Clockverdopler bauen ? geht sowas ? ( in analog)

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von Anonymous, 25. Februar 2007.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    was ich haben müsste als zusatz zu so nem Gerät wie tommys clock box ist ein Impulsverdoppler.
    Midi ist ja leider nicht soooo schnell.


    Die clock Box ist ne feine sache, und die midiclock teilen auch.
    Besonders interessant wirds aber wenn man zusätzlich auch noch die midiclock ( mehrfach ) verdoppeln kann.

    Überhaupt könnte ich nen clockverdoppler auch rein fürs analoge sehr sehr gut brauchen


    Das müsste sich doch sicher relativ einfach mit CMos dingern oder sonst sowas realisieren lassen oder ?


    (ok, mit pulsedelays kann man es patchen, müsste dann aber bei dedem Tempowechsel neu eingestellt werden.
    Was ich wünsche wäre sowas was eben bei jedem Tempo stimmt )
     
  2. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ok, jetzt erklär mir mal in der Theorie wie das funktionieren soll.

    Das Teil weiss doch erst nach zwei Impulsen wie schnell der Impuls ist und die Geschwindigkeit kann sich ständig ändern. :?
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Jepp.

    Sowas baut man üblicherweise mit einer PLL. Dazu nimmt man einen Oszilator (VCO) und teilt dessen Ausgang durch die gewünschte Vervielfachung. Dieses Signal vergleicht man dann mit dem Eingangssignal und stellt den VCO entsprechend nach, so das beide Signale Phasengleich sind.
    Bis das 'eingeschwungen' ist dauert das eine gewisse Zeit - die Geschwindigkeit mit der das Änderungen der Eingangsfrequenz folgen kann ist auch begrenzt.

    Diese Technik findet sich praktisch überall - sei es nun in der Clockgewinnung von A/D-Wandlern oder im Taktmultiplikator einer modernen CPU.

    Selbstbau ist mittels 4046 und ein paar Teiler-ICs problemlos möglich.
     
  4. tulle

    tulle aktiviert

    PLL ist zwar Clever, aber ich kenn noch zwei andere Möglichkeiten, allerdings nur für Fixfrequenzen und zum Verdoppeln, verdreifachen etc.

    1. Oberwelle rausfiltern und wieder zum Rechteck machen. Machen die Amateurfunker seit den Anfängen.

    2. Ein Signal leicht verzögern und mit dem Original wieder zusammenaddieren. War ein alter Trick um dem Atari ein HD-Diskettenlaufwerk unterzujubeln. Da gings um 16MHz auf 32MHz. Ich mauß mal kucken, die Schaltung ist echt einfach.
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    ok super geht also !

    Die Hauptanwendung wäre schon Die Midiclock zu verdoppeln, und da hat man es ja nicht mit ständig wechselndem speed zu tun, bzw. nur in einem sehr eingeschränkten Mass.
    ( die wird ja auch in sich ein kleinwenig hin und her schwanken )


    jo, wenn wer ne schaltung hätte wäre das super. Ich verstehe null von dem Kram.
    ( eilen tut es nicht. War jetzt erst mal die Frage ob es überhaupt geht )
     
  6. Problem 1 ist aber, dass MIDI ein asynchrones Protokoll ist.
    Sprich, da hast Du keine "Trägerwelle" in dem Sinn, dass ständig ein Clock-Signal über die Leitung wandern würde, sondern da kommen nur dann überhaupt irgendwelche Signale über die Leitung, wenn gerade ein Byte gesendet werden soll - da kommt ein Startbit, dann 8 Datenbits, dann ein Stopbit.

    Problem 2 ist, dass "die Midiclock" kein einfaches Clocksignal ist, sondern ein komplettes Byte mit dem Inhalt 1111 1000, das hat ZIEMLICH oft über die Leitung geblasen wird (24mal pro Viertelnote). Das kannst Du unmöglich (oder sagen wir mal, garantiert nicht mit einem vertretbaren Aufwand) rein mit CMOS-Bauteilen realisieren.

    Nachdem sich die Clockrate auch jederzeit ändern kann, sind die angeführten Fixfrequenzvarianten auch nicht anwendbar.

    Die "einfachste" Lösung wäre wohl ein Mikrocontroller mit MIDI In und Out, der den Abstand zwischen zwei eingehenden Clocksignalen misst und die Clocksignale dann auf MIDI Out weiterleitet, wobei er jeweils nach der halben Zeit ein eigenes Clocksignal einstreut. Einer Änderung der Clockrate würde das Ding dann jeweils um einen eingehenden Clock Tick nachhinken, was sich praktisch aber nur bei plötzlichen drastischen Verlangsamungen auswirkt. Kleine Challenge an der Sache: das Ding sollte eine zeitliche Auflösung von zumindest 100µs zusammenbringen, sonst wird's etwas ungenau.
     
  7. Fidgit

    Fidgit aktiviert

    funky, was machst du wieder?! :lol:
     
  8. opt.X

    opt.X -

    ich finde arakulas vorschlag mit dem microcontroller gut!

    man könnte dann gleich noch eine shuffle funktion (mit poti) einbauen: z.b. die ersten N (N= 1 bis 24, wahl weise auch nur die sinnvollen 1, 2, 3, 4, 6, 8, 12) zwischen clocks nach X % der halben zeit (x=ca. 0+delta bis 100-delta, der "pufferabstand delta könnte einfach durch das jeweilige miditempo vorgegeben sein.) die anderen N dann nach (100-X) %
    das problem ist dann dass man für tempo wechsel (v.a. zu schnellerem tempo hin) das "zwischendurch" midiclock signal halt "eiert". aber das machen schlagzeuger ja auch ;-), aber langsame tempowechsel sollten nicht so schlimm sein.

    noch ne LED die die 50% anzeigt, und fertig.

    das wär doch ein schönes (wochenend) projekt für für leute mit dem richtigen knowhow, oder :?:
     
  9. Anonymous

    Anonymous Guest

    ok, ich hätte mich wohl genauer ausdrücken sollen.

    die Idee was mit cmos bauteilen zu machen wäre schon gedacht um analoge signale aufzubereiten.
    Also entweder ein LFO Signal oder z. Bsp. das signal was von tommys clockbox her kommt.

    Letztendlich wird die schnellere clock in analog gebraucht.

    Aber die Möglichkeit es schon auf Midibene zu generieren würde natürlich neue Türen öffnen.
    zumindest wenn die Drummis den speed mitgehen können
     
  10. Vielleicht wäre es ja was, den umgekehrten Weg zu gehen. Im Midibox-Forum gibt es ein Projekt, welches zufällig auch den Namen Clockbox trägt. Dieses erzeugt neben einem (oder mehreren) Midiclock-Signal(en) auch ein 24ppqn-Signal. Das lässt sich bestimmt mit einfachen Änderungen der Software so anpassen, dass z.b. ein 96ppqn-Signal (oder 192) erzeugt wird. Die könnte man entweder wieder analog teilen, oder sinnvoller - das ganze per Software einstellbar machen.

    Hier mal der Link: Clockbox
    Sehr interessantes Projekt, welches auf jeden Fall auf meiner (virtuellen) ToDo-Liste steht.

    gruß
    Mike
     

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