Grafiktablet & DAW

Aleski Bourdaux

Aleski Bourdaux

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Hallo zusammen,

hat jemand Erfahrung bzgl der verwendung eines Grafik-Tablets und einer DAW wie Ableton Live, Bitwig oder Cubase?
Es gibt im Netz mal ein paar Infos von Stimming und dem Wacom. Aber die sind ja schon ein paar Tage alt.
Die Technik ist ja sicherlich schon etwas fortgeschrittener.

Zu den Tablets findet man ja einiges, jedoch nichts in Bezug auf DAW - eher Grafik, Zeichnen - wofür sie gemacht sind.

Mich reizt dieser andere Ansatz, bevor man sich jedoch so was zulegt, hoffe ich auf eure Schwarm-Intelligenz.

Besten Dank im Vorfeld.
 
haebbmaster

haebbmaster

Astra Sarcastica
Konkret für DAWs kann ich nichts sagen, aber ich habe eins (Gaomon).
Wenn man die Motorik so trainiert hat dass man damit zeichnen kann, dann kann man auch im Grafikprogramm die Menüs bedienen. Aber rein als Mausersatz bin ich mit einer echten Maus allemal schneller.
Es sei denn du hättest ein Grafiktablett wo man direkt auf dem Bildschirm malen kann. Aber die sind dann echt teuer, 300 Euro für 15 Zoll aufwärts.
Da würde ich mir lieber einen großen Bildschirm holen für den Preis.
 
deeptune

deeptune

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Es macht imo nur ein Tablett Sinn, welches ala Wacom Screen und Touchpad in einem ist. Das Thema würde mich auch interessieren - hat mal wer ein IPad mit Stift an einem Cubase IMac / MacBook angeschlossen und das ausprobiert?
 
Aleski Bourdaux

Aleski Bourdaux

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Danke für die Antworten.
Ich meinte wahrhaftig auch ein Grafiktablett MIT Display ala Stimming.
Wie das XP Pen 15.6 Pro...
 
haebbmaster

haebbmaster

Astra Sarcastica
Mal andersrum gefragt: Welche Aufgabenstellung hast du, die du mit den gängigen Tools wie Maus / iPad / MIDI-Controller nicht lösen kannst?
Vielleicht hat ja jemand was ähnliches.
 
Aleski Bourdaux

Aleski Bourdaux

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Naja, ich frage mich ob die Bedienung mit Stift flüssiger geht. Hüllkurven malen, EQen, Schneiden - halt alles das was das Stift-Tool alles so kann. Nur haptischer.
Irgendwas muss ja dran sein, wenn Bitwig auf Touch setzt.

Schau Dir das mal an:
https://www.youtube.com/watch?v=_qCoMYk1NbE


Ich finde das spannend. Ist aber von 2014... . Ich kann mir nicht vorstellen das es da keine Entwicklung in den letzten 6 Jahren gab.

Und zu deiner Frage: ich mag mehr Haptik. Lösen kann ich das auch mit Maus. Aber ich will was anderes.
 
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38fhwtoshAe

Guest
Also hat das hier noch keiner ausprobiert oder weiterverfolgt???
also ich nutz seit mehr als 20 Jahren Grafiktablets, aber viele Sachen gehen mit Maus besser

Wenn mans gewohnt ist kann man alles mit Stift bedienen, die Maus aber hat den Vorteil daß sie ruht wenn sie ruhen soll.

Ex-Kollege von mir hatte auch 3D gemodelt mit Stift aber ich finde das aus eben dem Grund unpraktischer als mit der Maus,
da man den Stift nicht ablegen oder aufsetzen kann, ohne ne Aktion auszulösen und die Hand immer schweben muss
und man beim modeln schon teilweise präzise arbeiten will.

Touchbedienung seh ich auch nicht als Vorteil, und es gibt ja n Grund warum die sich in vielen Bereichen nicht durchgesetzt hat.
 
laux

laux

_laux
Ich finde es ermüdend für die Hand, gerade wie es im Video gezeigt wird.
Hatte grad diese Woche an meinem Surface auf Arbeit CAD Daten angeschaut und mal ne Stunde mit dem Pen rumprobiert. Mir hats keinen Spaß gemacht so zu arbeiten.
Was ich eher gut finde, das sind solche CAD Mäuse, links mit der Maus auswählen und rechts mit der 3D Maus Einstellungen vornehmen:
promouse4.png
3d-mouse.jpg


So in der Art arbeitet man ja auch mit ner MPC.
 
Phil999

Phil999

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ein Graphiktablet ist für Audio- und Videobearbeitung unverzichtbar für mich. Also nicht nur für Graphik, virtuelle Malerei, und 3D. Auch für gewöhnliche Sachen wie Installation und Dateien ordnen, gelegentlich auch für Texteingabe. Da ist Windows 10 eben schon gut. Oft erscheint das Eingabefeld zum von Hand Schreiben von alleine, und man muss den Stift gar nicht absetzen und zur Tastatur greifen. Einfach draufloskribbeln, der Text wird oft gut erkannt. Bei komplizierteren Texteingaben mit Spezialzeichen nehme ich den Stift einfach quer in den Mund und tippe ein.

Oft ist es notwendig, Automatisierungskurven in einer DAW oder in DaVinci Resolve (Fairlight Page, die im Grunde genommen eine DAW ist) nachzubearbeiten. Gerade da ist ein Tablet Gold wert. Man muss die Automatisierung nicht in Echtzeit nochmal fahren, sondern kann in aller Ruhe und mit maximaler Präzision die Kurve von Lautstärke, dem Send, dem EQ, etc. graphisch zeichnen. Das macht Spass. Und wenn der Kunde noch nebenan sitzt und zuschaut, wie man im Handumdrehen die betreffende Stelle angleicht, macht es schon einen recht professionellen Eindruck.

Ein Tablet, gut eingerichtet und eingeübt, macht viele Arbeitsprozesse einfacher und bemerkbar schneller. Wie oben schon erwähnt, darf eine Maus mit vielen programmierbaren Tasten bleiben, sodass man den Stift nicht immer in der Hand haben muss.

Ich kann die Wacom-Tablets natürlich schon empfehlen. Deren Treiber sind sehr stabil und die Tablets haben mit den für jede Applikation separat programmierbaren Tasten viele Shortcuts parat. Ich habe ein Grosses für die Workstation, und ein Mittleres (mit Touch, auch sehr brauchbar wenn keine Maus angeschlossen ist) für unterwegs bzw. für den Laptop.

Die 3dx-Geräte kann ich auch wärmstens empfehlen. Auch da scheue ich keine Mühe und Kosten, diese Controller auf jede Applikation zuzuschneidern. Ich nehme sie gerne auch mit für unterwegs, die Profile (applikationsspezifische Einstellungen) lassen sich ja gut auf jeden beliebigen Rechner übertragen. Was auch für die Wacom-Tablets zutrifft. Space Mouse Enterprise, oben abgebildet, ist wohl der beste Controller von 3dx, aber ich habe auch Space Pilot Pro und Space Pilot regelmässig an Laptops in Verwendung. Selbst an kleineren wenig wichtigen Laptops hängt oft ein Space Navigator dran.

Es ist zugegebenermassen schon ein beträchtlicher zusätzlicher Aufwand, da Sachen auch nicht funktionieren können. Aber wenn man den Dreh raus hat, ist es einfach nur ein Vergnügen, stundenlang zu arbeiten.
 
Aleski Bourdaux

Aleski Bourdaux

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Danke die ausführliche Antwort.
Bedeutet man kann je nach Gerät pro Applikation die Tasten belegen. Das war mir nicht bewusst.
 
Phil999

Phil999

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oh ja, das ist ganz wichtig. Trifft wie gesagt auf die Intuos-Reihe von Wacom zu, und ist auch die Stärke von den 3dx-Controller. Es ist genau das, was wir Anwender wollen. Und von Firmen wie Wacom und 3d Connexion geliefert wird. Beim Erwerb bekommt man nicht nur hervorragende Hardware, sondern auch hervorragende Treiber. So wie bei Audiointerface-Hardware von RME, die nicht nur sehr stabil sind, sondern auch per MIDI, OSC, und eigens dafür kreierte Apps auf Tablets ferngesteuert sein können.
 
Zuletzt bearbeitet:
WENDY

WENDY

......
Im Making-Of von WALL-E sieht man Ben Burtt die Stimmen mit den Achsen eine Tablets modulieren.
Die dritte Achse hat man aber nur bei einem Tablett welches auch die Neigung des Stiftes erkennt, und das sind meist die etwas teureren Modelle.
Ist länger her, als ich das Making-Of gesehen hab, aber ich vermute mal er hat auch bei WALL-E wieder sein Kyma System verwendet.
 
Aleski Bourdaux

Aleski Bourdaux

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Habs gewagt.
Nun besitze ich ein XPen Artist Pro 15.6. Gab neulich gut Rabatte.
Was soll ich sagen..., läuft auf Win10 perfekt.
Die Bedienung von Ableton läuft sehr angenehm. Shortcuts kann ich individuell definieren.

Bitwig muss ich noch testen.

Die Kids nachts auch happy auf dem Screen zu malen.
 
Phil999

Phil999

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was auch grossartig funktioniert ist das Editing mit Spektrogramm-Software. Also Software wo man Audio in Form eines Sono- bzw. Spektrogramm verändern kann. Mit dem Stift geht das sehr einfach und enorm schnell. Kurzzeitige Lücken können in den relevanten Frequenzbereichen geschlossen werden sodass man die Unterbrechung nicht mehr hört, Trittschall und Rumpeln im unteren Frequenzbereich einfach wegradiert werden, ebenso Zischlaute im oberen Bereich.
 
micromoog

micromoog

Rhabarber Barbara
was auch grossartig funktioniert ist das Editing mit Spektrogramm-Software. Also Software wo man Audio in Form eines Sono- bzw. Spektrogramm verändern kann. Mit dem Stift geht das sehr einfach und enorm schnell. Kurzzeitige Lücken können in den relevanten Frequenzbereichen geschlossen werden sodass man die Unterbrechung nicht mehr hört, Trittschall und Rumpeln im unteren Frequenzbereich einfach wegradiert werden, ebenso Zischlaute im oberen Bereich.

Hättest du da einen Tipp für eine diesbezügliche Software?
 
Phil999

Phil999

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Steinberg Spectralayers ist eine gute Wahl, da es eine recht günstige Version gibt für zwei Audiospuren und genügend Tools wie Pinsel und Radiergummi. Damit kann man schon viel machen.

Auch gut zu wissen: Spectralayers lässt sich in DaVinci Resolve einbinden, d.h. man kann ein Knacksen auf einer Audiospur sehr schnell beheben ohne langes hin und her. Das editierte Audioschnippsel wird automatisch in die Resolve-Timeline integriert.
 
 


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