Sidechain-Kompression erzeugt Kopfschmerzen. Bekanntes Phänomen?

Was da nervt sind Spectral Gater, Multiband Shaper und das ganze Zeugs was an den phasen dreht und Lautheiten ermöglicht , die im normalen Mix nicht gehen würden...

abgesehen davon dass der Dauerhafte Einsatz von irgendwas immer nerven kann.. Bei mir sinds zb andauernde 909 Hihats...
 
Ich hab' das nicht. Brauch man das? :)
Transienten-Bearbeitung habe ich an meinem Magnetismus 2. Das ist allerdings ganz nett.
Glaube nicht das man das braucht , Gut Transienten Bearbeitung ist auch ein Verzerrer oder ein Gate oder ein Kompressor, .. Ich glaube, manche Plug ins erzeugen digitale Artefakte, welche man nicht hört, aber das Gehirn belasten - wahrscheinlich, weil sie nicht natürlich zugeordnet werden können, hören ist ja immer ein Abgleich mit gewohnten Hörbildern, und gute elektronische Musik nutzt das aus, - Beispiel ist da immer gut, wenn man in einen neuen Raum kommt, kann man anhand der Impulse am Ohr schon ungefähr sagen wie groß der Raum ist und aus was er besteht, glatt , beton, wohnlich ect.. suggestiv - und meine Vermutung ! ist , das die gleiche Suggestion bei digitalen Artefakten überlastet wird..

(Bzw ich glaube auch Beweise zu haben..)
 
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einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
Jetzt mal analytisch gesehen ist das Pumpen im Bass etwas, das schon im Rocknroll gewünscht ist. Selbst vor 40 Jahren schon, schön pulsierender Bass und dann wippen alle mit. Was man heute macht, ist diesen Effekt den man normalerweise im subbass Bereich will, in den hörbaren Bereich mitverschiebt , keine Ahnung, damits auf Beatboxen knallt ?
der sinn der übung bei club orientierter musik ist ganz einfach nur, dass die basedrum immer gleich laut ist.

denn die alternative dazu wäre, basedrum und bass mit summenkompression zu versehen, und wenn man dabei zu weit geht, da kommt dann irgendwann der moment, wo sich die basedrum selbst absenkt. :)
 

Pepe

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abgesehen davon dass der Dauerhafte Einsatz von irgendwas immer nerven kann.. Bei mir sinds zb andauernde 909 Hihats...
Du meinst die seit Jahren populären aneinandergereihten 64stel Hi-Hat Klicks ohne Ende? Hätte ein Forenmitglied das vor 15 Jahren in der Art gemacht, hätten wir es alle ausgelacht!
 
der sinn der übung bei club orientierter musik ist ganz einfach nur, dass die basedrum immer gleich laut ist.

denn die alternative dazu wäre, basedrum und bass mit summenkompression zu versehen, und wenn man dabei zu weit geht, da kommt dann irgendwann der moment, wo sich die basedrum selbst absenkt. :)
Ich mache das zum Beispiel nicht, aber meine Basedrum ist eigentlich immer gleich laut. Was meinst Du eigentlich mit "Basedrum immer gleich laut"? Verstehe das nicht ganz.
Wie @Sticki schon schrieb, kann Sidechain auch helfen, neben dem Groove, dass Bass und Basedrum sich frequenztechnisch nicht bekämpfen. Ich hingegen benutze dafür herkömmlich einen EQ.
Wenn die Basedrum bei Kompression leiser wird, ist wahrscheinlich die Attackzeit zu kurz. Da muss man, wie auch beim Mastering, halt aufpassen.
 
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darkstar679

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ich bekomme von solcher musik zwar keine körperlichen beeinträchtigungen, aber geistig mag ich mir das nicht antun. deshalb höre ich auch kein radio , und kenne eigentlich keine zeitgenössische musik mehr.

ich höre und spiele in der regel ambient sachen, hard rock, metal usw. wo solche produktionsmethoden üblicherweise nicht verwendet werden.

trotzdem gibt es vereinzelt dance musik, die ich mir anhören kann:
View: https://www.youtube.com/watch?v=Llfgex2QM1I
 
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Green Dino

In an octopus' garden in the shade
Ich bekomme auch Atemnot bei Deospray im geschlossenen Raum, glaube dein Beispiel hinkt etwas. Es ist ja wirklich ein Gas, das in die Atemwege eindringt und keine Rythmische Schalländerung, denn mehr ist dieser Effekt nicht..
Ja, der Vergleich hinkt vielleicht ein bisschen. Sollte einfach nur zeigen, dass wie in dem Fall mit dem Deo es halt gut sein kann, dass ein Stimulus für eine Person drastische Auswirkungen haben kann während eine andere Person nicht mal mitbekommt, dass da was ist.
Ich hatte nämlich nie bemerkt, dass jemand in der Wohnung unten drunter überhaupt ein Deo benutzt, ein Shampoo aufmacht o.Ä. - da musste ich erst meinen Kopf so weit aus dem Fenster hängen, dass ich fast unten hätte die Familie begrüssen können^^
Und auch dann konnte ich das nur dezent wahrnehmen...

Mag auch sein, dass der Effekt nicht alleine durch Kompressor Sidechaining oder durch "Pumpen" zustande kommt.
Das müsste Pepe doch aber gut testen können?
Also DAW anschmeissen und nach der Ursache forschen?

P.s.: Es heisst "Bass Drum" nicht Basedrum :mrgreen:
 
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einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
Ich mache das zum Beispiel nicht, aber meine Basedrum ist eigentlich immer gleich laut. Was meinst Du eigentlich mit "Basedrum immer gleich laut"? Verstehe das nicht ganz.
wenn signal A nur als sidechain für signal B dient, verän dert es sich nciht.

wenn du im gegensatz dazu bassdrum und bassline als summe durch einen kompressor schickst, veränderst du beide elemente.

bei percussion ist es besonders ekelhaft, wenn da ein schneller kompressor oder gate drauf kommt, weil elemente mit einem schnellen attack dann total anders klingen.

mit den frequenzbereichen hat das alles weniger etwas zu tun, es geht mehr darum, dass sich gleichlaute dinge im selben frequenzbereich nicht zeitlich überlagern sollen.

wobei ich ja durchaus auch der auffassung bin, dass es eine frage des materials ist, ob man sidechaining überhaupt braucht. in extremfällen macht es überhaupt keinen unterschied.

mal ein beispiel:

- wenn die bassdrum eh doppelt so viel energie hat wie die bassline, dann kannst du genau so gut die komplette summe aller spuren durch ein kompressor oder gate schicken.

- wenn sich synth sounds oder toms eh nur auf dem offbeat befinden, brauchst du die ganze aktion gar nicht machen. weder als spezialeffekt noch als "vorbereitung" auf die summenkompression beim audiomastering. dinge die abwechselnd kommen, stören sich nicht mehr gegenseitig, also gibt es auch nix zu korrigieren.
 

tom f

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wenn signal A nur als sidechain für signal B dient, verän dert es sich nciht.

wenn du im gegensatz dazu bassdrum und bassline als summe durch einen kompressor schickst, veränderst du beide elemente.

bei percussion ist es besonders ekelhaft, wenn da ein schneller kompressor oder gate drauf kommt, weil elemente mit einem schnellen attack dann total anders klingen.

mit den frequenzbereichen hat das alles weniger etwas zu tun, es geht mehr darum, dass sich gleichlaute dinge im selben frequenzbereich nicht zeitlich überlagern sollen.

wobei ich ja durchaus auch der auffassung bin, dass es eine frage des materials ist, ob man sidechaining überhaupt braucht. in extremfällen macht es überhaupt keinen unterschied.

mal ein beispiel:

- wenn die bassdrum eh doppelt so viel energie hat wie die bassline, dann kannst du genau so gut die komplette summe aller spuren durch ein kompressor oder gate schicken.

- wenn sich synth sounds oder toms eh nur auf dem offbeat befinden, brauchst du die ganze aktion gar nicht machen. weder als spezialeffekt noch als "vorbereitung" auf die summenkompression beim audiomastering. dinge die abwechselnd kommen, stören sich nicht mehr gegenseitig, also gibt es auch nix zu korrigieren.
Das ist doch einerseits total fundamentalistisch und auch in der Simplifizierung falsch:

man kann tausende sinnvolle Sachen machen - und sei es dass man innerhalb der Drumsection aufräumt - und zwar durchaus musikalisch und nicht nur technisch.

Man kann gerade mit extern getriggerten Dynamikprozessoren Sachen ein gewisses Eigenleben verleihen.

16tel Hihat Kompressor sowohl mittels kick als auch durch Percussion aber verschiedenen Threshholds etwas komprimiert und schon bekommt das einen anderen Flow.
Vielleicht auch die Percussion über die Kick - was wiederum die Hihats zusätzlich beeinflusst.
Natürlich wird das um so spannender je mehr man ohnehin die Patterns variiert - da kann dann der an sich immer gleiche Hihatpattern komplett anders klingen/wirken wenn man zwischendurch eines der anderen Instrumente muted, die Notensetzug oder den Pegel variiert.

Was soll man da dagegen haben - das ist im Prinzip der Teil wo es oft erst interessant wird besonders wo man den Gedanken ja beliebig über die Spuren und die Wet FX anwenden kann und somit dynamische Variationen genereiert die man nur allermühsamst direkt programmieren müsste.

Und dann würde da immer noch das - absolut wichtige - spezifisch zu tunende Verhalten von Attack und Release nicht im Spiel sein, das ist ja gerade für den Groove der Musik absolut essentiell. Oft liegen das 10 ms mehr oder weniger zwischen Geil und Scheisse.

Wie gesagt keine Ahnung warum man oft nur an - an sich eh nettes, aber oft auch doofes UFTA UFTA UFTA TA TA denkt.


Eine kreatives und partiell rekursives Programming einer Vielzahl von Dynamikprozessoren in Inserts von Einzelkanälen, Bussen und FX Bussen sowie selbige die von unterschiedlichen Quellen parallel gekeyed werden - kann aus einer komplett flachen Nummer sogar sowas wie eine Approximation des Zaubers der menschlichen Bandperformance imitieren.

Man kann das also technisch - z.B. bei Transientenüberlagerungen oder Steuerung von Notenendpunkten - musikalisch - bei Verschiebung von rhythmischer Phrasierung und - Effektartig - als reines Pumpen als Statement verwenden.

Es eröffnet sozusagen ganze Dimensionen der Gestaltung innerhalb einer Subdisziplin.
 
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einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
Das ist doch einerseits total fundamentalistisch und auch in der Simplifizierung falsch:
nur weil du nicht verstehst wozu eine abstraktion und eine simplifizierung dienen kann in der kommunikation ist es noch lange nicht "falsch", das zu tun. :)

ich weiss ja nicht was du so unter fundamentalismus verstehst, aber wenn du hier von "gestaltungsdimensionen", "musikalischem aufräumen" oder "flow" sprichst, ist dabei halt total unklar, was du damit überhaupt meinst, weil das nichts sehr konkretes ist und vor allem kein gegenstand, den auch nur ein anderer genau so definiert wie du.

dass zwei musikalische ereignisse, die sich zeitlich nicht überschneiden, durch sidechainkompression nicht erfasst werden wirst du jedenfalls mit einzelfallbeispielen über #irgendwasganzanderes nicht widerlegen können.
 
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tom f

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nur weil du nicht verstehst wozu eine abstraktion und eine simplifizierung dienen kann in der kommunikation ist es noch lange nicht "falsch", das zu tun. :)

ich weiss ja nicht was du so unter fundamentalismus verstehst, aber wenn du hier von "gestaltungsdimensionen", "musikalischem aufräumen" oder "flow" sprichst, ist dabei halt total unklar, was du damit überhaupt meinst, weil das nichts sehr konkretes ist und vor allem kein gegenstand, den auch nur ein anderer genau so definiert wie du.

dass zwei musikalische ereignisse, die sich zeitlich nicht überschneiden, durch sidechainkompression nicht erfasst werden wirst du jedenfalls mit einzelfallbeispielen über #irgendwasganzanderes nicht widerlegen können.
Seltsamer Text, aber gut - ich muss dich sicher nicht von irgendwas überzeugen - ich rede/texte halt gerne über Sachen die ich toll finde.

Sonderlich unklar ist meine Erklärung auch nicht - im Gegenteil - diese beinhaltet genaue Anleitungen die man selber ausprobieren kann um sich über die Anwendungsmöglichkeiten selber eine Meinung zu bilden.

Es muss keiner was annehmen und es muss sich nicht mal wer bedanken - keine Frage.

Wenn man es für unsinnig erachtet komplexe Mixes AUCH so zu gestalten, dass diese subtil und eben rekursiv eine hochflexible zusätzliche Dynamik erlangen so nehme ich das zur Kenntnis :)

Ich war für solche Tips froh als ich sie bekam und habe mir in Folge noch eigene Gedanken dazu gemacht.

Die Idee dass ein Musikstück eine zusätzliche komplexe Dimension an Pegel und Frequenzdynamik bekommt und das analog zu einer Art inneren Mechanik wird finde ICH sehr spannend und oft überraschend.


Dass du allerdings den vorsätzlich musikalischen Aspekt auch nicht nachvollziehen kannst finde ich seltsam.

Du weisst schon dass Musik extrem von Timing lebt und dieses auch die Stimmung - im Sinne von Gefühl - und die Grösse der Höredindrucke ändert?

Nun kann man das mit Nudging von Events machen oder eben auch mittels SC Techniken - sei es nun Gate, Kompression oder auch nur eine Dynamischer EQ im relevanten Band.

Naja egal - ich finde das technisch vorsätzliche Anlegen der Voraussetzung dass sich Musik dann in einem gewissen Grad in sich selbst beeinflusst eine der wenigen noch interessanten Sachen in der Domäne Elektronikmusik - bei echter Musik kann man sowas - Profis vorausgesetzt - direkt über den musikalischen Ausdruck und dem Gefühl der Musiker füreinander erarbeiten/erzeugen.

Wenn Du meinst das könntest Du alles rein grafisch automatisieren so ist das zwar möglich aber extremst aufwendig und auch ohne die klanglich erwünschten Nuancen die man durch die spezifischen Klang- und Ansprechcharakteristiken vertrauter Dynamikprozessoren erzielen kann.

Viel Spass dabei das bei ein paar Takten Musik mit 50 Spuren zu machen was ich oben beschrieb ;-) Jedes Millisekundefade mit der passenden Kurve ? Spektralbereiche aus dem Material rauszeichnen ? Den Sound in den betreffenden Segmenten je nach gewünschter klangtypologie equalizen, anzerren, sättigen ???

NEEEXT :frosch:


Dein Dr. Frankenstein
 
@einseinsnull: vielen Dank für Deine Antwort.

Vieles was Du schreibst, sehe ich genauso, deswegen glaube ich, wir reden wahrscheinlich etwas aneinander vorbei. ;-) Du schriebst ja, Sinn der Übung ist es, dass die Bass Drum in cluborientierten Tracks immer gleich laut ist. In Deiner letzten Antwort an mich machtest Du außerdem deutlich, dass bei gleichlauten Instrumenten, die den gleichen Frequenzbereich besitzen, es besser ist, zeitlich auszuweichen, also wenn die Bass Drum spielt, der Bass dann in dem Moment nicht aktiv ist.
Ist beides richtig.
Wenn ich aber Bass und Bass Drum habe, die gleich laut sind und sich den Frequenzbereich teilen und ich die Bass-Spur aber so spielen lassen möchte, dass Bass Drum und Bass auch mal zur gleichen Zeit spielen, setze ich halt in dieser Situation einen EQ ein und bearbeite damit so, dass danach Bass und Bass Drum dadurch halt differenzierter zu hören sind, außerdem ist meine Bass Drum weiterhin gleich laut und wie Du schriebst cluborientiert. :D Ich möchte da auch kein Sidechain. Sidechain drückt den Bass in dem Moment eh nur leiser und das will ich ja nicht. Ich will den Bass in dem Moment ebenso hörbar, wie die Bass Drum. So würde ich es machen.

Und deswegen frage ich Dich jetzt mal ganz anders.
Was erreiche ich mit Deiner Alternative, nämlich mit der Summenkompression auf Bass und Bass Drum? Was bezweckt in unserer Ausgangssituation die Summenkompression dieser beiden Spuren? Was ist durch sie das Ziel? Zumal ich dadurch die Frequenzbereiche ja nicht ändere.

Eine Antwort wäre wieder schön. :)
 
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@tom f:

Ich fand Deinen Beitrag ziemlich spannend zu lesen und bedanke mich auch für deine Ideen und Tipps. Danke.

Bisschen schade fand ich allerdings Deinen Kommentar bezüglich einseinsnull. Ich finde Ideen- und Wissensaustausch toll. Einseinsnull hätte mir aber nunmal nicht antworten brauchen, sondern sein Wissen für sich behalten können. Er war einfach nur nett und wollte helfen. Deine für mich unfreundliche Reaktion ihm gegenüber fand ich daher nicht okay. Man hätte sich freundlicher ausdrücken können. Ich fand seine Antwort desweiteren gut.

Danke aber nochmal für Deine lange Erklärung von dieser für mich neuen Idee der Bearbeitung und dass Du sie teilst. Werde ich bestimmt auch mal ausprobieren. Danke :)
 
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einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
@einseinsnull: vielen Dank für Deine Antwort.
Vieles was Du schreibst, sehe ich genauso, deswegen glaube ich, wir reden wahrscheinlich etwas aneinander vorbei. ;-) Du schriebst ja, Sinn der Übung ist es, dass die Bass Drum in cluborientierten Tracks immer gleich laut ist. In Deiner letzten Antwort an mich machtest Du außerdem deutlich, dass bei gleichlauten Instrumenten, die den gleichen Frequenzbereich besitzen, es besser ist, zeitlich auszuweichen, also wenn die Bass Drum spielt, der Bass dann in dem Moment nicht aktiv ist.
Ist beides richtig.
ich meinte gar nicht unbedingt wie man arrangiert um probleme zu vermeiden, sondern zunächst mal nur, in welcher situation man überhaupt mit dynamik rangeht und wie. :)

aber...

Wenn ich aber Bass und Bass Drum habe, die gleich laut sind und sich den Frequenzbereich teilen und ich die Bass-Spur aber so spielen lassen möchte, dass Bass Drum und Bass auch mal zur gleichen Zeit spielen, setze ich halt einen EQ ein und bearbeite damit so, dass danach Bass und Bass Drum differenzierter zu hören sind, außerdem ist meine Bass Drum weiterhin gleich laut und wie Du schriebst cluborientiert.
.. unter diesen vorzeichen - jetzt hab ich dich da verstanden - ist das natürlich eine gute strategie. hochpassfilter auf den synth, man hört ihn noch, aber er hat jetzt deutlich weniger energie und kollidiert nicht mit der kickdrum spur. nicht im ohr, und auch nicht bei späteres summenkompromierung, for that matter.

da haste schon recht - was man im arrangement auf die reihe bekommt, muss man nicht mehr beim mischen und mastern reparieren.

Ich brauche da auch kein Sidechain. Sidechain drückt den Bass in dem Moment eh nur leiser
richtig, und zwar auch dessen höhen. ist absolut unerwünscht. deine strategie kommt besser zum ergebnis.

andererseits: auch das ließe natürlich mit sidechaining machen, denn auch ein hochpassfilter könnte man natürlich durch die power oder die peaks der kickdrum spur steuern. falls die bassline durch einen zufalls algorithmus erzeugt wird, kann das eine menge arbeit sparen. :)

Was erreiche ich mit Deiner Alternative, nämlich mit der Summenkompression auf Bass und Bass Drum? Was bezweckt in unserer Ausgangssituation die Summenkompression dieser beiden Spuren?
nun, sie zerstört zwar das assoziierte ziel "kickdrum immer gleich laut", aber sie sorgt immerhin dafür, dass die lautstärke an den stellen, wo beides zusammen kommt, sich nicht komplett aufaddiert. und du (oder spotify) das dann später mit dem limiter zermatschst.

warum es eine alternative zum sidechaining ist und ich überhaupt diesen vergleich angestellt habe? weil es viel einfacher zu realisieren ist.
es hat ja gar nicht jeder kompressor einen sidechain eingang und die meisten kollegen hier im forum würden es in ihrer DAW gar nicht hinbekommen, dann auch noch mehrfach und zwischen diversen spuren hin - und her zu patchen (so wie tom es in seinem beitrag erwähnte. er ist wahrscheinlich der einzige hier in diesem thread neben mir der sowas schon mal gemacht hat. und ich mache das mit programmierpsrachen, in cubase geht das nicht vernünftig), weil die DAWs und die plug-ins es einem auch nicht gerade leicht machen, das alles korrekt zu verstöpseln.

wenn ich da nur an die anfangszeiten mit den DAWs vor 20 jahren denke: logic audio unterstützte nur 2 eingänge pro plug-in bis VST 2.1, waves C1 muss man als dual mono up setten, TC works hat seinen sidechainer für seinen compressor in v. 3 verkackt und er funktionierte garnicht, cubase hatte noch keine PDC in den gruppen, von live ganz zu schweigen, gott war das ein mist. halbwegs gut gings eigentlich nur mit pluggo, das stürzte dann aber auch gerne mal ab... heute ist das zwar schon viel besser, aber wirklich einfach im sinne von straight forward ist es immer noch nicht wirklich.

für mich ist die idee, ein key input aus einer spur zu erzeugen um die andere damit zu gaten oder zu drücken etwas, was ich immer erst dann mache, wenn es nicht auch mit der summe aus beiden geht. immer erst gucken, ob kartoffeln auch schmecken, nur wenns nicht schmeckt, noch brokkoli dazu machen.
 
Zuletzt bearbeitet:

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
Seltsamer Text, aber gut - ich muss dich sicher nicht von irgendwas überzeugen - ich rede/texte halt gerne über Sachen die ich toll finde.
alles gut.

mir ist die meta ebene und die abstrahierung und die verquickung von hundertausend aspekten auf einmal, der ekletizismus und das autodidaktentum ja sonst auch nicht fremd.

ich fand das nur vorhin eine extrem unpassende antwort weil deine beschreibung dessen, was du so machst, so unheimlich viel grundlagenwissen und erfahrung voraussetzt um auch nur annähernd mitzukommen, dass das meiner meinung nach eben genau nicht dazu geeignet war, irgendwas zu (er)klären. :D

@alle:

macht mal folgendes.

2 spuren, kickdrum und bassline.

dann 1:1 vergleich, einmal sidechain, einmal zusammenmischen und gemeinmsam durch einen kompressor.

bei beiden methoden jetzt mal langsam von unten den effekt steigern (z.b. indem man am treshhold dreht.)

ab wann hört man den unterschied? :) (notiert euch die treshold einstellung)

so, und jetzt das gleiche spiel mal mit einer anderen kickdrum und einer ganz anderen bassline. und dann mit noch einer anderen.

...
 

tom f

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@tom f:

Ich fand Deinen Beitrag ziemlich spannend zu lesen und bedanke mich auch für deine Ideen und Tipps. Danke.

Bisschen schade fand ich allerdings Deinen Kommentar bezüglich einseinsnull. Ich finde Ideen- und Wissensaustausch toll. Einseinsnull hätte mir aber nunmal nicht antworten brauchen, sondern sein Wissen für sich behalten können. Er war einfach nur nett und wollte helfen. Deine für mich unfreundliche Reaktion ihm gegenüber fand ich daher nicht okay. Man hätte sich freundlicher ausdrücken können. Ich fand seine Antwort desweiteren gut.

Danke aber nochmal für Deine lange Erklärung von dieser für mich neuen Idee der Bearbeitung und dass Du sie teilst. Werde ich bestimmt auch mal ausprobieren. Danke :)
Hallo & danke,

der Kollege und ich pflegen den einen oder andern Diskurs wo es auch mal eine Spur ruppig wird :)

Aber das ist - so nehme ich an - von beiden Seiten nicht böse gemeint.

Vielleicht hat man auch etwas aneinander vorbeigeschrieben :)
 
Hi einseinsnull :)

Ich habe schon vermutet, dass Du mit dem Kompressor vielleicht gegen die Aufaddierung agieren willst. War mir aber nicht sicher.
Dass der Limiter später sonst alles zermatscht, so weit habe ich den Gedanken gar nicht zu Ende gedacht. Ich finde Deine Idee gezielt und gut. Interessante und gute Alternative. :)

Ich habe seit ein paar Wochen erst Samplitude Pro X4 und arbeite mich, nach 6 Jahren Musikpause da gerade erstmals wieder ein. Aber die DAW ist schon großartig. Früher habe ich mit einem digitalen Mischpult von Tascam ( SX-1) aufgenommen und gemischt. Damit ging nicht soviel, wie jetzt mit Samplitude. Gut, das Reverb war besser. Inwieweit aber Sidechain-Kompression softwareseitig bei Samplitude geht, weiß ich noch nicht.
Sollte es Probleme damit geben, werde ich mir irgendwann einen Hardware-Kompressor mit Sidechain-Eingang gönnen. Soll natürlich nicht die Welt kosten.

Tom f's Beitrag fand ich auch interessant und Klasse.
Ich weiß nicht, ob tom f der Kollege Tom Flair ist. Das "f" kann ja für alles Mögliche stehen. Aber falls doch, kennen wir beide uns noch von früher und hatten damals auch so einige interessante Gespräche miteinander, wollten aus unseren Resultaten eines Battles sogar mal gemeinsam eine Schallplatte machen. Ist dann aber irgendwie nix geworden. :D Kollege Tom Flair hatte auch Ahnung. Aber wie gesagt, ich weiß nicht, wofür das "f" steht.
Aber der Beitrag von tom f war jedenfalls auch sehr gut. :)

Dann wünsche ich allen noch einen schönen Samstag.
 
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tom f

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Hi einseinsnull :)

Ich habe schon vermutet, dass Du mit dem Kompressor vielleicht gegen die Aufaddierung agieren willst. War mir aber nicht sicher.
Dass der Limiter später sonst alles zermatscht, so weit habe ich den Gedanken gar nicht zu Ende gedacht.

Ich habe seit ein paar Wochen erst Samplitude Pro X4 und arbeite mich, nach 6 Jahren Musikpause da gerade erstmals wieder ein. Aber die DAW ist schon großartig. Früher habe ich mit einem digitalen Mischpult von Tascam ( SX-1) aufgenommen und gemischt. Damit ging nicht soviel, wie jetzt mit Samplitude. Gut, das Reverb war besser. Inwieweit aber Sidechain-Kompression softwareseitig bei Samplitude geht, weiß ich noch nicht.
Sollte es Probleme damit geben, werde ich mir irgendwann einen Hardware-Kompressor mit Sidechain-Eingang gönnen. Soll natürlich nicht die Welt kosten.

Tom f's Beitrag fand ich auch interessant und Klasse.
Ich weiß nicht, ob tom f der Kollege Tom Flair ist. Das "f" kann ja für alles Mögliche stehen. Aber falls doch, kennen wir beide uns noch von früher und hatten damals auch so einige interessante Gespräche miteinander, wollten aus unseren Resultaten eines Battles sogar mal gemeinsam eine Schallplatte machen. Ist dann aber irgendwie nix geworden. :D Kollege Tom Flair hatte auch Ahnung. Aber wie gesagt, ich weiß nicht, wofür das "f" steht.
Aber der Beitrag von tom f war jedenfalls auch sehr gut. :)

Dann wünsche ich allen noch einen schönen Samstag.
Ja ich bin es :)

Ich bin hier als tom f und tom flair aktiv - tom flair ist ein Moderatoren Account.

Schönen Gruß
 


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