Soft vs. Hard - Woody vs. Espen

In diesem Zusammenhang ebenfalls interessant:


https://www.musicradar.com/how-to/c...synth-waveforms-and-their-modern-counterparts


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Kurz gesagt:
Firmen wie Steinberg (Retrologue 2) oder U-HE (RePro) machen ihre Hausaufgaben auch unter Oszilloskop-Aspekten.
 
Solche Tools sind nie verkehrt (genau wie Mathebücher). Aber am Ende muss das Ohr entscheiden, denn das Auge lässt sich schnell verunsichern. Hier drei mal die akustisch gleiche Square nebeneinander:

waves.jpg

Die Schwingung ganz rechts ist übrigens die scheinbar leiseste von allen, obwohl sie am höchsten ausgesteuert ist.
 
Das sag ich schon lange: Den Hardware-Kram braucht kein Mensch! Kostet nur Geld, muss dauernd repariert werden und die Bedienung dauert viel länger und oft kann man nichts speichern oder es dauert voll lange. Vollkommen unzeitgemäße Staubfänger für Rentner. Vor dem Hintergrund biete ich euch an, dass ich euch von euren Altlasten wie Emulator II und/oder Ensoniq EPS16plus mit SCSI befreie. Den veralteten Kram braucht ihr echt nicht mehr. Angebote bitte an mich per PN.
 
Is ja bestimmt schon schwer irgendeinen Track nach zu basteln, egal ob mit Hard- oder Software. X vs Y gucke ich zwar gerne, aber unter dem Strich zählt für mich was ich als Minimum brauche um mich musikalisch auszudrücken.

@Ron Dell:
Hehe, netter Versuch:xengrin:
Och wenn ich zuviel Geld(mehr als ich zum Leben brauche) und einen extra Raum hätte, dann würde ich mir vielleicht auch so eine Hardware Burg anschaffen und dann noch richtige Monitorboxen dazu. Dafür muss ja dann der Raum angepasst werden(habe ich so mal gelesen) usw. So Hardware einfach als Spielzeug sieht ja toll aus und macht auf YouTube und auf Bilder immer eine gute Figur.

Wie dem auch sei, bei mir ist es günstige PC Hardware, ein Kopfhörer und Reason10 mit ein paar RE.
 
@Ron Dell:
Hehe, netter Versuch:xengrin:
Och wenn ich zuviel Geld(mehr als ich zum Leben brauche) und einen extra Raum hätte, dann würde ich ...
Jo, ich meinte das aber sogar eigentlich ernst: Brauchen tut mans nicht. Das ist ja auch allgemein bekannt und ich denke auch Konsensfähig.

Was ich eigentlich schade finde ist, dass sich die Software-Fraktion oft so an der Vintage Hardware abarbeitet. Da könnte man generell etwas selbstbewusster auftreten.
 
Ich dachte, dass ich da eine Spore Sarkasmus bemerkte.

Was meinst du mit abarbeitet? Dass oft versucht wird den Sound von damals zu treffen? Wenn dem so ist, dann kommt das ja meist daher, dass man Musik einer bestimmten Epoche in ähnlicher Form machen möchte. Mir geht es so im Moment mit Synthpop/wave, da würde ich von diesem Video inspiriert:

Ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=EPX4SZp6qRY


Ich will aber auch andere elektronische Musik machen und da bräuchte ich unheimlich viele Sachen um das alles so realisieren zu können. Ich kann aber auch die Leute verstehen die voll auf Hardware abfahren. Wer das braucht und damit mehr Freude als mit Software hat, soll sich die Hardware kaufen. Jeder so wie er es braucht und wie er kann.

Früher war Hardware ein Muss, heute ist daraus nur noch ein Nice-to-have geworden.
 
Ich finde solche Challenges sehr interessant - genauso wie aktuelle BoBeats vs. Carl Mikael ("Dawless is a Fad" =
Ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=O2Fjik3DybI&t=6s
)
Kurzes OT (sorry):
Warum sind eigentlich die Nordlichter, insbesondere Schweden (Woody ist Brite aber lebt in Schweden) so aktiv als Youtuber?
Meine Theorien:
1. Die haben nur 2 Stunden Tageslicht - was sollen die sonst machen?
2. Die haben fast nur englischsprachiges Fernsehen - deswegen sprechen die i.d.R. sehr gutes Englisch?

Mir gefällts. Die machen das fast alle sehr sympathisch, auch das Cabinet of Curiosities ist immer wieder lustig in dieser überzogenen Art.
 
Kurzes OT (sorry):
Warum sind eigentlich die Nordlichter, insbesondere Schweden (Woody ist Brite aber lebt in Schweden) so aktiv als Youtuber?
Meine Theorien:
1. Die haben nur 2 Stunden Tageslicht - was sollen die sonst machen?.
;-) Der Grossteil der Bevoelkerung lebt in der suedlichen Haelfte des Landes. Aber im Gegensatz zu Deutschland gibt es deutliche Unterschiede zwischen dem (kalten) Winter - man ist viel zuhause - und dem Sommer - man ist draussen.
Ausserhalb der Grossstaedte (Stockholm, Göteborg, Malmö) ist es schwierig Menschen mit aehnlichen Interessen zu finden. Social media sind hier eine gute, einfache Moeglichkeit, Gleichgesinnte zu finden. Die Schweden sind i.A. sehr technikaffin.

2. Die haben fast nur englischsprachiges Fernsehen - deswegen sprechen die i.d.R. sehr gutes Englisch?
Alle koennen Englisch verstehen und viele koennen sich gut auf Englisch verstaendigen. Englisch ist schon frueh Hauptfach in der Schule.


Gruesse aus Schweden
Eike
 
Hallo Eike,
danke für Deine Ausführungen - da lag ich ja nicht so schlecht. Mein Onkel war Pfarrer in Malmö, der hat uns schon immer einiges von Schweden erzählt.
Mein Cousin (ebenfalls Schwede) hat immer nur gelacht, wenn ich ihm damals von meiner 8000er Internet Leitung erzählt habe. Da waren die schon um den Faktor 10 drüber.
Kurzum, ich finde diese in den sozialen Medien aktiven Schweden gut (insbesondere BoBeats, der übrigens Psychologie lehrt) und freue mich, dass die das toternste Thema Synthesizer mit etwas Humor würzen.
Viele Grüße aus dem sonnigen München, Jörg
 
dass ich euch von euren Altlasten wie Emulator II und/oder Ensoniq EPS16plus mit SCSI befreie.


Da ich nie solche grossen *ähem* "Altlasten" hatte, biete ich dir demütig meinen Poly-800 reverse keys an.

...wenn du magst, gibt's die Technics-Tischhupe (Gebrauchtwert ca. 80€) noch obendrauf...


:floet:




Jo, ich meinte das aber sogar eigentlich ernst

Jawoll, ich auch ...#MeToo...
 
Jo, ich meinte das aber sogar eigentlich ernst: Brauchen tut mans nicht. Das ist ja auch allgemein bekannt und ich denke auch Konsensfähig.
.

Da hast du absolut recht, jedoch schubse ich schon den ganzen Tag Mäuse durch die Gegend da brauche ich das in der Freizeit nicht auch noch.

Mein Ziel ist auch nicht komplette, supergemasterte, im 1:1 Vergleich mit Profiproduktionen standhaltende Produktionen zu machen.
Mir geht es um den Spass und den habe ich mit Software einfach nicht (ab 2005 mit einem Invest von >2000€ getestet - Cubase, NI-Komplete etc.).


Sollte, wollte, müsste ich das professionell tun ganz klar Software.
In meinem Job mache ich ja auch 3D-CAD Konstruktionen viel effizienter am PC und nicht am alten DIN A0 Reisbrett.
 
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  • Daumen hoch
M.i.a.u.: oli
Genau! Und ich habe es lange probiert, macht kein Spaß, ist auch nur Hobby
 
Was ich eigentlich schade finde ist, dass sich die Software-Fraktion oft so an der Vintage Hardware abarbeitet. Da könnte man generell etwas selbstbewusster auftreten.

Das ist für manche Leute nicht so einfach. In einem früheren Leben habe ich in Musikinstrumentgeschäften meine Brötchen verdient, es gab da auch Lieferungen zum Kunden nach Hause. Einer hatte alle seine Instrumente in einen Schrank "Typ Sekretär" eingebaut und verschraubt, und auch die Kabel waren bei verschlossenen Schranktüren von außen nicht zu sehen. Wenn man die Türen aufmachte, kam das ganze Equipment zum Vorschein, sah irgendwie kurios und fast unwirklich aus.

Die Begründung dafür: Seine Eltern lehnten Musik machen ab und er sollte sein knappes Einkommen nicht für Gear verschwenden. Ja, mit solchen Handicaps haben Leute umzugehen.

Sowas hinterlässt natürlich Spuren in Sachen Selbstwertgefühl. Das muss irgendwo anders kompensiert werden. Wer da Kickboxen macht, ist gut bedient, andere verlegen sich auf Forum Postings. Gut lachen hat jemand, der ein Dutzend Keyboards rumstehen hat und den Computer (oder zwei) voll mit gekaufter Teuersynthsoftware. Treffen diese beiden Typen aufeinander und wissen nichts von der gegenseitigen Bio, dann tritt das Ego in Erscheinung und Meta-Ebene ist angesagt. Da hat es sich dann schnell erledigt mit selbstbewusst auftreten dessen, der den Kram im Schrank verstecken muss. Tja, so ist das manchmal. Diejenigen, die in Privilegien leben und den Stall voll mit Zeuch haben, merken das oft nicht und dann fehlt es an Einfühlungsvermögen für den Schrankmann.

@Metalhaarmann: Im Schrank war übrigens ein Poly 800 (Normaltasten) eingebaut. Das war das Highlight des Betreffenden, der hatte Monate lang gespart, um sich das Ding überhaupt kaufen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil beide Seiten oft viel zu wenig voneinander wissen und auch voneinander wissen wollen. ;-)
 
Marko, du versteckst deine Synths doch auch im Ikea-Schrank ;-)
 
Was meinst du mit abarbeitet? Dass oft versucht wird den Sound von damals zu treffen?
Nö, Vergleiche anstellen. Nach dem Motto: "Meine Software kann das genauso gut wie Hardware"

Ich vergleiche ja auch gerne (analoge) Hardware mit Software. Allerdings mache ich das erstens in der Realität, zweitens ausschließlich für mich und drittens niemals auf Basis von YT Videos oder Audios.....
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Weil beide Seiten oft viel zu wenig voneinander wissen und auch voneinander wissen wollen. ;-)

Man konfrontiert die einfach. Da hat sich dann jeder damit abzufinden. Ist ein funktionierendes System, könnte man mal wieder einführen, falls das in Vergessenheit geraten ist. Sorgt im Beipackzettel der Nebenwirkungen auch für Selbstwertgefühl der Betreffenden.
 
Nö, Vergleiche anstellen. Nach dem Motto: "Meine Software kann das genauso gut wie Hardware"

Ich vergleiche ja auch gerne (analoge) Hardware mit Software. Allerdings mache ich das erstens in der Realität, zweitens ausschließlich für mich und drittens niemals auf Basis von YT Videos oder Audios.....
Ach so, ja solche Vergleiche habe ich mir auch eine lange Zeit angeschaut. Das Interesse daran ist jetzt aber weniger geworden. Solche Vergleiche würde ich gern mal zuhause in Ruhe durchführen, aber dafür extra Hardware anschaffen ist mir die Sache auch nicht wert. Für mich hat Software da gewonnen wo sie so ziemlich wie das Original klingt, also den Charakter rüber bringt ohne nun 100% sein zu müssen. Ich denke 100% ist nicht mal analoge Hardware untereinander immer zu vergleichen. Da am Ende eh alles als digitale Musikdatei endet, habe ich kein Problem damit auch solche zum Vergleichen zu akzeptieren. Wenn ich von einem Teilstück eines Tracks inspiriert bin und einen Sound so hinbekommen will, dann schiebe ich das MP3 oder WAV auch nur in die DAW. Da interessiert es mich auch nicht wie das mal original vor Ort geklungen hat.

Diese VS Themen sind wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst und mittlerweile denke ich das Software vs Hardware Vergleichen auf sehr hohem Niveau ist. Ist doch schön, dass man wirklich für jeden Geldbeutel und Geschmack heute Musik machen kann, wie es in den 80/90er noch unmöglich gewesen wäre. Die Zukunft ist echt schön geworden was das betrifft. Heute kann wirklich jeder mitmachen bei der elektronischen Musik und das auch sofort veröffentlichen...Ein Traum
 
Hardware ist nicht besser als Software. Beides ist ersteinmal völlig Sinnbefreit ohne einen kreativen Gedanken, der von dem Musiker kommt.
Nur weil man eine Stradivari besitzt bedeutet es nicht, ein Teufelsgeiger zu sein. Ich hoffe man versteht meinen Gedanken?
 
Für den einen ist Hardware besser geeignet, der andere finde seine Freude an Software. Beide Entscheidungen oder auch eine Kombination davon führen zum Ziel. Ich denke meine Art Musik, die ich mache, ändert sich nicht großartig wenn ich mich für die eine oder andere Geschichte entscheide. Es wird immer nach mir klingen.
 
Besser und Schlechter sind immer nur subjektive Wahrnehmungen. Im Internet werden darüber jeden Tag Glaubenskriege ausgefochten.

Jeder hat andere Vorlieben und einen anderen Workflow. Letztendlich sollte man das benutzen, was einen am meisten inspiriert. Das ist alles.
 
Ja. Ich hab mit Software angefangen Musik zu machen. Heute für mich undenkbar.
 
:demo:und Vorlieben können sich auch periodisch ändern
definitiv. Bei mir alle 3-4 Jahre, obwohl mich die neue Hardware wirklich langweilt. Alles schon mal da gewesen und klingt auch nicht besser als früher. Und warum ich für 4 oder 6 Stimmen immer noch Unsummen bezahlen muss oder 8 oder 16-facher Multimode nicht mehr möglich ist, wissen auch nur die Hersteller. Komische Zeiten ...
 


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