Neu

Analoge Synthesizer haben ausgedient..

  • #511
Ich habe keine Ahnung vom Programmieren. Das ist 25 Jahre her, damals war ich wohl recht gut, das ist aber alles weg
und es interessiert mich auch nicht im geringsten was du für Ergebnisse aus irgendwelchen Prompts herausholst.

Mich interessieren ausschließlich besondere Skills von besonderen Menschen, die besondere Ergebnisse zur Folge haben.

Das schließt sämtlichen KI-Bullshit einfach mal kategorisch aus.
 
  • Daumen hoch
  • HaHa
M.i.a.u.: Akai, Hamudi2000 und K4c38v5kdz7rv-332
  • #512
Alles klar, jetzt weiß ich mit wem ich es zu tun habe😂

Ich werde mal die beiden Ansätze implementieren lasse, mal schauen wie es mir gefällt.
1791364127239.webp
1791364146827.webp
Und den Punkt hier nicht vergessen:
Der wichtigste Punkt fürs Design: Sättigung pro Kanal erzeugt nur Obertöne dieses einen Signals. Intermodulation zwischen den Spuren entsteht erst, wenn das Signal nach der Summierung durch eine nichtlineare Stufe läuft, also im Summenverstärker, in einem Übertrager oder auf dem Masterband. Diese Intermodulation hören die meisten als „Kleben“ (Glue) des Mixes. Eine Sättigung nur im Kanalzug reicht dafür also nicht, auch Gruppen und Master brauchen eine.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • #513
Elektron* hat mit seinen Geräten bewiesen, dass man Innovationen auch im preislich machbarem Rahmen anbieten kann.
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: ModernerPurist
  • #514
Elektron hat mit seinen Geräten bewiesen, dass man Innovationen auch im preislich machbarem Rahmen anbieten kann.

Aber das ist eher haptischer Workflow vs. klangliche Unterschiede. Das muss man schon trennen.

Mich beschäftigt eher die Frage, welche komplexen Unterschiede unterschiedliche Arbeitsweisen zur Folge haben.

Heute ist es wohl eher eine Frage der grundsätzlichen Ästhetik und weniger die Frage, ob es objektiv gut klingt oder nicht.
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: electric guillaume
  • #515
ja, noch (obwohl ich mir vorstellen kann, dass viele Plugin-Hersteller schon KI zur Codeerzeugung einsetzen). Aber die Anzahl vibe-coded Software wird vermutlich insgesamt noch stark ansteigen - was sich natürlich auch negativ auf den kommerziellen Markt auswirken könnte.

bleibt immer noch das problem, dass der anstieg der zahl verschiedener plug-ins sich erst mal nicht darauf auswirkt, dass auch insgesamt mehr software gekauft oder eingesetzt wird als zuvor.

viel spass beim lösen. :)
 
  • #516
Ich glaube die Plugin Entwickler werden immer weniger verkaufen. Eben weil sich viele jetzt ihre Software selbst machen können, nicht alles, aber eine ganze Menge.

Ich wüsste derzeit nicht warum ich nochmal eine DAW oder ein Plugin kaufen sollte.
 
  • #517
Hey, aber das Mischpult in meiner DAW etwas Analogverhalten beibringen werde ich mal auf meine Liste schreiben. Was wäre da ein guter Ansatz? Leichte Unterschiede zwischen rechts und links, das erzeugt ja immer diese 3Dimensionalität. Sollten Kanäle übersprechen? Oder soll auf jeden Kanal eine Tape Emulation mitlaufen mit Übersprechverhalten?
Auf jeden Fall eine nette Idee um mal etwas rumzuprobieren.

kanaltrennung, phase oder kompression wäre eher eine zerstörung der digitalen vorteile.

bauteilvarianzen und -limitierungen zu emulieren halte ich persönlich generell für spinnerei, es mag andere meinungen dazu geben.

die key features in einem virtuell-analogen software mischer sind die sättigung bei übersteuerung und/oder ggf. die summing engine selbst.

in letzterer würdest du das prinzip des bus loadings direkt implementieren, was man nicht so ohne weiteres mithilfe von insert-plug-ins machen kann.

im analogmischer ändert sich beim zussammenfügen nicht nur der pegel, sondern auch die impedanz.

sowas machen nur luna und harrison.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: K4c38v5kdz7rv-332
  • #518
Ich glaube die Plugin Entwickler werden immer weniger verkaufen. Eben weil sich viele jetzt ihre Software selbst machen können, nicht alles, aber eine ganze Menge.

das ändert dann zwar das verhältnis von commercial und custom synth plug-ins, aber nicht das zwischen digital und analog.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: K4c38v5kdz7rv-332
  • #519
kanaltrennung, phase oder kompression wäre eher eine zerstörung der digitalen vorteile.

bauteilvarianzen und -limitierungen zu emulieren halte ich persönlich generell für spinnerei, es mag andere meinungen dazu geben.

die key features in einem virtuell-analogen software mischer sind die sättigung bei übersteuerung und/oder ggf. die summing engine selbst.

in letzterer würdest du das prinzip des bus loadings direkt implementieren, was man nicht so ohne weiteres mithilfe von insert-plug-ins machen kann.

im analogmischer ändert sich beim zussammenfügen nicht nur der pegel, sondern auch die impedanz.

sowas machen nur luna und harrison.
Danke für die Tipps, ich habe jetzt schon alles eingebaut, ist ein Mix aus Konsolenverhalten und Mehrspurtapeaufnahme geworden, Wird einfach nur im Mixer im Masterkanal dann per Analog Button angeschaltet, dazu kann man absichtlich alles mehr aussteuern und so künstlich in die Sättigung fahren.


Achtung, Zusammenfassung der KI:
in ANALOG-Schalter am Masterkanal (mit DRIVE-Regler) schickt jede Spur über eine Mehrspur-Bandmaschine mit Übersprechen zwischen benachbarten Spuren und über einen Pult-Eingang. Gruppen und Master laufen über einen Summierverstärker und danach über ein Stereo-Masterband. Dazu kommen Bauteiltoleranzen je Kanal und Seite, auch im Kanal-EQ, ein gemeinsamer Gleichlauf, leises Bandrauschen und eine TAPE-Lampe je Spur, bei gleicher Lautheit wie digital.
 
  • #520
bauteilvarianzen und -limitierungen zu emulieren halte ich persönlich generell für spinnerei, es mag andere meinungen dazu geben.

Kommt halt drauf an was man macht. Es gibt genauso großartige Musik, der es gut tat und solche, der es schaden würde.

Ich persönlich kann der tontechnischen Perfektion nichts abgewinnen. Es klingt für mich scheiße.

Ironischerweise unterliegt die tontechnische Perfektion einem Wandel, während das, was vor 20-30 oder gar 40 Jahren noch als Referenz galt, heute noch Referenz ist. Von daher ist es sehr fraglich, ob tontechnische Perfektion, unter der wir nun alle zu leiden haben, überhaupt notwendig war.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: TommNoise
  • #521
Ich persönlich brenne ja die Installationsdateien meiner Plugins auf alte Rohlinge aus den 90ern und führe sie von dort direkt aus. Fügt sich direkt viel besser im Mix ein. Verbatim hat die seidigsten Höhen. Quelle: Trust me Bro!
 
  • HaHa
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: claudio, Hamudi2000, electric guillaume und 3 andere
  • #523
Ironischerweise unterliegt die tontechnische Perfektion einem Wandel, während das, was vor 20-30 oder gar 40 Jahren noch als Referenz galt, heute noch Referenz ist. Von daher ist es sehr fraglich, ob tontechnische Perfektion, unter der wir nun alle zu leiden haben, überhaupt notwendig war.

Wer legt denn fest was Referenz ist und was ist denn an schlechter Kanaltrennung oder Brummen so toll?
 
  • #524
Satire on;

Schon klar. Deswegen gab es in den letzten zehn Jahren wahrscheinlich auch diesen unglaublichen Analog-Booster von Modularsystemen bis zu Clone-Varianten von A bis Z.

Manchmal denke ich wirklich, ich bin noch nicht richtig aufgewacht. BIn halt analog etwas träge..

Ein Alter Mann ist auch kein D Zug...

Ja darf ich wenigstens Angeln... nein auch verboten.....schau mal bei Steam vorbei, da gibts Cast n´ Chill.. in pixel Grafik so wie du es noch aus jungen Jahren kennst.

Immerhin...

da fängst du Fische die gibt es gar nicht mehr..wo du bald nur noch hin darfst..

Ja die Rodau.. Naja da gibts ne Bank und ne klene Brücke.....Ja eine Tüte kann man da rauchen.... Ja siehst du ....Das haben wir die erlaubt...


Und dann kommen sie:

„Ich bin voll auf der Digitalisierungswelle! Es wird sowieso alles digital. Arbeit wird digital, Synthesizer werden digital, der Kühlschrank wird digital, das Auto wird digital…“Du bist doch Digital ..Schau nochmal den Film Rasernmäherman.an..im Paket bekommst du auch einen Digitalen Gebetseppich mit Richtungsanzeige, ja mit allen Versen und digitalen Kompass wo das Erdmagnetfeld keine mehr Rolle spielt...das hat sich nähmlich etwas gedreht das Klima...Du weist...oder ne Puppe als Freund,,,Sex geht damit auch...man muss nur wollen.. Wer will den Kinder,,,,.. Sonne...ja ganz gefährlich..schmier dich immer gut ein mit der Chemie..

Aber ,,, nix aber



Das E-Auto sagt dir wahrscheinlich bald schon:

„Fahren Sie dieses Jahr eigentlich noch in den Urlaub?“

„Ja.“

„Das halte ich für unrealistisch. Ihre Reichweite reicht nicht bis zum Ziel.“

„Mist. So weit komme ich mit dem Ding sowieso nicht. Na gut, dann eben Bürgergeld. und ein 15 Minuten Ausflug in den Nebenort ist doch Freiheit.“

Und dann:

„Ich bin jetzt auch komplett digital unterwegs. Analoge Synthesizer? Das war gestern! Das wollen wir nicht mehr!“ Du bist doch nicht so ein gestriger Potikratzer

Oder vielleicht doch?

Ach, egal. Ich spiele einfach mal mit. Vielleicht registriert mich das System dann automatisch als Digitalisierungsbefürworter.

„Herzlichen Glückwunsch! Sie wurden erfolgreich digitalisiert.“

Was?!

„Ihre Meinung wurde automatisch aktualisiert.“

Na wunderbar.

Und dann schaue ich bei Thomann und Music Store rein und frage mich:

Warum stehen da eigentlich immer noch so verdammt viele analoge Synthesizer herum?

Wie lange noch?

Hybride, Analog-Modeling, Clone-Versionen, Reissues …
Das analoge Zeitalter ist offenbar so tot, dass es ständig neue Produkte bekommt.

Aber einen kleinen Kill gab es ja immerhin schon bei den Fender-Stratocaster-Gitarren.

„Die darf jetzt nicht mehr jeder einfach nachbauen.“

Great Gesetz!

Da werden sich einige kleine Hersteller bestimmt freuen.

„Ihr wollt es so? Ihr bekommt es auch. Und noch mehr.“

Keine Sorge: Analog wird nicht komplett verschwinden.

Analog gibt es dann nur noch bei Pest, Cholera und anderen historischen Varianten.

Masken dürfen vielleicht auch noch analog sein.

Ach stimmt …

Die Umwelt!

Moment, ich muss schnell die Welt retten.

Aber Gaza?

Viel Feinstaub.

„Muss das sein?“

Egal. Hauptsache digital!

Mein Plugin ist übrigens auch schon bestellt und weiß selbstverständlich bereits, was mein Kühlschrank nächste Woche einkaufen möchte.

„Diesen Monat haben Sie Ihre Fleischgrenze überschritten.“

„Mist.“

„Milch wäre noch möglich.“

„Gut.“

„Nein. Die Kühe.“

„Ach stimmt.“

„Dann Sojamilch.“

„Sehr gute Wahl.“

„Moment … aber die hat doch diese östrogenähnlichen Stoffe?“

„Bitte treffen Sie Ihre Auswahl innerhalb von 30 Sekunden. Ihre Nachhaltigkeitsbewertung läuft ab.“

Na toll.

Dann eben zum Bauern um die Ecke.

„Welcher Bauern?“

Ach ja …

Den gibt es ja nicht mehr.

Warum eigentlich nicht?

Ach so.

Die durchdigitalisierten Großbetriebe haben ihn übernommen.

Na gut. Dann bestelle ich eben dort.

„Leider momentan nur Sojamilch verfügbar.“

Ich geb's auf.

Dann wenigstens Ayran. und Fleeeeisch...

Fleisch....das ist jetzt teuerer...brauchst Du nicht..

Hil dir den Veggie Dönner mit 98%Zusatzsoffen und Soja. außerdem

„Enthält viel Salz.“

Auch schlecht fürs Herz.

Verdammt!

Und ich dachte schon, ich hätte mit dem Gillette Mach 5 wenigstens ein Problem weniger.

Aber wahrscheinlich braucht man den bald auch nicht mehr.

Die Haare fallen bei der ganzen Digitalisierung sowieso von alleine aus.

Und ich fragte mich schon immer, warum manche Asiaten so wenig Haare an den Beinen haben.

So, genug Digitalisierung für heute.

Ich gehe jetzt erstmal ganz analog ins Bett.

Licht aus. Schalter drücken.

Obwohl …

Moment.

Hat das Licht eigentlich WLAN?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • wunderbar
  • HaHa
M.i.a.u.: phori und TGN
  • #527
Ich für meinen Teil finde es nicht so toll, daß dieses "analoger und larger than life Verhalten" von Software unbedingt auf Hardwaresynths übertragen werden muß.
 
  • #528
Und auch wenn es quasi gerade erst angefangen hat, sehe ich deutliche Parallelen z.B. zu SynthEdit vor 20+ Jahren. Trotz der gefühlt jeden Tag 20 neuen (durchweg sehr mittelmässigen) freeware Synths wurden erst recht Plugins gekauft. Es gab auch bei SynthEdit eine Hand voll Entwickler, die richtig innovativ herausstachen, ugo der xoxos fallen mir da auf die Schnelle ein.

Vielleicht ist es jetzt auch eine Chance den unübersichtlichen Pluginjungle ein wenig zu lichten. Etwas mehr Klasse statt Masse auf der kommerziellen Seite.
 
  • #529
Bei mir sind analoge Synths dauerhaft en vogue ...
 
×
Dir gefällt Sequencer.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!

Zurück
Oben