@tim: Ich finde, das überspannt den Bogen etwas. Dass
Moog mit dem Namen allein schon Kasse macht, sehe ich genauso.
Aber die Firma Moog ist einfach nicht sooo riesig, monopolbildend und weltumspannend, dass die Gefahr bestünde, dass die Welt nun von - Bob bewahre! - schlechten Synthesizern überschwemmt wird und die User völlig remote-controlled das Zeug kaufen und beim Anschalt-Knackser schon in Freudentränen ausbrechen, weil Moog draufsteht. Ein Körnchen Wahrheit steckt in jeder Übertreibung, sicher - aber:
Die Instrumente sind einfach zu teuer, um massentauglich zu sein. Demzufolge geraten sie viel eher an Käufer, die ihre Kohle schon etwas überlegter ausgeben, erfahrener sind und kritischere Ohren haben. Gerade
wegen des großen Namens MOOG. Und guck dir die Verarbeitung, das Konzept und Design von Voyager, Moogerfooger und co. an - ich finde, da gibt es absolut nichts auszusetzen, im Gegenteil.
Meine Meinung ist, Moog kann es sich schlichtweg nicht leisten, minderwertige Instrumente zu produzieren. Auf der Firma lastet auch ein gehöriger Druck - wegen dem Namen und der Erwartungshaltung, die bei den Käufern existiert. Deswegen finde ich Ansätze wie "kleine Stückzahl und Teilzahlung als Vorauskasse" beim Taurus schon nachvollziehbar. Es ist ein Nischenprodukt.
Ich kann nichts zur aktuellen Moog-Firmenpolitik sagen, aber die ganze Aufregung finde ich doch etwas überzogen.
Die Moog-Klampfe lasse ich hier mal außen vor, das ist mir auch ein Rätsel... ich habe mit vielen Gitarristen über das Ding gesprochen, und die einhellige Meinung war "nee, Du, lass mal - für die Kohle lass ich mir lieber meine Traum-Paula schnitzen". Ich gebe hier kpr völlig Recht - lass die doch machen...
(wirklich warm geworden bin ich übrigens mit dem Klang des Voyager bis heute nicht, obwohl ich schon den festen Vorsatz hatte, einen zu kaufen...)