Egal was ich von der Lyra8 höre, es kickt mich einfach nicht.
Ich finde den Grundsound der Oszis einfach mies, dieser zerrige Billigsound tut mir in den Ohren weh.
Ist grundsätzlich aber ein gutes Konzept.
 
...so sehr ich anfangs das konzept dieses synths mochte (und zum teil auch noch mag) hört er sich mittlerweile dennoch teilweise an wie eine kuh, die mit einem brandeisen gequält wird...etwas mehr schöngeist in den osc täte ihm wirklich gut....
 
...so sehr ich anfangs das konzept dieses synths mochte (und zum teil auch noch mag) hört er sich mittlerweile dennoch teilweise an wie eine kuh, die mit einem brandeisen gequält wird...etwas mehr schöngeist in den osc täte ihm wirklich gut....
Ich finde das Ding vom Konzept her wirklich klasse, habe meine aber sehr schnell wieder verkauft.
Wahrscheinlich sind da irgenwelche billigen schrottigen Chips verbaut, denn stimmstabil ist das Teil ja auch nicht.
 
Ok, dann musste ich mich doch mal im Forum anmelden. Eigentlich bin ich hier nur lesend unterwegs.

Ob da schrottige Chips verbaut sind kann ich nicht sagen. Tunen kann man die Lyra (auch bei mir definitiv weiblich) auf jeden Fall recht ordentlich. Etwas Fingerspitzengefühl und eine gewisse Aufwärmphase vorausgesetzt. Zwar nicht so wirklich auf den Punkt, aber das muss meiner Meinung nach auch nicht sein. Und sobald man anfängt die Oszis miteinander kommunizieren zu lassen spielt das sowieso keine Rolle mehr.

Aber man bekommt zwischen warm, aggressiv, chaotisch, brutal, harmonisch, sphärisch, schön und sehr emotional ein riesiges Klangspektrum geboten. Alles was die Lyra nicht kann muss sie auch nicht können. Das können jede Menge andere Synthis ganz hervorragend. Ich gebe zu, dass ich am Anfang auch etwas gefremdelt habe. Aber dann habe ich die ausgetretenen Pfade einfach verlassen, habe eine neue Tür aufgestoßen und es nicht bereut.

Ich denke, dass ich auch zu denen gehöre, die die Lyra sehr mögen. Das Teil ist so crazy und unmöglich vorherzusagen was passieren wird wenn man die Knöpfchen und Schalter bewegt. Wobei ich mittlerweile nach vielen schönen Stunden zumindest ein paar Verhaltensweisen ganz gut kenne.

Meine Lyra ist weiß. Auch sehr hübsch, aber auch über 15 Minuten etwas langweilig anzuschauen. Deswegen habe ich hier in meinem allerersten Track ein leicht psychedelisches Muster erzeugt. ;-) Viel Spaß beim Hören und Schauen.

Lyra-8 Live mit dem Analog Four als Begleitung.


https://youtu.be/SPsQJDzRY0s
 
Das klingt einigermaßen tonal, aber die vielen Effekte helfen hier. Bei mir ist ein Space dauerhaft dahinter. Der Grundklang ist einfach nicht schön, dh das Spektrum der Oszillatoren ist mir zu schrill. Ich war anfangs sehr von der lyra begeistert, nach einiger Zeit muss ich mir auch eingestehen, dass die Kiste eigentlich immer so klingt wie oben im Video. Das Konzept ist ohne Frage genial.
 
Ok, dann musste ich mich doch mal im Forum anmelden. Eigentlich bin ich hier nur lesend unterwegs.

Ob da schrottige Chips verbaut sind kann ich nicht sagen. Tunen kann man die Lyra (auch bei mir definitiv weiblich) auf jeden Fall recht ordentlich. Etwas Fingerspitzengefühl und eine gewisse Aufwärmphase vorausgesetzt. Zwar nicht so wirklich auf den Punkt, aber das muss meiner Meinung nach auch nicht sein. Und sobald man anfängt die Oszis miteinander kommunizieren zu lassen spielt das sowieso keine Rolle mehr.

Aber man bekommt zwischen warm, aggressiv, chaotisch, brutal, harmonisch, sphärisch, schön und sehr emotional ein riesiges Klangspektrum geboten. Alles was die Lyra nicht kann muss sie auch nicht können. Das können jede Menge andere Synthis ganz hervorragend. Ich gebe zu, dass ich am Anfang auch etwas gefremdelt habe. Aber dann habe ich die ausgetretenen Pfade einfach verlassen, habe eine neue Tür aufgestoßen und es nicht bereut.

Ich denke, dass ich auch zu denen gehöre, die die Lyra sehr mögen. Das Teil ist so crazy und unmöglich vorherzusagen was passieren wird wenn man die Knöpfchen und Schalter bewegt. Wobei ich mittlerweile nach vielen schönen Stunden zumindest ein paar Verhaltensweisen ganz gut kenne.

Meine Lyra ist weiß. Auch sehr hübsch, aber auch über 15 Minuten etwas langweilig anzuschauen. Deswegen habe ich hier in meinem allerersten Track ein leicht psychedelisches Muster erzeugt. ;-) Viel Spaß beim Hören und Schauen.

Lyra-8 Live mit dem Analog Four als Begleitung.


https://youtu.be/SPsQJDzRY0s


Willkommen, Tommi!

Dein Stück wäre ein schöner Soundtrack für einen Vorbeiflug am Saturn... (:

Zur Lyra bin ich ganz Deiner Meinung: Sie ist wohl das Gegenteil einer eierlegenden Wollmilchsau.
Und gerade deswegen liebt man sie, oder man trennt sich halt wieder von ihr.
Ich denke, viele von uns haben nicht nur den Einen Synthesizer zu Hause stehen und gerade da ist die Lyra für mich eine sehr individuelle Ergänzung.
Ich werde auch definitiv nicht „Telegraph Road“ auflegen und die Lyra anwerfen, um ein wenig mit zu jammen...
Aber es ist für mich eine fast schon meditative Erfahrung, mich in ihrem Sound zu Verlieren.
(Und die hierzu erforderliche dunkle Stimmung hab‘ ich schon seit Monaten...)

Bin kürzlich mal dazu übergegangen, sie in mein Modularsystem einzubinden und die diversen CV Eingänge auszuprobieren. Auch dies zeitigt recht interessante Ergebnisse!

Ich denke, Du bringst es auf den Punkt, wenn Du schreibst, daß man sich auf Lyra einlassen muss.
Mir geht es da so wie Dir: ich denke, ich habe mittlerweile die Funktionen und Interaktionen grundsätzlich verstanden, erlebe jedoch klanglich immer wieder Überraschungen. Genau dies macht für mich aber das Besondere an Lyra 8 aus.
 
Egal was ich von der Lyra8 höre, es kickt mich einfach nicht.
Ich finde den Grundsound der Oszis einfach mies, dieser zerrige Billigsound tut mir in den Ohren weh.
Ist grundsätzlich aber ein gutes Konzept.
Genau das Gefühl hatte ich auch. Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut und war dermaßen enttäuscht, als ich das Teil auf der Superbooth angtestet habe. Unmittelbare Enttäuschung. Hat keine 5 sec. gedauert. Ich dachte: "Boah, klingt das kacke." Zero fett und irgendwie billig...
Allerdings finde ich den Sound von Tommi ziemlich geil..
 
Willkommen, Tommi!

Dein Stück wäre ein schöner Soundtrack für einen Vorbeiflug am Saturn... (:

Zur Lyra bin ich ganz Deiner Meinung: Sie ist wohl das Gegenteil einer eierlegenden Wollmilchsau.
Und gerade deswegen liebt man sie, oder man trennt sich halt wieder von ihr.
Ich denke, viele von uns haben nicht nur den Einen Synthesizer zu Hause stehen und gerade da ist die Lyra für mich eine sehr individuelle Ergänzung.
Ich werde auch definitiv nicht „Telegraph Road“ auflegen und die Lyra anwerfen, um ein wenig mit zu jammen...
Aber es ist für mich eine fast schon meditative Erfahrung, mich in ihrem Sound zu Verlieren.
(Und die hierzu erforderliche dunkle Stimmung hab‘ ich schon seit Monaten...)

Bin kürzlich mal dazu übergegangen, sie in mein Modularsystem einzubinden und die diversen CV Eingänge auszuprobieren. Auch dies zeitigt recht interessante Ergebnisse!

Ich denke, Du bringst es auf den Punkt, wenn Du schreibst, daß man sich auf Lyra einlassen muss.
Mir geht es da so wie Dir: ich denke, ich habe mittlerweile die Funktionen und Interaktionen grundsätzlich verstanden, erlebe jedoch klanglich immer wieder Überraschungen. Genau dies macht für mich aber das Besondere an Lyra 8 aus.

Mir gehts auch so. Viele Demos klingen vom Grundsound gleich, aber dann gibt es wieder welche, die mich einfach umhauen. Meine ersten Tage mit der Lyra waren eher enttäuschend, wobei ich das kranke, brutale im Sound sofort geliebt habe. Klangstabil ist sie für mich aber schon - es ist nur etwas frickelig und mega fein von der rasterung her, so dass man mit nur minimalem verdrehen oder gegenkommen an die potis die tonhöhe verstellt. aber das alles gehört ja auch zum konzept. für planbares und schnelles reproduzieren von sounds ist die lyra nicht gedacht - das machen hunderte andere synths schon zu hauf. Der meditative, langsame Charakter gehört für mich zum Spielen der Lyra dazu. Ich habe momentan das Eventide Blackhole Pedal dahinter, was für episch brachiale Klangteppische und Sounds sorgt, die ansonsten wohl nie erzeugen würde oder könnte. Aktuell habe ich manchmal noch das Gefühl, dass einige der vorgegeben Funktionen nicht greifen oder funktionen, aber ich denke, da muss ich einfach nur noch ein paar Geheimnisse der Verschaltung und Möglichkeiten entdecken. Die Anleitung bietet bietet ja gute Erklärungen der einzelnen Bereiche (auch in deutscher Sprache erhältlich) und für jemanden, der bisher nur subtraktiv gearbeitet hat und so langsam (semi-)modulare vorrückt ist das alles noch Neuland. Manchmal sorgt es für Verwirrung (allein dieser riesige Modulmarkt), aber ansonsten total faszinierend :) Ich hatte schnell den Gedanken im Kopf: "Nee, kapier ich nicht - ich schick die Lyra zurück.", aber auf der anderen Seite "will" ich hinter sie kommen und habe daher entschieden sie zu behalten. Das Erlernen und Meistern von Dingen bedeutet halt auch mal Arbeit in etwas hineinzustecken. Was mir zuletzt richtig Spaß gemacht hat ist das höhere Stimmen und festlegen von acht spielbaren Noten, die auch zu zweit und als ganze Akkorde zusammen funktionieren - praktisch eine Art Layout, die dann die Basis für einen Track darstellt. Dazu spielt dann die Mother-32 die eher klassisch edlen Sounds und die Maschine+ sorgt für Drums und FX. Demnäscht werde ich mir "nochmal" den DFAM holen - den vermisse ich mehr als ich es mir damals nach dem Verkauf eingestanden habe. Vielleicht kommt auch noch eine zweite Mother und ein paar Module hinzu. Einen SEM-Filter will ich schon mein Leben lang und hatte mich eigentlich auf den Nyborg eingeschossen - doch den gibts ja nicht mehr neu und gebraucht auch nur selten. Von daher dann vielleicht einfach ein SEM-Filermodul. Die Lyra ist auf jeden Fall ein spannendes, experimentelles Instrument, welches ich aufgrund des wundervoll klingenden analog Dual-Delays und dem, wie ich finde, geilen Distortion, auch preislich angemessen finde. Und man beides ja auch noch für externe Soundquellen benutzen, was die Lyra dann klanglich nochmal flexibler und spieltechnisch interessanter macht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau das Gefühl hatte ich auch. Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut und war dermaßen enttäuscht, als ich das Teil auf der Superbooth angtestet habe. Unmittelbare Enttäuschung. Hat keine 5 sec. gedauert. Ich dachte: "Boah, klingt das kacke." Zero fett und irgendwie billig...
Allerdings finde ich den Sound von Tommi ziemlich geil..
Gut beobachtet.
Nach fünf Sekunden Vergleich mit der Erwartungshaltung (wie immer die aussah) kann die Lyra nur verlieren, klarer Fall. Aber wenn man sich wie Tommi und studio-kiel länger mit der Lyra befasst, dann kriegt man ganz außergewöhnliche Klänge hin, die mit anderen Instrumenten nur schwer nachzubauen sind (besonders das Spielverhalten), die wunderbar mit Effekten interagieren und sich toll mit anderen Instrumenten in ein Arrangement setzen lassen.
Die Lyra macht es einem aber auch nicht ganz leicht: Nach vielen Anäufen und dem kompletten Übersetzen der Anleitung habe ich trotzdem noch eine Weile gebraucht, bis ich gewünschte und wiederholbare Klangereignisse jenseits von "Drücken und am Sharp-Regler drehen" erzeugen konnte. So ähnlich ging es mir übrigens 1985, als ich ohne jede Ahnung von VCO, LFO und VCF etc. im Musikladen stand und versucht habe, den SH-101 zu bezwingen. Irgendwann kam dann etwas Hörbares raus, und kurz danach hab ich ihn gekauft und hab ihn noch.
Übrigens ist die Lyra mit dem Ornament-8 und dem optionalen Aufsatz auch sequenzierbar. Allerdings verhält sich der Ornament (deutsche Anleitung kommt demnächst) zu anderen Sequencern ähnlich wie die Lyra zu anderen Synthesizern oder Pulsar-23 zu anderen Drumcomputern...

Schöne Grüße,
Bert
 
Gut beobachtet.
Nach fünf Sekunden Vergleich mit der Erwartungshaltung (wie immer die aussah) kann die Lyra nur verlieren, klarer Fall. Aber wenn man sich wie Tommi und studio-kiel länger mit der Lyra befasst, dann kriegt man ganz außergewöhnliche Klänge hin, die mit anderen Instrumenten nur schwer nachzubauen sind (besonders das Spielverhalten), die wunderbar mit Effekten interagieren und sich toll mit anderen Instrumenten in ein Arrangement setzen lassen.
Die Lyra macht es einem aber auch nicht ganz leicht: Nach vielen Anäufen und dem kompletten Übersetzen der Anleitung habe ich trotzdem noch eine Weile gebraucht, bis ich gewünschte und wiederholbare Klangereignisse jenseits von "Drücken und am Sharp-Regler drehen" erzeugen konnte. So ähnlich ging es mir übrigens 1985, als ich ohne jede Ahnung von VCO, LFO und VCF etc. im Musikladen stand und versucht habe, den SH-101 zu bezwingen. Irgendwann kam dann etwas Hörbares raus, und kurz danach hab ich ihn gekauft und hab ihn noch.
Übrigens ist die Lyra mit dem Ornament-8 und dem optionalen Aufsatz auch sequenzierbar. Allerdings verhält sich der Ornament (deutsche Anleitung kommt demnächst) zu anderen Sequencern ähnlich wie die Lyra zu anderen Synthesizern oder Pulsar-23 zu anderen Drumcomputern...

Schöne Grüße,
Bert
Ich weiß schon, wie das klingt. "Nach fünf Sekunden will er sich ein Urteil erlauben."
So naiv bin ich nun doch nicht. Es war einfach der erste Eindruck. Und da überzeugt der Grundsound nun mal nicht. Im Übrigen bin ich Fan von dem Gerät und liebäugle schwer damit.
Aber wenn ich mich dann an den dünnen, nichtssagenden Klang erinnere, kostet es schon einiges an Überwindung, das zu ignorieren. Meine Ohren trügen mich selten. Und ich will mich nicht zwingen, etwas gut zu finden. Aber bei Lyra würde ich gerne eine Ausnahme machen. Ich würde sogar gerne nur diesen Synth haben und vielleicht noch den Octatrack. Ich werde also nicht drum herum kommen, das Teil zu ordern. Ich hoffe inständig, dass ich noch mehr rauskitzeln kann, als damals auf der Superbooth. Möglicherweise hatten die auch einfach schlechte Kopfhörer? Das war sowas von ungeil damals... Aber vielleicht, vielleicht... Die Spielbarkeit und der Instrumentcharakter reizen mich sehr. Und wie man hören kann, kann man schon schöne Sachen damit machen. (Auch wenn natürlich mit einem Blackhole selbst ein entfleuchter Darmwind faszinierend wird.. ;-)) Aber Dry?
 
Gut beobachtet.
Nach fünf Sekunden Vergleich mit der Erwartungshaltung (wie immer die aussah) kann die Lyra nur verlieren, klarer Fall. Aber wenn man sich wie Tommi und studio-kiel länger mit der Lyra befasst, dann kriegt man ganz außergewöhnliche Klänge hin, die mit anderen Instrumenten nur schwer nachzubauen sind (besonders das Spielverhalten), die wunderbar mit Effekten interagieren und sich toll mit anderen Instrumenten in ein Arrangement setzen lassen.
Auf meinem neuen Album ist ja auch ein Track, der auf einem Dronessound der Lyra-8 basieret.
Allerdings wurde das Teil durch den Eventide 4000 geschubst, denn ohne zusätzlichen Effekte ist das nicht so prickelns.
Das Konzept ist wirklich klasse.
Was ich mit wünsche würde, wären entweder Potis mit Getriebe wie bei EMS oder Macbeth M3x oder einen zusätzlichen Regler fürs Fine Tuning.
Naja, mein Wünsche wieder ...
 
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Ich baue ja gerade eine Lyra 8 zusammen. Ich bin eher Elektroniklaie, deswegen ohne Gewähr, aber soweit ich verstehe, basieren die 8 Oszillatoren auf zwei 4093 NAND Schmitt Trigger ICs, die je 4 Rechteckspannungen ausgeben. Diese ICs scheinen eine recht hohe Streuung zu haben, was die Kippspannung angeht. Ich zitiere hier mal:

Quelle: https://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/vco.htm

Die Berechnungsformel: Diese Formel in Bild 1 stammt aus dem Datenblatt des CD4093B und ist hier bloss vollständigkeitshalber erwähnt, denn ihre praktische Bedeutung ist von geringem Wert. Warum? Ganz einfach, die Exemplarstreuung der Hysterese-Spannung VH ist recht gross. Alleine bei einer konstanten Temparatur von 25 °C und bei einer Betriebsspannung von +10 VDC beträgt der Maximalwert von VH 4.0 V, der typische Wert 2.2 V und der Minimalwert 1.0 V. Man kann es sich deshalb ganz einfach machen, in dem man anähernd zur erwünschten Frequenz einen etwa geeigneten R- und C-Wert aussucht und die Schaltung testet. Man misst die Frequenz und passt danach mit einfacher Verhältnisrechnung den richtigen R- und/oder C-Wert an. Damit das IC aber austauschbar ist, sollte R aus einer passenden Serieschaltung mit einem Trimmpotmeter und einem Widerstand bestehen. So kann durch Drehen am Trimmpotmeter die Streu-Toleranz leicht kompensiert werden. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie man in einer Situation abschätzen kann, ob sich das (aufwändige) Rechnen lohnt oder eben nicht...

D. h. man müsste für mehr Stimmstabilität ein Trimmpoti mit in die Schaltung aufnehmen und abhängig vom IC die jeweilige Toleranz ausgleichen. Beim Lyra 8 Selbstbaukit sind neben den PCBs zumindest die beiden 4093 IC's dabei. Vlad hat dazu in der Bauanleitung ausgeführt, dass diese (wahrscheinlich aufgrund der Streuung) schon selektiert sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok, dann musste ich mich doch mal im Forum anmelden. Eigentlich bin ich hier nur lesend unterwegs.

Ob da schrottige Chips verbaut sind kann ich nicht sagen. Tunen kann man die Lyra (auch bei mir definitiv weiblich) auf jeden Fall recht ordentlich. Etwas Fingerspitzengefühl und eine gewisse Aufwärmphase vorausgesetzt. Zwar nicht so wirklich auf den Punkt, aber das muss meiner Meinung nach auch nicht sein. Und sobald man anfängt die Oszis miteinander kommunizieren zu lassen spielt das sowieso keine Rolle mehr.

Aber man bekommt zwischen warm, aggressiv, chaotisch, brutal, harmonisch, sphärisch, schön und sehr emotional ein riesiges Klangspektrum geboten. Alles was die Lyra nicht kann muss sie auch nicht können. Das können jede Menge andere Synthis ganz hervorragend. Ich gebe zu, dass ich am Anfang auch etwas gefremdelt habe. Aber dann habe ich die ausgetretenen Pfade einfach verlassen, habe eine neue Tür aufgestoßen und es nicht bereut.

Ich denke, dass ich auch zu denen gehöre, die die Lyra sehr mögen. Das Teil ist so crazy und unmöglich vorherzusagen was passieren wird wenn man die Knöpfchen und Schalter bewegt. Wobei ich mittlerweile nach vielen schönen Stunden zumindest ein paar Verhaltensweisen ganz gut kenne.

Meine Lyra ist weiß. Auch sehr hübsch, aber auch über 15 Minuten etwas langweilig anzuschauen. Deswegen habe ich hier in meinem allerersten Track ein leicht psychedelisches Muster erzeugt. ;-) Viel Spaß beim Hören und Schauen.

Lyra-8 Live mit dem Analog Four als Begleitung.
Schöner Track!
 
Ich baue ja gerade eine Lyra 8 zusammen. Ich bin eher Elektroniklaie, deswegen ohne Gewähr, aber soweit ich verstehe, basieren die 8 Oszillatoren auf zwei 4093 NAND Schmitt Trigger ICs, die je 4 Rechteckspannungen ausgeben. Diese ICs haben scheinen eine recht hohe Streuung zu haben, was die Kippspannung angeht. Ich zitiere hier mal:
wäre da nicht eine qualitativ bessere Alternative zu diesen 30 Cent ICs möglich?
 
Das klingt einigermaßen tonal, aber die vielen Effekte helfen hier. Bei mir ist ein Space dauerhaft dahinter. Der Grundklang ist einfach nicht schön, dh das Spektrum der Oszillatoren ist mir zu schrill. Ich war anfangs sehr von der lyra begeistert, nach einiger Zeit muss ich mir auch eingestehen, dass die Kiste eigentlich immer so klingt wie oben im Video. Das Konzept ist ohne Frage genial.

Der Grundklang und viele geschätzte Kommentare im Forum haben mich auch lange abgeschreckt. Aber jetzt habe ich doch eine gebrauchte Lyra und schicke sie fast immer durch die Filter vom Delta Cep A. Das nimmt das Blecherne des Klangs schon deutlich weg. - Ich bin doch verblüfft, dass Aufnahmen, die man so mitlaufen lässt, eigentlich immer brauchbar sind.

- beaes
 
wäre da nicht eine qualitativ bessere Alternative zu diesen 30 Cent ICs möglich?

Mit Sicherheit. Ich denke aber, diese Entscheidungen bei der Entwicklung der Schaltungen (sieht man auch teilweise an dem unkonventionellen Designs der PCBs) hat viel mit dem Ansatz von Vlad zu tun. Es gibt ja einiges an Bild- und Videomaterial, bei dem er an den Prototypen seiner Geräte arbeitet. Oft erkennt man da nur wilde Freiluftverkabelung von vielen Bauteilen. Ich denke, er entwickelt die Geräte eher experimentell durch stufenweise Erweiterung und per Trail & Error, weniger am Reißbrett bzw. durch Planungssoftware, wie es die großen professionellen Hersteller machen würden. Vom Ansatz her also eher der eines DIY'lers als der eines Ingenieurs. Hierdurch entstehen aber einzigartige, eben unkonventionelle Geräte. Wenn er am Ende einer Entwicklung steht (bzw. einer Schaltung), wird es sicher schwierig sein, am Anfang der Schaltung grundlegende Veränderungen vorzunehmen.

Ich kannte den 4093 IC von meinem BASTL OMSynth (Experementierplatine für Synth Schaltungen). Der IC wird dort im Tutorial für die ersten Oszillatorschaltungen benutzt. Dieser IC scheint mit die einfachste und günstigste Methode für einen Oszillator zu sein und wird daher wahrscheinlich oft DIY Bereich benutzt. Ich glaube, das unterstreicht meine These zu Vlad's Herangehensweise.
 
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Also ich hab die weisse version, und muss sagen: gebaut wie ein russischer panzer, konzept finde ich toll, und zum live- performen super - das ding ist halt sehr schwer... (was ja auch gut ist, ausser man fährt mit dem zug zum live- act.., fällt aber jetzt eh flach ) klanglich hat es finde ich character, jedoch ohne FX fine ichs zu bröselig.. schwierig... wollt es schon veräussern.. ich warte aber noch..filtern ist fast pflicht ;-)
und der soma pulsar wir ja auch hochgelobt- meins ist er nicht... ist halt geschmacksache. zum experimentieren zu teuer- da lob ich mir die machinedrum (oder andere konsorten...). alternative konzepte hut ab, aber der klassischer sequenzer wird nie sterben.
 
Ich verstehe nicht wieso man die Stimmen will. Das ist doch Blödsinn. Das Teil ist für Impronoise Hammer, für alles andere unbrauchbar. :dunno:
 


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