Sequencer 2x8 Step - Frage allgemein zum DIY-Konzept/Hilfe?

Hallo,
habe heute meinen Start-Stop-Oszillator auf die Experimentierplatte gelötet - funktioniert top.

Nun stehe ich vor einer Entscheidung: Variante A oder B für mein Projekt.
Wähle ich Variante A, dann wäre mein Projekt ein reiner Sequencer mit eigener CV-Interpretation, der sich zwar nicht über eine Tastatur spielen ließe, doch ich könnte eine Umschaltung machen mit 12 Tastern, einem Sampe und Hold, einem AD-Wandler, einem Demultiplexer und 12 Miniatur-Relais, welche gestufte und mit zusätzlichen Keramik-Trimmern versehene Kapazitäten schalten kann, damit ich die Sequenzen mit 12 Halbtonverschiebungen spielen kann. Dann bliebe der CD 4046 als Oszillator. Habe etwa 100pF/Ganzton im Down-Tuning.

Variante B wäre, einen Generator zu bauen, der eine Volt/Oktave-Umsetzung hat. Dann ist das Projekt auch über eine Tastatur spielbar via MIDI to CV-Umsetzung. Die Sequenzen muss ich dann via MIDI tunen und mit einem Sample and Hold die Werte festhalten. Diese Variante brächte einen VCO mit sich, der neben Rechteck (ohne PWM) auch Sägezahn und Dreieck ausgeben kann. Wäre eine Schaltung mit 3 IC`s und nicht soo aufwendig. Das wäre dann ein spielbarer Synthesizer mit zusätzlichen Wellenformen (Wobei der Wavedraw-Generator ja auch einiges kann).

Tja - was wähle ich nur? Weiß jemand einen Rat, was auf jeden Fall sein sollte/müsste? Oder ginge die einfachere Lösung, die keine weiteren Versuche fordert?
 
Re: Frage allgemein zum DIY-Konzept

ich glaube nicht jeder kann das entscheiden.
Ich würde schwer von dem ausgehen, was musikalisch gewollt ist.

Notfalls würde ich auch den Weg gehen, der ggf. steiniger ist, wenn das Ergebnis danach am besten ist.

Stepsequencer sind Wiederholer, aber damit auch nicht wenig Performance-relevant, dh - wenn du das beachtest, bist du auf der richtigen Spur, auch für's Studio.

Ich blende bewusst das Technische aus.
Das ist ggf. auch zu komplex, deshalb ist es auch schwer eine Antwort dafür zu finden, da so viel daran geknüpft ist.
Vielleicht geht es einfacher?

Relais? Hmm, geht sowas nicht mit Transistoren?
Transponierbar ist gut, aber einfacher zu haben, oder? CV Eingang, der mit dem Ausgang gemischt wird -> Transpose.
Das kann man also immer haben, oder?

Es ist denkbar, dass ich es auch falsch verstanden haben mag.
ICh glaube ein Sequencer als Synth/Wave ist nicht wirklich so spannend in der Praxis. Aber wichtiger wäre, wie das Bussystem, Gates und Co organisiert sind.
Und was du damit steuern willst.

Ich kann das nicht wirklich entscheiden, ggf. erstmal die einfache Version, um den Rest des Konzepts zu testen und wenn das zu wenig ist, dann die andere auch mal probieren?

Gibt es denn ein Gesamtkonzept? Eine Idee, was das Teil insgesamt leisten soll? Dann ist die Antwort ggf. automatisch schneller zu treffen.

Weiss nicht, ob das jetzt was bringt, da sie nicht sehr technisch ist.
Eigentlich empfehle ich mehr oder weniger ein klares Konzept zu machen und das daran auszurichten oder was dem am nächsten kommt. Nummer 1 klingt nach mehr Erkenntnis durch das machen und Möglichkeiten und irgendwie "interessanter".
Aber wie gesagt - ich empfehle start erst mal einen Zielplan zu machen und das davon abhängig zu machen, da ich deine Musik und Ziele nicht kenne und die sind wichtig, ggf. ist es auch DIY selbst als Ziel, dann bin ich eh der falsche Berater ;-)
 
Re: Frage allgemein zum DIY-Konzept

Relais deshalb, weil relativ kleine Kapazitäten geschaltet werden müssen (kleinste etwa 55pF).
Mit selbstsperrenden Mosfets geht es nur theoretisch, da diese (BS170) im nicht geschalteten Zustand schon etwa 22 pF haben.

Mit einer Volt/Oktave-Umsetzung wäre alles viel, viel besser. Dann muss man nur die CV shiften - fertig. Und dann ließe sich das Gerät auch über eine normale MIDI-Tastatur via Konverter spielen.

Ich habe versucht, einen Exponentierer zu bauen - nach zwei Vorschlägen. Im Moog-Filter ist einer drin - und im Netz gibt es ein Selbstbau-Projekt einer TU.
Das Problem ist nur: Moog baut die Diode, die da verwendet wird, anders herum ein, als in dem TU-Projekt. Folglich muss sich einer irren. Baue ich moog-like die Diode ein, so tut sich wenigstens was - aber das Resultat ist meilenweit von einem Exponentierer weg. Steuerspannung am Ausgang 15 Volt ohne Eingangsspannung; bei 10 Volt Eingansspannung geht sie auf 13 runter. Fazit: völlig unbrauchbar.
 
Re: Frage allgemein zum DIY-Konzept

tja, dann ist die Antwort damit ja schon fast gesagt, dann muss V/Okt auch her.

Das Moog-Problem kann ich nicht lösen, ich hab zu wenig Ahnung, da müsste man mal die Nerds rufen, bin zu lange raus.
Muss man mal suchen, ob das einer weiss.

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Hier noch ein Diskussionverlauf, vielleicht hat jemand Lust, dazu was zu sagen:

- Aktuell ist dein Thema sehr speziell, könnte schwer werden oder was dauern.
aaalso unser Analog-Tommy, also Anyware-Instruments hat ja früher DIY Sachen gemacht, es gab einen Sequencer, ein Forumodular und den Simplesizer, der sogar ziemlich viel gebaut wurde, dann Inseqt und Semtex, die waren dann nicht mehr wirklich DIY, er wurde also zu, Hersteller. Wieso? Nun, er war auch etwas enttäuscht, dass nicht massig Leute gelötet haben. Ich bin selbst so ein faules Schwein, ich kaufe lieber und dennoch finde ich toll, dass es solche Projekte gibt, aber ich habe wenig Zeit und will ja in erster Linie Musik machen, dies soll dir nur zeigen, dass es vermutlich viel mehr Leser und Mögende gibt, jedoch nicht unbedingt viele, die halbfertige Sachen irgendwie "verstehen", denn man braucht dafür eine gewisse Abstraktion - oder sie wollen das, WAS du gebaut hast (habe eben mal nachgesehen, es ist eine Platine zu sehen..)..
Das ist cool, find ich sehr gut, aber wenn du sowas wie Interesse erzeugen willst, musst du leider heute wirklich genau erklären, idealerweise mit Video, was du da machst und wozu das gut ist. Die Leute sind verwöhnt, nahezu satt. Sie schauen genau, ob sie das brauchen und so weiter.


wir hatten einiges per PN, daher poste ich das hier (so gewollt):
 
Re: Frage allgemein zum DIY-Konzept

- Über dies hinaus finde ich im Netz genug Schaltpläne mit Fehlern drin. Von daher ist es mir nicht wohl dabei, selber dann was funtionstüchtiges veröffentlichen zu sollen.
Fast durchgängig vermeiden es auch Konstukteure von Synthesizern, irgendwelche kompletten Schaltpläne ins Netz zu stellen - ist also eher unüblich. Es gibt vielleicht Stromlaufpläne - aber ohne Bauteile-Kennzeichnung.

Soweit ich meine Zielrichtung bestimmt habe, wird das ein Projekt für den Eigenbedarf. Das heißt, ich werde damit Musik machen. Crowdfounding und so habe ich nicht vor.

Vielleicht muss ich mal den Hebel woanders ansetzen.


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DAS KONZEPT:

Wollte den Sequencer so bauen, dass er eine normale Volt pro Oktave-Umsetzung hat (exponentielles Verhältnis) Leider liefen Schaltpläne aus dem Netz ins Leere - es hat nicht funktioniert. Zum einen stand Pate der Exponentierer des Moog Filters; zum anderen ein Synth-Projekt eines Studenten. Zu Bemerken: Die Schaltpläne waren fast identisch; nur bauen Moog eine Diode andersrum ein, als der Student. Einer muss sich da irren. Wenn man moog-like die Diode einbaut, hat man mehr Chancen, dass irgendwas funktionieren KÖNNTE - hat es aber nicht.
So wählte ich ein eigenes Konzept mit linearer CV-Umsetzung - wie der MS20 mini z.B.

In Etappen habe ich hier im Forum versucht, Interesse zu wecken. Zuerst habe ich nur ein Musikbeispiel veröffentlicht, dann die halbfertige Platine dargestellt. Da in beiden Fällen die Reonanz gleich NULL war, habe ich auch beschlossen, keine Pläne zu veröffentlichen. Bei entsprechender Resonanz hätte ich mich auch zum Veröffentlichen hinreißen lassen.

Zu Deiner Info: Der Sequencer ist ein 2x8 Step Dualsequencer. Als Hauptfunktionen kann er vorwärts und Rückwärts mit einstellbarer Steplänge. Zusätzlich lässt sich auch eine Sequenz shiften - also beispielsweise die eins auf die drei legen; dann fängt er mit dem ersten Step da an. Da sich Last Step und auch Load einstellen lassen, kann der SEQ beispielsweise auch von 2 bis 6 zählen - oder von 5-7..
Das ist nur der SEQ.
Ein weiteres Modul ist der WAVE-Generator mit seinem prägnanten SC-Filter. Ferner ist eine Taktlogik noch hinzu geplant, die TD-ähnliche Sequencen erzeugen kann, und so etwas wie ein Vierfach-LFO, der mit einer Steuerspannung den WAVE-Generator bedient. Abgerundet wird das Konzept durch ein programmierbares, analoges Drum-Modul mit 10 Instrumenten. Tunings und Decays sind alle einstellbar. Ein Freund baut mir einen ADSR. Bis auf den ADSR ist das Ganze ist ein Eigenkonzept. Es gibt keine Copy-Rights von irgendjemand zu beachten

Das ist ein Sequencer für den Studio-Betrieb. Live wird es etwas fummelig, weil man die einzelnen Töne nach Stimmgerät einstellen muss (Liegt an dem eigenen CV-Konzept). Dennoch lässt sich eine gesamte Sequenz in 12 Halbtonschritten spielbar per Tasten herunter tunen.

Ich habe dann eben entschieden, das Konzept auf meine Belange auszurichten. Mit einer MIDI-Tastatur ist der als reiner Synthesizer nicht spielbar - aber eben ein ausgefuchster Sequencer mit vielen Features. Im Stuidio ist der gut platziert; auch die externen SYNC-Eigenschaften zu einer DAW sind super. Hält man die DAW an, stoppt der Sequencer; macht man weiter, spielt er synchron mit.

Vielleicht wirst Du ein wenig lächeln, weil das gewöhnliche Features sind, die grundvorausgesetzt werden - bei DIY aber ist es ein Highlight.


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Moogulator schrieb:
Das klingt so als ist das etwas, was da ist, weil es geht. Wenn du ein Ziel hast und definierst, dann ist es ggf. leichter? Ich hoffe, dass dir diese Sache was bringt.

Das mit den Plänen:
da bin ich ggf. der falsche, da ich kein DIYer bin, ich würde sowas sogar einfach genau so als Frage stellen: Vielleicht meldet sich einer, der das aufklären kann?

ich kann auch keinen entwickeln bis zum letzten Meter, ich könnte ein Pflichtenheft, eine klare Funktionsbeschreibung und so weiter machen, nicht aber diese umsetzen 
Ggf. ist bei sowas manchmal Gemeinschaftsarbeit gut oder aber man wird automatisch zum Leiter mit den Ideen und bringt die Leute zusammen, die dann insgesamt das Ding wirklich fertig bekommen und möglichst auch über das einig sind, was damit am Ende passiert.

MS20: ja, als Ansteuerung wäre das ja wohl Hz/Oct - würde ich nicht tun, eher was, was V/Okt kann, weil das ist einfach besser übertragbar auf "alles", ..

KOrrigiere mich, wenn ich hier was falsch verstanden haben sollte ..

_


in einem Forum werden komplexere Fragen, die etwas mehr NAchdenken erfordern weniger schnell beantwortet, aber wenn es mal anläuft und da Teilaspekte sind, werden die lieber und gern angenommen, so meine Erfahrung.

Wenn die also in Teilprobleme zerlegbar sind, wird das auch eher adoptiert.




Stepper nochmal:
Das ist schonmal gut, ich selbst mag solche Konzepte dann, wenn er ein gutes Konzept hat, zB das des ARP Sequencers mit den 2 Bussen, was irgendwie anregt, damit kreativ zu arbeiten.
Hast du da schon eine Idee, wie das läuft? Skip, Mute, Busse, Einzelausgänge? Vielleicht sogar Eingänge für Reset auf Step 1-8? Sowas kann sehr sehr mächtig sein, auch als Studiodingsi..
Vielleicht Ratchet-Möglichkeiten..?

Aber das mit den Bereichen finde ich schonmal gut. Das ist definitiv sinnvoll und macht Spaß.
Taktlogik ist gut, ich finde musikalische Längen sehr sehr gut, wenn sie Teiler sind, wenn sie variabel sind, verschieben die das Tempo auf eine eher unmusikalische Weise, daher - guter Ansatz.

Was bedeutet prägnantes SC Filter für Wave - Glättung? Oder was genau?
Aber das mit TD klingt für mich nach Ratchet bzzw Roll und das ist sowas von gut, ich mag sowas, da ich komplexe vertrackte Rhythmen mag.

Also - das ist erstmal eine gute Sache, so wie sich das liest.


Es ist trotzdem natürlich immer noch eine eher technische Herangehensweise,..
das ist dir sicher bewusst, das ist immer einen Tick schwerer, da es etwas anderes ist als zu überlegen, was man wirklich nutzen wird. Das kann sogar sein, dass manches erst beim spielen damit kommt und sich manifestiert.

Stimmen: Quantizer helfen da ggf.?
Ansonsten: klar, das ist bekannt bei dem klassischen Step-Konzept, aber damit kann man schon leben.

Dein Konzept wird aber klappen, mach das mal so, ..
Das MIDI Ding ist gar nicht soo wichtig, ein Sequencer spielt Dinge, aber - was nicht schlecht ist, ist ein Sequencial Switch für Variation, also erste Reihe und zweite Reihe können organisiert werden, sowas ist schön für Variationen.
Ebenso ist ein Sprungmodus und Random nicht falsch, ..

Was gf. hier wegfallen würde ist etwas, was ich auch sehr sinnvoll finde: Modulationssequencer. Das wäre dann so, dass der auf Tastendruck losrennt und seine Melodie oder seine Modulationsbewegung abfährt und dann stoppt. Klangliches Beispiel für einen typischen Verlauf wäre Human Leagues "the word before last."
Das lostriggern ist tonal und hat ein Gate, aber es könnte ja auch per CV/Gate erzeugt werden, dies ginge hier vermutlich dann nicht mehr, aber es gibt sicher einen Clock GEnerator oder so, den kann man ja auch anders umsetzen. Dann klappt das durch die Hintertür trotzdem.

Schlimmstenfalls ist aber das Tempo quasi nicht syncbar zu irgendwas, sondern muss justiert werden. Aber auch das kann man heute ganz gut in den Griff kriegen, ein RechteckLFO mit ext. Clock würde das dann lösen, dann fehlte nur noch den Seq Ausgang zu mischen mit dem CV des Steuerkeyboards, dann wäre es auch transponierbar im Sinne des Beispiels.

Das mit DAW ist doch super.
JA, mir ist klar, dass das als DIY eine andere Herausforderung ist, daher - super, wenn das klappt. Es ist eben auch ein großes YEEES, wenn es dann alles funktioniert 
 
Re: Frage allgemein zum DIY-Konzept

vielen herzlichen Dank für Deine Kritik, Tips und Anregungen 

Aaaalso...
In der Sotware-Programmierung geht viel - bei Hardware ist es anders.
Das sind Anno-dazumal-Digitalzähler, welche eine Sequenz in 8 Stufen durchlaufen. LOAD geht; dann zählen die Zähler von 1,2,3,4,5,6,7 oder acht los - und Last Step auch,
dann ist bei 8,7,6,5,4,3,oder 2 Schluß. Load und Last Step lassen sich zudem sehr interessant kombinieren.

Theoretisch wären Reset-Ausgänge für einzelne Steps sicher sehr interessant; und das ist zweifelsohne eine sehr gute Idee - allerdings hat meine 3 HE-Frontplatte schon 59 Bohrungen.
Viel geht immer - aber nicht ohne Konsequenz. Bei Musikding kriege ich maximal 3 HE - 4 HE wo anders kosten wieder 80 Euro.

Ich habe mir bei dem Konzept bewusst Limitierungen gesetzt. Nicht alles was gehen könnte, habe ich implementiert (oder vorgesehen).
Sicherlich wäre es nicht unbedingt klug, wegen der Gehäusegröße auf gute Features zu verzichten. Aber wie gesagt, 4 HE als 19-Zoll-Gehäuse kostet ordentlich Asche.

Apropos Quantizer - auch hier tickt die Hardware anders. Was gehen könnte, sind Komparatoren. Dann lassen sich verschiedene Spannungs-Fenster festlegen.
Auf eine feste Stimmung habe ich bewusst verzichtet, weil ich mir die Möglichkeit nicht nehmen wollte, verrückte oder andere Skalen einzustellen.

Volt/Oktave wäre Pflicht - aber hier streiken die Internet-Schaltungen. Da will nichts funktionieren. Das ist der Grund, warum ich beim vollständigen selber konstruieren einfach auch weiß, dass es sicher funktioniert.

Ich lasse mal meine grauen Zellen arbeiten, und lote aus, was für ein eventuell größeres Gehäuse in Frage käme - und auch einigermaßen bezahlbar ist.

Vorab erst mal vielen Dank 
 
Re: Frage allgemein zum DIY-Konzept

Schieberegister - ist klar, so fängt es an und so würde ich das auch machen mit "Elektronik".
Vorwärts, Rückwärts, Random und ein paar andere Optionen wie Back&Forth.

Aaaber ich hab halt meine Musik im Kopf, dh - intelligente Verarbeitung der Töne und rhythmische Kniffe würde ich versuchen mit zu verwenden, was ja auch in Teilen gemacht wird mit einigen eher digitalen Sequencern, auch in der Modulwelt. Da wird eh immer mehr digital.

3HE - ist natürlich ne Bremse für Panel-Elemente, ich würde da auch nicht immer skalvisch dran bleiben, deshalb gibt es ja auch den Komplex Sequencer und so, wobei der ggf. schon etwas überladen ist, ich halt mehr von sehr gut gemachten Sachen ohne das Ding total aufzupusten, also für Performance und Funktion.

Nen Case kann man erstmal in sone Metallfischkiste bauen, das ist erstmal egal, und danach dann in "schön". Das wichtige ist natürlich, dass das dann auch im Kopf bleibt, wie viel was wie kann. Der Moog Sequencer 960 ist ja schon ganz gut umgesetzt, ein bisschen vom ARP1601 dazu und etwas Roland und Ryk und die Sache wird dann in die richtige Richtung gehen, ich mag sehr die Idee, Steps zu wiederholen, oder aber mehrfach zu triggern bei entsprechender BEschleunigung, dh - der Step bleibt gleich "schnell" löst, aber 2-8 Trigger aus, .. Das bringt dann das, was Leute wie Uwe Schmidt mit Lassigue Bendthaus germacht hat..

Ryk hab ich gerade auf dem Blog .. inspirieren lassen kannst du dich da auch.
Finde auch Verknüpfungen mit logischen Elemente gut, XOR für Step 3 und 7 oder sowas 

Die Alternative mit den 2-3 Bussen für Gates ist eine Alternative, die dann auch noch mit Logik-verknüpfungen funktionieren könnte, da natürlich auch mit dem Reset-Signal die Sequenz beliebig neu starten oder eben nur in Teilen abspielen zu können, ggf. mit Menge als CV (4 Steps = 4 Volt oder so)..

Nur so als Idee.

Man kann manches auch auf die Knopf und Tasterebene heben, Potis mit Schalter / Pushpull verwenden, so Sachen..


Wichtig ist, was du eben musikalisch willst, dann wäre das mir viel wert, gerade weil du nur ein GErät bauen "musst" 
Da sind 80€ dann verschmerzbar..

Skalen - das ist auch was, was man nicht machen MUSS, also Quantizer kann man ja anbauen, aber muss sie nicht nutzen. Ist sogar so, dass diese auch mit schrägen Skalen gefüttert werden könnten.

Einfacher ist auch, die Steps selbst als Skala zu nehmen, indem eben nur die Töne gespielt werden, die jetzt ok sind für die Skala, dh - du brauchst dann nur 12 Steps, siehe Rene oder andere Sequencerkonzepte, die sowas in der Art machen..

Schaltungen: na, da gibt es bestimmt was, das sind Exponentiatoren bzw das Gegenteil, wird ja auch in Synths gebraucht, damit diese entsprechend gesteuert werden können.
Gibt aber bessere Experten dafür.

Das ist schon ein Unterschied, ich kann dir also gerade keine Schaltung geben, aber Feedback. So könnte es gehen - ggf, gibt es auch einen fürs Komplexe.


Achja: Lust mal Videos zu machen?
Hilft vielleicht auch - aber ich hoffe die Texte hier erklären ne Menge.
 

haebbmaster

Lötknecht
Re: Sequencer 2x8 Step - Frage allgemein zum DIY-Konzept/Hil

Ich würde einen VCO machen. Das ist einfach Standard und die Kapazitätsumschalterei wäre mir zu anfällig.

Hast du schonmal über einen Arduino nachgedacht? Da kannst du Spannungen über D/A Wandler an den VCO ausgeben und die Exponentialrechnerei in den Arduino verlegen. Zur Not mit einer handgeschnitzten Umsetzungstabelle um die Ungenauigkeiten des VCO auzugleichen. Vorausgesetzt, die Auflösung ist fein genug (Arduino kann 10 oder 12 Bit glaube ich).

Als Eingänge kannst du MIDI, Potentiometer oder Taster nehmen, da hast du ja dann alle Möglichkeiten.

So ähnlich will ich das bei meinem Selbstbauprojetkt auch machen, evtl. sogar mit dem Arduino als VCO. Einfach um den nervigen Kram lozuwerden und mal Gelände zu gewinnen. Ansonsten will ich natürlich möglichst viel "echt analog" machen. Ich bin da aber noch nicht so weit. Hab erstmal ein paar analoge Module gemacht.
 
Re: Sequencer 2x8 Step - Frage allgemein zum DIY-Konzept/Hil

Ein VCO ist drin. Das ist eine Applikation nach Hersteller mit dem LM13700 mit linearer CV-Umsetzung. Da eben linear mit herkömmlichen Tastaturen nicht spielbar ist, habe ich die C-Umschaltung vorgesehen, weil diese die Sequenz transponieren kann - in jedem Bereich.
Das mit dem Arduino ist eine prima Idee - vielleicht die einzige, die richtig funktioniert.
Am Einfachsten mache ich eine simple Volt-Hz-Tabelle für fünf Oktaven. Der WAVE-Generator braucht sowieso eine Rechteckspannung. Dann wird es eben ein DCO statt ein VCO. Wollte ich eigentlich ursprünglich nicht, aber so habe ich keine Stimmprobleme und der Arduino erlaubt dann eine Rasterung in Halbtonschritten :)

EDIT: So einfach scheint es wohl nicht zu sein. Ein befreundeter Elektronik-Ingenieur meldete gerade, dass ein Arduino keine Frequenz ausgeben kann. Das wird durch setzen und rücksetzen eines Flags in Zusammenhang mit einem Delay erzeugt.
Vermutlich ginge ein DUE als Exponentialumsetzer - aber offensichtlich nur bis 1 mS. Grübel...
 
Re: Sequencer 2x8 Step - Frage allgemein zum DIY-Konzept/Hil

Es ist eben die Frage, ob diese Sachen alles können sollen, was man sich so vorstellt.
Persönlich finde ich die lineare Umsetzung inklusive des SEQ-Shift-Funktion mit geschalteten Kapazitäten nicht so dramatisch.
Vom Einsatzzweck soll es ein Sequencer sein, bei dem ich meine musikalische Kreativität einfließen lassen kann.
Und für Sequences nehme ich in der Regel nur das Transpose. Wave Generator und SC-Filter bieten genug Einstell- und Moduliermöglichkeiten.

Ein Bremer Designer und ich zum Beispiel haben den SynthSeq8 als VST ins Leben gerufen. Ich war immer darauf bedacht, dass er auch Pads und Ledas spielen können sollte - aber in der Praxis wurde dies nicht ein einziges mal angewendet.
Zum Beispiel wurden beim Sequencing auch keine Noten umgeschaltet. Was stattfand, waren Veränderungen in der Gate Time, Step Level wurden nicht variiert, sondern nur einmal eingestellt. Eventell ein paar Filtercutoffs verändert oder die Decay Time - mehr nicht.
 

haebbmaster

Lötknecht
Re: Sequencer 2x8 Step - Frage allgemein zum DIY-Konzept/Hil

Ich habe auch die Tendenz, alle möglichen Ideen in meine Sachen reinzupacken. Da muss ich mich echt bremsen.
 
Re: Sequencer 2x8 Step - Frage allgemein zum DIY-Konzept/Hil

Ja - ich glaube, ohne bewusste Limitierungen wird ein Konzept zu teuer, zu frickelig und zu unübersichtlich.

Kommt eben immer auf den Einsatzzweck an.
 
Re: Sequencer 2x8 Step - Frage allgemein zum DIY-Konzept/Hil

Ich würde ein Sequencerkonzept vermutlich weitgehend digital umsetzen, da das alles dann sehr viele interessante und daher auch leicht umzusetzende Ideen dazu bekommen könnte. Quasi als sich langsam entwickelndes System.

Glaube aber, dass es irgendwo zwischen einem technischen Stück ist und einer möglichst gut umrissenen Linie des Machbaren - einfach auch, damit man es macht, ist das richtig?
Ich finde das eigentlich gut, weil es was mit lernen zu tun hat.

In der "Sache" würde ich aber versuchen etwas zu machen, was die Ziele deutlich unterstützt.
Technisch sollte ich aber keinem Ratschläge erteilen, der macht während ich nur "labere" ;-)

Ich bringe die meisten Konzepte nur mal auf Papier oder als Konzept, ab da ist für mich der spannende Teil meist ja schon gelaufen und ab da hätte ich lieber gern das Ergebnis, das ist sicher leicht ungeduldig.
Höchster Respekt vor dem, was du da noch umsetzen wirst.

Aber das mit Seq Shift ist gut..
Vielleicht ist es allerdings schon zu weit, um speziell von meiner Seite noch was sagen zu können.
Zeigst du mal, wie das aussiehst? Einfach so? Wobei - eigentlich ist für "uns" meist die Frontplatte und die Schönheit bzw Design oft mehr das, was wir eigentlich sehen als "User", die wahre Schönheit ist so gesehen die Platine und die Umsetzung.

Das jetzt nur so nebenbei, vermutlich ohne großen Nutzwert.
 
Re: Sequencer 2x8 Step - Frage allgemein zum DIY-Konzept/Hil

Zeigen könnte ich bis jetzt nur einen Drahtverhau A und B; jeweils provisorisch in einen Papp-Halbkarton eingebaut. Während bei A die Platine fertig ist, steckt B noch teilweise auf dem Experimentierboard.
Ich poste dann das Outfit des SEQ, wenn er fertig ist :)

Tja, zweckgebunden habe ich mein System auch schon. Was mein Synth können muss? Sequencing mit shiftbarer Tonhöhe, ein paar ausgefuchste Sachen für kreative Ideen; zusammen mit meinem Analog-Drum dann eben eine Basis zum was dazu musizieren. Supernova II und Virus b sind gute Partner; wenn auch virtuell analog. Da ich eine eignene DAW-Implementation eingebaut habe, sind auch weitreicherende Sachen möglich.
wie zum Beispiel dies:

play: http://www.mira-katharina.com/Stay%20with%20Me.mp3

EDIT: Habe eine Mail in die USA geschickt und wegen des CEM3340 VCO-Chips angefragt :)
Damit wären alle Probleme beseitigbar.
 

haebbmaster

Lötknecht
Re: Sequencer 2x8 Step - Frage allgemein zum DIY-Konzept/Hil

Das hört sich echt klasse an!
Den Drahtverhau im Pappkarton kannst du ruhig mal zeigen, das ist doch viel interessanter als ein hochglanzpoliertes Panel.

Und was meinst du mit eigene DAW-Implementation? Ein Interface oder tatsächlich eine DAW?
 


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