Kaufberatung Soundkarte/Audiointerface/Mischpult

Arneb

Alpha Leporis
Hi allerseits,

ich will elektronische Musik mit einer Kombination aus DAW und ein paar externen Instrumenten (Synth, Groovebox, mal sehen was noch kommt) machen und überlege, wie ich das Zeug am Besten zusammenschalte.

Die DAW läuft auf einem selbst zusammengeschraubter ehemaliger Gamer-PC unter Linux und JACK, auf dem der Sound aktuell vom Onboardchip kommt. Platz und PCI-Slots für eine seriöse Soundkarte wären aber da.

Fragen:
1. Macht das Sinn, sich eine für den Zweck ausgelegte Soundkarte anzuschaffen?
2. Wenn ja, kann jemand eine linux-kompatible Soundkarte empfehlen?
3. Ist es möglich und sinnvoll, selbige auch als Audiointerface und für Synchronisation von DAW und externen Instrumenten per MIDI zu nutzen?
4. Braucht es mit so einer Konfiguration ein externes Mischpult oder kann man das Abmischen auf dem PC machen?

Danke!

Arneb
 

Michael Burman

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Braucht es mit so einer Konfiguration ein externes Mischpult oder kann man das Abmischen auf dem PC machen?
Abmischen kann man auf jeden Fall auf dem PC, allerdings, wenn du mehrere externe Instrumente gleichzeitig hören möchtest, bräuchtest du etwas mit mehreren Eingängen. Das kann auch gleich ein Audiointerface mit mehreren Eingängen sein. Wenn du dabei auch gleich gute Effekte, EQ-Einstellungen usw. hören möchtest, kannst du überlegen, ob du das mit geringer Latenz gleich vom PC erledigen lassen kannst und willst, oder dafür ein Audiointerface mit DSP's, einen digitalen Mixer mit ordentlich Effekten drauf oder so was Ähnliches einsetzt. Das kostet dann natürlich mehr. Auf dem PC berechnen lassen wäre günstiger, der Recher sollte halt gut Power haben, und das Audiointerface sollte Performance-technisch gut drauf und gut angebunden sein. Wie gut das mit Linux geht, kann ich nicht sagen.
 

fairplay

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...Willkommen!...

1. Macht das Sinn, sich eine für den Zweck ausgelegte Soundkarte anzuschaffen?
2. Wenn ja, kann jemand eine linux-kompatible Soundkarte empfehlen?
3. Ist es möglich und sinnvoll, selbige auch als Audiointerface und für Synchronisation von DAW und externen Instrumenten per MIDI zu nutzen?
4. Braucht es mit so einer Konfiguration ein externes Mischpult oder kann man das Abmischen auf dem PC machen
...boah! - der @Burman legt ein Tempo vor!...

...zu 1.: nein, keine PCI-Karte sondern externes Audio-Interface...
...zu 2.: sorry...
...zu 3.: wenn Du das richtige kaufst, ja...
...zu 4.: nein, bzw. ja: also - Du kannst alles auf dem PC machen...
 
1. Macht das Sinn, sich eine für den Zweck ausgelegte Soundkarte anzuschaffen?
2. Wenn ja, kann jemand eine linux-kompatible Soundkarte empfehlen?
3. Ist es möglich und sinnvoll, selbige auch als Audiointerface und für Synchronisation von DAW und externen Instrumenten per MIDI zu nutzen?
4. Braucht es mit so einer Konfiguration ein externes Mischpult oder kann man das Abmischen auf dem PC machen?
1. ja, welche Ausstattung die hat liegt sehr an deiner Arbeitsweise
2. nein
3. möglich schon je nach model ... ich würde aber gleich n separates midi-interface kaufen
4. das kommt auf deine Arbeitsweise an . Ich hab n Mischpult mit vielen Kanälen und nehm nur ne Stereosumme auf (daher hat meine Soundkarte auch nur 2 Inputs)
 

Sogyra

Abgemeldet
Also...ohne jetzt jemanden etwas ausreden zu wollen (jeder soll seine eigenen Erfahrungen machen), würde ich bei Audio/Videoproduktion bei Windows bleiben. Da ist Linux eine zu große Baustelle für so ein Unterfangen.
Erst kürzlich hab ich zum Beispiel beim Videoprogramm "Openshot" die Erfahrung gemacht, das bei Linux der Export oftmals nicht oder nur unzureichend funktioniert hat. So war bei dem einen nur Audio zu hören, bei dem anderen nur Video in schlechter Qualität. Und das bei den selben Einstellungen. Das hat mich einige Nerven und Nächte gekostet. Unnötig Strom sowieso.
Auch das Programm "Blender" was in Openshot integriert sein soll, funktioniert nicht obwohl Blender richtig installiert ist, und der richtige Pfad angegeben wurde.

Das Programm Openshot hab ich mir dann für Windows runtergeladen. Installiert...und es läuft perfekt. Egal mit welchen Einstellungen ich exportiere.

Auch bei Audio hat einiges dann doch nicht so funktioniert wie ich das von Cubase gewohnt war. Ok, das war damals mit Ubuntu Studio und ist auch schon einige Jahre her. Dennoch: meiner Meinung nach ist man bei Windows auf der besseren Seite. Wenn der Rechner dann auch noch Offline betrieben wird, ist man viele Sorgen los, und alles läuft gut bis sehr gut.
Allerdings hab ich auch schon öfter gelesen, das einige Treiber bei Win 10 ausgestiegen sind...
 
Zuletzt bearbeitet:

Michael Burman

⌘⌘⌘⌘⌘
Oder besonders viel mit Hardware machen und möglichst wenig auf dem Rechner – dann ist das weniger kritisch, was man als OS hat. :P
Aber viele gute Effekte in Hardware wird halt teuer. :P
 

fairplay

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Rein Performance-technisch, wenn es auf die Anbindung angeht, wäre PCI im PCI-Slot (mit gutem PCI-Controller-Chip) oder noch besser PCIe im PCIe-Slot besser. Muss natürlich kompatibel zum OS und zu verwendeten Programmen sein.
...jaja - aber: das ist doch wie beschrieben ein Auschussrechner...der kommt in nächster Zeit ganz weg, wenn er merkt was auf anderen Rechnern geht...

...sein Audio-Interface nimmt er - er?, oder sie? - dann mit und stöpselt es einfach um...
 

Michael Burman

⌘⌘⌘⌘⌘
...jaja - aber: das ist doch wie beschrieben ein Auschussrechner...der kommt in nächster Zeit ganz weg, wenn er merkt was auf anderen Rechnern geht...

...sein Audio-Interface nimmt er - er?, oder sie? - dann mit und stöpselt es einfach um...
"Auschussrechner" und externes Interface? Selbst ISA ist besser als USB 1.0 oder so. ;-)
Naja, man müsste halt schauen, welches Board usw. Bei aktuelleren Boards ist USB schon besser als bei den alten. FireWire ist oft schlecht onboard. PCI über eine Bridge könnte auch problamatisch werden, habe ich gehört. Wenn aber ein richtiger PCI-Controller auf dem Board... PCIe wäre, wie gesagt, nochmal besser.
 

Sogyra

Abgemeldet
Nönö, ich mein schon Windows und nicht Mac. Ein Mac ist nichts anderes als ein PC, nur mit dem Unterschied, das alle Komponenten und Software aufeinander abgestimmt sind.Gerechnet wird auch da nur mit nullen und einsern.

Ich baue mir meine PC's seit den 90ern immer selber zusammen. Dafür brauch ich keinen abgebissenen Apfel aufn Deckel.
Für MB, CPU und RAM geb ich selten mehr als 400€ aus. Und darauf kann man schon gut arbeiten.
 
Ich baue mir meine PC's seit den 90ern immer selber zusammen. Dafür brauch ich keinen abgebissenen Apfel aufn Deckel.
Für MB, CPU und RAM geb ich selten mehr als 400€ aus. Und darauf kann man schon gut arbeiten
daran ist gar nix verkehrt ... das kann oder will der nicht jeder

bei den Unmengen an möglichen Komponenten und deren Kombinationsmöglichkeiten gibt's immer ne hohe Wahrscheinlichkeit das irgendwas nicht geht
 

Sogyra

Abgemeldet
Ach so...ein MAC funktioniert, und ein PC nicht. Danke für die Aufklärung :amen:

Ok, ich sehe schon...ich hab da wohl den falschen Nerv getroffen. Es geht ja hier um Audiointerfaces. Sorry-mein Fehler.
Ich hab in den letzten 15 Jahren einige Audiointerfaces gehabt. Letztendlich bin ich beim Fireface 800 gelandet, obwohl ich von RME auch mal die 2496 mit 2 In-Out Boards hatte.
Also meiner Erfahrung nach, sollte man hier nicht sparen. Genauso wie bei den Boxen. Allerdings gibt es heute auch andere gute Hersteller. Im Grunde hängt ie Wahl auch von der Arbeitsweise ab. So pauschal kann man das auch nicht wirklich beantworten. Ich hatte zum Beispiel anfangs nur das FF800 mit 2 ADAT-Wandlern. So, dann bin ich zum Entschluß gekommen, das mir dann doch etwas Outboard fehlt. Also 1 ADAT Wandler weg, und ein Pult dazu um extern zu effektieren. Sinnenswandel...hab ich mir anfangs nicht gedacht das ich auf so eine Lösung setzen werde. Erfahrung ist auch wichtig.

Ich bin nicht der TE, und somit kann ich auch keine direkte Empfehlung abgeben. Aber ich kann festhalten: am Markt umsehen was es so gibt, was einem das Bauchgefühl sagt und viel lesen was es an so Erfahrungen gibt. Wirklich schlechte Produkte gibt es heute nicht mehr, und kann sich auch keiner leisten. Die Konkurrenz ist einfach zu groß.
Allerdings sind die Preisunterschiede schon auch gerechtfertigt. Meistens wird man das bei einer längeren Betriebsdauer merken. Meistens so ab den gängigsten 2 Jahren.
Mein FF800 läuft am PC seit mehr als 10 Jahren fast täglich...aso ja, das darf es ja nicht, weil nur ein MAC läuft und ein PC nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

fairplay

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Ach so...ein MAC funktioniert, und ein PC nicht. Danke für die Aufklärung :amen:
...ich sag ja: wir sind wieder mittendrin...

...nein, das war nicht die Aussage - eher so in die Richtung wie auch @verstaerker angedeutet hat: ich habe viele Jahre mit der Programmierung plattformübergreifender Software verbracht, und Windows war immer ein unendliches Generve, Mac lag mir viel näher...

...ein paar PCs habe ich auch zusammengedengelt, aber ich(!) habe es nicht geschafft mit vertretbaren Aufwand ein auch nur annähernd leistungsfähiges System zu basteln...
 

Sogyra

Abgemeldet
Möglichkeiten gib es viele. Ein PC ist nicht das Maß aller Dinge, aber am weitestens verbreitet. MAC hat natürlich auch seine Anhänger. Auch berechtigt. Es soll sogar auch reine Smartphone-User geben.

Erfolgreich oder Erfolglos kann man bei allen System sein.
Aber das ein PC nicht funktioniert, halte ich für ein starkes Gerücht, das einen Neuling schnell verwirren kann.

Im übrigen: heute machen viele Leute nurmehr mit Plugins Musik-vor allem elektronische. Willkommen in der Zukunft ;-)
 
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Michael Burman

⌘⌘⌘⌘⌘
Apple würde hier im Thread doch bedeuten: "Schmeiß deinen Computer weg und kauf dir was von Apple."
Wenn es mit dem bestehenden selbstgebastelten PC weiter gehen soll, dann heißt es höchstens "Linux oder Windows", sprich, falls Windows eine Option für den Thread-Ersteller ist.
 


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