Was nervt euch in der Welt der Synthesizer

Summa
Summa
hate is always foolish…and love, is always wise...
Dann ist es so, dass - wenn wir jetzt gerade mal beim Beispiel mit den 64 Steps bleiben - die 64 Steps wahrscheinlich 80%-90% der Kundschaft ausreichen, wenn nun also die restlichen 10-20% das Geraet deshalb nicht kaufen, bekommt der Hersteller das wahrscheinlich noch nichtmal mit. Und selbst wenn, sieht er sich vielleicht noch nichtmal dazu gezwungen, etwas zu aendern, weil 64 Steps ja den meisten Anwendern reichen. Dann kommt noch dazu, dass es oft auch sehr kleine Hersteller gibt, die nur sehr kleine Stueckzahlen machen; deren Produkte nicht zu kaufen kann sogar kontraproduktiv sein und dafuer sorgen, dass die verbesserte Version gar nie erscheint.

Mir hat man damals auf der Messe am Roland Stand gesagt, als ich nach 'ner kleinen Änderung am Fantom X Editor gefragt hab', die PCMs nicht nur auswählen sondern per Tastendruck/Pfeil etc. durchsteppen zu können: "Wir geben das an den Mutterkonzern weiter, aber die Hoffnung stirbt zuletzt."
Zum Glück steht der Fantom XR bei mir nicht weit vom PC entfernt, ich wechsle beim editieren (als Workaround) das PCM einfach direkt am Gerät und wähle das Ergebnis dann einfach nochmal Editor. Das Gute am Editor ist, dass er auch noch unter Windows 10 problemlos funktioniert ;-)
Beim Aira TR-8 hat Roland - zumindest macht es für mich als Außenstehenden den Eindruck - die Änderungswünsche einfach in die TR8-S einließen lassen.

Zumindest bei größeren Firmen würde ich nicht darauf hoffen dass Änderungen für 10-20% der User gemacht werden, bei kleinen Firmen kannst du Glück haben, wenn viel Herzblut in den Geräten steckt und sie deine Idee interessant finden.
Mit etwas Glück findet jemand einen Weg die Firmware des Geräts zu hacken und veröffentlicht 'ne verbesserte Version, wie das afaik bei MPCs oder den Volcas passiert ist.
Auf ein Operator Copy beim Reface DX hoffe ich auch schon nicht mehr ;-)
 
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S
Sebastian R.
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Zur TS-Frage, mich nervt immer wieder,
dass wenn ich neues Gear kaufe, auf Nachteile der neuen Errungenschaft stoße,
welche nirgends thematisiert wurden, oder jemand anderes diese zuvor entdeckt hat.
 
Knastkaffee_309
Knastkaffee_309
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Unvollständigkeit

- Wieso hat der Waldorf Blofeld nur Midi-In?
- Wieso hat das Clarett 4 pre keinen ADAT Out?
- Wieso sind die Stecker vom Behringer 2600 nicht mitm Gehäuse verschraubt?
- Wieso ist das Kabel vom DT 880 pro nicht austauschbar?
- Wieso läuft das Ti Plugin vom Virus zu bescheiden?
 
G
GDU
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Ad3) Weils billiger ist, wie es ist.
Ad5) weil der Support von Access für den Virus unter aller Sau ist, schlicht eine Frechheit (für einen synth, der noch verkauft wird).
 
Raumwelle
Raumwelle
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Es gibt eigentlich seit Jahren immer dasselbe nur anders verpackt wirkliche Neuerungen kommen selten.... wie firmen wie Korg und Co die Unterstützung von Software nicht pflegen... nachdem das Produkt auf den Markt ist.
 
Doc Orange
Doc Orange
Cybernetics
Es gibt eigentlich seit Jahren immer dasselbe nur anders verpackt wirkliche Neuerungen kommen selten.... wie firmen wie Korg und Co die Unterstützung von Software nicht pflegen... nachdem das Produkt auf den Markt ist.
Tun sie durchaus. Immer wenn neue Betriebssystem rauskommen fangen die gefühlt von vorne an, wieder alles auf Kompatibilität zu prüfen und upzudaten. Sie machen keine Featureupdates, das ist wohl so. Aber ich glaube, das ist so eine Musikinstrumentproduktdenke. Wenn Du Dir ein Keyboard kaufst, dann ist das das Produkt, so wie es ist, als Du es gekauft hast. Wie eine Geige oder eine Orgel. Die sind auch nicht dafür vorgesehen irgendwelche anderen Features mit der Zeit dazu zu kriegen.
 
AcidDiver
AcidDiver
Maximalminimalist
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Ad5) weil der Support von Access für den Virus unter aller Sau ist, schlicht eine Frechheit (für einen synth, der noch verkauft wird).
Das war schon von Anfang an so....
bitte fragt nicht, wie lange & wieviele Telefonate ein Service direkt nach der Markteinführung dauerte

#i'mnottheonlyone
 
2bit
2bit
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Nicht Exklusiv auf Synths bezogen, aber trotzdem:
Weichmacher im Kunststoff.
Jeder Hersteller von diesem Teufelszeug sollte dazu verdonnert werden, diese klebrige Kacke kostenfrei zurückzunehmen und umzutauschen.

Hallo EU, wie wäre es mal mit ner Richtlinie? Diesen Lifestyle-Wohlfühlschwachsinn braucht nun wirklich echt niemand.
 
Miks
Miks
Ich kann auch bald nich mehr...
Nicht Exklusiv auf Synths bezogen, aber trotzdem:
Weichmacher im Kunststoff.
Jeder Hersteller von diesem Teufelszeug sollte dazu verdonnert werden, diese klebrige Kacke kostenfrei zurückzunehmen und umzutauschen.

Hallo EU, wie wäre es mal mit ner Richtlinie? Diesen Lifestyle-Wohlfühlschwachsinn braucht nun wirklich echt niemand.
👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍
 
s12010064
s12010064
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Am besten ist es wenn man mit Allem aufhört und sein Equipment auf ebayKleinanzeigen verhökert.
 
Raumwelle
Raumwelle
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Tun sie durchaus. Immer wenn neue Betriebssystem rauskommen fangen die gefühlt von vorne an, wieder alles auf Kompatibilität zu prüfen und upzudaten. Sie machen keine Featureupdates, das ist wohl so. Aber ich glaube, das ist so eine Musikinstrumentproduktdenke. Wenn Du Dir ein Keyboard kaufst, dann ist das das Produkt, so wie es ist, als Du es gekauft hast. Wie eine Geige oder eine Orgel. Die sind auch nicht dafür vorgesehen irgendwelche anderen Features mit der Zeit dazu zu kriegen.

beim Korg micro-x war das z. B. so....
als 64bit immer beliebter wurde haben sie sich geweigert den Editor in 64Bit anzubieten, da 32Bit reichen würde.... heute kann man den Editor nicht mehr nutzen als vsti Instanz da nun mal 32Bit nicht mehr läuft in einer 64Bit Umgebung bei den DAW´s

ich rede hier von einer Funktion, die als das super Feature verkauft wurde.
 
Doc Orange
Doc Orange
Cybernetics
beim Korg micro-x war das z. B. so....
als 64bit immer beliebter wurde haben sie sich geweigert den Editor in 64Bit anzubieten, da 32Bit reichen würde.... heute kann man den Editor nicht mehr nutzen als vsti Instanz da nun mal 32Bit nicht mehr läuft in einer 64Bit Umgebung bei den DAW´s

ich rede hier von einer Funktion, die als das super Feature verkauft wurde.
Ja, das ist ärgerlich. Vermutlich hat Korg nicht so hohe Stückzahlen von dem Gerät verkauft und es ist ja auch schon 15 Jahre alt. Aber selbst ein analoges Instrument verschleißt. Das ist leider Softwareerosion. Das betrifft leider nicht nur Korg. Wenn der Synth wenigstens weiter fumktioniert, dann ist es wenigstens nur halb so schlimm.

Edit: die Frage ist auch, wie oft hast Du den Editor wirklich benutzt? Wie groß ist der Verlust?
 
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Raumwelle
Raumwelle
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Ja, das ist ärgerlich. Vermutlich hat Korg nicht so hohe Stückzahlen von dem Gerät verkauft und es ist ja auch schon 15 Jahre alt. Aber selbst ein analoges Instrument verschleißt. Das ist leider Softwareerosion. Das betrifft leider nicht nur Korg. Wenn der Synth wenigstens weiter fumktioniert, dann ist es wenigstens nur halb so schlimm.

Edit: die Frage ist auch, wie oft hast Du den Editor wirklich benutzt? Wie groß ist der Verlust?
klar geht, das gerät noch und macht mir auch Freude da das kleine Ding viel Power hat. auch der nicht vsti Editor funktioniert in seiner 32 Bit Version noch immer super nur halt nicht in der DAW und das war damals eben das praktische man musste nicht die DAW schlissen, um mittel Editor etwas zu verändern.
 
Kevinside
Kevinside
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Um 32 bit Plugins in 64 Bit DAWs nutzen können, ist 32Lives meine erste Wahl...Leider nur für MacOS erhältlich...
 
MoogelPackung
MoogelPackung
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Es schiessen staendig neue Geraete aus dem Boden, aber irgendwie hat man oft das Gefuehl, dass das irgendwie halbgare Sachen sind, die kurze Zeit drauf wieder abgeloest werden von anderen Geraeten usw.

Das nervt mich auch am Meisten.

Was mich in diesem Zusammenhang allerdings mindestens mal genauso nervt, das ist das Fanboy-Verhalten nahezu aller gängigen Reviewer und Tester.
Völlig offensichtliche Fehler, Instabilitäten und Unzulänglichkeiten werden komplett verschwiegen oder in "Reviews" elegant umschifft oder rausgeschnitten.
Und als Käufer ist man voll gearscht, wenn Einem die Probleme nicht binnen der Rückgabefrist auffallen, weil Alle so tun, als sei überteuerter aber nur bedingt brauchbarer Elektroschrott komplett "state of the art" und man sei nur ein bisschen pingelig, wenn man sich nicht dauerhaft damit abfinden will.

Was mich auch so ein bisschen stört sind Fälle, bei denen die Entwickler aus unverständlichen Gründen Potential der Geräte verschenkt haben, weil sie vorhandene Funktionen oder bestimmte sinnvolle Kombinationen nicht im UI verfügbar machen.
 
  • Daumen hoch
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Knastkaffee_309
Knastkaffee_309
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Gute Geräte sind auch weiterhin teuer.

Aber auch selbst Schuld wer nur billig kauft, weil er alles haben will
 
Quadron
Quadron
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Das schlimmste finde ich die Produktdifferenzierung aus Marketing-Gründen. Wünschenswert wäre doch einem Produkt alle zum Zeitpunkt der Entwircklung technisch machbaren Features zu spendieren und dann noch ein oder zwei Abstufungen wegen deutlich aufwändigerer Produktion der Hardware zu machen (z.B. doppelt so viel Stimmen im analogen Synthie = deutlich höhere Produktionskosten bzw. mehr oder weniger PCBs). Stattdessen werden vor allem Software-Features von der Marketingabteilung fast willkürlich über eine wirre Produktpalette verteilt oder zurückgehalten, damit man diese mit minimalen Entwicklungsaufwand dem nächsten Gerät spendieren kann oder den Kunden zum Mehrfachkauf ähnlicher Geräte treibt...
 
Doc Orange
Doc Orange
Cybernetics
Das schlimmste finde ich die Produktdifferenzierung aus Marketing-Gründen. (...) vor allem Software-Features von der Marketingabteilung fast willkürlich über eine wirre Produktpalette verteilt oder zurückgehalten, damit man diese mit minimalen Entwicklungsaufwand dem nächsten Gerät spendieren kann oder den Kunden zum Mehrfachkauf ähnlicher Geräte treibt...
Das ist tatsächlich ein Problemn, bzw. eine Herausforderung. Mit Software auf billiger Hardware (Raspberry z.B.) geht nämlich alles. Darum kann es nur darum gehen, die Interaktion und Schnittstellen zwischen dem Benutzer und der Software zu gestalten und damit die Möglichkeiten einzuschränken, um Produkte zu differenzieren. Und so auf dem Weg eine Vorstellung davon zu bekommen, was denn überhaupt praktikabel ist. Insofern finde ich dieses Upgrading (Wavestation 2.0) auch gut und richtig. Man kann nicht immer alles von vorne lernen, darum ist 'Neues' eben auch immer aufgebohrtes Altes. Das Problem ist immer die Bedienbarkeit - das war ja bei der ersten Wavestation schon so. Darum geht ohne Editor - GUI im weitesten Sinne - ja fast gar nichts mehr, bzw. ist die Fülle der Funktion am Gerät selbst nicht komfortabel zu machen. Darum finde ich auch diese ganzen reduzierten Kästchen gut. NTS-1, Volcas und so. Ein paar Knöpfe und möglichst nicht das Manual lesen müssen. Ich finde es eigentlich ganz gut, dass die Industrie sich soviel einfallen lassen muss.
 
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