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Roland MKS50 Klangerzeugung - Fragen

Liebe Kollegen,

nun habe ich schon diverse (virtuell-) analoge Klangerzeuger. Jedoch wurde mir neulich für 300€ ein MKS50 aufgedrängt. Nun, was soll noch passieren? Hoppla! Da passiert so Manches. Nur ein Oszillator. Und sowas von fett! Wie geht das?

Zunächst hat eben dieser Oszillator verschiedene Möglichkeiten, Rechteck und Sägezahn einzusetzen. Und dann kommt noch der Subosc. hinzu. Auch mit verschiedenen Rechteck-Ausgestaltungen.

Meine Frage:
Ist es wirklich nur ein Oszillator? Runterdividiert in einen Sub? Was ist mit dieser ominösen Rechteck-Sägezahn-Nummer? Addieren sich die Wellenformen oder warum kann ich - trotz nur eines Oszillators - bei beiden Wellenformen verschiedene Varietäten auswählen oder sie ganz abschalten oder beide behalten (+Suboscillator)? Jedoch kann ich sie nicht gegeneinander verstimmen, was wiederum für nur einen Osc. spricht?,?!

Fragen über Fragen….
 
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M.i.a.u.: Max
Das ist der Alpha Juno als Rack - mit interessanten Suboszillator-Waves und Multisegment-Hüllkurve.

Ja, es ist ein DCO und ein Sub.
24dB/Okt Filter - toll ist, dass er ein für PWM einen heimlichen LFO hat.
SubOSC ist immer 1 Okt unter dem Hauptosc.
Du kannst verschiedene Waves im DCO auswählen, aber das sind alles Varianten als Säge und einige als Puls, die ein bisschen Obertöne dazu bringen - ungewöhnlich. Gibt es SO sonst nicht, außer beim S1 in einer anderen Form.
Dazu hat der Sub eine Reihe von Alternativen von Rechteck.

Es gibt nur einfach gleichzeitig diese Waves, hier kannst du sehen welche:
DCO und SUB sind 1 Oktave entfernt, Basiswaves können im gleichen OSC nicht irgendwie verstimmt werden, dazu würden 2 benötigt. Das hat er nicht. Stell es dir wie einen erweiterten SH101 vor, da gibts auch Säge und Rechteck mit PWM und Sub als Mischung, und er hat nicht mehr OSCs.
Roland Alpha Juno 1 & 2

Daten:
 
Hallo Moogulator und danke für Deine Antwort.

Allerdings möchte ich Dir gleich zu Beginn ein wenig widersprechen. Der Sub kann auf den letzten beiden Wellenformen (die im Symbol auch niederfrequenter dargestellt sind) um 2 Oktaven tiefer dröhnen.

Weißt Du (oder sonst jemand hier), wie das technisch gelöst ist mit so'nem Sub? Wird der Hauptoszillator runtergeteilt oder ist das ein 2. Oszillator?

Und meine Hauptfrage blieb noch unbeantwortet: man kann den Oszillator mit Rechteck oder Sägezahn (nebst Varianten) klingen lassen. Sowohl einzeln als auch kombiniert. Wäre interessant zu sehen, wie die Welle am Oszilloskop aussieht, wenn man beide mischt. Irgendwie werden die addiert, aber wie schon festgestellt, handelt es sich um nur einen Oszillator.

Ich bin jedenfalls restlos begeistert von dem Teil. Anfangs dachte ich, dass ich den nicht brauche, da ich ja den Matrix1000 und den Waldort MicroQ habe. Aber das kann man überhaupt nicht miteinander vergleichen. Und mit Patch Base kann man den richtig schön schrauben.
 
bin auch großer Fan!

es ist ein OSC, der gleichzeitig alles ausgibt, also immer in derselben Phase etc.

gerade die unüblichen Wellenformen find ich spannend wie die ganzen Pseudo-Rechteck-Varianten
 
Sorry, das ist natürlich Standard, das machen alle SUBS oder die meisten - 1 oder 2 Oktaven drunter, heute gibt es sogar Synths mit verschiedenen Waves, der MKS50 hat aber nunmal diese Oberton-Sub-Waves und die zwei Saw/PWM/Pulse-Optionen die ihn sehr viel interessanter machen und für einen Juno war das damals genau die richtige Idee, um ihn vielseitig zu halten.

Ich sollte nicht zu viel voraussetzen, sorry. Ist mein Fehler.
Nein - das ist ein SUB wie man das üblicherweise macht - also vom DCO aus ist das technisch nicht schwer, die haben eher getrickst, welche Wellenformen sie machen können, die eben keinen zweiten Oszillator brauchen. Suboscs sind nie echte Oszillatoren, das ist ein Spargriff in die Elektronikkiste. Frequenzteiler oder ähnliches und hier vielleicht -
Wenn du den Rechteck und Sägezahn wähler hochdrehst bekommst du eine Mischung auf gleicher Frequenz, aber es sind beide, das ist ähnlich wie beim SH101 und Co - oder anderen Synths die einfach mehrere Ausgänge haben. Viele analoge bereiten ohnehin alle Waves und man kann sie umschalten, weil das sinnvoll ist - beim Jupiter 6 etwa kann man die dazu schalten, weil es technisch machbar ist - die Schaltungen sind dabei quasi so, dass sie aus (meist einer Säge oder Dreieck) die anderen Waves generieren per Waveshaper, so ist das hier sicherlich auch. Das ist gängig. Rechtecke kann man übrigens am einfachsten rausholen, deshalb der Sub. Übrigens selbst der Poly800 hatte so mischbare Fußlagen, also kamen jeweils die Waves in verschiedenen Oktavlagen dazu, man könnte das auch wie Suboszillatoren sehen. Die Wave ist jeweils eine überlagerte Grundwelle mit jeweils doppelter Frequenz.

Das ist keine große Magie und das sieht auf dem Scope aus wie eine überlagerte Mischung - sprich - sagen wir ein Rechteck und ein Sägezahn liegen da, dann hast du alle Obertöne und alle ungeraden zusammen, da ist dann eher die Frage wie es sich mischt, hab jetzt keinen Alpha mehr hier. Wie gesagt - die Frage nach dem Oszillator ist aber klar - es ist einer.

Der hat und ist ein einziger Sweetspot, er klingt immer gut - aber mit dem Trick über die Modulation Chorus und PWM kann man ihm noch ein paar weitere Sounds entlocken, die man sonst da nicht vermutet.

Hier kannst du es sehen, wie dreckig und mathematisch unkorrekt sie aussehen, schon wenn sie pur sind.

Ja, das klingt super!! Hier kannst du auch die "Sägbreitenmodulation" sehen, denke damit wäre es weitgehend klarer, wie es funktioniert. 22:30 ist Gemischtwarenwave. Zerklüfteter Sägezahn mit Pommes.

Wie gesagt - ist analog aber digital gesteuert.

Das ist ist Sägezahn - noch ohne alles, also bisschen weicher.
Bildschirmfoto 2026-01-17 um 19.18.52.webp

Rechteck mit Sub 1 Oktave drunter - du siehst diese Überlagerung und der Rest ist dann natürlich die kaputte Mathematik hier
Bildschirmfoto 2026-01-17 um 19.20.35.webp

Der Oberton-Sub-mit Rechteck (normal) und dem gepulsten Sägezahn sieht so aus
Bildschirmfoto 2026-01-17 um 19.22.04.webp
du siehst also - das sind keine puristischen Ergebnisse - aber man sieht Säge und Rechteck-Teile, die unterbrochen werden durch diese Sonderwellenformen, um mehr Obertöne zu bekommen. Kein Sync, das sähe anders aus und eben nur mit einem OSC wo die Shaper übereinander liegen und quasi beide PWM können und mehrere Kerben als Alternative für mehr Obertöne haben.
 
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M.i.a.u.: robworld
überhaupt nicht miteinander vergleichen.
Absolut! - Waldorf klingt sowieso total anders als Roland.
Bei Oberheim und Roland gibt es die Gemeinsamkeit der Schönheit aber Roland klingt holziger bei Rechteck und beim Juno sind diese Mischwaves einfach sehr besonders, nicht revolutionär, mit 2 OSCs und Xmod, Sync und Co geht mehr - aber das hier ist eben einfach schön.
 
@Moogulator: technisch und physikalisch kannst Du bei mir alles voraussetzen. War in meinem früheren Leben Elektroniker, später Dipl.-Fotoing.

Ich werde mir das Video ansehen. Freu mich schon drauf. Nur - jetzt hab ich keine Zeit dafür. Muß noch wein bißchen am MKS50 schrauben.

@Max: Irre ist auch, dass man nicht nur schönes (wie Moogulator schreibt) machen kann sondern ringmod.-ähnliche Klänge hinbiegen kann, Steel Drums, sogar glocken-ähnliches.
 
Wollte nur eher musikalisch beschreiben, was da läuft. Technisch gibt es bessere Erklärungen.
Klanglich ist es jedenfalls gut, fand schade,dass es nur ein festes 24dB/Oct Filter ohne Selbstresonanz ist, dennoch ist er damit eben auch ziemlich robust und sehr rolandig im Sound, deutlich anders als die älteren Junos.

Die komplexere Hüllkurve hätte es m.e. nicht gebraucht, aber es gibt sie.
War ja dann bald bei Roland der Standard für D50, JD800 etc. Ohne 2 OSC-Synthese aber eher nicht so entscheidend, dafür kannst du eben auch so Gimmicks einbauen.

39:22 im Video hast du den "schnellen LFO" zusammen mit anderem Kram, also da kann man schon auch wilder sein. Der kann jedenfalls für Bässe und Flächen aber auch für so eigene Sachen herhalten, aber er ist eben ein einfacher Synth, damals hatte ich den neu gekauft, Matrix 6R und sowas - hatte man damals. Die haben uns die Knöpfe weggenommen, um sie separat zu Markte zu tragen.

Sound

Super für Kraftwerk-Style Elektro Sounds - warm, lieb, alles fein.
Man kriegt jedenfalls schnell Lust, sowas zu machen.
 
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Super Kauf hast du da gemacht!
Ich finde den richtig gut, der kann wunderschön klingen und es gibt einen ätzenden Presetsound, der '91 ein ganzes Untergenre neu hervorgebracht hat, den Hoover Sound:

 
  • #12
Daas stört mich weniger. Aber zwei EGs wären nicht zu viel verlangt, finde ich. Das gabs schon viel früher.
Absolut richtig, aber das war das Juno-Konzept - einfach und mit Gate-Env oder gleich - das sollte ja simpel sein, man kann vieles nicht machen, aber das was er macht ist wunderschön. Wenn du da mit mehr Synthesewunsch dran gehst, ist das unendlich - ich bin auch eher Synthese-Typ, mit dem PG kannst du ja auch noch live was ändern, man hört gelegentlich diese Steps - siehe Audio. hatte mit dem Teil auch ganze Jams/Sessions gemacht, die haben alle drüber gelacht als ich damit ankam, aber danach wollten sie alle sowas, sieht einfach nicht doll aus. Ich hatte den Alpha, nicht den MKS, aber ist dasselbe, deR MKS hat mehr Chord Memory, der Alpha nur einen.
 

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