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Kann man mit einem trad. Moogsystem experimentelle Klänge erzeugen!? versus "mein gear" für Experimente

  • Ersteller Ersteller Formfaktor
  • Erstellt am Erstellt am
  • #121
Wenn man sich mit der 5U-Moog* szene beschäftigt bekommt man schon einen ganz bestimmten eindruck vermittelt...
und das nicht nur musikalisch.
Das kenne ich von keinem anderen format. Das fängt mit den undurchsichtigen websites schon an - irgendwie bekommt man immer das gefühl: Hey junge, wenn du was von uns willst, musst du dich schon bemühen." Die sind oft nie richtig einladend...

Das gefühlt kam mir schon vor zwei jahren als ich meinen ersten einstieg versucht habe.

Und musikalisch gibt es für mich keine radikalen musikalischen ansätze - so wie bei Buchla, ARP, EMS - Euro sowieso.
Und das hat nichts mit der technik zu tun - kann mir keiner erzählen - das hat was mit dem mindset* zu tun.
(Natürlich gibt es aber systeme die zum experimentieren einladen** - was ich auch sehr seltsam finde!)

* Keiner würde auf die idee kommen mit Moog* so clicks&cuts musik zumachen.

Die welt von Moog* ist oft sehr linear, hat oft was "stures" und es gibt kaum anarchos - George Harrison ist mein held!

*Experimentieren muss von innen kommen - sobald ich dazu eingeladen werde, ist es schon kein experiementieren mehr,
weil es in "vorgegebenen" bahnen verläuft ( Das ist ja die einladung )

Das ist auch meine kritik an der Superbooth!
 
  • #122
Wenn man sich mit der 5U-Moog szene beschäftigt bekommt man schon einen ganz bestimmten eindruck vermittelt...
und das nicht nur musikalisch.
Das kenne ich von keinem anderen format. Das fängt mit den undurchsichtigen websites schon an - irgendwie bekommt man immer das gefühl: Hey junge, wenn du was von uns willst, musst du dich schon bemühen." Die sind oft nie richtig einladend...
Die Leute dahinter sind aber wirklich fast alle super nett. Man kann ja auch mal telefonieren.

* Keiner würde auf die idee kommen mit MOOG so clicks&cuts musik zumachen..
Wer einen Flügel hat, der spielt immer nur Bach?
Es gibt auch einige, die sogar Techno mit ihrem großen Moog* machen.

Die welt von Moog ist oft sehr linear, hat oft was "stures" und es gibt kaum anarchos - George Harrison ist mein held!
Wäre das dilletantische Herumgespiele nicht von Schorsch Harrison gewesen, sondern von Fritze Müller aus Knuppsenhausen, hätte das kein Aas damals jemals veröffentlicht.
 
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M.i.a.u.: dubsetter, ikonoklast und TommNoise
  • #123
Hier etwas aus der Offenbacher Hilfsschule:
 
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M.i.a.u.: ikonoklast, Scenturio, Formfaktor und 2 andere
  • #124
Warum hat eigentlich noch keiner Moog* mit BUCHLA kombiniert!?
Ich meine nicht technisch... musikalisch.

Daran merkt man doch das es da scheuklappen/konventionen gibt...obwohl die Amis ja eigentlich im fusionieren weltklasse sind und auch keine angst haben vor konventionen.
 
  • #125
Wäre das dilletantische Herumgespiele nicht von Schorsch Harrison gewesen, sondern von Fritze Müller aus Knuppsenhausen, hätte das kein Aas damals jemals veröffentlicht.
Kann man auch anders sehen - der man hatte einen namen zu verlieren!?

MIr geht es nicht um das was man hört - mir geht es um die "haltung".

---

Ich glaube auch das Moog linearer ist, liegt auch an der offensichtlichen monströsität/dimensionierung dieser system: man muss ja von A nach B sehr weite wege gehen - das beeinflusst sicher auch die musik.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #127
Warum hat eigentlich noch keiner MOOG mit BUCHLA kombiniert!?
Ich meine nicht technisch... musikalisch.

Daran merkt man doch das es da scheuklappen/konventionen gibt...obwohl die Amis ja eigentlich im fusionieren weltklasse sind und auch keine angst haben vor konventionen.
Bevor du so eine steile These aufstellst, könntest du vorher einfach mal 3 Minuten z.B. auf YT schauen.









 
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M.i.a.u.: Formfaktor und TommNoise
  • #129
OK - nehme ich zurück.

---

Meine beste idee/ beobachtung/beitrag war das hier:

Nein, wieso!?

Du kannst mit einem moogsystem einen wassertropfen nachbauen!
Klingt der dann nach "moog"?? natürlich nicht!!

Was mir in meiner wahrnehmung von "moog" fehlt, ist der grosse breich zwischen dem "typisch moog" und dem "Wassertropfen"
auf die aussage von Bernie "Ein Moog klingt meistens wie ein Moog, ein VW Käfer klingt ja auch meist wie ein Käfer." aus #9

In diesem sinne gute nacht:

 
Zuletzt bearbeitet:
  • #130
Der Arpeggiosound von Baba O'Riley kommt kommt im Original von einer Heimorgel.
 
  • ^
M.i.a.u.: Formfaktor
  • #131
Meine aussagen bezogen sich eigentlich eher auf die 5U moog türme - also auf die klassiker. Aber egal.
Ich schaue am tag bestimmt 40x oder mehr musikvideos...

Mein eindruck ist eigentlich nicht ausgeräumt, nämlich das es eine riesige lücke gibt zwischen:
Moog "Play Bach / Berliner Schule/ linear" und dem Moog: synthetischen nachbilden von naturklängen "Wassertropfen usw".

Ambient und cineastische musik ist für mich erstmal keine experimentelle musik.

Zu fragen wäre auch, warum die 5U szene nicht so fahrt aufgenommen hat wie die eurorackszene!?
Es gibt im 5U bereich weniger technischen fortschritt - warum?
Mir ist da nur Noise Engineering bekannt - die haben aber 5U wieder aufgegeben - soweit ich weiss.
Was ich schade finde.

MIr fehlt da sowas wie:
ein Jaco Pastorius für den bass
oder ein Cortini für den Buchla
ein Jimi für die Gitrarre
.. also jemand der die parameter verschiebt oder umdeutet.

...
 
  • #132
"Du kannst mit einem Moog-system einen wassertropfen nachbauen!
Klingt der dann noch nach "Moog"?? ... nein!!"

Eigentlich...
müssten solche aussagen zu tollen anregenden diskussionen führen mit wohlwollenden unterton... da steckt soviel drinne...
 
  • #134
"Du kannst mit einem Moog-system einen wassertropfen nachbauen!
Klingt der dann noch nach "Moog"?? ... nein!!"

Eigentlich...
müssten solche aussagen zu tollen anregenden diskussionen führen mit wohlwollenden unterton... da steckt soviel drinne...
Da steckt nix drin, außer dass "Klingt nach Moog" einfach eine unsinnige Aussage ist. Wenn man schon irgendsoeine Aussage machen will, dann darf man meinetwegen sagen: "Klingt nach dem, was Lieschen Müller und die ganzen 70er-Jahre-Hippies und ihre Epigonen halt mit 'nem Moog Modular so gemacht haben".
 
  • #135
Ist auch ungefähr so wie bei Depeche Modes Violator Album. Was wurden da nicht alles für Synths reingedichtet. Und ach wie toll das System 700 darauf klingt, das eigentlich nur auf einigen Fotos gelandet ist, weil Produzent Flood das einfach mitgebracht hat. Wurde Alan Wilder gefragt, dann wurden für die allermeisten Synthsounds ARP 2600 und Model D verwendet und ferner noch ein Xpander.
 
  • #136
Meine aussagen bezogen sich eigentlich eher auf die 5U moog türme - also auf die klassiker.
Und was denkst du wieviele Leute sich einfach mal einen Turm im Gegenwert von 2-3 Autos zu Hause hinstellen. Und Buchla gilt schon ab einem Easel oder erst ab einem voll ausgebauten Skylab?
 
  • #137
Warum hat eigentlich noch keiner MOOG mit BUCHLA kombiniert!?
Ich meine nicht technisch... musikalisch.

Daran merkt man doch das es da scheuklappen/konventionen gibt...obwohl die Amis ja eigentlich im fusionieren weltklasse sind und auch keine angst haben vor konventionen.
Gibts doch in massen von allen mögliche herstellern im eurorack? Make noise zum Beispiel.

Experimentelle Klänge kann man mit allem erzeugen. Modern geht mit dem Kram schwer.
Man sollte auch unterscheiden.
Man kann mit klassischen Sounds moderne Musik machen und umgekehrt geht das sogar auch.
Am ehesten Ungehörtes bekommt man ohne Digitals schwer imho.
Dazu kommt noch, das die meisten Nutzer dieser Schranksysteme dazu neigen ihre Küstentradition klanglich zu pflegen.
Das ist doch auch ein immer wieder erwähnter Kaufgrund. Man möchte genau das authentisch haben. Das hat mit der Musik erstmal wenig zu tun.

Bei Westcoastlern höre ich da auch meist typisches, aber deren Tradition ist schon freier und experimenteller. Viel mehr Metall im Klang.


Ich hab mt modular wenig am hut, kann mir aber kaum vorstellen, dass man daraus keine modernen, "ungehörten" Sounds rausholen kann. Der Sweetspot in der Hinsicht ist einfach viel kleiner.
SO wie beim minimoog auch überweigend sehr typisches im Netz zu finden ist. Der kann ja auch mehr als das und damit kann man auch moderne Musik machen oder ungewöhnliches, wie mit jedem anderen Synthesizer auch.
 
  • #138
@ fanwander

Ok, dann mach ich mal weiter...

Moog (der klassische Moog 5U) hat einen spezifischen klang der sich von zb Buchla unterscheidet - wie ist völlig egal.
Wichtig ist der unterschied - die differenz. Ich nenn das hier das "spezifische".

Wenn ich dieses Moog system nun nehme und damit nicht! einen sound erzeuge, den ich musikalisch verwenden kann,
sondern damit einen naturklang (oder lieber geräusch) nachbilde - zb ein vogelgezwitscher oder einen knallenden korken - dann geht das "spezifische"entwender unter oder es geht ganz verloren oder es tritt in den hintergrund.

Mich überrascht das und ich finde es erstmal recht parradox - weil ich davon ausgehe dass das "spezifische" immer erhalten bleibt,
egal wie man es anwendet oder damit macht. (Das ist ja auch etwas was dann im "stil" sich bemerken lässt)

Scheinbar muss man auch zwischen sound/klang und geräusch unterscheiden - im bezug auf dem "spezifischen".

Meine vermutung ist, dass das "spezifische" untergeht, weil beim geräusch etwas anderes hinzukommt, was man aus der kommunikation kennt - nämlich die referenz. Bei einem geräusch eines "knallenden korken" hat man gleich ein bild im kopf
und kann es auch gleichzeitig gut verbalisieren.

Ich vermute das man ein geräusch nicht so objektiv, neutral - und nur mit den ohren! - hören kann wie einen sound.
Ein sound vergeht auch schneller - ein geräusch, hat man dem erstmal einen namen gegeben (kuhglocke, Pistolenschuss, knallender korken) bleibt damit viel länger im gedächnis haften.

Und dies "gedächnis" sorgt dann dafür dass das "spezifisch" zumindest unberücksichtigt bleibt.
Das gedächnis ist auch der teil der einem aus dem "hier und jetzt" - des klanges heraustreten lässt.

... das sind meine gedanken dazu.
 
  • #139
Moog "Play Bach / Berliner Schule/ linear" und dem Moog: synthetischen nachbilden von naturklängen "Wassertropfen usw".
Play Bach ist Jacques Loussier und Bach mit Jazz Trio. Switched on Bach ist Wendy Carlos und Bach auf dem Moog Synthesizer. Für Wassertropfen ist dann Hugh le Caine mit seiner Dripsody zuständig. Das war dann der Special Purpose Tape Recorder.
 
Zuletzt bearbeitet:
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M.i.a.u.: serge
  • #140
ich frage für einen freund :-)

das geht bestimmt - aber wo kann man das hören?

Gerne beispiele hier posten - alles ausser "BerlinerSchule" :-)

Das bleibt meisstens immer in einem bestimmt rahmen - Es muss doch auch ungewohntes damit gehen...






Kann man machen, aber warum sollte man? Keiner stellt sich noch so ein großen Kasten mit Kabelbäume im Wohnzimmer hin. Anfang der siebziger Jahre gab es halt nichts anderes um diverse Sounds zu erzeugen. Die Soundqualität von dem System ist natürlich gut.
 
  • #141
Mich überrascht das und ich finde es erstmal recht parradox - weil ich davon ausgehe dass das "spezifische" immer erhalten bleibt,
Das "spezifische" hat bei Synthesizern üblicherweise nichts oder nur sehr wenig mit den Details der verwendeten Technik zu tun, sondern mit der Gestaltung des Userinterfaces. Mit einem Buchla-System macht man beim ersten Anfassen ganz andere Dinge als mit einem Moog-System. EInfach weil die Bedienoberfläche den Nutzer zu einer bestimmten Arbeitsweise einlädt. Dabei wäre es von der technischen Seite kein Problem auf dem Moog 90% eines Buchla-Sounds hinzukriegen. Die restlichen 10% sind dann tatsächlich den technischen Details geschuldet.

Sobald man also rein rational an die Sache ran geht, kann man die rein "emotionale" Konditionierung durch die Benutzeroberfläche überwinden.
 
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M.i.a.u.: Scenturio
  • #142
Ja das weiss ich, dass das interface eine grosse rolle spielt für die art der ergebnisse...
(Das ist auch der grund warum Jimi Hendrix sich nie hat eine gitarre (ist auch ein interface) für lInkshänder hat bauen lassen!)

Ich habe das "spezifische" nicht festgelegt, daher ist deine aussage kein widerspruch zu meinen beobachtungen.

Kann sein das meine voraussetzungen falsch sind, trotzdem komme ich zu richtigen ergebnissen: Man nimmt einen reinen klang anders wahr als ein konkretes geräusch und ich habe versucht das mit meinen worten zuerklären - das gedächnis spielt eine grosse rolle dabei (es wird anders angesprochen).

So ist das in der kunst
(anders als in der politik, wo es seid 2001 nur eine richtige! warheit gibt und man muss auf der richtigen seite sein.)
 
  • #143
"Du kannst mit einem Moog-system einen wassertropfen nachbauen!
Klingt der dann noch nach "Moog"?? ... nein!!"

Eigentlich...
müssten solche aussagen zu tollen anregenden diskussionen führen mit wohlwollenden unterton... da steckt soviel drinne...
Ich kann nur immer wieder auf diesen Wunderburschen verweisen, wenn es um Moog und Zauberei geht. Wassertropfen, Wind, und für 5 Pfennig Sägezahn… Einfach zack und schon…

Gert Fröbe, ihr Einsatz!
 
  • HaHa
  • wunderbar
M.i.a.u.: VEB Synthesewerk und Formfaktor
  • #144
(anders als in der politik, wo es seid 2001 nur eine richtige! warheit gibt und man muss auf der richtigen seite sein.)
Das ist eher Zeitgeist - seitdem ist Elektroautofahren sozialistisch-links und …
Also - bevor das alles passiert -

Es ist sicher so, dass der Geist eines Systems auch durch das was Florian beschreibt einen Drift bekommt - dennoch kannst du mit den Sachen sowas machen - also die Sounds von oben könnte ich mit dem Moog Modular auch machen - ich würde aber keinen timbre Knopf haben sondern würde mit 2 VCOS arbeiten per FM oder Ringmod.

Es ist aber auch ein besonderer Klang, der Moog ist volksmundig "fett" und das ist schon auch eher so als bei Buchla, der von der Idee her einen OSC hat, dessen Wave fein verändert, geshaped und verdreht wird. Die Buchlas haben selten so einen Ansatz gehabt wie viele VCOs .. und schon gar nicht erst wirklich filtern - weil du alles im OSC machst. Das ist aber auch längst verschwommen und natürlich weisst du das - du machst schon lange Musik und hast sowas auch gehabt.

Daher - ist es natürlich gut sowas zu fragen - am Ende müsste ja stehen - nimm was du willst - alles kommt vom Kopf.
Aber dieses Bauch-Herstellungsverfahren ist das, was so eine Bedienoberfläche und Philosophie natürlich mit bringt.
Aber wenn die Sophie mal anders drauf ist - macht sie es einfach anders.

In deinem Fall - überleg ob du Bock hast und dann hol dir sowas - wie oben schon steht - du hast einfach Lust auf den Sound und das Ergebnis - es ist keine Schande, da auch was zu machen - und wenn die Kohle bisschen fehlt - naja, der Bääähringer Bär macht es dann günstig oder AJH oder sowas. Original Moog wird es eher nicht werden, das ist wirklich teuer. Aber klingt eben immer noch sehr gut. Bei mir ist es ja auch ein extrem gut gemachter Nachbau. Mit allem. Um ein Haar hätte ich den verkauft, weil ich Geld brauchte - aber man kriegt sowas halt nur für Original ;)
Auch für gut gemacht ist der Wert kleiner - und das ist dann so auch eine Chance. Da gibt es, wie du ja auch selbst gesehen hast - genug nette Angebote. Synthwerk ist wohl die kommerziell aktuell netteste Angebotsform.
 
  • Zustimmung
M.i.a.u.: Rasenmähermann
  • #145
Ich würde definitiv AJH empfehlen, weil die nicht die gleichen Einschränkungen der originalen Moogmodule / Behringer clones haben. Außerdem hat AJH noch weitere Module im Angebot, die etwas über den Moog-Tellerrand hinaussehen (z.B. Random, FX, Filter mit Waveshaper).

Das könnte man sich mit TipTop Audio Buchla-Modulen zum Both-Coast-System erweitern.
 
  • #146
Um ein Haar hätte ich den verkauft, weil ich Geld brauchte
Meine erfahrung ist, das das die schlechteste lösung ist: Man kommt für den moment! über die runden - aber der moment ist schnell vorbei und im grunde ist es dann ein grosser verlust den man nicht mehr ausgleichen kann.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Moogulator
  • #148
Ich habe nichts gegen einschränkungen - diese fördern die kreativität
Nein, in diesem Fall fördert es nur Kabelsalat. Ich meine, daß man z.B. keine Treibermodule für die Oszis mehr braucht, daß in manchen Modulen schon Attenuater eingebaut sind. usw.
 
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M.i.a.u.: Formfaktor
  • #149
Das "spezifische" hat bei Synthesizern üblicherweise nichts oder nur sehr wenig mit den Details der verwendeten Technik zu tun, sondern mit der Gestaltung des Userinterfaces. Mit einem Buchla-System macht man beim ersten Anfassen ganz andere Dinge als mit einem Moog-System. EInfach weil die Bedienoberfläche den Nutzer zu einer bestimmten Arbeitsweise einlädt. Dabei wäre es von der technischen Seite kein Problem auf dem Moog 90% eines Buchla-Sounds hinzukriegen. Die restlichen 10% sind dann tatsächlich den technischen Details geschuldet.

Sobald man also rein rational an die Sache ran geht, kann man die rein "emotionale" Konditionierung durch die Benutzeroberfläche überwinden.
Das behauptest du immer wieder. Ich würde dir auch garnicht widersprechen.
Auf was man, wie Zugang hat, zusammen mit Konzept hat einen großen Einfluss. Trotzdem unterscheiden sich doch die Module schon isoliert.. Selbst wenn eine saw exakt gleich klingt, wie eine andere, gibt es dann Unterschiede wenn diese summiert werden. Sättigung. Filterklang usw.

Das "Spezifische" tritt nicht immer zutage. Gerade bei den Beispielen mit den Geräuschen. Gewitter, Zug, Wassertropfen, Vögel. Der Sinus der Selbsozillation klingt meist sehr ähnlich. Moduliert gibts a kaum Unterschiede. Oder der Rauschgenerator klingt zwar pur unterschiedlich. Verliert sich aber bei bestimmten Sounds.

Manchmal ist der Charakter von Synthesizern sehr deutlich im Vergleich. Dieses Spezifische kann an verschiedenen Stellen auftauchen. Oszillatoren können sehr heraustechen oder das Filter oder beides. Hüllkurven, Lfos tragen zum Charakter bei. Summierung, Stimmstabilität, Hochfrequenzmodulationen.???

@Formfaktor Deine Beispielvideos von Sweetwater zeigen doch schon wo der Hase im Pfeffer liegt. Das wird eben so präsentiert, wie es sich am besten verkauft, Das heißt klassisch. Filter zeigen, fette Oszillatoren-Schichtungen , Alles was man mit den teilen eben verbindet.
Die Community ist überschaubar und stark geprägt von Historie und bestimmten Künstlern.
Grundlegend ist es einfach ein Modularsystem. Die Möglichkeiten sind ähnlich wie bei jedem anderen mit vergleichbaren Modulen. Oder nicht?

Du könntest eher fragen, ob man mit den Möglichkeiten experimentelle Klänge bekommt. Könntest du auch selbst testen mit VCV Rack oder so.
Ist es bei Buchla oder Serge nicht ähnlich? Überschaubare Communites. Man schreibt diesen Systemen experimentelle Klänge zu, weil die oft disharmonisch, offbeat und gern metallsich sind.
Im Grunde werden auch hier in den meisten Videos bestimmte Klischees erfüllt. Und das macht Eindruck, weil die wirklich gut klingen, genau wie bei moog, aber die Sounds sind bekannt.
Bei moog bekommst du sicher eine bestimmte Klangpalette, genau wie bei Westcoastsystemen.
Kommt halt drauf an was du mit experimentell selbst meinst, aber ich würde für sowas ganz andere Dinge nutzen.
Was wie gesagt nicht heißt, dass du aus diesen nichts herausholen kannst. Aber die meisten kaufen die dafür nicht.
Das wäre ein persönliches Risiko das du dahingehend eingehen musst.
Aber gibt ja noch andere Gründe, warum man sowas kaufen will.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: Akai
  • #150
überschaubar und stark geprägt von Historie und bestimmten Künstlern.
Danke - meine rede.

Du könntest eher fragen, ob man mit den Möglichkeiten experimentelle Klänge bekommt.
Ja, das war meine frage eingangs...

meisten Videos bestimmte Klischees erfüllt.
So ist es - und daher wollte ich wissen, ob es künstler gibt die diesem klischee wiedersprechen...

Das wäre ein persönliches Risiko das du dahingehend eingehen musst.
Dazu bin ich gerne bereit ( zum jetzigen zeitpunkt)

was du mit experimentell selbst meinst,
Einfach gegen die konvention und hörgewohnheiten... kann alles sein, daher will ich das durch meine nicht einschränken.

Aber gibt ja noch andere Gründe, warum man sowas kaufen will.
Bei mir zb ergonomische...

Könntest du auch selbst testen mit VCV Rack oder so.

Das mache ich nur bei standards ( )
Grundsätzlich mache ich das nicht, weil ich das ganze paket brauche: Die haptik, der geruch, die bugs, ergonomisch usw bishin zum klang.

Das "Spezifische" tritt nicht immer zutage. Gerade bei den Beispielen mit den Geräuschen. Gewitter, Zug, Wassertropfen, Vögel. Der Sinus der Selbsozillation klingt meist sehr ähnlich.

Meine rede. s.o.
 
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