Ausstieg aus der Eurorackwelt.

Es gibt keinen analogen Nichtmodularsynth mit zwei komplexen VCOs die auch nur annähernd an den Klang/ analoge Möglichkeiten eines Instruo CSL oder Rossum Trident kommen (hier sinds 3). Und es gibt keinen Synthesizer der einen Filter hat der mit dem Klang eines Funkstill Filterthreek mithalten kann (Geschmackssache).


das ist auch das einzige, wo modular seine berechtigung hat: um damit sachen zu machen, die mit anderen dingen nicht gehen, oder damit einfach besonders gut.

mit 19 zoll oder mit ITB ist es meiner meinung nach genauso.

man benutze alles für seine jeweiligen stärken, nicht um was "normales" damit zu machen oder etwas, wozu eigentlich etwas anderes viel besser wäre.
 
das ist auch das einzige, wo modular seine berechtigung hat: um damit sachen zu machen, die mit anderen dingen nicht gehen, oder damit einfach besonders gut.
Daneben gibt es noch andere, ebenso berechtigte Berechtigungen:
dass es gut aussieht,
dass es ein haptisches Vergnügen ist,
dass man Module und Gehäuse selber bauen kann,
dass man sich damit beschäftigen kann, ohne Musik machen zu müssen.
 
Sucht ist immer ! eine verlagerung von mangel an anderer stelle um zu kompensieren. das geht nie gut auf dauer. die wurzel ist oft emotionale leere.
versuche mein equipment immer auf das zu beschränken was ich auch brauche und benutze, mit ein paar ausnahmen. die meissten module, so seit ca 6 jahren, hatte ich eh gebraucht gekauft, einige neu . einige auch diy oder kits. ist insgesamt eine der besten investitionen überhaupt. habe 3 cases (alle selbst gebaut , damit jede menge kohle gespart und finde die auch viel schöner ;-) ) : 1 jam case , 1 stationäres, 1 utilities , plus diverse kleine helferlein, seq, osc bank, etc. das meisste von doepfer womit ich sehr zufrieden bin. alle cases sind tragbar und gepatcht! faltbar. im geklappten zustand nehmen die super wenig platz weg, sehr praktisch. tatsächlich habe ich insgesamt genug zeugs (module) auch ein paar über und oder 2fach. so what. mein system ist so ziemlich komplett ( das gibts tatsächlich auch!) und brauch nicht wirklich mehr. die sonder , gehipten , neohyper special super teuren module gehen mir eh auf den keks. sehen auch teilweise, vom design. echt übel aus. wobei es natürlich auch da cooles zeugs gibt, lässt mich aber eher kalt. schaue bei meinem system eher nach ergänzungen / optimierung meines sounds/ der arbeitsweise. zb eventuell demnächst ein poly modul, ist aber null dringend, desweiteren steht eine ghielmetti patchmatrixmodul an ( als selbstbaumodul) (am liebsten würde ich den vcs3 bauen, leider gibt s die diy platinen für den nicht mehr :sad: ) die teile sind schon alle da, bin noch am konzept ausbaldovern. die wertigkeit des (meines) systems ist top. macht immer wieder freude da hand anzulegen und ist so und so der totale hingucker speziell auch bei konzerten !
2 dicke fallen gibt s bei modular :
1) zuviel module stören oft den kreativitätsflow und erschlagen durch die vielfältigkeit. besser ein kleines abgestimmtes system, erzeugt viel bessere musikalische resultate. hat bei mir auch teilweise zu längeren modular pausen geführt.
2) die art der musik. klassische sounds gehen besser und einfacher mit fertig synths! modular is at its best mit ganz individuellem experimental , special fx, noise, drones, flächiger wabernder krach, geblubber und geklicke. wer damit ein auch nur ansatzweise ein problem hat, wird sein system über kurz oder lang wieder verkaufen.
 
Ja, aber natürlich ist Sucht hier extrem überspitzt, insofern ist das Argument, das Leute mit großen System „irgendwas“ kompensieren eigentlich unberechtigt und nervt mich auch immer ein bisschen.
Natürlich hast Du ein Stück weit recht, das ist dann aber kein spezifisches Eurorack-
Problem, sondern betrifft alle Musiker und generell viele Hobbyisten, egal, ob sie Synth, Gitarren, Uhren, RC-Modelle, getragene Schlübber usw sammeln....
Natürlich gebt es auch hier sicher Menschen, die wirklich nur sammeln und garnix damit machen, dürften aber die Ausnahme sein.

Echte Sucht, mit allen negativen Folgen, ist natürlich viel extremer und sicher nicht vergleichbar.

Ich benutze quasi immer mein Eurorack, wenn ich Sound mache, weil ich die ganze Zeit garnichts anderes hatte. Ich habe mich ganz bewusst auf Euro beschränkt und war damit lange zufrieden, finde es auch immer noch toll, es ist mir einfach zu groß und in manchen Sachen nervt es mich halt, bin etwas „patchfaul“ geworden....
ZB halt bei BrotundButterSounds, die man aber natürlich ganz wunderbar auch am Modular machen kann.
warum sollte das auch nicht gehen, ist halt einfach etwas umständlicher.
Aber warum soll ich mir einen total eingeschränkten Monosynth hinstellen, wenn ich mehrere Synthstimmen im Case habe, da greift bei mir wieder die Disziplin und der Wunsch, es klein zu halten.
Also, wenn es hilft, das Modular klein zu halten, indem man sich Beschränkt auf ganz spezielle Sounds, die man damit macht (machen darf), dann ist das schön, mein Ziel mit Euro sieht/sah halt anders aus.
Eurorack ist für mich auch ein Stück weit Entschleunigung, es dauert alles etwas lämger. War auch noch nie der Typ, der 300 Presets durchscrollt auf der Suche nach DEM passenden Sound....
 
Eurorack ist für mich auch ein Stück weit Entschleunigung, es dauert alles etwas lämger.

Kommt darauf an. (Achtung: Beichte!) Auch wenn ich mit Eurorack deutlich *weniger* mache, als ich vor Jahren mal ursprünglich dachte: Neulich brauchte ich für einen Track einen bestimmten Sound (ich hatte eine feste Vorstellung davon wie es klingen muss). Das meiste war eh ITB, also habe ich es auch mit diversen Plugins versucht zu bauen. Aber nach Stunden des virtuellen Knöpfchendrehens klang es für mich immer noch shice und das Mausgeschubse hat zunehmend genervt. Daher habe ich mein Eurorack angeworfen und in ca. 10 Minuten den gewünschten Sound zusammengebaut. War am Ende nur ein resonierendes Korg-Filter, 2xADSR und ein LFO. Aufgenommen, ein paar FX drauf. Fertig!
 
Eurorack hat seinen Vorteil in der „ Knackickgeit“ der Modulatoren und das eben je nach Modul das auch in allen Formen verarbeitet werden kann.. Selbst digitale Module lösen manchmal höher auf als manche Software ITB programmiert wurden also gerade Modulationseingänge usw , Modular wird da interessant wo sich Dinge überlagern, Steuerspannungen usw..
 
Ich habe den Eindruck dass viele, die sich hier so Gedanken über Sucht und Ausstieg machen, eher wegen dem Hype-Faktor in Modular eingestiegen sind. Man mag auch der Illusion erlegen sein, dass sich allein aufgrund der Vielfalt der Module hier eine vollkommen neue Klangwelt eröffnet hat. Dass das nächste Modul die eigene neue musikalische Offenbarung mit sich bringt.
Bezeichnenderweise wird auch meist von Eurorack im Speziellen und weniger von Modular im Allgemeinen gesprochen.
 
Modulare Synthese geht leider nicht mit meinem Drang zur Ordnung und Symmetrie einher. Darüber war ich sehr traurig, bis ich diesen Thread hier gelesen hatte. :cool: Ich hätte immer den Zwang, alle Patchkabel ordentlich mit Kabelbindern zu verlegen, das würde keinen Sinn machen. ;-)
Auch wenn Du es offenbar als Scherz gemeint hast, darf ich da etwas ernster drauf antworten.

Es gibt ja (mindestens!) zwei Lager unter den Modulsynthesizerbenutzern:

(1) Die einen sehen den Sinn eines Modulsynthesizers darin, immer wieder neue Patches zu erstellen, da sie sich so möglichst neue oder zur Musik passende Klänge schaffen wollen. @Bernie würde wohl diesem Lager zuzuordnen sein.

(2) Die anderen sehen den Sinn eines Modulsynthesizers darin, sich vermittels eines einzigen Patches, den sie über Jahre verfeinern, das Instrument ihrer Träume zu erschaffen, mit dem sie ohne permanente Neuverkabelung alle Klänge erzeugen können, die sie benötigen. Ich würde wohl diesem Lager zuzuordnen sein.

Beides sind meiner Ansicht nach vollkommen berechtigte Ansätze, ich glaube allerdings (ohne dafür andere Belege zu haben als meine eigenen Erfahrungen), dass das erste Lager (= stets neu verkabeln) das bei weitem größere ist.

So man allerdings eher dem zweiten Lager (= "gewachsene" Festverkabelung) zugehörig ist, ist nichts Ungewöhnliches dabei, den Patchkabelsalat mit Kabelbindern oder Klettbändern zu bändigen und so zu verlegen, dass ein möglichst ungehinderter Zugriff auf die Bedienelemente möglich ist.
 
Modulare Synthese geht leider nicht mit meinem Drang zur Ordnung und Symmetrie einher. Darüber war ich sehr traurig, bis ich diesen Thread hier gelesen hatte. :cool: Ich hätte immer den Zwang, alle Patchkabel ordentlich mit Kabelbindern zu verlegen, das würde keinen Sinn machen. ;-)
Nimm doch Klettband, das kann man immer wieder schnell lösen. Man muss ja auch nicht alles zusammenbinden.
 
(1) Die einen sehen den Sinn eines Modulsynthesizers darin, immer wieder neue Patches zu erstellen, da sie sich so möglichst neue oder zur Musik passende Klänge schaffen wollen. @Bernie würde wohl diesem Lager zuzuordnen sein.
Meine vielen Sachen sind sehr unterschiedlich und für ein festes Patch wäre mir das zu eingeschränkt oder ich müsste mir für jedes Liveprogramm einen anderen Kasten hinstellen.
Habe das so unterteilt, das ein großes System eher klassisch mit konventionellen Modulen und Sequenzern ausgerüstet ist und ein zweites für experimentellere Klänge, also mehr Noise- und Dronesounds.
Die kann ich auch mischen, so das ich alle meine Livesets, derzeit sind das vier, damit abdecken kann.
Im Studio nutze ich die Euroracksachen aber mittlerweile auch und daher werden sie ständig umgepacht, wobei ich zu Hause immer noch das meiste Zeugs mit den 5U-Modulars mache.
 
jeder wie er mag - das macht ja das modulare aus.
Für mich gehört der stetige Wandel im System zum System.
Ich schraube kaum was um, das wird zusammengestellt und dann bleibt das so.
Da ich ständig daran herumschraube, wurde jetzt ein einzelnes Modul getauscht.
Das ich immer wieder die Sequenzer sauber in der Geschwindigkeit neu einfummeln musste, damit alles syncron zu den Delays läuft, habe ich vor meinem letzten Livekonzert den unbenutzten Doepfer Quantiser gegen eine Erica Masterclock getauscht. Da kann ich die BpM einfach einstellen und das System läuft perfekt in Time.
Das störte mich schon seit Jahren und war nötig, ansonsten passiert da erst mal nichts mehr.
 
@Bernie
mache ich genauso, ERICA CLOCK als Master
mit dickem BPM Drehrad - von da aus auf
4MS Clock Distributor und dann auf ein
Erica (2x4) Multiples > und von da ins Rack
zu den Sequencern etc.
 
Auch wenn Du es offenbar als Scherz gemeint hast, darf ich da etwas ernster drauf antworten.

Es gibt ja (mindestens!) zwei Lager unter den Modulsynthesizerbenutzern:

(1) Die einen sehen den Sinn eines Modulsynthesizers darin, immer wieder neue Patches zu erstellen, da sie sich so möglichst neue oder zur Musik passende Klänge schaffen wollen. @Bernie würde wohl diesem Lager zuzuordnen sein.

(2) Die anderen sehen den Sinn eines Modulsynthesizers darin, sich vermittels eines einzigen Patches, den sie über Jahre verfeinern, das Instrument ihrer Träume zu erschaffen, mit dem sie ohne permanente Neuverkabelung alle Klänge erzeugen können, die sie benötigen. Ich würde wohl diesem Lager zuzuordnen sein.

Beides sind meiner Ansicht nach vollkommen berechtigte Ansätze, ich glaube allerdings (ohne dafür andere Belege zu haben als meine eigenen Erfahrungen), dass das erste Lager (= stets neu verkabeln) das bei weitem größere ist.

So man allerdings eher dem zweiten Lager (= "gewachsene" Festverkabelung) zugehörig ist, ist nichts Ungewöhnliches dabei, den Patchkabelsalat mit Kabelbindern oder Klettbändern zu bändigen und so zu verlegen, dass ein möglichst ungehinderter Zugriff auf die Bedienelemente möglich ist.


stimmt, da ist was dran. habe auch mein basic grundpatch , quasi fest, mein modular ist eine überdimensionierte groovebox mit ca 5-7 audio streams, drums, fx, steuerung usw, da muss man nicht dauernd alles neu patchen, sondern es evoluiert, wächst organisch, ab und zu stecke ich ein bisschen um- et voila- mal was anderes- sehr praktisch auch für live: aufklappen, loslegen, jammen.
 
Ja, aber natürlich ist Sucht hier extrem überspitzt, insofern ist das Argument, das Leute mit großen System „irgendwas“ kompensieren eigentlich unberechtigt und nervt mich auch immer ein bisschen.
Natürlich hast Du ein Stück weit recht, das ist dann aber kein spezifisches Eurorack-
Problem, sondern betrifft alle Musiker und generell viele Hobbyisten, egal, ob sie Synth, Gitarren, Uhren, RC-Modelle, getragene Schlübber usw sammeln....
Natürlich gebt es auch hier sicher Menschen, die wirklich nur sammeln und garnix damit machen, dürften aber die Ausnahme sein.

Echte Sucht, mit allen negativen Folgen, ist natürlich viel extremer und sicher nicht vergleichbar.

Ich benutze quasi immer mein Eurorack, wenn ich Sound mache, weil ich die ganze Zeit garnichts anderes hatte. Ich habe mich ganz bewusst auf Euro beschränkt und war damit lange zufrieden, finde es auch immer noch toll, es ist mir einfach zu groß und in manchen Sachen nervt es mich halt, bin etwas „patchfaul“ geworden....
ZB halt bei BrotundButterSounds, die man aber natürlich ganz wunderbar auch am Modular machen kann.
warum sollte das auch nicht gehen, ist halt einfach etwas umständlicher.
Aber warum soll ich mir einen total eingeschränkten Monosynth hinstellen, wenn ich mehrere Synthstimmen im Case habe, da greift bei mir wieder die Disziplin und der Wunsch, es klein zu halten.
Also, wenn es hilft, das Modular klein zu halten, indem man sich Beschränkt auf ganz spezielle Sounds, die man damit macht (machen darf), dann ist das schön, mein Ziel mit Euro sieht/sah halt anders aus.
Eurorack ist für mich auch ein Stück weit Entschleunigung, es dauert alles etwas lämger. War auch noch nie der Typ, der 300 Presets durchscrollt auf der Suche nach DEM passenden Sound....

ist schon nett neben modular ein paar kompakt synths zu betreiben, bei mir hauptsächlich polys, analog u digital, monos sind eher aussortiert, mit ausnahme von ms10 u k2, die mag ich nicht missen. an deiner stelle würde ich dein system konsequent ausdünnen von allem! überflüssigem, dann 2 od 3 kompakte für schnelle andere sounds und dann schauen wie s weitergeht. man lernt ja beim machen. hätte ich "nur" ein riesiges system, würde es mir auch auf dauer auf den keks gehen. hatte da auch schon meine pausen, variation ist wichtig , man kann ja nicht immer den selben kuchen essen.
 
Nimm doch Klettband, das kann man immer wieder schnell lösen. Man muss ja auch nicht alles zusammenbinden.

zwar kann man auch mit modulen (bzw generall mit patchbays) "ordentlich arbeiten", aber es ist ja auch immer die frage, was für das ergebnis besser ist: kreatives chaos oder stringente lineare prozesse in klinisch reiner umgebung.

also ich brauche das beides - und dann hat man erst ein richtiges problem!
 
Eurorack hat seinen Vorteil in der „ Knackickgeit“ der Modulatoren und das eben je nach Modul das auch in allen Formen verarbeitet werden kann.. Selbst digitale Module lösen manchmal höher auf als manche Software ITB programmiert wurden also gerade Modulationseingänge usw , Modular wird da interessant wo sich Dinge überlagern, Steuerspannungen usw..

mein eindruck ist immer der, dass die meisten modular nutzer gar nicht so bewusst da rangehen, und es ihnen auch egal ist, ob sie gerade irgendwas versehtlich multiplizieren statt zu addieren, oder wieviel volt irgendwas hat oder warum irgendwas so funktioniert wie es funktioniert.

totale kontrolle - und vor allem komplexe kontrolle - des signalflusses oder einzelner parameter so wie ITB ist ja mit modulen eigentlich gar nicht möglich, jedenfalls nicht, wenn das budget und der platz begrenzt sind.
 
totale kontrolle - und vor allem komplexe kontrolle - des signalflusses oder einzelner parameter so wie ITB ist ja mit modulen eigentlich gar nicht möglich, jedenfalls nicht, wenn das budget und der platz begrenzt sind.

das ist ja gerade das gute: es bleibt unvorhersehbar und spannend ;-)
 
Glücklicher(?)weise habe ich mich bisher noch nicht vom Eurorack-Virus infizieren lassen (der regelmäßige Blick ins entsprechende Unterforum erzeugt bei mir meist eine Mischung aus Faszination, Ekel und Mitgefühl :lol:), aber ich schließe nicht aus, dass er mich irgendwann erwischt. Bisher bin ich mit ein paar semimodularen Synths zufrieden, die sich bei Bedarf gegenseitig erweitern.

Möchte aber ein paar Gedanken dazu dennoch gerne loswerden:

Ich produziere ausschliesslich mit Geräten die fast direkt vor meiner Nase stehen.
das habe ich auch bemerkt. Die Geräte, die weiter weg stehen, werden eher vernachlässigt. Das führt bei mir dann tendentiell zum Keyboardburgenbau um den zentralen Arbeitsplatz ... aber irgendwann ist halt immer Schluss mit Platz. :dunno:

Wenn ich genug Zaster hätte, dann würde ich mir ein Zimmer voll mit Modulen stellen.
Wenn ich genug Zaster (und Platz) hätte, würde es bei mir aussehen wie hier: https://www.smemmusic.ch/de/ueber-uns

Uns geht es (zu) gut und viele wissen nicht, wohin mit Zeit und Geld
Hm, das bekommt man seit Jahren immer wieder bei allen möglichen Themen zu hören, und es wirkt wie eine Art Totschlagargument. :dunno:
So oder so muss man differenzieren, und der Anteil der Leute, die nicht wohin wissen mit Geld und Zeit dürfte in der Praxis verschwindend gering sein.

oder sind ausgebrannt, völlig verblödet, gehirngewaschen usw.....
Da mag ich wiederum nicht widersprechen, aber wird durch ein Modularsystem die Lage nun schlimmer oder besser ...?

in nicht so ferner Zukunft häufen sich hier wahrscheinlich u User, die jeden Behringer haben, evtl sogar mehrmals, weil der Kram ist zu allem Überfluss auch noch scheißbillig....
Möglicherweise. Auch auch hierzulande wird es noch genügend Leute geben, die sich nichtmal einen neuen Behringer (oder nur einen oder zwei) leisten können, und trotzdem elektronische Musik mit Hardware machen möchten.
Die Diskussion, ob dieses Geschäftsmodell nun gut oder schlecht ist, ist in den entspr. Behringer-Threads besser aufgehoben.

(btw.: persönlich habe ich aktuell 5 Behringers hier, und mehrere der angekündigten interessieren mich. Aber doppelt würde ich keinen davon anschaffen (beim Crave hatte ich kurz mal drüber nachgedacht, aber der resultierende Poly hätte zu viel Platz verbraucht. ;-) )

Man kauft eher 3 Module für 500,- , als 3 große Synth, obwohl man da für den vielleicht 3-fachen Preis das vielfache an Funktion bekommt....
Das mag im Modularbereich so sein - und teilweise auch im "Komplettsynth"-Bereich; allerdings habe ich mehrmals vor der Alternative gestanden, und weiß die Vorteile beider Überlegungen zu schätzen: Manchmal hat mal mit drei 500 € Synths mindestens genauso viel Spaß und Flexibilität wie mit einem größeren. (Klar, das sagt sich natürlich leichter, wenn man zu den 3+5 Desktopsynths auch noch ein paar große Polys rumstehen hat :schwachz:)

Im Wort "Sucht" steckt ja schon das Wort Suche drin.
Wenn ich jedesmal einen Euro bekommen hätte, wo jemand diesen Satz schreibt, könnte ich mir jetzt vermutlich den Schmidt und den Colossus leisten.
Sucht kommt von Siechtum, Schönreden bringt nix. ?

ich selbst produziere nicht, hab den zugang nie gefunden,
entsprechend ist für mich der modular "nur" ein Hobby, was rein meinem Spass, Relaxing und Erholung dienen soll.
Käme mir nie auf die Idee mir irgend nen kopf zu machen wegen irgendwas !!
Das ist die einzige Einstellung, mit der ich mir ein Modularsystem anschaffen könnte. Zielgerichtet produzieren könnte bzw. würde ich damit eher nicht, aber wenn man in dem Hobby ansich aufgeht, warum nicnt? :supi:
Momentan wäre es aber nicht mein Ding; ich habe inzwischen ein Setup aus diversen Hardwaresynths, mit dem ich gefühlt sehr kreativ und zielgerichtet arbeiten kann. 3 Stunden Strippen ziehen, damit es "Piep" macht, würde mich da nicht weiterbringen - da schraube ich mir lieber schnell den gewünschten Klang am Model D, NYXII oder Summit zusammen und spiele weiter ...

Ja, PlugIns halte ich ja für noch viel "gefährlicher", ist aber so ein bisschen wie Missbrauch von Medikamenten, die Sucht, über die keiner gerne spricht...
Zumindest die Sucht, die keiner sieht, wenn er das Homestudio betritt. ;-) Die Gesichter diverser Verwandten beim Betreten des Raumes waren teilweise schon Gold wert (abgesehen von Kommentaren wie "du spinnst ja!").

In der DAW nutze ich auch nur Effekte und Editoren, Klangerzeuger habe ich lieber zum direkten Bespielen - ist vermutlich eine psychologische Sache, aber jedem Tierchen sein Pläsierchen ...
DAWless wäre aber auch nichts für mich - HD-Recording ist (preislich gesehen) der Behringer unter den 24-Spur Bandmaschinen, und auch bei Sequencern gebe ich dem Arrangerfenster mit Pianogrid jederzeit den Vorzug gegenüber den ganzen Hardware-Sequencern da draußen ...

Daher habe ich mein Eurorack angeworfen und in ca. 10 Minuten den gewünschten Sound zusammengebaut. War am Ende nur ein resonierendes Korg-Filter, 2xADSR und ein LFO. Aufgenommen, ein paar FX drauf. Fertig!
Nettes Happy End, daber das wäre mir mit dem DW8000 oder dem MS20mini dann sicher auch gelungen. Ich warte immer noch auf das Killerargument, warum mich ein Modularrack jetzt produktionstechnisch weiterbringen sollte (oder vielmehr hoffe ich wahrscheinlich, dass das Killerargument nicht kommt, damit ich nicht angefixt werde). ;-)
 
Nettes Happy End, daber das wäre mir mit dem DW8000 oder dem MS20mini dann sicher auch gelungen. Ich warte immer noch auf das Killerargument, warum mich ein Modularrack jetzt produktionstechnisch weiterbringen sollte (oder vielmehr hoffe ich wahrscheinlich, dass das Killerargument nicht kommt, damit ich nicht angefixt werde). ;-)

Habbich beide nicht. Mussich nehmen, was da ist. :mrgreen:

Im Ernst, keine Killerargumente, aber für mich wichtige "Lessons learned" Aspekte aus der Anekdote: 1. Haptik! (die braucht aber nicht zwingend modular - könnte man also auch anders bekommen) und 2. Flexibilität. Als ich mit Modular anfing, war mein erträumtes "Idealsystem" ein ultra-flexibler analog-Monosynth. Soll heißen: diverse Filtertypen (Roland-typisch, Korg-mäßig, Moogig, SEMwise), dazu Envelopes mit unterschiedlichen Charakteristiken und noch etwas "Spielkram" für Sequencing und Klangwürze. In dieser Form bekommt man das so nicht in einem einzigen Gerät, weil diese i.d.R. ein einzelnes klangliches Konzept verfolgen und die "Austauschbarkeit" der Komponenten gar nicht vorgesehen ist. Oder anders gesagt: der Klangcharakter eines fest-verdrahteten oder auch semi-modularen Synths ist immer noch weitestgehend festgelegt. Flexibel ist man hier dann eher wieder in Software (U-He Diva glaube ich?), aber dann greift Punkt 1.: Haptik!

Und genau diese Kombi schätze ich an meinem Modularsystem. Wie ich oben bereits schrieb: ist gar nicht mal groß (3x84) und im Prinzip fertig gebaut. Mein letzter Kauf muss Anfang 2019 gewesen sein.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: CO2
Wenn ich jedesmal einen Euro bekommen hätte, wo jemand diesen Satz schreibt, könnte ich mir jetzt vermutlich den Schmidt und den Colossus leisten.
Sucht kommt von Siechtum, Schönreden bringt nix. ?
danke dafür! geht mir auch so... hier noch: "Wohl unter dem semantischen Einfluß von (nicht verwandtem) suchen (s. d.) entwickelt Sucht die Bedeutung ‘intensives Verlangen nach etw.’, vgl. Gefallsucht (18. Jh.), Herrschsucht (18. Jh.), Trinksucht (17. Jh.), Trunksucht (19. Jh.), und gewinnt in der 1. Hälfte des 20. Jhs. Verbreitung als Bezeichnung für ‘krankhafte Abhängigkeit von Betäubungs- und Rauschgiftmitteln’. süchtig Adj. ‘von einem krankhaften Trieb erfüllt, gierig nach etw.’ (16. Jh.), ‘drogenabhängig’ (20. Jh.), ahd. suhtīg (8. Jh.), mhd. sühtec ‘krank’." (https://www.dwds.de/wb/Sucht)
 
hehe, ja bei mir auch


Ich denke auch, dass ich da nicht allein bin. Ein Behringer im Jahr ist gerade mal so drin. Letztes Jahr war es der Model D und dieses Jahr ist es der Neutron, mein Weihnachtsgeschenk sozusagen. Mal schauen ob ich mir nächstes Jahr wieder einen hole oder wohl doch eher in Effekt Geräte und was zum Aufnehmen invenstiere, damit ich mal von der DAW wegkomme. Schauen wir mal.

Ja klar, sollte auch nicht arrogant rüberkommen.
Man muss aber immer auch ein bisschen nach allen Seiten schauen, also nicht nur in BRD oder Europa..... sogar als H4-Empfänger MUSS es einem nicht automatisch schlecht gehen, das ist immer trotzdem jammern auf hohem Niveau.....
 


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