Studio einrichten

Dieses Thema im Forum "Studio" wurde erstellt von Dubhead, 25. April 2013.

  1. Dubhead

    Dubhead Tach

    Hallo Zusammen,

    Hab da mal ne Frage an Euch. Ich bin gerade ernsthaft dabei mir ein kleines Studio zuhause einzurichten.
    Ich arbeite jetzt schon eine weile mit FL Studio und hab mich damit auch sehr angefreundet. hab mir auch dann auch mal nen Microkorg zugelegt den ich aber hauptsächlich als Masterkeyboard für meine VST`s in FL Studio benutze. Somit ist einspielen und arrangieren kein problem aber das abmischen, so wie ich es mir vorstelle, meines Sounds ist in FL nur schwer möglich. ich mache Reggae und orientiere mich beim abmischen stark an der traditionellen Art und Weise des Jamaikanischen Roots Reggae sprich Dub. das heisst Ich lege im Mixer alle Instrumente auf jeweils eine einzelne spur, Drums splitte ich in Bassdrum Snare Hihats Perc usw. . am mixer werden die einzelnen Spuren, insbesonders Drums, Piano und Melodien dann mit Effekten wie Reverb Delay Phaser etc versehen. Nun habe ich zwar shon Einfluss auf das ein-und ausschalten der einzelnen Spuren und versenden in die effekte, aber halt nur bedingt. das ganze macht in FL Studio zudem nur wenig spass und überhaupt das ganze Mausgeklicke am PC ist mir mit der zeit nur noch stressig.
    Daher habe ich mich jetzt entschieden auf Hardware umzusteigen.
    Mittlerweile habe ich mir einen Arturia Minibrute und eine Elektron Machinedrum zugelegt :phat: .
    Meine Soundkarte am PC hat nur 2mal LineIn und 1 mal MIDI in/out.
    Zurzeit habe ich den MiniBrute und die Machinedrum auf den Line In eingängen. Für den Microkorg fehlt ein weiterer Eingang.
    Der Minibrute wird über USB mit Midinoten versorgt. den Microkorg nutze ich wiegesagt über MIDI In/out als Masterkeyboard. zusätzlich synchronisiert der Microkorg über MIDI Thru die Machinedrum (mehr oder weniger).
    Nun möchte ich mir einen 16 Spur Mixer und ein MIDI Interface holen. Die Effekte kommen dann später noch dazu.
    Den Mixer will ich wiegesagt dafür nutzen um meine Spuren ein- und auszuschalten und mit effekten zu versehen. sogesehen als freies kreatives Instrument für den finalen Mixdown......
    Ich denke mal den minibrute die Machinedrum und den Microkorg am Mixer anzuschliessen ist kein Problem aber (und nun zu meiner frage) wie bekomme ich meine Spuren aus FL STudio auf dem Mixer???
    FL Studio ist ja der Hauptsequencer/Master der meine ganzen vst`s und denn Minibrute anspielt und die Machinedrum synct.
    Brauche ich da ne bestimmte Soundkarte??? auf was muss ich achten beim mixer auch wenn ich später Effekte anschliessen möchte???
    Hab mir mal den Mixer ZED-24 von Allen & Heath angeschaut . Kann mir jemand sagen ob das teil für meine zwecke brauchbar ist???
     
  2. mink99

    mink99 bin angekommen

    Fast jeder Mixer hat einen Tape in, an den schliesst du die Ausgänge der Soundkarte an.

    Fast jeder Mixer hat zwei Stereo Ausgänge . Main und c/r . Du musst jetzt einen Mixer finden, bei dem der Tape Eingang nicht am c/r oder Main anliegt. Also an einem nur , Main oder c/r . Kann man meist schalten.

    Dann schliesst du den Eingang der soundkarte an dem Ausgang des Mixers an, an dem Tape in nicht wiedergegeben wird, und die abhörlautsprecher an dem, wo Tape mitläuft.

    So hörst du Soundkarte und live Instrumente, nimmst aber nur. Live Instrumente auf ..... Ich hoffe war nicht zu kompliziert.

    Da du keine neue Soundkarte brauchst, kaufst du dir für das gesparte Geld ein Fettes Delay...
     
  3. Dubhead

    Dubhead Tach

    Nein das ganze soll ja nacher schon alles zusammen aufgenommen werden. Wie und Wo die Aufnahme nacher stattfindet weiss ich noch nicht, hab ich mich jetzt noch nicht mit beschäftigt.....
     
  4. darsho

    darsho verkanntes Genie

    soll das alles gleichzeitig live aufgenommen werden (Einzelspuren natürlich), oder jede Spur nacheinander einzeln ?
     
  5. Dubhead

    Dubhead Tach

    ja alles gleichzeitig. Der fertig arrangierte song steht ja schon im FL . Die spuren sollen alle gleichzeitig laufen und durch das muten am mixer erst hörbar bzw unhörbar gemacht werden.
     
  6. Dubhead

    Dubhead Tach

    hab mir das ganze ungfähr so vorgestellt

     
  7. mink99

    mink99 bin angekommen

    Was der kollege in dem video macht, ist, dass er alle Spuren bereits "trocken" aufgenommen hat, und dann jede einzeln in das Mischpult routet, dort mit Effekten und , mutings und fadern wieder anreichert und das ganze dann auf (wahrscheinlich zwei) Spuren wieder zusammenmischt, die er natürlich in dem gleichen Programm wieder aufnehmen kann, mir der er auch die einzelspuren abspielt.

    Der workflow sind also zwei Schritte , erst das aufnehmen der einzelnen Spuren, einschliesslich der Hardware Synthesizer, und dann der downmix all dieser Spuren auf zwei( das ist was man im Video sieht) . Die Effekte , insbesondere die Delays sind dabei Hardware, in die aux und sends des Mixers integriert, nix mit Plugins u d werden erst im zweiten Schritt , dem downmix daraufgestellt .

    Ist es das was du dir vorstellst ?
     
  8. Dubhead

    Dubhead Tach

    Ja ganz genau !!! wie das alles abläuft weiss ich noch nicht deshalb meine frage............
    von den ganzen plugin Effekten halte ich nicht viel.
    ich will mir n analoges springreverb und ein fettes Delay zulegen.
    aber erstmal brauch ich nen mischer um alles aufnehmen zu können......??
     
  9. mink99

    mink99 bin angekommen

    Antwort morgen

    gute nacht
     
  10. darsho

    darsho verkanntes Genie

    Um wieviele Spuren (Stereo oder Mono) handelt es sich denn jeweils bei so einem Song, die aus der DAW rauskommen und wieviele kommen noch dazu an externen Geräten/Hardware ?
     
  11. Zum reinen Aufnehmen brauchst Du vor allem erstmal ein Audiointerface mit genug Eingängen, nicht unbedingt ein Mischpult. Das Mischen der Eingänge erledigst Du dann ja im Rechner. Focusrite hat da etliche sehr gute Interfaces, zB das Scarlett 18i6.

    Oben schreibst Du aber, daß Du vom Rechner wegwillst. Da gibt's ja passende Lösungen, also Mehrspurrecorder mit Mischpult drin, zB von Zoom: R16 bzw auch R24 wären da zu nennen. Gibt's auch in größer, wie zB Tascam DP-Serie, kostet aber dann auch etliches mehr. Bei dem Zooms kannst direkt auf die SD-Karte aufnehmen und die Sachen dann im Rechner weiterverarbeiten.

    Sowas gabs früher schon mit Cassetten (berühmt: Tascam Portastudio) und dann Vollelektronisch, zB Roland VS-Serie. Nennt sich heute "Mehrspur- Kompaktstudio" und wird vor allem gerne mobil eingesetzt. Korg hatte ebenfalls mal sowas im Programm.

    Zum Thema Recording-Mischpult gibt's hier etliche Themen, da lohnt sich die Forensuche und ergibt reichlich Lesestoff.
     
  12. Dubhead

    Dubhead Tach

    ich denke das ich mit 16 spuren ganz gut klar komme. Die machinedrum spuckt 6 spuren aus . der minibrute und der microkorg jeweils eine. die restlichen kanäle sollen aus der DAW kommen. das heisst ich brauch mindestens acht kanäle aus der DAW wobei der eine oder andere schon stereo sein sollte.

    Kann ich mir den kauf eines audiointerfaces nicht sparen wenn ich doch sowieso n mischpult haben möchte? zur aufnahme?
     
  13. Dubhead

    Dubhead Tach

    Ganz weg vom rechner will ich nicht . die DAW bzw. FL Studio soll ja der Hauptsequencer/Master sein der meine ganzen vst`s und denn Minibrute anspielt und die Machinedrum synct.
     
  14. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    Hast du mal was zum anhören? Ich kann mir gerade absolut nicht vorstellen, wie man mit Machinedrum und Minibrute Roots Reggae macht, könnte mir aber vorstellen, dass das einen sehr innovativen Sound ergibt :supi:

    Bei uns is "Roots Reggae" das Schlagwort für traditionellen Reggae mit Schlagzeug, Bass, Gitarre, Orgel, Gesang und Ganja und mit weisen Wurzeln kaum authentisch spielbar.
     
  15. Wie willst Du denn ohne Audiointerface aufnehmen? Das ist schon Grundbestandteil. Du schriebst was von einer Soundkarte, das ist zwar auch ein Audiointerface, aber eben meist für Spiele gedacht und die üblichen Töne, aber nicht für richtiges Aufnhemen. Von der Brauchbarkeit der MIDI-Schnittstelle will ich garnicht erst anfangen.

    Deine Geräte sind alles Line-Signale. Da ist ein Mischpult eher unnötige Geldausgabe, denn da sind ja Eingänge für alle möglichen Signale dran, die Du hier garnicht brauchst, zB Mikrofone.

    Der zentrale Punkt ist das Audiointerface, eins mit möglichst vielen Kanälen. Da kommen alle externen Instrumente dran und für den Fall der Fälle hat es da auch noch einen Eingang für Mikrofon und/oder Gitarre bzw. Baß. Gemischt wird im Rechner, in der DAW. Mit einem solchen Interface kannst Du den in FL fertigen Song dann in einem Rutsch aufnehmen und mußt nicht mühsam Spur für Spur arbeiten. Kann man auch machen, empfiehlt sich aber nicht.

    Ein passendes Interface wäre zB das Scarlett 18i6 von Focusrite:

    http://www.amazona.de/test-focusrite-sc ... interface/

    Dazu dann noch den Behringer ADA8000 für weitere 8 Eingänge (der muß als Master eingestellt sein, siehe Text im Link) und Du hast erstmal kanaltechnisch ausgesorgt, kannst leider auch nimmer erweitern.

    Hat Dein Rechner FireWire, könntest Du nach einem gebrauchten Focusrite Saffire Pro40 schauen. Das gibt's jetzt neuerdings auch als USB und nennt sich Scarlett 18i20, ist aber offenbar noch nicht im Verkauf. Es wurde allerdings als Classcompliant-Interface ausgeführt, geht also ohne Extratreiber, damit es auch am iPad läuft. Da muß dann am PC unbedingt Asio4all dazu.

    Alternativ dazu wäre MOTU zu nennen. 828MKII USB gebraucht für ca. 300€ und ebenfalls ein ADA8000. Oder das kleinere Ultralite. MKII ist FireWire, MKIII ebenfalls, MKIII Hybrid hat FireWire und USB. Das aktuelle Große heißt 828MKIII Hybrid und hat im Gegensatz zum IIer einen weiteren ADAT-Port, sodaß man hier mittels eines weiteren ADA8000 (oder dem Nachfolger 8200) nochmal 8 Kanäle drandocken kann. Nachteil der MOTUs: die Mix-Software CueMix ist rein Standalone, läßt sich also nicht in die DAW integrieren, Focusrite MixControl dagegen sehr wohl. Dafür gehen die MOTUs auch am Gerät selbst als Linemixer zu bedienen.

    Bei dem Neupreis für ein 828MKIII Hybrid (gibt's sicher auch gebraucht) kommt man allerdings schon in Regionen des neuen X32 Core bzw. Rack von Behringer, welches demnächst auf dem Markt erscheint. Das ist dann nicht nur ein Audiointerface, sondern gleich ein kompletter 32kanal Digitalmischer. Das große X32 mit identischer Technik ist ja schon auf dem Markt und hat da ziemlich eingeschlagen. Die Steuersoftware ist inzwischen für alle Plattformen verfügbar: Windows, Mac, Linux, iOS. Android folgt.

    In dieser Preisklasse liegen aber auch die sehr guten Interfaces von RME.
     
  16. drop it

    drop it Tach

  17. Dubhead

    Dubhead Tach

    Ja Danke . das werde ich mir nal genauer ansehen .

    Aufjedenfall muss ich mir ein audio interface zulegen. steig da aber noch nicht ganz durch. angaben wie "symmetrische und unsymmetrisch Anschlüsse" oder wie "ADAT" oder S/PDIF" oder der unterschied zwischen Firewire und USB sorgen bei mir derzeit noch für verwirrung......
    Ein Digitales Mischpult kommt für mich nicht in Frage. Möchte schon wie oben im video zu sehen ist an einem analogen mischpult mit Outboard Effekten arbeiten.

    Muss ich beim Interface nur darauf achten das es genug analoge Ausgänge besitzt um die spuren aus FL Studio zum Mischer zu senden???




    Ja klar richtiger Roots Reggae geht damit nicht aber hör die doch mal die ganzen King jammy sachen an. Der berühmte SlengTeng-Riddim wurde mit nem Casio Mt-40 gemacht. oder Steely & Clevie zb. Die haben ne Oberheim Drummachine nen YamahaCS01 und nen DX100 benutzt.........und damit ne ganze Ära bestritten........
     
  18. Wenn Du wirklich mit Mischpult arbeiten willst, dann schau mal in den Thread "Arbeitsweisen mit Mischpult". Dort hat Florian Anwander seine Arbeitsweise beschreiben, die etwas für Dich sein könnte.

    Das mit den Schnittstellen ist eigentlich nicht schwer: Schau nach, was Dein Rechner hat. Wenn FireWire dran ist, dann kannst auch ein Interface mit FireWire nehmen (auch IEEE 1394 genannt), ansonsten halt USB, das geht immer.

    Bei einem großen PC, also kein Laptop, wäre auch eine interne Steckkarte denkbar. Die sind um einiges günstiger als externe Lösungen, gehen halt nicht an einem Laptop, wenn das mal Option sein soll.

    Bei den Steckkarten gibt's so Klassiker wie die M-Audio Delta 1010, aber auch Andere.

    Die ganzen Begriffe lassen sich gut googlen oder einfach in einem Recording-Tutorial nachlesen. Gehört zum Grundlagenwissen, und das sollte man schon haben, damit man weiß was man tut. Recording-Tutorials gibt's zB hier:

    http://www.delamar.de/tutorials/homerecording/

    Man kann sich auch passende Bücher kaufen, das Jungvolk guckt aber heutzutage lieber Videos :) (und da gibt's auch einiges, leider auch viel Müll).

    Wichtig dabei: sich Zeit nehmen, sonst bleibt von den ganzen Informationen nichts hängen, wenn man sich zu sehr unter Erfolgsdruck setzt. Das Meiste kommt eh nach und nach.
     
  19. mink99

    mink99 bin angekommen

    Ich glaub, dir sind hier ein paar Dinge durcheinandergeraten.

    Im Video , was du verlinkt hast, siehst du , was ein Produzent / tontechnikers macht. Stell dir vor, dort Stände kein Computer sondern ein Tonband mit 8 oder 16 Spuren , die der Kollege dort über das Mischpult bearbeitet. Dort spielt kein Instrument, kein midi, nix, da sind nur Tonband, ein grosses Mischpult und tonnenweise Effekte.
    Wenn du diese Arbeit , die der Produzent dort macht, machen möchtest, braucht es eine bestimmte Ausstattung an Hardware , Mischpult und Peripherie.

    Was hier gezeigt wurde, ist allerdings der zweite Schritt. Der erste ist zunächst einmal die Bänder des Tonbands mit Zeug zu füllen. Das ist jetzt, wo du mit looney froops, midi und deinen Geräten arbeitest. Hierfür ist es noch nicht einmal notwendig, alles auf einmal aufzunehmen. Du kannst auch deine Hardware Geräte mehrfach nutzen. Irgendwann wirst du im looney froops genug Spuren zusammen haben, das du sagen kannst, ist genug. Bis dann bist du Musiker, danach Produzent.
    Wenn du diese Arbeit machst, als Musiker , braucht es eine andere Ausstattung .

    Als alter Bill laswell Fan möchte ich allerdings anmerken, dass dub viel stärker improvisiert ist, als du das in dem Video siehst. Häufig werden solche Sachen komplett live eingespielt. Jeder Musiker hat seine eigenen Effekte und diese werden direkt mit aufgenommen. Der mixdown ist dann nur noch das zusammenmischen bezüglich der lautstärken .

    Natürlich ist es als Einzelkämpfer schwer, komplett live einzuspielen , bei dub nahezu unmöglich. Aber Denk hier auch mal nach, inwieweit du eher Musiker oder Produzent bist.
     
  20. Thx2

    Thx2 Tach

    Zur frage:
    Du brauchst ein Audiointerface das ASIO Treiber supportet. Wenn es dir nicht zuteuer ist wäre z.b. das Motu 24 I/O, sinnvoll wäre in dem Fall auch gleich ein 24 Channel Mixer wie z.b. das Mackie 24.8 Bus
    naja zumindest meinermeinung nach.

    Das Routing Läuft in FL über den Mixer.
    Du weißt einfach deiner Audiospur einem Mixer Channel zu und dann steht rechts oben IN und rechts unten OUT,
    da wählst du dann einfach in deinem Fall unter OUT unten den Ausgang des Interfaces an wo das signal rauskommen soll...

    Ich arbeite selbst mit FL Studio und bin BEGEISTERT davon, wo genau stößt du den an deine grenzen oder willst du einfach nur Hardware haben ?
     

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