Die AR-Hüllkurve ist im Original übrigens ernsthaft lahmarschig im Attack. (AFAIR um 7ms).
Auch die ADSR ist im Attack nicht ultrafix, aber die ist schon im unkritischen Bereich (unter 3ms) wo es nur noch bei Click-Sounds klangliche Unterschiede macht.
Knack(s)ig geht nur, wenn man die ADSR auf den logarithmischen VCA-Eingang nutzt, was halt doch schon recht speziell ist. (Da fehlt halt immer der Druck/Bauch, im Mix sind solche Sounds dann alles andere als einfach. )
Die maximalen Zeiten sind dennoch relativ kurz. Im Odyssey können beide etwas länger, die kürzeste ADSR Zeit ist dort gleich geblieben, die kürzeste AR-Zeit ist deutlich reduziert. Auf etwa 1ms, dadurch knackst die Nullstellung nicht (kaum) und es ist für "fast alles" schnell genug.
Die Feature-Verteilung, dass der Sinus- und Dreieck-fähige VCO2 auch der mit dem PWM-Eingang ist, ist bekloppt, der hätte auf einen anderen VCO gehört.
(Mehrere PWM-Eingänge halte ich dagegen für VST-Denken, wo Features nix kosten - im Vergleich zum Aufwand bringt das in echt-Analog nicht genug. )
Den Kommentar bei Amazona von Stephen zu dem "
Moog"-Filter kann ich nur zustimmen. Wieso will man unbedingt einen ARP mit Moog-Filter? Wenn es so klingen soll wie alle anderen, dann muss man die billigere Konkurrenz schon ernsthaft ins Auge fassen. An der Stelle hat der TTSH auch einen dicken FAIL: warum ist das Filter kein Modul, bei dem man sich aussuchen kann ob (Moog) Leiter-Filter oder (ARP) OTA-Filter?
Für "heiligen Gral" ist auch mir die Konzeption der Kiste zu halbgar. Sie klingt gut und macht Spaß. Aber es gibt halt auch jede Menge Macken. Theos Kritik an den TTSHs hat übrigens mit Fehlern im TTSH nichts zu tun, das Original würde in den Händen dieser Leute nicht anders klingen, das liegt daran, das der Sweet Spot nicht unendlich ist *und* man schon einigen Überblick haben muss wie Synthese geht und was man da eigentlich treibt.