Bestes 808 Snare-Patch, ohne dezidiertes Modul

Dieses Thema im Forum "Modular" wurde erstellt von sägezahn-smoo, 4. Dezember 2012.

  1. Ich habe auf die Schnelle keine guter 808-Sound mit meinem Modular hinbekommen. Meine Modular-Snares klingen meistens ziemlich anders und zu metallisch. Wie macht man eigentlich eine gute 808-Snare?

    Man könnte auch einen kleinen Wettbewerb machen inkl. Poll, welches das "beste/schönste" ist. Dabei dürfen natürlich keine dezidierten Module (Tiptop, Anyware oder ASol) verwendet werden.

    Falls man den tonalen Teil der 808-Snare mittels T-Bride VCO's macht (auch das weiss ich gerade nicht), dann könnte man das an sich simulieren. Mir fallen da ein paar Varianten ein:
    1. Selbstoszillierendes Bandpass-Filter, Reso ist CV-Gesteuert. So wie ich das verstanden habe ist das die Wirkung eines T-Bridge VCO's.
    2. Selbstoszillierendes Bandpass-Filter, Reso ist nicht CV-Gesteuert, aber Cutoff ist nicht Constant-Q. Bei dieser Variante wird allerdings die Tonhöhe der Selbstoszillation ebenfalls mitgesteuert.
    3. Sinusoszillator -> VCA. Das ist dann überhaupt keine Simulation eines T-Bride-Filter-VCO's, hätte aber eine sehr ähnliche Wirkung.

    Falls wir einen kleinen Wettbewerb starten, beteilige ich mich, obwohl ich dieses patch noch nicht beherrsche. Daher zurück zum Anfang:

    Wie macht man eigentlich eine gute 808-Snare?

    Gruss, Sägezahn
     
  2. Nоrdcore

    Nоrdcore Spezialist

    Im Schaltplan sind 2 angestoßene T-Filter (wenn ich raten soll: um 200Hz und um 1kHz ) plus gefiltertes Rauschen (mit einem weiteren T-Filter = Bandpass) geraten so bei 3kHz.
    (Die Frequenzen sind jetzt einfach Snare-typisch (bzw. was ich dafür halte...) vermutet, für einen "Nachbau" sollte man die genauen Werte raus bekommen, bzw. im direkten Hörvergleich abstimmen. )

    Jedes der Signale hat dabei seine eigene Amplitudenhüllkurve.
     
  3. Ich habe mich mal hingesetzt, auf der MPC eine 808 Snare und mit dem Modular nachgepatcht. Es geht, es ist einfach sofern man die VCA-Kennlinien hingekommt. Früher bin ich zu kompliziert daran gegangen (mit zu vielen VCO's und zu viel Modulationen).

    Für ein überzeugende Snare brauchte ich aber nur einen , eher tief gestimmten Sinus (VCO, Wiard 300). Sinus und bandbassgefiltertes Rauschen gehen in einen Mixer, der VCO sehr leise gemischt, Rauschen möglichst laut. Das alles in einen VCA mit exponentieller Kennlinie (bei mir Oakley Classic VCA, Fracrack - eine 2600 Kopie), dieser wurde mit der DAD-Hüllkurve (eine AD-Hüllkurve von Blacet) gesteuert. Der Wiard Envelator funktionierte nicht wirklich gut am Oakley Classic VCA.

    Ich habs 1x gesamplet mit der MPC. Ich werde noch ein paar mehr machen mit mehr Zeit und mal hier reinstellen. Versuche mit 2 Sinus-VCO's gingen nicht, bzw. ich fand keinen Intervall der mir gefallen hatte. Mit einem klang das aber schon sehr überzeugend nach 808/606. Als nächstes nehme ich mal zwei VCA's und zwei AD's, damit ich die Rauschfahne einzeln steuern kann als Variante. Eigentlich 100x flexibler als ein dezidiertes Modul von Tiptop oder Acidlab, allerdings benötigt man mind. 6 Module für einen überzeugenden Klang. Hat man keinen exponentiellen VCA und eine dazu passende Hüllkurve gehts nicht. Mein erster Versuch mit einer exponentiellen Hüllkurve und linearem VCA war nicht überzeugend. Der Mixolator (Wiard300) kann noch stufenlos von log zu lin überblenden, damit versuche ich es auch noch. Ausserdem möchte ich noch den eigentlichen T-Bridge-VCO simulieren mit einem Bandpassfilter.....
     

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