Die Form ist die Idee. Die Umsetzung, also woraus man es baut und wie man es statisch umsetzt und letztendlich baut, ist das Werk.
Darum geht es hier doch überhaupt nicht.Das erinnert mich ein wenig an die Diskussion Anfang der 90er: Wir kamen aus Jazz, Rock, Reggae und Metal und begannen, Techno zu machen. Damals hieß es: „Ihr seid doch nur Knöpfedrücker. Das ist doch keine Musik, da drückt man am Computer einen Knopf, und dann kommt Techno raus.“
Dreißig Jahre später hat sich lediglich das technische Interface verändert. Jetzt sind es die Elektroniker, die der KI vorwerfen, man müsse nur einen Knopf drücken, und schon falle hinten Musik heraus.
Das ist musikhistorisch fast schon rührend: Jede neue Technologie wird zunächst nicht als Erweiterung des musikalischen Denkens begriffen, sondern als dessen vermeintliche Abschaffung.
Diese ganzen miesen KI -Tracks klingen einfach nur grauenhaft, und dein Werk gehört genau in diese Kategorie. Wo genau soll da bitteschön die kreative Idee sein?
Gehört die kreative Namensgebung von dancing through the night zu running in the night auch dazu?Also die kreative Idee ist dem Fall der entsprechende Prompt und der Text

Gehört die kreative Namensgebung von dancing through the night zu running in the night auch dazu?![]()
Das erinnert mich ein wenig an die Diskussion Anfang der 90er: Wir kamen aus Jazz, Rock, Reggae und Metal und begannen, Techno zu machen. Damals hieß es: „Ihr seid doch nur Knöpfedrücker. Das ist doch keine Musik, da drückt man am Computer einen Knopf, und dann kommt Techno raus.“
Dreißig Jahre später hat sich lediglich das technische Interface verändert. Jetzt sind es die Elektroniker, die der KI vorwerfen, man müsse nur einen Knopf drücken, und schon falle hinten Musik heraus.
Das ist musikhistorisch fast schon rührend: Jede neue Technologie wird zunächst nicht als Erweiterung des musikalischen Denkens begriffen, sondern als dessen vermeintliche Abschaffung.
mag sein dass es in der Musik auch nochmal unterschiede zw. guten und schlechten Prompts gibt
und jetzt kommt die Kritik eher von Produzenten die Wissen was es eigentlich bedeutet Musik zu produzieren
ist ja auch logisch... ich weiss sehr gut, wie mühsam es sein kann, bis die KI mal etwa das macht, was ich willDas kann ich dir tatsächlich sogar zeigen, was es für einen gravierenden Unterschied machen kann, was du da reingibst.
aber das was ich gesagt habe ist doch rein sachlich, bezogen auf Nylons Aussage, das heutige verteufeln von KI-Musik wäre das gleiche wie damals beim Techno ...ist es eben nicht!Finde irgendwie, dass ich hier immer wieder auffällig negativ angegangen werde
wo ist das jetzt hate??
Der Track transportiert für mich leider null Emotionen und holt mich gar nicht ab.Ich fand den Text, zu dem Zeitpunkt als ich den geschrieben hab gut, deswegen habe ich es veröffentlicht. Es geht im Prinzip darum, dass die Ganze, ich nenne es mal "Musik" und/ oder das ganze Gerede mit Hintergrundrauschen, der Menschen um mich herum und überall in meinen Ohren auch für mich grauenhaft ist. Viele verhalten und artikulieren sich wie ein Elefant im Porzellanladen und behandeln mich quasi wie Dreck. Und das bringt dieses Werk zum Ausdruck. Daher, hat es mir gut gefallen, als ich es veröffentlicht habe, weil ich meiner Umwelt damit den Spiegel vorhalten kann.
Ob es mir im Nachhinein vielleicht peinlich ist und ob ich nicht noch mal veröffentlichen würde, steht hier gar nicht zu Debatte. Für mich ist es echt, im Gegensatz zu dem ganzen geflunkerten Kram, der mir immer wieder auf den Sack geht, obwohl ich denen, die mir sowas antun, überhaupt nichts getan habe.
Wenn hier welche darüber herziehen, beweist es für mich nur eins: mit dem Text treffe ich ins Schwarze und der Track sollte mir nicht peinlich sein. Im Gegenteil. Ich sollte mich darüber freuen, den ganzen Hatern mal den Spiegel vorhalten zu dürfen oder zu können.
Ich weiß nicht, welche Assoziation du mit der Diskussion hier verbindest, aber ich kann dir schildern, welche Assoziation und Reflexion sie bei mir auslöst.Darum geht es hier doch überhaupt nicht.
Sagen wir so: dass jemand andere/neue Produktionsmittel benutzt ist ganz normal und völlig ok. Ich habe aber Probleme damit, jemandem die Selbstwerterhöhung zu gewähren, die für ihn mit der Präsentation seines Werkes einhergeht, wenn er den Werk-Inhalt nicht auch ohne diese Produktionsmittel hätte erzeugen können. Die Selbstwerterhöhung erfolgt ja nur dadurch, dass er sich mit Leuten gleichstellt, die ein gleichwertiges Werk ohne das Werkzeug erschaffen konnten.sondern ein ganzes Verständnis davon, worin die eigene musikalische Leistung eigentlich besteht.
Seien wir ehrlich: wenn hier jemand (ich, Du, der Threaderöffner, who ever...) ein Stück vorstellt, dann geht es in erster Linie darum zu sagen "kuckt mal, wie toll ich bin". Es geht um die Selbstwertgefühle der Präsentierenden.
Es geht nicht um: "was machen die anderen". Es geht um "finden die anderen mich toll" - völlig egal, ob die anderen Musik machen oder nicht. (zum Hintergrund siehe hier)aber Teil der künstlerischen Persönlichkeit und des künstlerischen Anspruches ist eben genau nicht auf andere zu kucken
Es geht nicht um: "was machen die anderen".
In dem Moment in dem jemand hier selbst 'Sein Ding' postet, will er, dass die anderen herkucken und ihn toll finden.…was ich meinte war, dass man nicht darauf angewiesen ist, dass die anderen her-kucken und einen toll finden - also, man kuckt als Künstler eben nicht auf die anderen - die Reaktion der anderen - sondern macht ‚sein Ding‘…
In dem Moment in dem jemand hier 'Sein Ding' postet, will er dass die anderen herkucken und ihn toll finden.
Sagen wir so: dass jemand andere/neue Produktionsmittel benutzt ist ganz normal und völlig ok. Ich habe aber Probleme damit, jemandem die Selbstwerterhöhung zu gewähren, die für ihn mit der Präsentation seines Werkes einhergeht, wenn er den Werk-Inhalt nicht auch ohne diese Produktionsmittel hätte erzeugen können. Die Selbstwerterhöhung erfolgt ja nur dadurch, dass er sich mit Leuten gleichstellt, die ein gleichwertiges Werk ohne das Werkzeug erschaffen konnten.
Seien wir ehrlich: wenn hier jemand (ich, Du, der Threaderöffner, who ever...) ein Stück vorstellt, dann geht es in erster Linie darum zu sagen "kuckt mal, wie toll ich bin". Es geht um die Selbstwertgefühle der Präsentierenden.
Um das Stück selbst ginge es erst, wenn es anonym im Radio oder in einer Playlist liefe.
PS: Das geht mir auch mit anderer, nicht AI-generierter Musik so. Siehe der ganze "Berliner Schule"-Kram wo die Musik gemacht wird, die man eben durch so mal Rumdrehen an einem Achtstep-Sequencer erzeugt. Wenn der Ersteller die Sequenz schon vorher im Kopf hatte, sie vorsingen konnte, und dann am Sequenzer einstellen konnte, dann hat er meinen Respekt. Wenn er sie nur durch Rumdrehen am Sequenzer findet, und seine einzige persönliche Leistung es ist, den Geschmack zu haben, dass das gefundene Zufallsprodukt jetzt gut ist, dann reduziert sich mein Respekt deutlich.
Deshalb halte ich die Vorstellung „Er hätte es auch ohne das Werkzeug können müssen“ für problematisch.
Du musst mir nicht widersprechen. Die Unterscheidung mache ich doch auch: Wenn es darum geht, ob das Stück gut ist (in meinem Beitrag: wenn es anonym im Radio oder in einer Playlist läuft), dann ist die Genese und die Bewertung der daran Beteiligten egal.Warum sollte es für die Qualität eines musikalischen Ergebnisses entscheidend sein, ob jemand eine Sequenz vorher im Kopf hatte oder sie erst am Instrument gefunden hat?
Ich schreibe niemandem vor, ob er was darf. Ich sage nur, ich finde das nicht so toll was dabei rauskommt.…ja, das ist eine Vorgabe die - fast böswillig? - Menschen davon abhalten soll, Musik machen zu dürfen weil sie nicht dafür ‚qualifiziert‘ sind, obwohl sie damit in der Lage wären ihren Anliegen Ausdruck zu verleihen…
Ich sage nur, ich finde das nicht so toll was dabei rauskommt.
Es geht um die Selbstwertgefühle der Präsentierenden.
dass die anderen herkucken und ihn toll finden.
Das ist nicht nett, aber wahr. Die Wahrheit ist manchmal gemein.und das finde ich halt nicht so nett…
Wer sich an die leere 808 setzt, und einfach eine geilen Groove eintippen kann, weil er weiß, wo die Noten hingehören,
Das ist nicht nett, aber wahr. Die Wahrheit ist manchmal gemein.
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