Der Katzendarm hat keine Chance mehr, sagen die.. (Stimmt das?)

Der leiten Ignoranz des Themas entnehme ich - interessiert keinen? (wäre auch ok).
Also dieser Rückgang bei den Käufen? Das steckt nämlich hinter der Meldung.
 

darkstar679

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Moogulator schrieb:
Der leiten Ignoranz des Themas entnehme ich - interessiert keinen? (wäre auch ok).
Also dieser Rückgang bei den Käufen? Das steckt nämlich hinter der Meldung.
ich habe dieses jahr 3 gitarren gekauft.....mehr als jemals zuvor. ich würde das als fake news abstempeln.
 
darkstar679 schrieb:
Moogulator schrieb:
Der leiten Ignoranz des Themas entnehme ich - interessiert keinen? (wäre auch ok).
Also dieser Rückgang bei den Käufen? Das steckt nämlich hinter der Meldung.
ich habe dieses jahr 3 gitarren gekauft.....mehr als jemals zuvor. ich würde das als fake news abstempeln.

Na, das ist schon Wahrheit, stammt ja vom Händler und wurde aber interessant wiedergegeben, auch Einslive pustet ins Horn, es gäbe keine Gitarrenhelden und Soli mehr. Das glaube ich nicht ganz, aber deshalb wollte ich es auch mal diskutieren.

Es sagt auch was über journalistische Verwertung aus.
Aber faktisch ist heute der Synth dominanter als die Gitarre, was einfach eine Entwicklung ist.

Kann natürlich gefallen oder nicht, aber ich finde diese Sache ansich recht interessant als Phänomen. Vor einigen Jahren waren Synths fast out.
 

darkstar679

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Moogulator schrieb:
Na, das ist schon Wahrheit, stammt ja vom Händler und wurde aber interessant wiedergegeben, auch Einslive pustet ins Horn, es gäbe keine Gitarrenhelden und Soli mehr. Das glaube ich nicht ganz, aber deshalb wollte ich es auch mal diskutieren.

Es sagt auch was über journalistische Verwertung aus.
Aber faktisch ist heute der Synth dominanter als die Gitarre, was einfach eine Entwicklung ist.

Kann natürlich gefallen oder nicht, aber ich finde diese Sache ansich recht interessant als Phänomen. Vor einigen Jahren waren Synths fast out.
ja, es gibt kaum noch lebende gitarrenhelden der alten garde.
ja, es gibt keine bekannten gitarrenhelden der jungen garde (govan, bonamassa usw. kennt kaum einer)



synths sind eigentlich nicht dominanter geworden, als instrument, sondern der computer ist als instument dominant geworden.
wir hier im forum, die mit hardware herum machen, sind die ausnahme.
die regel ist ein pc oder mac mit software und darauf wird ein dance hit komponiert, dazu noch ne hübsche sängerin (dua lipa o.ä.) und schon ist das paket geschnürt.

keiner macht sich mehr die "mühe" ein instrument zu lernen....das macht arbeit, hält auf, verzögert den erfolg.
 
Moogulator schrieb:
Der leiten Ignoranz des Themas entnehme ich - interessiert keinen? (wäre auch ok).
Also dieser Rückgang bei den Käufen? Das steckt nämlich hinter der Meldung.
würde mal sagen : da stimmt was nicht mit der meldung . session music hat gerade das geschäft (gaanz vieel gitarre, riesen abteilung, da ist auch die synth ekke ganz winzig) enorm ausgebaut... die wären ja sonst i 3 monaten pleite...

die chinesen überschwemmen den markt geradezu mit ziemlich guten! sehr billig gitarren, was es da für s geld gibt gab es so noch nie.
 

darkstar679

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F.A.B. schrieb:
Ist Konsum zu billig ? Es word über Bedarf produziert
und das es den Amis dabei so schlecht geht zeigt nur
Versäumnisse in Produktivität oder andersherum die
Ungleichheit der Welt, der östl. Raum ist uns zu billig.
In den 70er Jahren waren es die Japaner, jetzt sind es Chinesen, morgen Koreaner .
 

Xpander-Kumpel

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Vielleicht eine Erklärung für Gibson:

Gibson hat im Jahr 2015 fast alle Klassiker in zwei Versionen oder als Sondermodell "LesPaul100" herausgebracht.
Einmal "normal" wie immer und einmal mit dem automatischen Stimmsystem "G-Force" und einem verstellbarem Metallsattel incl. einem verbreitertem Hals(46mm am Sattel!) und Goldkoffer.

An diesen Modellen scheiden sich bei Gibson voll die Geister!
Ich finde z.B. diese Gitarren sehr gut, mir kommt das breitere Griffbrett sehr entgegen und ich finde das G-Force System sehr gut, man kann "mal eben schnell" in 3 Sekunden die Stimmung wechseln.
Es ist sehr einfach zu bedienen, kann kalibriert werden und der Akku ist klein, leicht und einfach zu wechseln.
Kopflastigkeit kann ich nicht feststellen.
Früher hatte ich für verschiedene Stimmungen meistens zwei Gitarren die unterschiedlich gestimmt waren.
Die Gitarren sind für Gibson Verhältnisse sehr gut verarbeitet und wirken sehr edel.

Andererseits "hassen" viele Leute regelrecht das Tuningsystem.
Das Netz ist voll von Hasstiraden und wüsten Beschimpfungen.
Auch der breite Hals macht vielen zu schaffen, es fühlt sich ersteinmal völlig anders an, als ob etwas "im Weg" ist und beim Spielen behindert.
Nach kurzer Zeit legt sich das aber völlig.

Nun ist hier folgendes passiert:
Gibson hatte fast alle Modelle immer in zwei Versionen lieferbar, vielleicht wurde da mehr produziert?
Viele Käufer verschmähten die "neuen" Modelle und so wurden sie zu Ramschpreisen von T und den anderen Großen lieblos abverkauft.

Ich vermute mal das das für Gibson ein finanzielles Disaster war.




Desweiteren wirken viele Hersteller in ihrer Modellpolitik völlig verunsichert.
Nehmen wir mal BC Rich, früher einer der Großen im Metalklampfensektor haut völlig lieblos irgendwelche Klampfen raus und weiß dabei überhaupt nicht was sie tun sollen.
Für das einstige Zugpferd Warlock gibt es mittlerweile 7 verschiedene Kopfplattentypen mit zwei Mensuren.
Nur das Modell das mal sehr erfolgreich war gibt es mit der Kopfplatten/Mensur-Kombi nicht mehr.

Auch interessant ist z.B. Framus.
Framus produziert CNC-gesteuert auf modernsten Maschinen in Deutschland.
Früher gab es 5-7 verschiedene Modelle und die jeweils in 3 preislich unterschiedlich gestalteten Versionen: Standard, Studio, Custom.
Das konnte man als Kunde verstehen und den Überblick behalten.
Die Preise waren moderat und für den Kunden nachvollziehbar.
Dann fing Framus an die Preise anzuziehen und zu verdoppeln bzw. zu verdreifachen.
Klar schielt man als Hersteller auf US-Customshopmodelle für 3-7000€ und will das auch.
Nach und nach kamen immer mehr Modelle auf den Markt die lieblos gestaltet waren und innerhalb kürzester Zeit wieder in der Versenkung verschwanden.
Heute kennt in meinem Umkreis kaum jemand einen der eine Framus spielt.

Jackson(Fender) ist im Metalbereich nur noch ein Schatten seiner selbst, früher war ganz klar wie die Gitarrenmodelle eingestuft sind:
Billig Korea->Dotinlay, Schraubhals
Mittelklasse Japan->eingeleimter Hals, Dots/Sharkfins
teuer USA->Neckthru, Sharkfins, Binding
Heute steigt Niemand mehr durch.

Dazu kommen dann solche Fakten das James Hetfield die ersten 3 Metallicaalben mit einer no Name "Gibson-Flying V-Kopie" mit Schraubhals und gebrochener Kopfplatte eingespielt hat. Das einzige Gibson an der Gitarre war das Plastiktrussrodcover für 2,50$ :mrgreen: .
Wer will denn teure US-Modelle ausser Sammlern, wenn musikalische Jahrhundertmeilensteine mit Billigklampfen eingespielt werden???

Auch haben viele Hersteller diverse Maßnahmen zur Kundenverarschung betrieben, die vielen Kunden nicht entgehen und bestimmt nicht imageförderlich sind.
Beispiele:
Sandberg aus Braunschweig und Duesenberg aus Hannover lassen billig in den großen asiatischen Gitarrenfabriken produzieren, in Asien kann man z.B.die Klampfen unter anderen Labels günstig erstehen(da hat wohl mal einer die Maschine länger laufen lassen?). Früher wurde die Klampfen dann noch als "made in Germany" bezeichnet, heute darf man(wenn die Gitarre in D gestimmt wurde
:selfhammer: ) das immerhin noch als "assembled in Germany" bezeichnen.

Fender hat ja 6 Preisklassen(US, Mexiko, Asien, Squier Classic Vibe, Squier normal und Squier billig) von denen diverse Teile von den gleichen Bändern laufen und nicht unbeding dann wirklich "made in US" sind.
Und wenn man dann merkt das Classic Vibe den US-Modellen Konkurrenz macht, weil sie manchmal echt besser sind, dann wechselt man das Holz von Erle auf Linde und mach die CV halt unattraktiver.

Ich denke diese Spielchen merkt der Kunde und hat da keinen Bock drauf.
Er merkt das die billigen Fernostgitarren genauso gut oder manchmal sogar besser sind.

Auf diversen Metalkonzerten sieht man bekannte, große Bands mit den billigen Klampfen Beispiel hierfür ist die Billigmarke LTD von ESP, extrem oft auf Bühnen zu sehen.

Und zum Schluss kommt noch im Facekotz/Instabernd/Snapschrott-Zeitalter das die Gitarrenindustrie mit ihren alten Formen nicht weiß ob solche Klampfen bei den Handymenschen überhaupt ankommt!?
 

Dark Walter

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Ach das ist doch Quatsch. Das die Verkäufe zurückgehen hat weniger mit dem Interesse an Gitarrenmusik zu tun viel mehr liegt es daran das dieser völlig übersättigte Markt seit Jahren mit immer mehr Instrumenten überschwemmt wurde.

Da Gitarren ewig haltbar sind und nicht unbedingt zu Trendprodukten für eine Saison zählen kann es hier keinen endlosen wirtschaftlichen Wachstum geben.
 

Michael Burman

⌘⌘⌘⌘⌘
So ähnlich wie Volcas, Boutiques und Refaces hoch nachgefragt sind,
könnte ich mir vorstellen, dass Ukulelen jetzt höher nachgefragt werden.
Man kann mehr Ukulelen an der Wand anbringen als ausgewachsene Gitarren.
Lagerfeuer werden jetzt dementsprechend auch kleiner,
weil eine Ukulele weniger Holz als eine Gitarre hergibt.
 

Michael Burman

⌘⌘⌘⌘⌘
Ohne Internet-Foren dachte ich, dass es ganz normal ist eine Gitarre zu haben, und dass ich nicht mehrere davon brauche. Durch Internet-Foren habe ich aber erfahren, dass es ganz normal ist mehrere Gitarren und Bässe zu besitzen. Gilt natürlich auch für Synthesizer. Kaufen, solange man durch die Wohnung noch irgendwie durchkommt – zum Balkon, zur Küche usw. An die Wände gehören keine Bilder, sondern Gitarren. Alles voll machen, und wenn es noch irgendwo kleine freie Flächen oder Ecken gibt, alles mit Volcas und Ukulelen voll machen. Kaufen, kaufen, kaufen! :supi:
 

fcd72

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Michael Burman schrieb:
Ohne Internet-Foren dachte ich, dass es ganz normal ist eine Gitarre zu haben, und dass ich nicht mehrere davon brauche. Durch Internet-Foren habe ich aber erfahren, dass es ganz normal ist mehrere Gitarren und Bässe zu besitzen. Gilt natürlich auch für Synthesizer. Kaufen, solange man durch die Wohnung noch irgendwie durchkommt – zum Balkon, zur Küche usw. An die Wände gehören keine Bilder, sondern Gitarren. Alles voll machen, und wenn es noch irgendwo kleine freie Flächen oder Ecken gibt, alles mit Volcas und Ukulelen voll machen. Kaufen, kaufen, kaufen! :supi:
Ein Dachboden oder auch Keller kann da ganz praktisch sein. Auch für Ukulelen. Und das wichtigste ist, immer schön im Internet drüber kommunizieren, und darüber völlig vergessen mit dem Krempel was bestimmungsgemässes anzufangen. Also Lagerfeuer. Oder wenigstens das Holzding über ner Orgel zertrümmern.
 

Michael Burman

⌘⌘⌘⌘⌘
fcd72 schrieb:
Und das wichtigste ist, immer schön im Internet drüber kommunizieren, und darüber völlig vergessen mit dem Krempel was bestimmungsgemässes anzufangen.
Etwas damit anzufangen wäre ohne Foren bestimmt möglich, und dabei geht es nicht allein um die Zeit. In Foren lernt man aber, dass man ohne Feature X mit dem Krempel sowieso nicht vernünftig arbeiten kann, man eine Gitarre erst dann vernünftig spielen kann, wenn man Pickups getauscht hat, welche Pickups passen kann man aber nie wissen, also kann man auch gar nicht spielen. MIDI ist untight, kann man also nicht sequencen. Externe Hardware ist aber geil zu besitzen. Modular ohne MIDI ist tight, aber es fehlt immer das nächste Modul, um endlich den gewünschten Sound zu bekommen, dann aber doch das nächste. Usw. und so fort. Egal, Gitarren kaufen geht immer. Muss nur noch was überlegen, um sie an die Decke zu befestigen.
 

darkstar679

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Moogulator schrieb:
darkstar679 schrieb:
(govan, bonamassa usw. kennt kaum einer)
2.901.689 Likes bei FB
Govan: 226.454

Das ist viel

Depeche Mode: 7 Mio Likes
Auch viel. Aber Gore spielt viel Gitarre, viel Gretsch und so.
adele 65MIO
beyonce 64MIO

wie gesagt....gitarristen oder gitarrenbands kennt kaum einer noch....die foo fighters wären wohl derzeit am bekanntesten mit immerhin 11MIO.
 
darkstar679 schrieb:


wie gesagt....gitarristen oder gitarrenbands kennt kaum einer noch....die foo fighters wären wohl derzeit am bekanntesten mit immerhin 11MIO.
Ja, und man muss diesen Sound natürlich mögen.
Im 1Live Beitrag wird gesagt - Soli seien nicht mehr so gefragt - wieso? Weil das einfach nervt. Also nicht generell aber kann irrsinnig überladen sein.
Aber es gibt auch Leute, die nervt schon wenn eine Band eine Message hat und nicht "nur Spaß" haben will, was aber nichts mit dem Instrument zu tun hat.

Was interessant ist, wie sich diese Info verbreitet und was das so macht.
Für mich ist das relativ egal, da ich keinen Instrumentenfetisch betreibe, daher ist mir das was viele hier schreiben über ihren Besitz auch bei Synths wurscht.
Es ist sogar leicht ignorant, dass mein Thema nicht respektiert wurde. Aber ist auch ansich ok.

Ich finde es prinzipiell als Mediending spannend und auch weil es ja aus der Verkaufsecke kommt. So wie wenn ein Dachverband für Irgendwas irgendeinen Trend anschiebt und einige nehmen das als Agenturmeldung und machen ne Story draus.

Hochinteressant. Aber vielleicht interessiert das nicht jeden.
Ich finde auch bei den Elektronikern gibt es nicht endlos viele, die ich so schätze als große Virtuosen. Aber solche, die gut sind und wo man das merkt gibt es schon. Ich habe nur den Eindruck, dass einfach nur eine alte Form - nämlich der Schweinerock und das alles kleiner wurde, weil das einfach durch ist - es gibt aber neue Musik mit Gitarren, die absolut toll und neu und anders ist. Was ist denn damit?
 

Xpander-Kumpel

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Dein Thema nicht respektiert?
Alle haben hier sinniert warum die Käufe zurückgehen könnten, war das nicht dein Thema?

Gitarrensolo ist durch,wobei der Pöbel immer noch Vollhonks die musikalisch eher so nana sind voll abfeiert, siehe Slash beim GunsnRoses-Konzert.
Aber der Pöbel ist alt, bei GNR ebenso wie bei DM.
Wahrscheinlich auch wegen der Konzertpreise jenseits der 100€-Schallmauer.

Dann sind "alte" Leute und "junge" Leute heute musikalisch ziemlich separiert.
Ich kenne dieses ganze aktuellen KasparSidoGagaRihannerzeugs nicht, ich kenne die Namen von Spiegelonline aber mit der Musik komme ich nirgendwo in Verbindung. Es gibt kein Medium mehr, wie das Radio früher, wo man zwangsläufig musikalisch in Verbindung mit so etwas kommt.

Die Altersgruppe ab 40 wird auch seit jeher immer fallengelassen sobald sie dieses Alter erreicht hat, eigentlich unverständlich da da ja eigentlich das Geld sitzt. Hab ich nie verstanden.

Daran was Herr Walter schrieb ist etwas, Thema Sättigung.
Jedenfalls in der westlichen Hemisphäre.
Es gibt so viele gute günstige Gitarren das sich der Verkauf von Gebrauchtinstrumenten für den Privatier kaum lohnt und eher nur ein Klotz am Bein ist.
So kommt es das die Leute mehrere Gitarren besitzen und die wiederrum oftmals nurein Klotz am Bein sind.
Die Anzahl an Gitarren pro Haushalt ist heutzutage bestimmt viel höher als vor zehn Jahren und dennoch nun gesättigt.
Andererseits müßten sich in aufstrebenden Ländern wie China, Brasilien, Indien, Russland doch gigantische neue Märkte auftun?

Was sagen Facebook-Likes eigentich genau aus?
Wie ist die Altersstruktur bei "Likern"?
Wer sind "Liker"?
Sind "Liker" auch Käufer?
Sind "Liker" auch Musiker?
Sind Facebook-Liker überhaupt relevant bei der Beurteilung von "Erfolg" oder "Bekanntheitsgrad" einer Band/eines Musikers?
Erreicht Facebook überhaupt alle relevanten Zielgruppen?
 
Respektiert schon aber gern abgedriftet in Schwärmereien, das finde ich auch durchaus sympathisch. Eine Beschwerde ist das nicht, nur verwundert, weil eben doch eher wenige auf meine Dinge eingingen. Daher danke das du es tust.

Ja, alt. Aber gibt es keine Musiker die begeistern, ist die Welle der Leute durch und heute die Art des Instruments einfach breiter? Oder wurden vorher einfach viel mehr verkauft und jetzt ist eben etwas Sättigung, wie bei allem was man so kaufen kann? Bei Synths gabs dieses Gefühl auch - es war nach Modern Talking und Sandra dann erstmal stiller geworden um Synths. Ist das also ein musikalisches, ein modeding oder so? Der Markt ist ja nur ein Spiegel. Oder stimmt es gar einfach nicht? Es gibt ja immer noch genug Hörer. Oder sind die alle alt?

Es gibt ja noch immer Musik und auch viel solche, wo Gitarren vor kommen oder die Hauptrolle spielen. Daher…

Hiphop? Sprichst du da von Hiphop? Da ist das auch so gemischt wie sonst auch, es gibt verschiedene Anteile von Dingen. Und Qualität und Tiefe ebenso. Auch wenn man es ablehnt existiert es natürlich. Gibt da schlimme Dinge aber auch sehr interessante. Wie immer.

Meinst du die große TV-Gleichschaltung hat mehr klare Richtungen erzeugt? Aber es gab ja auch einiges, was dort per se nicht statt fand. Auf jeder Studentenparty liefen und laufen bestimmte Musiken, die das Radio und Tv faktisch ignoriert haben. Und heute ist es noch viel viel vielseitiger, gerade deshalb weil es nicht mehr so viele gibt, die es normal finden um X Uhr irgendwas in einem Anschaukanal zu gucken, von denen es dann auch nur 2-3 gibt. Das stimmt sicher. Aber dennoch gibt es ja noch Ideale, Musik und Kunst. Die kann anders verpackt sein oder in einem Kleid daher kommen, die ggf. nicht wertig erscheint für zB dein Alter oder deine Ästhetik. Das müssen sie auch nicht.
Das soll kein Angriff auf dich sein, sondern nur so sagen, dass wir und die nach denen auch machen und gemacht haben und machen werden. Das ist doch normal.

Sättigung - die wäre dann so, dass schon alle eine Gitarre haben, aber viele haben viel, andere haben nichts oder bilig. Jüngere übernehmen nicht unbedingt die teure Familiengitarre, die sehr hochwertig ist. oder doch? Weiss ich nicht.
Dh - da geht schon was und der Ansporn ist eben ja auch über den Ruf und das was daran attraktiv ist über die emotionale Schiene.

Finde nicht, dass die sehr schwach sei, sogar im Gefühl stärker als bei Synths.

Jau, Indien - da sind auch Sachen vorn, die hier so keiner versteht. Das ist aber eher nicht die Gitarre, es gibt ja noch andere Instrumente. Aber grundsätzlich stimmt das sicher.

Likes - in einem Netzwerk was jeder 6te auf der Erde nutzt - sind schon ein Indikator. Repräsentativ muss das nicht sein, aber ein Anhaltspunkt, so wie Klicks bei Videos - und ja, eine umfallende Katze kann 3Mio Klicks haben und ein Musikvideo nur 100. Naklar.
Aber Musiker sind nicht alle - Gitarren und Synths sind immer special interest. Aber es gibt auch ein Feuerwehrmagazin, sowas würde ich nicht mal wissen, wenn ich nicht kürzlich gesehen hätte, dass das jemand gekauft hat.

Ich würde sagen - FB und YT und so weiter und im Falles des Auslösers dieses Threads sind Verkaufszahlen von beidem - Musik mit Gitarren und Konzerten sowie eben Instrumente - sowas fänd ich als Kurve schon interessant. Es gibt doch Moden, die bestimmte Dinge etwas befeuern können und das Interesse auch stärken. Was weiss ich schon, was zB heute wirklich jüngere Leute so machen? Das ist, was ich so beobachten kann und das wäre aber nicht so repräsentativ, aber es ist schon was, ob einer 200000 oder 2000 oder 20 oder eben 2 Mrd likes hätte oder hat. 2Mrd wäre wirklich viel, 1Mio ist superviel. Aber das sagt dann was über die Band aus - noch nicht ob man sich dann eine Gitarre kauft, sind ja auch viele die sich max. als DJ sehen würden, auflegen kann jeder und hören.

Wie dem auch sei, ich finde es auch medial sehr interessant, wie das rumgetragen wird und würde gern wissen, wie es wirklich ist.
Hier sind natürlich sehr viele Musiker, daher werden hier auch liebevolle Dinge gesagt. Das will ich nicht mal hier abwürgen, aber ich finds nett, wenn die Gedanken zu dem Thema auch da sind..
 

hairmetal_81

Mitglied in Capt. Obvious' Lambada-Testlabor
Moogulator schrieb:
Ich habe nur den Eindruck, dass einfach nur eine alte Form - nämlich der Schweinerock und das alles kleiner wurde, weil das einfach durch ist

Schweinerock ...schöner Begriff! :D
...etwas schwammig zwar, bisschen undefiniert, aber trotzdem gut.


Okay, David Bowie sowie Motörhead haben leider definitv das Zeitliche gesegnet. [ :heul: ] Aber wer weiss, was die übrig gebliebenen Bandmitglieder noch auf die Beine stellen.

Das letzte Mal als ich nachgesehen habe, waren "meine" Helden immer noch zahlenmässig aktiv - teilweise eben in deutlich kleinerem, nicht mehr Stadion-grossen, Rahmen. Dafür haben einzelne davon sich sogar wieder in original Line-up reformiert. Und auch die Rolling Stones sollen im September wieder zu uns kommen ...quasi die Küchenschaben des Rock n' Roll - Keith Richards ist einfach nie tot zu kriegen! [ :lollo: ]

Elvis ist nun seit wie vielen Jahren tot? ...und trotzdem "tourt" er noch auf Grossleinwand durch die Lande ...moderne Technologie ist doch was schönes! 8)

( :arrow: https://www.youtube.com/watch?v=5cAA-MOi8aA )

Kürzlich habe ich 'nen Live-Mitschnitt von Falco 2017 gesehen; sein Donauinsel-Konzert von 1993 - ebenfalls auf Leinwand - mit Live-Band und Gast-Stars, vor 130'000+ Zuschauern... durchaus sehenswert!

( :arrow: https://www.youtube.com/watch?v=ALaJHT9lO9k )
 
Ah, die Legenden bis hin zu den Beatles verkaufen durchaus Gitarren, denke ich.

Küchenschaben des Rock ist auch schön. Stones kapiere ich nicht, ist mir immer zu wenig interessant gewesen. Aber irgendwas müssen die haben. Aber es geht nicht mal darum, dass ich oder jemand begeistert werden muss, es geht um das JETZT - also ich glaube da spielt die Gesamtheit der aktuellen aktiven Wirkung "der Gitarre" ansich eine Rolle.

Das wäre interessant, verbindet ihr wirklich alle damit uralten Rock damit - nicht die tollen Sachen die es jetzt gibt? Die gibt's nämlich..
 

Michael Burman

⌘⌘⌘⌘⌘
Moogulator schrieb:
Das wäre interessant, verbindet ihr wirklich alle damit uralten Rock damit - nicht die tollen Sachen die es jetzt gibt? Die gibt's nämlich..
Es gibt rein elektronische Musik ohne Gitarren, und es gibt den Rest mit Gitarren. 8) :mrgreen:
Ok, es gibt auch reine Blasmusik, reine Streichermusik usw. Der Rest ist aber mit Gitarren. :lol:
Hier im Forum haben viele einen rein elektronischen Tunnelblick. :twisted:
Jemand mit so einem Tunnelblick hat wohl auch den Artikel geschrieben. :agent:
Aber Hans Thomann hat z.B. mal in einem Interview, glaube ich, erzählt, dass sein Laden mehr Keys als Gitarren verkauft. Und das ist schon ein paar Jahre her. Und wenn zu den Keys auch Volcas & Co zählen, dann wird der Gitarren-Verkauf dadurch im Vergleich klarerweise nicht besser aussehen. :agent:
 

hairmetal_81

Mitglied in Capt. Obvious' Lambada-Testlabor
Es sind primär schlicht "Hörgewohnheiten", die ich mit Gitarre (aber auch mit anderen Instrumenten) verbinde.
Und da bin ich beim JETZT quasi raus, weil ich "meine" Phase mit den Hörgewohnheiten, Klischees etc. so inmitten 1972-1989 eben gefunden habe.

Wenn dann was "Neues" kommt, muss es erstmal diese Hörgewohnheiten irgendwie abholen - darf also nicht zu weit von meinem "anerzogenen Geschmack" entfernt sein.


Ein Beispiel...
Matt Bellamy und seine Band "MUSE" - zwar auch schon sieben Studioalben, aber für mich dennoch "Neu".

(https://www.youtube.com/watch?v=XCUZSS54drI)



Das schöne dran: Sie sind auch Electronica gegenüber nicht verschlossen ...und KaossPad eingebaut in einen Tieftöner-Katzendarm ist irgendwie schon richtig cool.

(https://www.youtube.com/watch?v=6w5KCf8hXvo)


...irgendwie höre ich da auch Dave Gahan raus. ;-)
 

hairmetal_81

Mitglied in Capt. Obvious' Lambada-Testlabor
Xpander-Kumpel schrieb:
Dann sind "alte" Leute und "junge" Leute heute musikalisch ziemlich separiert.
Ich kenne dieses ganze aktuellen KasparSidoGagaRihannerzeugs nicht, ich kenne die Namen von Spiegelonline aber mit der Musik komme ich nirgendwo in Verbindung.

Das ist denke ich ganz normal.

Mein Grossvater hörte das Glenn Miller Orchestra oder Ray Coniff - Dinge, mit denen ich damals einfach nichts anfangen konnte.

Mein Vater hörte ABBA, deutschen Schlager [:blerk:] und The Sweet [ :phat: ] - gerade letzteres hat mich sehr geprägt und das habe ich als Kind irgendwann komplett aufgesogen. Später machte ich dann selbst divese musikalische "Stationen" durch.

Sollte ich jemals Nachwuchs haben, kann ich dir fast garantieren, dass die auch über meinen "Geschmack" nur den Kopf schütteln werden!

Ganz normal! ;-)





Xpander-Kumpel schrieb:
Vollhonks die musikalisch eher so nana sind voll abfeiert, siehe Slash beim GunsnRoses-Konzert.
Aber der Pöbel ist alt, bei GNR ebenso wie bei DM.


Veto! ...und zwar n' grosses!

Auch "Mr. Zylinder" zeigt, dass er durchaus dazulernen kann!



(Für Nicht-Eingeweihte:
Das Fingerpicking-Intro des Songs "Anastacia" seines Solo-Albums "Apocalyptic Love", 2012
:arrow: https://www.youtube.com/watch?v=nhLpH-71Gow)
 


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