somewhatsam
..
Aloha,
wie der Titel schon sagt, hadere ich zur Zeit mit einer (potentiellen) Kaufentscheidung.
Da ich aufm Spektrum bin, schaff ich sowas weder nach Bauchgefühl zu entscheiden, noch mich bei den Überlegungen kurz zu fassen.
Wer damit nix anfangen kann, muss auch nicht antworten...:)
Ich mach erst seit ca. 3 jahren wieder aktiv Musik, aber weiterhin nur als Hobbyist, hab zwar grad auch meine ersten 4 Tracks released, aber keine Ambitionen, die darüber hinausgehen vielleicht irgendwann ein paar Konzerte zu machen.
Falls es beim Rat geben hilft, hier meine ersten releasten Tracks auf Bandcamp:
Mein Setup zur Zeit besteht aus Ableton* live, Korg Modwave, Novation Circuit tracks und Boss 505 MK2 Loopstation.
Seit ich vor einiger Zeit das Video von Cuckoo über das Haken Continuum gesehen habe, bin ich davon fasziniert.
Das war tatsächlich auch einer der Hauptgründe, warum ich zur Superbooth dieses Jahr wollte.
Da das mit 5000 EUR aufwärts erstmal nur ein Traum bleiben würde, wollte ichs zumindest mal ausprobiert haben, vielleicht auch um einfach einen Dämpfer zu erhalten, dass es eben doch gar nicht so toll sei...und ich vielleicht ja mit sowas wie dem neuen Midi Controller von Expressive E besser bedient wäre.
Das ist leider gründlich in die Hose gegangen.
Hatte ca. eine Stunde Zeit insgesamt damit rumzuspielen und mein Eindruck war:
1. VIrtuosität /Skill
Ich hatte gehofft, dass es eben nur so geil klingt in den Händen eines echten Experten wie Josh Madoff und dass es für jemanden wie ich, der eben maximal nen Akkord halten und dazu bisschen rumdudeln kann eher enttäuschend wäre.
Aber ich fand gerade WENN man eben kein super guter keyboardist ist, kann man aus dem Gerät SO viel mehr rausholen als aus einem normalen Synth/keyboard:
Weil ich das, was mir an Fingerfertigkeit fehlt, durch sensibilität wett machen kann, zum Teil.
Ich kann mit 3-4 Tönen mehr Ausdruck rausholen aus dem Teil, als ich das mit fingerfertigkeit jemals lernen würde (auf jedenfall in meinem Alter wohl nicht mehr...:).
Und vielleicht spricht da auch nur mein "Habenwollen", aber ich hatte tatsächlich beim probieren auch sofort das Gefühl, dass mir da so viel Spass machen würde, dass ich damit dann auch Fingerfertigkeit üben könnte, ohne mich so dazu zwingen zu müssen, wie bei einem normalen Keyboard.
Oder sogar wie bei meiner Gitarre.
Weil es einfach so weniger Kraft in den Fingern erfordert wie ein normales Keybed (oder eine Gitarre) und die Oberfläche sich so angenehm spielt.
2. Sensitivität/Expressiveness
Ich hatte gehofft, dass eben ein expressiver midi Controller wie der neue von Expressive E vielleicht ähnlich ausdrucksstark sei.
Und das ist durchaus nah dran, aber trotzdem noch meilen entfernt für meinen Geschmack. Insbesondere wenn einem eben die fingerfertigkeit fehlt, oder schlicht die kraft in den Fingern:
Beim Haken reicht wirklich schon ein Hauch von Berührung, beim Expressive E muss man schon eher eben wie bei einem Keyboard Kraft geben und entsprechend viel feiner sind dann auch die Nuancen beim Continuum.
Vibrato fand ich dafür beim Expressive E bisschen leichter.
Ich hab auf der Superbooth dann natürlich auch noch andere Controller getestet.
Das Continuum mini hat mich leider nicht überzeugt.
Und das Exquis erst recht nicht.
Linnstrument hatte ich nicht die chance zu testen, aber all die pad basierten Controller find ich tendenziell ähnlich eingeschränkt.
3. Range/Formfaktor:
Da ich eben auch nicht sonderlich gut zweihändig spielen kann, sind auch die 4 Oktaven beim Expressive E für mich kein ausschlaggebendes Argument.
Dagegen kann man beim Slim mit sustain pedals und dem oktave switching erstaunlich viel abdecken an Range.
Als ich am ersten Tag da wegging von der booth, hatte ich noch gar nicht gecheckt, dass ich die ganze Zeit auf einem neuen continuum gespielt hatte, das nur halb so gross wie das nächstgrössere war...
Trotzdem würden die beiden für mich unterschiedliche Funktionen abdecken:
Das Expressive E wäre eben doch eher ein Master Controller, den ich auch für VST synths nutzen würde.
Aber ich glaub eher nicht, dass ich damit zum Beispiel Live auftreten würde, vor allem nicht mit dem Controller only model (ich will eigentlich vermeiden mit Ableton* live und Laptop auftreten zu müssen).
Das Haken wäre dafür definitiv auch Live geeignet für mich und vor allem in Kombination mit der Loopstation sehe ich da auch noch viel mehr Potential, da selbst aus dem kleinen Modell ne Menge rausholen zu können,
bzw. dann eben auch wirklich sinnvoll damit live zu einem Loop improvisieren zu können.
Aber da man es ja schon auch als MPE controller nutzen kann, wäre das dann zumindest eine Ergänzung zu meinem Modwave, der momentan auch als Master Midi controller herhalten muss, aber eben nicht mal aftertouch kann.
4. Reparaturen etc.
Meine grösste Befürchtung, was das Continuum angeht, ist natürlich, dass man es zur Reparatur einschicken muss nach Amerika.
Ob und wie lange darauf Garantie ist, hab ich noch nicht recherchiert, aber die Kosten allein fürs Shipping sind ja sicherlich nicht zu verachten.
Während expressive E ja in europa sitzt und die Reparatur auch deutlich weniger komplex scheint...
Hier hatte ich im Forum nur von einem User schon was gehört, keine Ahnung wie representativ das ist und wie lange der das schon hat.
5. Eagan Matrix
Eine weitere Hoffnung war, dass es gar nicht so sehr auf die Eagan matrix ankäme, sondern das expressive Spielen eigentlich die Hauptfaszination ausmachen würde beim slim.
Auf der Superbooth hab ich daher auch intensiv das CE ausprobiert, samt Controll E presets.
Und da gibts zwar auch einige ziemlich coole sounds, die damit deutlich interessanter werden als mit normalem Synth+Modwheel/Macroknobs, aber im Vergleich klingt die Eagan Matrix eben vor allem
deshalb so geil, weil sie eben sehr viel Sounds produzieren können, die dann im Zusammenspiel mit der Sensitivität/Expressivität über drei Achsen unglaublich akustisch und nach einem echten Instrument klingen,
aber eben auch alle hybriden Zwischentöne und klassische Synth sounds produzieren kann.
Die Eagan Matrix ist auf jedenfall zu komplex erstmal, dass ich da am Anfang allzutief einsteigen würde, aber dafr sind die Presets auch so unglaublich gut, dass ich da auch kein so derbes Bedürfnis verspürte beim Spielen.
In meiner Musik wars mir auch schon immer wichtig, irgendwelche "echten" Elemente drin zu haben, damit ich damit connecte:
Seien es Vocals, samples oder eben Gitarre oder ähnliches.
6. Reiner controller vs eigenständiger Synth / Osmose
Momentan versuche ich mich mehr auf live/jammen zu konzentrieren.
Zum einen vermisse ich das Spielen mit anderen zusammen und finde das auf Dauer auch motivierender als das alleine rumbasteln.
Was mir aber nach wie vor viel Spass macht, nur findet das eben auch nach wie vor hauptsächlich dann am Rechner statt, wo ich auch so schon den ganzen Tag arbeite...
Der Modwave und das Circuit Tracks haben beide schon geholfen dabei, dass ich auch einfach so mal Sounds bastle oder zuhause jamme, wenn mir Ableton* zu starten zu viel Arbeit erscheint.
Aber dafür hat noch keins von den beiden Geräten wirklich Einzug gefunden in einen Song...die sind alle rein in Ableton* entstanden.
Ein reiner controller wie das CE wäre da eben dann auch hauptsächlich dafür geeignet.
Wobei ich dann natürlich bei Gelegenheit auch ein Eagn Matrix Micro Module nachrüsten könnte, womit das CE dann auch zu einem Live gerät werden könnte...wenns mir dafür nicht zu klobig würde.
Ich werd auf absehbare Zeit ja maximale kleine Konzerte und Privatauftritte realisieren können...
Zum Beispiel das neue "Noisy2" VST kommt tatsächlich ziemlich nah ran an den Sound, ist aber wesentlich intuitiver zu bedienen als die Eagan Matrix.
Aber wäre eben auch wieder an den Rechner gebunden und damit eher fürs songschreiben als fürs live spielen geeignet...
Ich glaub ich werde auch langfristig nicht einfach nur noch jammen und aufs live auftreten hinarbeiten, also wär das auf jedenfall kein komplett rausgeschmissenes Geld, erstmal nur den CE zu holen.
7. Der Preis
Die Entscheidung für das CE wäre also letzten Endes eine rein finanzielle bei mir denk ich.
Ich hab momentan ein Budget für ca. 1000 EUR.
Damit wäre nur das CE drin, ohne dass ich noch über Finanzierung nachdenken müsste - oder eben nochmal 2 Jahre sparen...und das kann ich nach wie vor nicht gut. Also sowohl sparen, als auch warten...:)
Das Osmose ist gerade ja auch schon für ca. 1600 EUR zu haben und wäre damit genauso teuer wie das CE, minus der dediziert beschrifteten Tasten zur DAW kontrolle. Aber das wäre ja wirklich vernachlässigenswert...
Das Slim ist eben nochmal ca. 400 EUR teurer und ob das dann rechtfertigt, dass es sowohl im Funktionsumfang als auch im Range eingeschränkt ist und dafür "nur" grössere Sensitivität und portabilität mit sich bringt...
Keine Ahnung.
Abgesehen davon, ist mir schon auch bewusst, dass das grad einfach ne totale Obsession ist.
Die Loopstation wollte ich 8 jahre haben, bevor ich endlich zugeschlagen habe.
Und ich bin immer noch komplett am Anfang, was den Nutzen angeht....weil mir schlicht die Zeit fehlt im Alltag.
Aber für ein Hobby 350 EUR auszugeben oder 2000...is halt schon ein Unterschied.
Selbst wenn ich eben nur das CE kaufen würde, wofür ich das Geld "übrig" habe...
Allein sich mal zu überlegen, was ich mir stattdessen von meiner Wunschliste für 1000 EUR zulegen könnte, ist auch schon ne abschreckende Rechnung:
Sampler (zb. roland 404, auch SEHR live taugliches Gerät): Ca 450 EUR (gebraucht)
Sure SM58 zum live loopen: ca. 50 EUR (gebraucht)
Noisy2 VST: ca. 150 EUR
Myth VST: ca 130 EUR
Western Gitarre: 120
Guitar Bow: 30 EUR
Sustain Pedale: 70 EUR
Wäre Geld kein Problem, wäre meine Entscheidung glaub ich ziemlich einfach:
Haken Slim all the way.
Was brauch ich eine Gitarre und nen Gitarrenbogen, wenn ich dasselbe und noch 500 mehr derartige expressive und einzigartige Klangwunder mit einem Gerät spielen kann?
Was brauch ich nen extra midi controller, der mich doch wieder nur an den Rechner fesselt?
Was brauch ich noch ein Gerät, dass mir immer wieder vor Augen führt, was für ein schlechter Keyboard Spieler ich bin?
Was brauch ich noch ein Gerät, dass zu klobig ist um es irgendwohin mitzunehmen und was Musikmachen wieder zu einer gezielten Aktivität, statt zu einer spontanen Inspiration macht?
Aber Geld war bei mir immer schon knapp und ich hab eben auch gelernt mit so wenig wie möglich so viel wie möglich rauszuholen und zum Teil kommt Kreativität ja auch eher von Einschränkungen.
Bevor ich den Modwave gekauft habe, hab ich auch EWIG gehadert und bin letzten Endes mit meiner Entscheidung auch zufrieden, da er für den Preis wirklich einer der versatilsten Synths ist, die man bekommen kann, ein echter allrounder eben.
Aber paradoxerweise empfinde ich so ein teures Gerät wie das slim, das eben wirklich eher ein Instrument als ein "potential" ist, wie ein reiner Midi-Controller, eigentlich als grössere Einschränkung ...
Mir ist auch bewusst, das so ne Entscheidung letzten Endes immer sehr individuell ist und ich hab eben auch diesmal auf der Superbooth wieder feststellen müssen, dass ne halbe Stunde praktisches ausprobieren mehr bringt, als stundenlanges recherchieren im Netz und pro und cons listen schreiben.
Daher interessieren mich aber eben hier auch vor allem konkrete Erfahrungen:
Wer hat/hatte den ein Continnuum oder ein expressive E?
Oder gar beides?
Was ist euer Hintergrund und was waren eure Erfahrungen zwischen Erwartungshaltung und Realität?
wie der Titel schon sagt, hadere ich zur Zeit mit einer (potentiellen) Kaufentscheidung.
Da ich aufm Spektrum bin, schaff ich sowas weder nach Bauchgefühl zu entscheiden, noch mich bei den Überlegungen kurz zu fassen.
Wer damit nix anfangen kann, muss auch nicht antworten...:)
Ich mach erst seit ca. 3 jahren wieder aktiv Musik, aber weiterhin nur als Hobbyist, hab zwar grad auch meine ersten 4 Tracks released, aber keine Ambitionen, die darüber hinausgehen vielleicht irgendwann ein paar Konzerte zu machen.
Falls es beim Rat geben hilft, hier meine ersten releasten Tracks auf Bandcamp:
Mein Setup zur Zeit besteht aus Ableton* live, Korg Modwave, Novation Circuit tracks und Boss 505 MK2 Loopstation.
Seit ich vor einiger Zeit das Video von Cuckoo über das Haken Continuum gesehen habe, bin ich davon fasziniert.
Das war tatsächlich auch einer der Hauptgründe, warum ich zur Superbooth dieses Jahr wollte.
Da das mit 5000 EUR aufwärts erstmal nur ein Traum bleiben würde, wollte ichs zumindest mal ausprobiert haben, vielleicht auch um einfach einen Dämpfer zu erhalten, dass es eben doch gar nicht so toll sei...und ich vielleicht ja mit sowas wie dem neuen Midi Controller von Expressive E besser bedient wäre.
Das ist leider gründlich in die Hose gegangen.
Hatte ca. eine Stunde Zeit insgesamt damit rumzuspielen und mein Eindruck war:
1. VIrtuosität /Skill
Ich hatte gehofft, dass es eben nur so geil klingt in den Händen eines echten Experten wie Josh Madoff und dass es für jemanden wie ich, der eben maximal nen Akkord halten und dazu bisschen rumdudeln kann eher enttäuschend wäre.
Aber ich fand gerade WENN man eben kein super guter keyboardist ist, kann man aus dem Gerät SO viel mehr rausholen als aus einem normalen Synth/keyboard:
Weil ich das, was mir an Fingerfertigkeit fehlt, durch sensibilität wett machen kann, zum Teil.
Ich kann mit 3-4 Tönen mehr Ausdruck rausholen aus dem Teil, als ich das mit fingerfertigkeit jemals lernen würde (auf jedenfall in meinem Alter wohl nicht mehr...:).
Und vielleicht spricht da auch nur mein "Habenwollen", aber ich hatte tatsächlich beim probieren auch sofort das Gefühl, dass mir da so viel Spass machen würde, dass ich damit dann auch Fingerfertigkeit üben könnte, ohne mich so dazu zwingen zu müssen, wie bei einem normalen Keyboard.
Oder sogar wie bei meiner Gitarre.
Weil es einfach so weniger Kraft in den Fingern erfordert wie ein normales Keybed (oder eine Gitarre) und die Oberfläche sich so angenehm spielt.
2. Sensitivität/Expressiveness
Ich hatte gehofft, dass eben ein expressiver midi Controller wie der neue von Expressive E vielleicht ähnlich ausdrucksstark sei.
Und das ist durchaus nah dran, aber trotzdem noch meilen entfernt für meinen Geschmack. Insbesondere wenn einem eben die fingerfertigkeit fehlt, oder schlicht die kraft in den Fingern:
Beim Haken reicht wirklich schon ein Hauch von Berührung, beim Expressive E muss man schon eher eben wie bei einem Keyboard Kraft geben und entsprechend viel feiner sind dann auch die Nuancen beim Continuum.
Vibrato fand ich dafür beim Expressive E bisschen leichter.
Ich hab auf der Superbooth dann natürlich auch noch andere Controller getestet.
Das Continuum mini hat mich leider nicht überzeugt.
Und das Exquis erst recht nicht.
Linnstrument hatte ich nicht die chance zu testen, aber all die pad basierten Controller find ich tendenziell ähnlich eingeschränkt.
3. Range/Formfaktor:
Da ich eben auch nicht sonderlich gut zweihändig spielen kann, sind auch die 4 Oktaven beim Expressive E für mich kein ausschlaggebendes Argument.
Dagegen kann man beim Slim mit sustain pedals und dem oktave switching erstaunlich viel abdecken an Range.
Als ich am ersten Tag da wegging von der booth, hatte ich noch gar nicht gecheckt, dass ich die ganze Zeit auf einem neuen continuum gespielt hatte, das nur halb so gross wie das nächstgrössere war...
Trotzdem würden die beiden für mich unterschiedliche Funktionen abdecken:
Das Expressive E wäre eben doch eher ein Master Controller, den ich auch für VST synths nutzen würde.
Aber ich glaub eher nicht, dass ich damit zum Beispiel Live auftreten würde, vor allem nicht mit dem Controller only model (ich will eigentlich vermeiden mit Ableton* live und Laptop auftreten zu müssen).
Das Haken wäre dafür definitiv auch Live geeignet für mich und vor allem in Kombination mit der Loopstation sehe ich da auch noch viel mehr Potential, da selbst aus dem kleinen Modell ne Menge rausholen zu können,
bzw. dann eben auch wirklich sinnvoll damit live zu einem Loop improvisieren zu können.
Aber da man es ja schon auch als MPE controller nutzen kann, wäre das dann zumindest eine Ergänzung zu meinem Modwave, der momentan auch als Master Midi controller herhalten muss, aber eben nicht mal aftertouch kann.
4. Reparaturen etc.
Meine grösste Befürchtung, was das Continuum angeht, ist natürlich, dass man es zur Reparatur einschicken muss nach Amerika.
Ob und wie lange darauf Garantie ist, hab ich noch nicht recherchiert, aber die Kosten allein fürs Shipping sind ja sicherlich nicht zu verachten.
Während expressive E ja in europa sitzt und die Reparatur auch deutlich weniger komplex scheint...
Hier hatte ich im Forum nur von einem User schon was gehört, keine Ahnung wie representativ das ist und wie lange der das schon hat.
5. Eagan Matrix
Eine weitere Hoffnung war, dass es gar nicht so sehr auf die Eagan matrix ankäme, sondern das expressive Spielen eigentlich die Hauptfaszination ausmachen würde beim slim.
Auf der Superbooth hab ich daher auch intensiv das CE ausprobiert, samt Controll E presets.
Und da gibts zwar auch einige ziemlich coole sounds, die damit deutlich interessanter werden als mit normalem Synth+Modwheel/Macroknobs, aber im Vergleich klingt die Eagan Matrix eben vor allem
deshalb so geil, weil sie eben sehr viel Sounds produzieren können, die dann im Zusammenspiel mit der Sensitivität/Expressivität über drei Achsen unglaublich akustisch und nach einem echten Instrument klingen,
aber eben auch alle hybriden Zwischentöne und klassische Synth sounds produzieren kann.
Die Eagan Matrix ist auf jedenfall zu komplex erstmal, dass ich da am Anfang allzutief einsteigen würde, aber dafr sind die Presets auch so unglaublich gut, dass ich da auch kein so derbes Bedürfnis verspürte beim Spielen.
In meiner Musik wars mir auch schon immer wichtig, irgendwelche "echten" Elemente drin zu haben, damit ich damit connecte:
Seien es Vocals, samples oder eben Gitarre oder ähnliches.
6. Reiner controller vs eigenständiger Synth / Osmose
Momentan versuche ich mich mehr auf live/jammen zu konzentrieren.
Zum einen vermisse ich das Spielen mit anderen zusammen und finde das auf Dauer auch motivierender als das alleine rumbasteln.
Was mir aber nach wie vor viel Spass macht, nur findet das eben auch nach wie vor hauptsächlich dann am Rechner statt, wo ich auch so schon den ganzen Tag arbeite...
Der Modwave und das Circuit Tracks haben beide schon geholfen dabei, dass ich auch einfach so mal Sounds bastle oder zuhause jamme, wenn mir Ableton* zu starten zu viel Arbeit erscheint.
Aber dafür hat noch keins von den beiden Geräten wirklich Einzug gefunden in einen Song...die sind alle rein in Ableton* entstanden.
Ein reiner controller wie das CE wäre da eben dann auch hauptsächlich dafür geeignet.
Wobei ich dann natürlich bei Gelegenheit auch ein Eagn Matrix Micro Module nachrüsten könnte, womit das CE dann auch zu einem Live gerät werden könnte...wenns mir dafür nicht zu klobig würde.
Ich werd auf absehbare Zeit ja maximale kleine Konzerte und Privatauftritte realisieren können...
Zum Beispiel das neue "Noisy2" VST kommt tatsächlich ziemlich nah ran an den Sound, ist aber wesentlich intuitiver zu bedienen als die Eagan Matrix.
Aber wäre eben auch wieder an den Rechner gebunden und damit eher fürs songschreiben als fürs live spielen geeignet...
Ich glaub ich werde auch langfristig nicht einfach nur noch jammen und aufs live auftreten hinarbeiten, also wär das auf jedenfall kein komplett rausgeschmissenes Geld, erstmal nur den CE zu holen.
7. Der Preis
Die Entscheidung für das CE wäre also letzten Endes eine rein finanzielle bei mir denk ich.
Ich hab momentan ein Budget für ca. 1000 EUR.
Damit wäre nur das CE drin, ohne dass ich noch über Finanzierung nachdenken müsste - oder eben nochmal 2 Jahre sparen...und das kann ich nach wie vor nicht gut. Also sowohl sparen, als auch warten...:)
Das Osmose ist gerade ja auch schon für ca. 1600 EUR zu haben und wäre damit genauso teuer wie das CE, minus der dediziert beschrifteten Tasten zur DAW kontrolle. Aber das wäre ja wirklich vernachlässigenswert...
Das Slim ist eben nochmal ca. 400 EUR teurer und ob das dann rechtfertigt, dass es sowohl im Funktionsumfang als auch im Range eingeschränkt ist und dafür "nur" grössere Sensitivität und portabilität mit sich bringt...
Keine Ahnung.
Abgesehen davon, ist mir schon auch bewusst, dass das grad einfach ne totale Obsession ist.
Die Loopstation wollte ich 8 jahre haben, bevor ich endlich zugeschlagen habe.
Und ich bin immer noch komplett am Anfang, was den Nutzen angeht....weil mir schlicht die Zeit fehlt im Alltag.
Aber für ein Hobby 350 EUR auszugeben oder 2000...is halt schon ein Unterschied.
Selbst wenn ich eben nur das CE kaufen würde, wofür ich das Geld "übrig" habe...
Allein sich mal zu überlegen, was ich mir stattdessen von meiner Wunschliste für 1000 EUR zulegen könnte, ist auch schon ne abschreckende Rechnung:
Sampler (zb. roland 404, auch SEHR live taugliches Gerät): Ca 450 EUR (gebraucht)
Sure SM58 zum live loopen: ca. 50 EUR (gebraucht)
Noisy2 VST: ca. 150 EUR
Myth VST: ca 130 EUR
Western Gitarre: 120
Guitar Bow: 30 EUR
Sustain Pedale: 70 EUR
Wäre Geld kein Problem, wäre meine Entscheidung glaub ich ziemlich einfach:
Haken Slim all the way.
Was brauch ich eine Gitarre und nen Gitarrenbogen, wenn ich dasselbe und noch 500 mehr derartige expressive und einzigartige Klangwunder mit einem Gerät spielen kann?
Was brauch ich nen extra midi controller, der mich doch wieder nur an den Rechner fesselt?
Was brauch ich noch ein Gerät, dass mir immer wieder vor Augen führt, was für ein schlechter Keyboard Spieler ich bin?
Was brauch ich noch ein Gerät, dass zu klobig ist um es irgendwohin mitzunehmen und was Musikmachen wieder zu einer gezielten Aktivität, statt zu einer spontanen Inspiration macht?
Aber Geld war bei mir immer schon knapp und ich hab eben auch gelernt mit so wenig wie möglich so viel wie möglich rauszuholen und zum Teil kommt Kreativität ja auch eher von Einschränkungen.
Bevor ich den Modwave gekauft habe, hab ich auch EWIG gehadert und bin letzten Endes mit meiner Entscheidung auch zufrieden, da er für den Preis wirklich einer der versatilsten Synths ist, die man bekommen kann, ein echter allrounder eben.
Aber paradoxerweise empfinde ich so ein teures Gerät wie das slim, das eben wirklich eher ein Instrument als ein "potential" ist, wie ein reiner Midi-Controller, eigentlich als grössere Einschränkung ...
Mir ist auch bewusst, das so ne Entscheidung letzten Endes immer sehr individuell ist und ich hab eben auch diesmal auf der Superbooth wieder feststellen müssen, dass ne halbe Stunde praktisches ausprobieren mehr bringt, als stundenlanges recherchieren im Netz und pro und cons listen schreiben.
Daher interessieren mich aber eben hier auch vor allem konkrete Erfahrungen:
Wer hat/hatte den ein Continnuum oder ein expressive E?
Oder gar beides?
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