Studio Akustik im Lebensraum - Dinge zweckentfremden... Was!?

siebenachtel

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Wie gesagt, es geht hier um dinge die man zweckentfremdet... und im besten fall wirken sollen... und den lebensraum "verschönern" ;-)
ja, aber man kann aus den gemachten ausführungen recht viel zwischen den zeilen herauslesen ;-)
nämlich das alles was tiefere frequenzen beeinflusst, wo auch die meisten und grössten probleme liegen, ne gewisse bauliche grösse und vor allem dicke haben muss.

und vielen Dank Franceso !


komischerweise kommen diese statements "in dem kontext hier" für mich vielsagender rüber als wie wenns um nen "strikten" "Raumakustik" Thread ginge


denke ich kanns für mich als fazit darauf reduzieren:
Teppiche, (dicke) Vorhänge, und vor allem Bücher oder Plattengestell kann nutzen haben..........Couch und sonstige lümmelsessel wohl auch......
 
Hallo,

ich habe das früher mal semi-beruflich gemacht also mal einen semi-kompetenter Beitrag ;-)

1. Welche Frequenz hat Überhöhungen oder Auslöschungen?

Einfach mal die Lieblings-CD hören mit einem 30Band EQ. Durch Nachregeln am EQ, bis es halbwegs stimmt, bekommt man die Problemfrequenzen raus. Sagen wir mal es sind die 120Hz, die Dröhnen. Unser Raum soll mal 6x5m haben und 2,30 hoch sein.

2. Wellenlänge der Problemfrequenz berechnen.

Lambda=345m/s / 120Hz = ca 3m.

3. Um eine Welle zu brechen, braucht man einen schallharten (undurchlässigen) Gegenstand von etwa der halben Wellenlänge.

Bei uns sind das 150cm. Also ist uns mit einem Sofa oder Ähnlichem geholfen, mit CD-Regalen eher nicht. Aber wohin mit dem Ding?

4. Der Diffusor soll die stehende Welle brechen. Die Welle steht im Raum, wo seine Länge ein vielfaches von Lamda ist.

Aha, unser Raum, war jetzt 6m lang. Das Sofa muss also vor der Stirnwand stehen. Noch etwas herumprobieren und wieder hören - feddich.

Auf diese hemdsärmelig mathematische Weise habe ich einige Menschen wieder froh gemacht.

Viele Grüße
Martin
 
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francesco

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Ergänzung zu meinem Beitrag oben: Sekundärziel der ganzen akustischen Maßnahmen bei mir ist es durch eine möglichst große Freifläche den Raum auch anderweitig nutzen zu können: z.B. Kinoabend mit Beamer und Platz für vier bis fünf Personen, Bastelaktionen die einen sauberen Raum erfordern etc.
 

dbra

Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.
also ich habe mir hier 10cm starkes basotect hinter die boxen gepackt. entgegen allen unkenrufen bringt es auch was im bassbereich. nur halt nicht so viel, aber nicht garnichts wie verkündet. kann man auch auf der Herstellerseite nachlesen. aber 5cm sind wirklich zu wenig. sitzsack in der ecke dürfte was bringen, wegen dem großen Volumen.
 

fanwander

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Ein Flokati dämmt Höhen. Mehr macht er nicht. Resonanzen wird er nicht großartig verhindern.

Bei der Akustikbehandlung von Räumen gibt es zwei Prinzipien:
1.) Schall streuen, damit es keine Resonanzen gibt. Dies ändert aber nichts an der durchschnittlichen Nachhalldauer des Raumes (nur an der Frequnz-Verteilung des Nachhalls).
2.) Schallenergie "vernichten", in dem man die Schallenergie in Bewegungsenergie von Masse umsetzt.
(eigentlich gibts noch als 3tes das Prinzip der Schallenergievernichtung durch Helmholtzresonatoren - aber das ist oft häßlich, und wenns wirklich gut wirken soll auch nicht grade günstig)

Punkt 1 ist das locker befüllte Bücherregal, aber eben nur für die Resonanz-Richtung Bücherwand<->gegenüberliegende Wand. Für Decke<->Boden macht Teppich ein kleines bisschen was, aber nicht viel. Hier hilft eigentlich noch eine (partielle) Schräge an der Decke. Das kann(!) sogar ziemlich gut aussehen.

Für Punkt 2 hilft nur Masse (umgangssprachlich Gewicht). Das wäre das SitzsackInDerEcke-Konzept - nur müsste man den Sack mit Quarz-Sand füllen, damit er wirklich was bringt. Dann brauchst Du aber einen Bagger, um den Sitzsatz im Wohnzimmer zu verschieben. Hier kommt aber nochmal das Bücherregal ins Spiel: Papier ist schwer.


Das akustisch leider unproduktivste ist ein minimalistischer reduzierter Designer-Einrichtungsstil.
 
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Du kannst ihn als Rolle in die Ecke stellen, dann schluckt der auch tiefer ...

Im Endeffekt hilft jegliche nicht feste Masse, ansonsten muss man den Abhörplatz sowieso einmessen. Egal was du versuchst mit Materialien, du verzerrst den Raum. ABeR du senkst die Nachhallzeit ! Wichtig ist dann noch direkte Reflexionen zu vermeiden, auch durch Schallharte Banden möglich
 

Nick Name

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Dieser thread hier ist nur für wohnliche, originelle akustik ideen zuständig! ;-)

Sowas könnte ich mir noch (Von den "professionellen" lösungen.) in einer wohnung vorstellen:
Kosten fast 500,- (4x) oder ist das rausgeschmissenes geld (Klar ein bisschen was bringt jede massnahme)

Könnte man - wenn nicht gebraucht - als raumteiler nutzen...
 

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Ein Flokati dämmt Höhen. Mehr macht er nicht.
:supi:
nur müsste man den Sack mit Quarz-Sand füllen, damit er wirklich was bringt.
Bringt vermutlich nichts.
Der iängenbezogene Strömungswiderstand ist zu gross.;-)

"Längenbezogener Strömungswiderstand r [kN∙s/m4] oder gemäß heutiger Einheit [kPa∙s/m2]
der Kennwert kann vereinfacht als Widerstand gegen die auftreffende bzw. den dämmstoff durchdringende Schallenergie verstanden werden. das bedeutet einerseits, dass ein sehr großer Strömungswiderstand das eindringen der Schallenergie verhindert und andererseits bei einem sehr geringen Widerstand die Schallenergie den Stoff ungehindert durchdringen kann. "

Quelle:https://www.heinze.de/pdfdownload/?pdf=/m2/61/65361/pdf/90/15230890px595x842.pdf

"Ist der längenbezogene Strömungswiderstand hoch, so absorbiert das Material sehr effizient, der Schall kann jedoch nicht tief in das Material eindringen, wodurch es dann für die Absorption tiefer Frequenzen weniger geeignet ist.
Ein niedriger längenbezogener Strömungswiderstand hingegen sorgt dafür, dass der Schall tief in das Material eindringen kann, absorbiert jedoch nicht so effizient, sodass der Schall die Dämmschicht einfach durchdringen kann."

Quelle:https://www.heimkino-praxis.com/poroese-absorber/
 
Dieser thread hier ist nur für wohnliche, originelle akustik ideen zuständig! ;-)
Für den Bassbereich gibt es noch eine wohnliche und wirkungsvolle aber sehr teure/(DIY-aufwändige)Möglichkeit.
VPRs ( Verbundplattenresonatoren )
Damit sollte aber eine möglichst grosse Fläche abdecken.
 

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Was ist mit Tatami Matten als erste massnahme hinter die boxen gestellt...
Die sind relativ schwer und 6cm dick...
Tatami.jpg
 

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Nochmal ne blöde frage:
Es gibt diese bassfallen von Hofa - angeblich auch als boxenständer zu gebrauchen -- bringt das dann überhaupt etwas? (Kann keine bassfallen in die ecken stellen wegen türe/fenstertüre links und rechts)

Ist es gut, wenn ich einen diffusor hinter dem monitor an die wand hänge?

Danke!!!
 

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fanwander

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Ich bin nun wirklich nicht der Spezialist in diesen Dingen, aber offengestanden macht das alles doch gar keinen Sinn, wenn Du nicht messtechnisch überprüft hast, was in Deinem Raum bzw an Deiner Abhörposition eigentlich passiert, bzw ob da überhaupt was falsch ist. Bevor Du das nicht gemacht hast, können wir genauso spekulieren, dass Dein Dein Raum wunderbar sein könnte und nurDeine Hörerwartung falsch ist.
Da gehört erst ein Messung hin, und dann kann man Überlegungen zu ggf nötigen Korrekturmaßnahmen anstellen. Irgendjemand hat hier mal ein Kit vorgestellt, das ein Messmikro und Software umfasste und ca 70 Euro kostete. Die Software spuckte dann Frequenzgang und Wasserfalldiagramm aus. Mit dem Ergebnis kann man dann deutlich mehr sagen. Und auch dann bräuchten wir für so eine remote-Beratung einen einigermaßen aufschlussreichen Raumplan, und möglichst umfassende Bilder.
 

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Ich glaube du verstehst unter "kreative ideen" was anderes als ich - Im titel steht auch "zweckentfremdete dinge".
Das kann ich hier nicht erkennen ;-)

Daher halte ich auch eine "fachliche beratung" für nicht zielführend und wenig spassig... (Die gehört dann in den thread für professionelle lösungen für raumakustik)- das ergebnis kann ich ja in allen profi-studios (Und die, die welche sein möchten) recherchieren.
 

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hände zur muschelform, arme in 90° stellung und dann die fingerspitzen hinter die ohren bringen. spart tausende euro für raumoptimierung, lässt reflektionen abblitzen und du hörst 99% lautsprecher und nicht den raum ;-) auch top im heimkino, wenn die couch an der wand steht und sich stehende basswellen bilden!
Hahaha - ich könnte mir ja ne kopfhalterung für künstliche ohrmuscheln basteln - und könnte dann dabei auch noch "schrauben/arbeiten".
Bisher ide beste und originellste idee - leider von mir auch erst überlesen... ;-)
 
Ich glaube du verstehst unter "kreative ideen" was anderes als ich - Im titel steht auch "zweckentfremdete dinge".
Das kann ich hier nicht erkennen ;-)

Daher halte ich auch eine "fachliche beratung" für nicht zielführend und wenig spassig... (Die gehört dann in den thread für professionelle lösungen für raumakustik)- das ergebnis kann ich ja in allen profi-studios (Und die, die welche sein möchten) recherchieren.
Meine Antwort hatte sich auf dein Posting mit dem Hofa Schrott bezogen ;-) .. weiß nicht wie kreativ und Zweckentfremdet das ist,..
Und wenn Rockwool nicht zweckentfremdet ist, weiß ich es auch nicht.

Im Endeffekt kannst Du jetzt Matratzen, Möbel und alles was nicht schallhart sondern porös ist aufzählen

Aber bitte kein Hofa „ ich zieh Dir das Geld aus der Tasche „ System.
 
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borg029un03

Elektronisiert
Nochmal ne blöde frage:
Es gibt diese bassfallen von Hofa - angeblich auch als boxenständer zu gebrauchen -- bringt das dann überhaupt etwas? (Kann keine bassfallen in die ecken stellen wegen türe/fenstertüre links und rechts)

Ist es gut, wenn ich einen diffusor hinter dem monitor an die wand hänge?

Danke!!!
Bassfallen mitten im Raum bringen wenig bis gar nix. Diffusor sollten hinter dem Hörer sein, hinter den Boxen bringen Absorber mehr, bzw. am Erstreflexionspunkt.
 

Nick Name

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Was ist wenn ich mir für 65,- euro zwei fette boxen in die ecken stelle - als bassfalle: Das müsste doch einen effekt haben!?

$_57.JPG
 


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