Ist ne frage des geldes...
Ich bin da auch eher "strategisch" unterwegs - als das ich einen bestimmten sound suche.
Ich suche eher eine "situation".
Mein "weltbild" von "experimenteller sound" ist geprägt von wavetable-synth besonders Waldorf (und natürlich von der Superbooth!)
und ich überlege ob ich mich nicht ganz bewusst dagegen entscheide und etwas "traditionelles" suche.
Das wäre für mich der Moog (irgendeiner) (gerne als kleines modular, falls ich mir das leisten könnte) oder ein 2600m von Korg.
Das sind wie immer bei mir erstmal überlegungen und ich bekomme ja hier auch anregungen,
die meine entscheidung beeinflussen können...
(Im hinterkopf habe ich immernoch den Waldorf M oder den 3rd Wave - auch kein Iridium, weil er für mich zu viel kann)
: Minimal ziel hier: Den typischen Moog-sound mal anders sehen/hören...
Wenn das Geld das ansagt, würde ich wirklich mit den günstigen Moogs arbeiten - es mag nicht so kultig sein, aber der Sound der genannten Teile kann vieles auch - und ist bezahlbarer - und nicht alles muss modular sein - Ich finde den Muse in dem Bereich gut und ziehe ich einem Modulsystem faktisch vor weil die Modulation passt, Speicher und Polyphonie ist da.
Weltbild Waldorf - da würde ich sagen - das ist ein interessanter aber relativ "harter" Sound,
Moog* ist einfach weicher, runder und reagiert gutmütiger - auch und gerade mit dem überfahrenen Filter ist er satt und das ist bei Waldorf eher nicht der Fall, nicht einmal beim Pulse - der toll ist, aber eben anders.
Vielleicht ist sogar der Pulse das dickere Vorbild - oder so die Uridee eines Easels oder sowas, also mit wenig viel machen, in Software Aalto - was dann Buchlawelt wäre. Aber einfach hochwertig klingen gibt es auch und "simpler" und "konservativer" als
Moog*? Also sonst wäre da noch Oberheim - klingt superschön, da habe ich meinen Erlöser auch gefunden, manche lieben die SEMs - und sie klingen wirklich fantastisch - dh - das könnte auch ein alternativer Ansatz sein, weil die sind ja auch nur Synth-Expander gewesen, was sogar als Name für den Xpander herhielt - obwohl der wirklich viel mehr als nur ein Anhängsel ist.
Einfachheit repräsentiert er wohl nicht, aber diese SEM OSCs und Anordnung - die wäre ggf. was für dich? Also zumindest deine Suche klingt so.
Als Synth hat zB der Dmno das gut auf den Punkt gebracht - der ist ansich simpel - und wird interessant durch die Kombination der "SEMs".. Auch wenn er kein SEM ist - so ist ja diese Idee dort auch enthalten.
Auch der ist so etwas wie "Non-Waldorf" - vielleicht regt es an - aber du schreibst ja - du hast Spaß mit einem Oszillator - denke, dass ein
Moog* VCO mit Sync und FM schon auch so einen Spaß bringen kann. Das Faszinierende an so "primitiven" Sachen ist hier einfach der gute Sound - denn das ist noch immer ein Ding. Ich spiele auch heute noch einen simplen 1-VCO Sound mit dem Xpander den ich liebevoll 303 nenne, er klingt wie LFO's erstes Album - schön halt - nicht sehr verschnörkelt. Vielleicht magst du den Ansatz.
Also. anders hören geht natürlich auch - zB Filterbank und ich selbst liebe sehr den Ringmodulator und die FM mit maximal 2-3 VCOs im
Moog* Modular - und Filter FM ebenso - bei Moog rasselt nämlich die PWM eh immer mit rein, weil das Ding so dermaßen unstabil ist, und immer ein bisschen PWM hat ohne Modulaton ..
Ringmod ist nicht typisch für Moog - die sind bei mir ein Glücksfall - und im Stück oben im Einsatz - typischer ist diese hier:
Lass mich das mit einem 1 VCO Synth erklären:
Das hier mein ich. und ab 21:46 und Folgende hörst du einiges was hier wirklich minimal umgesetzt ist - da ist ja nur ein VCO und ein LFO - der aber selbst VCO Speed erreicht - lieb ich!!
Und - das Ding kostet halt nicht so sehr viel.
15:30 ist übrigens mal kurz auch fetter - damit du hören kannst - klar geht das. Und das mit so einem Baustellenmoog. Ich mag den halt. Primitiv bis unters Dach, schon klar.