinen Kopf mehr machen und ein zig Jahre altes klobiges Gerät kaufen.
    Just my 2 cent und das schließt nicht aus das ich mir mal eine 2000xl kaufen werde! :mrgreen:
     
  15. ja das ist verständlich..
     
  16. JJOS ist eine nicht von AKAI supportete Software, ein alternatives OS. Man kann es selbst drauf machen, man verliert aber die Garantie (je nach Alter eh egal).

    JJOS hat Bugs.

    Ich persönlich würde eine 2000XL vorziehen wenn man schon eine Studioumgebung hat.
     
  17. tandem

    tandem aktiviert

    MPC60 und MPC3000 haben Charakter, MPC1000+JJOS, MPC2500+JJOS und MPC4000 klingen etwas anders und sind etwas näher an moderner DAW-Arbeitsweise orientiert.

    Wenn ich nicht schon seit vielen Jahren mit dem 3000er arbeiten würde, dadurch eingearbeitet bin und deswegen sowohl den Bedien- als auch den Sound-Charakter lieben würde, würde ich mir wahrscheinlich das 4000er holen... das Angebot von tom f klingt gut.

    Zum Sound-Unterschied: Meine Frau hatte mal ein MPC1000, da klangen die 909- und 808-Samples schon anders, mMn nicht so fett (v.a. die Kickdrums), also schlechter als mit dem MPC3000, obwohl es genau die gleichen Samples waren, umgewandelt auf dem Mac mit MpcPgmMaker.
     

  18. naja das ist das was eigentlich klar ist und die 1000 aufwärts fraktion nie wahr haben will.

    Die 2000XL konnte noch gute Drums ausgeben. Hat sich nicht umsonst ebenfalls bewährt.
     
  19. beaty

    beaty -

    Achwas, ist ja interessant! Und woran liegt das?
    Alle Modelle laufen Digital, was ist besser an den alten Kisten, das muss doch objektivierbar sein?
     
  20. ja natürlich ist es das !!

    siehe oben Stichwort A/D + D/A Wandlung unnd natürlich die Bit Auflösung.

    Zu der Aufhnahme Möglichkeit, es ist ein nettes Feature was JJOS bietet, es ist allerdings nicht immer stabil. Wenn man mit Cubase aufnimmt, komisch dann hören sich meine Aufnahmen auch nach 25 mal hören immer noch gleich an!
    Das Argument das man hier seinen Track bauen kann ist als nur bedingt statthaft. Vorausetzung ist das man eine Studioumgebung (Cubase, Reaper, Live,Logic, etc. plus Interface hat).
     
  21. tandem

    tandem aktiviert

    Ja, vielleicht liegt's an unterschiedlichen Wandlern? Aber das 3000er hat ja genauso 16 bit wie das 1000er.

    Was mir beim MPC3000 schon vor langer Zeit mal aufgefallen ist: Das Abspielen der Samples scheint irgendwie speziell programmiert zu sein. Samples müssen nämlich eine gewisse Mindestlänge haben, damit man sie hört, ca. 20 ms, kürzere hört man nicht.

    Beispiel: Ich benutze die 808/909-Samples der TRminator Sample-CDROM im Akai-S1000-Format, die es in den 90ern mal gab. Das Sample der 808 Closed Hihat ist da extrem kurz, weniger als 20 ms. Mit dem Akai S3000-Sampler kein Problem, auf dem MPC3000 war aber nichts zu hören. Aber nachdem ich am Ende des Samples Stille eingefügt hatte, so dass es 20 ms lang war, wurde die 808CHH dann auch hörbar abgespielt. Scheinbar werden die Samples irgendwie in 20 ms Blöcken geladen oder so. Vielleicht deshalb der Unterschied zu den neueren MPCs...? Das MPC3000 hat auf jeden Fall v.a. in der Attack-Phase einen fetteren Klang als die MPC1000. Vielleicht hängt das ja mit den ersten 20 ms zusammen.
     

  22. 909 und 808 hab ich zum glück in original..
    will eher percussion sounds ala 727 , RZ1,drumtraks und so samplen..eventuell pianochords..
     
  23. tandem

    tandem aktiviert

    Ich vermute, dass auch solche Persussion-Sounds auf der 3000er anders klingen werden als auf den neueren MPCs. Trotzdem würde ich zur 3000er (oder 60er) nur raten, wenn man mit der Arbeitsweise zurecht kommt.

    Statt zur 1000er oder 2500er würde ich dann aber - wie schon geschrieben - zur 4000er tendieren.
     
  24. die 3000 kriegt man leider fast garnicht in europa...und ist preslich wie die 4000 bei über 1000 €
    mein budget liegt so bei 5-600€
     
  25. Hast du für diese gewagte These ein Beispiel parat, oder ziehst du dir das grad irgendwo her?

    Sonst würde ich mal sagen, das ist das beknackteste das ich seit langem lesen durfte in diesem Forum.
     
  26. beaty

    beaty -

    Dann bleibt nur die MPC 1000.

    Oder wenn es ganz klein soll die MPC 500 wobei du da über einen externen Sequenzer arbeiten solltest.
     
  27. Und mal ganz ehrlich, ich habe noch keine MPC ohne Bugs erlebt.

    Die MPC2KXL ist mir schon auf der Bühne ins Nirvana abgestürzt.

    Saugeil, wenn du vor der tosenden Menge stehst, und dann dieser schöne Bildschirm mit den Hexzahlen erscheint.
     
  28. TGM

    TGM -

    Oh Mann, das ist eine Frage der Hardware und möglicherweise auch von Myhten und Legenden. Ich versuch's kurz zu machen:

    Die MPC60, die MPC60 II und die MPC3000 sind die klassischen MPC's, an denen Roger Linn maßgeblich mitgewirkt hat. Die MPC60 hat 12 Bit Sampling, die MPC 3000 hat 16 BIt Sampling. Das ist schon mal ein Unterschied, der sich im Klang bemerkbar macht. Wenn dich das interessiert, dann recherchier mal ein bisschen nach Roger Linn. Der hat in Interviews erklärt, wie er – trotz der nur 12 Bit – den Sound der MPC60 so hinbekommen hat. Die MPC60/3000 sind noch richtige Qualitätsprodukte, die für Profimusiker entwickelt wurden. Roger Linn hat seine gesamte Erfahrung einfließen lassen und war davon überzeugt, dass es sich um eine ganz neue Form von Instrument handelt, das zu spielen gelernt werden muss. Das haben die Hip Hopper getan und auf zahlreichen klassichen Hip Hop Scheiben eingesetzt. Dadurch ist die MPC unsterblich geworden. Alle drei Varianten wurden von Akai Japan produziert. Die MPC3000 hat – wenn ich mich nicht irre – einen S-Serien-Sampler (S3000/3200) drin: Mir war aufgefallen, dass Martin Gore diese Sampler sehr wegen ihres Drucks bei Drum-Sounds den Emu-Samplern vorzog. Wenn diese beiden Aussagen zutreffen, hat das Entwicklungsteam einfach nur gute Arbeit geleistet und halt einen Standard gesetzt. Dass solche Standards von vor zwischenzeitlich 20 Jahren heute nicht mehr erreicht werden, ist zwar traurig, hat aber wohl etwas damit zu tun, dass die betroffenen Unternehmen einfach nicht mehr an der hohen Qualität ihrer Produkte interessiert sind, wie das früher halt mal der Fall war. Der Markt hat sich verändert.

    Die MPC 2000 bzw. die 2000xl waren quasi die Billigschiene für die Leute, die sich die MPC 3000 nicht leisten konnten. Roger Linn war an deren Entwicklung bereits nicht mehr beteiligt. Dann kam die MPC4000. Die hatte Anfangs ein Betriebssystem, das ziemlich buggy war. Dadurch hat die sich erstmal einen schlechten Ruf eingehandelt. Zudem ist die MPC4000 derart mit Features wie z. B. komplexem Multisampling (quasi Akai Z-Sampler-Serie) ausgestattet, dass manch einer, der mit den wenig komplexen Vorgängern aufgewachsen war, nicht damit klarkam. Das hat der MPC4000 einen zu Unrecht schlechten Ruf eingebracht. Das Ding ist die Killer-MPC schlechthin und stellt alles was es vorher und was es nachher gab, in den Schatten. Die letzte OS-Version 1.71 ist stabil und einfach Hammer. Hinzu kommen wahnsinnig gute Midi-Steuermöglichkeiten: Sowas hat keine andere MPC. Aufgrund von Größe und Gewicht ist die MPC4000 heutzutage etwas für's Studio, insbesondere dann, wenn man mit Hardware statt mit Computer und Software arbeiten möchte. Die MPC4000 war das letzte von Akai Japan hergestellte Gerät (die weiße Version).

    Dann kam die Übernahme durch Numark. Manchmal sprechen die Leute auch von Nukai. Die damals vorhandenen MPC'S wurden mit blauem Gehäuse verkauft. Bei der MPC4000 traten die ersten Fertigungsprobleme (Hauptprozessordefekte) auf. Die später produzierten MPC1000 und 2500 sind quasi wieder die alten MPC-Konzepte in neue, billiger zu produzierende Hardware verpackt. Die frühere Fertigungsqualität von Akai Japan wurde dabei kaum mehr erreicht. Produkte wie MPC1000 und 2500 mussten jahrelang auf eine Software-Update warten. Das war die Stunde für das JJOS, dass nur auf den beiden Modellen läuft und quasi Akai vorführt: Dort werden bis heute Features implementiert, die sich die User wünschen und die zudem zeigen, welches Potenzial in den Kisten und im MPC-Konzept gesteckt hätte. Das alles ist zwar löblich, an der Hardwarequalität von MPC1000 und 2500 ändert das dennoch nichts.

    Die letzte Hardware MPC war dann die MPC5000. Hier hat Akai einen recht guten Kompromiss zwischen dem ursprünglichen MPC-Konzept und der gepimmten MPC4000 gefunden. Leider ist die Umsetzung nur bedingt gelungen. Immerhin hat man noch ein OS 2.0 nachgereicht, sodass einige Verbesserungen durchgeführt werden konnten. Aus Sicht einiger MPC5000-Kunden hat das OS aber noch Entwicklungsbedarf. Ich sehe das etwas differenzierter, wie ich auch im entsprechenden Thread geschrieben habe.

    Unterm Strich würde ich sagen, dass new Akai die Chancen nicht genutzt und zu viele unfertige Produkte auf den Markt geworfen hat. Mit der Ankündigung der MPC-Renaissance hatten die MPC-Jünger gehofft, dass sich das ändert. Wenn man die Fach- und Onlinemagazine liest, könnte man das auch tatsächlich glauben. Ich hab' die Kiste selbst getestet und das war alles andere als das, was man als eine stabile und zukunftsweisende Lösung bezeichnen konnte. Seither bringt Akai zwar regelmäßig Updates raus die bestehende Probleme beseitigen, aber meist kommen doch irgendwelche neuen Probleme hinzu. Und über die Preissenkungen freuen sich die US-Amerikaner auch nicht sonderlich, weil die Produkte so stetig an Wert verlieren. Und der Preis ist auch ein Indikator für Qualität, wie man z. B. bei NI Maschine, Access, Clavia, Eleltron, usw. sehen kann.

    Wie auch immer: Das ist nur meine ganz bescheidene, subjektive Meinung. Akai kann auch gutes Zeugs herstellen: Ich habe einen Push und bin damit zufrieden :)
     
  29. tandem

    tandem aktiviert

    Für das bisschen Klang kaufen sich manche 'nen Minimoog statt 'nen Voyager oder Little Phatty, 'ne 808 statt 'ne Miami oder 'ne 909 statt 'ner Xbase. Heute würde ich mir wahrscheinlich 'n 4000er holen, aber das bisschen Klangunterschied sollte man nicht kleinreden oder verschweigen.
     
  30. tandem

    tandem aktiviert

    Mein 3000er ist mir in 18 Jahren noch nicht einmal abgestürzt (ich mache aber auch keine Live-Auftritte).
     

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