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Howard Jones heute mit seinem Jupiter 8 von damals

  • #91
Den Jupiter 8 kannte ich vom Cover von New Song, wusste zu der Zeit weder wie der klingt, noch was diese ganzen Regler so anstellen.

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Ich auch, aber ich wußte, ich will einen haben.

Und Howard Jones mußte einfach toll sein, weil er einen Jupiter 8 hatte.

So argumentiert ein Elfjähriger ganz logisch.

[...] Soccer [...]

Können wir nicht hierzulande Fußball sagen -- noch sind wir keine Amerikaner, die soccer brauchen, damit sie es nicht mit ihrem Football verwechseln (der, nebenbei bemerkt, kaum mit den Füßen gespielt wird, aber so sind sie halt, die Amis).

Sollte der Winz soccer statt football gesagt haben, mache ich mir ernsthaft Sorgen um den Zustand seines britischen Bewußtseins und den Umgang, den er so pflegt.

Stephen
 
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M.i.a.u.: claudio
  • #92
Nick Beggs hat ja in Progrock Kreisen einen Ruf wie Donnerhall, spätestens seitdem er mit Steven Wilson zusammenarbeitet.
 
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M.i.a.u.: Whych, Audiohead und exitLaub
  • #93
Der Jupiter 8 war ja zusammen mit dem PPG bei im Schwerpunkt britischen Acts Anfang bis Mitte der 80er in Videos und bei Konzerten omnipräsent.
Aber auch bei Spliff, BAP und den Twins.
 
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M.i.a.u.: Audiohead, qwave und ppg360
  • #94
Der Jupiter 8 war ja zusammen mit dem PPG bei im Schwerpunkt britischen Acts Anfang bis Mitte der 80er in Videos und bei Konzerten omnipräsent.

Siehe Kajagoogoo und Tears For Fears beim Rockpalast oder sonstigen einschlägigen TV-Formaten.

Aber auch bei Spliff, BAP und den Twins.

Waren halt professionelle Werkzeuge (robust klammere ich mal im Zusammenhang mit PPG aus) und keine Kultobjekte der Zuspätgekommenen.

Stephen
 
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M.i.a.u.: qwave und micromoog
  • #95
Tears For Fears beim Rockpalast

Gerade das hat mich richtig geflasht Hatte ich auf dem Video 2000 Recorder meines Vaters mitgeschnitten und statt Hausaufgaben immer nach der Schule wieder angeschaut bevor die Eltern heimkamen.

Afair mit PPG Wave 2.2, Jupiter 8, Polysix (und DX7 ? Da bin ich mir nicht mehr ganz sicher)…der andere Keyboarder Yamaha CP.., Emulator 1 und Prophet 5.
 
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M.i.a.u.: Audiohead und ppg360
  • #96
Ich bin damals auf Howard Jones gekommen, weil "Conditioning" auf dem (Erdenklang)-Sampler "Music From Utopia" drauf war. Hab mir dann die ersten drei Alben geholt und die mag ich immer noch sehr. Danach hat er mich ein wenig verloren, weil rockiger, weniger Synth-lastig.
Hatte dann Ende der 90er mal die Ehre, ihn persönlich kennen zu lernen und ihm die Flosse zu schütteln. Wahnsinnig netter Kerl! Wollte mit ihm gerne über den Fairlight quatschen - aber das hat ihn zu der Zeit nicht mehr so interessiert. (Heute weiss ich auch endlich, dass diese unerreichbare Traummaschine meiner Jugend dann eigentlich nicht soooo geil war, wie ich immer dachte, sondern dass hauptsächlich geniale Produktion und Mix-Arbeit hinter den tollen Sounds steckte!)
Die DVD mit dem Jubiläumskonzert fand ich toll (1. Teil historisch mit altem Instrumentarium, 2. Teil Solo, 3. Teil mit Freunden - super!)
Das obige Video hat mir jedenfalls Spass gemacht. Erstens dass es ihn noch gibt und zweitens, dass er sich so über den alten Jupi freut. (Johannes Schmoelling hat ihn ja vor ein paar Jahren auch wieder entdeckt. Also, den Jupiter 8 - nicht Howard Jones...)
Ist schon ein tolles Biest (also, der Jupiter, nicht How...) - hatte leider nie die Gelegenheit, einen bezahlbaren abzustauben.
 
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M.i.a.u.: Whych, Synth, Audiohead und 3 andere
  • #97
Zu der Zeit hatte er bei Auftritten auch immer ein oder zwei kleine Synths mit dabei, wo hinten MOOG draufsteht. Ich dachte damals, das muß wohl was Dänisches sein.
Die hat er auf der Shepard's-Bush-DVD auch dabeigehabt und unter anderem die Melodien aus "New Song" damit gespielt.
Lustig, dass die beiden Prodigys offenbar ein Versehen waren: Er hatte einen bestellt, aber zwei geliefert bekommen. Den zweiten hat er dann auch behalten und bezahlt und dann das Pärchen eingebaut.

Schöne Grüße
Bert
 
  • ^
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M.i.a.u.: Moogulator, Audiohead und ppg360
  • #99
Lustig, dass die beiden Prodigys offenbar ein Versehen waren: Er hatte einen bestellt, aber zwei geliefert bekommen. Den zweiten hat er dann auch behalten und bezahlt und dann das Pärchen eingebaut.
@ppg360: Das hab ich im Internet gelesen, also stimmt es.

Schöne Grüße
Bert
 
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M.i.a.u.: fairplay und Audiohead
  • #101
Ist vielleicht auch ne Mainstream-Frage ... warum BMW und nicht Lexus oder Range Rover?

Später stand auf jeder Showbühne ein DX7 (ok, meist nicht angeschlossen ...)
 
  • #102
Wobei 1984 die Auswahl schon recht gross war, warum also gerade der Jupiter 8 und kein Synthex oder OB-8?
Im amerikanischen Rock, Pop und „Power Pop“ war Oberheim mehr präsent.
Der JP8 ist als „Performance“-Synthesizer im Zugriff direkter was Split und Dual-Mode betrifft.

Den Siegeszug des DX7 darf man in der Zeit auch nicht außer Acht lassen.

Der Synthex hatte seine Fans, hier fallen mir eigentlich namhaft nur JMJ und (der Keyboarder von) Gary Moore ein.
 
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M.i.a.u.: Scenturio und Moogulator
  • #103
Wobei 1984 die Auswahl schon recht gross war, warum also gerade der Jupiter 8 und kein Synthex oder OB-8?
Der Jupiter war halt deutlich zuverlässiger als die Anderen, und der OB-8 mußte erst noch beweisen, daß er nicht so oft ausfällt wie seine Vorgänger. Außerdem hatte er XLR Ausgänge, Split/Dual und einen sehr direkten Zugriff. Der Synthex wurde damals wegen des „falschen“ Firmennamens öfter links liegen gelassen, genau wie die von Crumar. Dave Spiers hat das in einem Sonic Talk mal treffend mit „there is a lot of snobbery out there“ formuliert.

Als bei SAGA damals die bisherigen Mini/PolyMoogs und den CS-80 durch neuere Geräte ersetzt wurden hat Bassist Jim Crichton sich als Einziger einen Jupiter 8 als Ersatz für den Polymoog ausgesucht (den Multimoog aber behalten), während Sadler und Gilmour den Teufel mit Beelzebub austrieben und auf Memorymoogs setzten. Schön zu sehen bei Rock am Ring 1985.
 
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M.i.a.u.: Herbie
  • #104
Wobei 1984 die Auswahl schon recht gross war, warum also gerade der Jupiter 8 und kein Synthex oder OB-8?

Synthex war immer mit dem Makel des Orgelherstellers behaftet und alle wissen, daß er nie wirklich aus seiner Nische als Geheimtipp herauskam. Als er dann herauskam (so ein bißchen), war es schon zu spät und der DX7 hatte ihm den Garaus gemacht. Klingt matschig und nimmt dabei sehr viel Raum im Mix ein.

Oberheims haftet(e) der Ruf der unzuverlässigen Kisten an, die groß und sperrig, aber nicht sonderlich flexibel sind. Klingt amerikanisch-plüschig, aber nicht unbedingt klar definiert (OB-X außen vor gelassen).

Jupiter 8 hat alles, was man live braucht: Split und Layer, Unisono und Arpeggiator, ein unmittelbares UI, von der Größe her überschaubar (im Vergleich zu Oberheim, Elka oder Yamaha CS kann man ihn sich noch unter den Arm klemmen und alleine tragen), solide Verarbeitung und guter, klar definierter und im Bandkontext durchsetzungsfähiger Klang.

Kein Wunder, daß direkt nach dem Jupiter der Prophet 5 die meisten Lorbeeren einheimste, da es einige Überschneidungen zum JP gibt. Wenn da nur nicht dieses blöde Holzgehäuse wäre, das nicht nur schnell vermackelt, sondern auch für eine gewisse Instabilität sorgt (echt solide ist das nicht). Da ist die Alu- und Stahlblechkonstruktion des JP doch um einiges durchdachter.

Stephen
 
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M.i.a.u.: siliconscientist und microbug
  • #107
War vieleicht Kalkül. Sie dachten dann bevorzugen ihn mehr Studioleute weil er so Möbelfest "-ästhetisch" daherkam.

Er hat ja tatsächlich etwas von einem Bang & Olufsen-Gerät, aber ich glaube, da hat sich Dave Smith einfach am Mini Moog orientiert und sich nichts weiter dabei gedacht (auch nicht, daß 45 Jahre später noch immer Prophet 5 überall gespielt werden).

[...] Rhodes Chroma [...]

Oh ja, an den hatte ich gar nicht gedacht.

Auch so ein Trümmer.

Stephen
 
  • #108
sondern auch für eine gewisse Instabilität sorgt (echt solide ist das nicht).
… und das hat sich bis heute nicht geändert. Ich besaß mal kurzzeitig einen Prophet 2000. Der hatte zwar ein Stahlblechgehäuse, aber genauso instabil wie das des P5, weil sich keinerlei Querververstrebungen bzw. Hochkantleisten oder sonstige Stabilisatoren. Da hob man eine Ecke des Gehäuses an und der Rest blieb stehen.
Vor ein paar Jahren dann ein DSI Pro 2. Der hatte einen seltsamen Defekt, woraufhin ich ihn aufschraubte, und da mußte ich feststellen, daß dem die gleiche einfache Blechkonstruktion zugrunde lag wie beim P2000 - einfach gebogene Bodenwanne ohne jegliche Stabilisatoren.
Andere, neuere Synths aus der gleichen Schmiede sind nicht besser, was aber nicht an deren Fertiger liegt, denn OB-X8 und 3rd Wave sind deutlich solider.

Zur gleichen Zeit bzw kurz davor/danach flog hier ein Roland D-5 rum, billigste Kiste mit maximal abgespeckter Klangerzeugung auf Basis der D-10/20 Modelle (und der berüchtigten SK-7 Tastatur mit Folie statt Platine).
Aber: Gehäuseoberteil aus dem gleichen Aluprofil mit eingelassenen Schienen für Blechschrauben wie D-10/20 (und etwas größer beim D-50) und Hochkant-Querstrebe vor der Tastatur. Hob man da eine Ecke an, kam der Rest vom Synth mit. Die späteren JV und XV Modelle sind ähnlich konstruiert, selbst bei Ensoniq nutzte man eine sehr ähnliche Gehäusebauart.

Da ist die Alu- und Stahlblechkonstruktion des JP doch um einiges durchdachter.
Auf jeden Fall, und nicht nur die, konnte nahezu jeder andere Hersteller damals besser.

Rhodes Chroma auf der Bühne hab ich neulich in einem älteren Video von Camel gesehen, 1984/85er Pressure Points live (Total Pressure), mit 3 Keyboardern: Ton Scherpenzeel, Chris Rainbow und der leider schon verstorbene Richie Close, der einen Chroma spielte.
 
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  • #109
Jupiter 8 … von der Größe her überschaubar (im Vergleich zu Oberheim..

In der Länge fällt er leider etwas groß aus.
In meiner 1,02m Nische hätte ein JP6/8 nicht reingepasst. Da geht nur die DX7/Juno 106 „Längenliga“.

IMG_2044.webp
Aber natürlich nicht nicht so bullig wie ein Obi.

Der OB-Xa ist mittlerweile seit ~8 Jahren Geschichte…
 
  • #111
… und das hat sich bis heute nicht geändert. Ich besaß mal kurzzeitig einen Prophet 2000. Der hatte zwar ein Stahlblechgehäuse, aber genauso instabil wie das des P5, weil sich keinerlei Querververstrebungen bzw. Hochkantleisten oder sonstige Stabilisatoren. Da hob man eine Ecke des Gehäuses an und der Rest blieb stehen. [...]

Vom Prophet VS möchte ich an dieser Stelle nicht sprechen.

Stephen
 
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M.i.a.u.: microbug
  • #112
Den habe ich mir auch verkniffen…Dave der geniale Elektroniker aber ein elender Dünnblechbohrer…
 
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M.i.a.u.: microbug
  • #114
Also ich würde mal behaupten das war ein kleiner Schabernack das Howard Jones bei Journey gespielt hat. Wäre jetzt auch nicht so seine Mucke würde ich meinen :)
Wie RealRider aber gerade auf Journey gekommen ist kann ich nicht sagen.
 
  • #115
Ich hab das auch als Witz abgespeichert, nachdem mein oberflächliches Googeln aber auch gar nichts Diesbezügliches hervorgebracht hatte (siehe meine Bemerkung weiter oben mit Midge Ure und Thin Lizzy, was kein Witz gewesen war).
Aber vielleicht sind die Infos bezüglich Howard Jones und Journey ja auch von langer Hand aus dem Netz gelöscht worden, weil die da oben nicht wollen, dass wir davon erfahren...

Schöne Grüße
Bert
 
  • HaHa
  • Gute Idee
M.i.a.u.: robworld, Archivicious, microbug und 3 andere
  • #118
Ok, der Bruder von Indiana und Tom ist er auch nicht, sondern von Paul, Roy und Martin.
Und nein, die sind/waren weder „Pilzkopf“, Magier oder Mitglied von Depeche Mode.

Dann wäre das Alles mal aufgeräumt.
 
  • HaHa
M.i.a.u.: robworld, Whych und electric guillaume
  • #119
Finds trotzdem sehr schön das der Thread noch die Kurve bekommen hat mit schönen echten Howard Jones Infos. :)
 
  • HaHa
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M.i.a.u.: micromoog und claudio
  • #120
Mir war Journey bisher völlig unbekannt (müsste mal ein paar der Hits hören, vielleicht triggert da was) und somit hatte ich die "Info" als bare Münze genommen. Wieder was gelernt.

Aber zum Thema: Howard Jones kommt in dem Video extrem entspannt rüber und er freut sich einfach über einen coolen Synth aus seinem Lager. Dass das nur Handy-Sound ist, stört an der Stelle ja nicht. Wer den JP8 Sound hören will, geht einfach in das eigene Lager und holt die Kiste aus dem Dornröschenschlaf, oder er legt eine Howard Jones CD in den Player. Coole Socken nehmen natürlich eine Maxi-Single und packen das auf den Technics/Dual/Lenco/EMT/Dynacord.
 
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M.i.a.u.: Whych, Randulph und claudio

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