Was tönt wie ein Jupiter 8 und kostet ein Bruchteil?

Dieses Thema im Forum "Analog" wurde erstellt von Murano, 7. September 2010.

  1. Murano

    Murano -

    Für mich ist Rolands Jupiter 8 klanglich the State of the Art – in den 80ern haben sie viele Popproduktionen geprägt (Spliff, Howard Jones, Michael Jackson, Giorgio Moroder usw). Allerdings habe ich keine Lust, dafür Tausende auszugeben. Was meint Ihr, welche Teile kommen am nächsten an die JP's ran (nicht von der Bedienung und von den Möglichkeiten her sondern punkto Klangbild)?
     
  2. Der Roland JX3P hat identische Filter. Damit läßt sich schon einiges machen.
     
  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Die weiche Version von Arturia?



    ADMIN: youtube eingebaut (ist einfach siehe AdminShoutbox oben)
     
  4. RetroSound

    RetroSound ●--~√V√V√V~--●

    100% ige Überschneidung gibt es nicht aber von Klang-Charkter ist der Juno-6/60 nahe dran. Oder der MKS-80. Auch die Roland JX Synths sind eine gute Alternative.

    Trotzdem ist das alles kein Jupiter-8.
     
  5. Wichtig für die imitation des Jupiter sind Hard-Sync und die Rolandfilter. Da kannst Du - wie schon beschrieben - JX3P oder JX8P nehmen, wobei man am Mischpult die Bässe leicht anheben sollte, beim JX8P mehr als beim JX3P.
    Von den modernen finde ich dass der Nord Lead 1 und der Nord Modular (1) erstaunlich JP8-mäßig klingen kann.
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Roland hat ja bekanntlich versucht, mit dem Jupiter 8 den Prophet 5 nachzustricken. Die Schaltungsunterlagen wurden bei mir von der deutschen Roland Depandance erbeten und schnurstraks nach Japan weitergeleitet. Dass das in entscheidenden Funktionen wie beispielsweise dem Sync in die Hose gegangen ist, sollte man wissen.
     
  7. 1.) Ähnliche Stories erzählen gewisse Leute von Dave Smith und John Bowen und den Emu-Modular- und Oberheim-Schaltplänen.
    2.) Ich glaube, dass Roland genau wusste, dass sie an entscheidenden Stellen anders klingen müssen. Der Hardsync klingt anders, weil eben Saw-Core VCOs anders hard-syncen als die Triangle-core VCOs im CEM3340, die der Prophet verwendet.
    3.) Beim Jupiter 8 waren die VCOs ja noch diskret gebaut; eher den Moog Prodigy VCOs ähnelnd. Beim Jupiter 6, der dann mit CEM3340 arbeitet, haben sie muehsam extern einen Saw-core-hardsync extern hinzu gestrickt, obgleich der Chip eigentlich die berühmte "Prophet Hardsync" geboten hätte (die es zudem in diversen anderen Synths gegeben hätte).
     
  8. Interessant. Haben die das gemacht, um sich im Klang von den anderen Maschinen abzuheben?
     
  9. kl~ak

    kl~ak -

    kann man die jx auch mit nem normalen midicontroller ansteuern oder muß es unbedingt der programmer sein _ ich mein die programmer sind ja mitlerweile teurer als die kisten selbst...

    ich glaube beim jx3p kam da noch hinzu, dass der nicht mehr midiansteuerbar ist wenn man den controller benutzt :roll:

    grüße jaash
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    Un was iss nu mit der Software-Emulation? Taucht die nix?
     
  11. Das ist ein eigenes Protokoll, die der Programmer verwendet. Dafür gibt es auch einen extra Eingang am JX, geht also nicht über die MIDI Schnittstelle.
     
  12. Crabman

    Crabman recht aktiv

    Wobei sich der 3P auch gut am Gerät bedienen lässt.

    Die Arturia Software hab ich nur mal als Demo ausprobiert.Und flog schnell wieder runter,hat mir nicht gefallen.Mehr ´ne Fototapete von einem Polyanalogen als eine Emulation :gay:
     
  13. Ob Sie das deswegen gemacht haben, weiss ich natuerlich nicht. Aber es ist ein Heidenaufwand und da muss es schon einen Grund gegeben haben. Justiziable Gründe gab es sicher nicht.
    Zumindest damals fand ich auch, dass der Hard-Sync beim Prophet überhaupt nicht fetzt, jedenfalls nicht so wie beim ARP oder beim Roland System 100.
     
  14. Neo

    Neo aktiviert

    nein
     
  15. tandem

    tandem aktiviert

    Ich habe bisher weder an einem Prophet 5 noch an einem Jupiter 8 rumgeschraubt, aber der Nord Lead orientiert sich ja vom Aufbau am Prophet 5 und es gibt sogar eine Bank mit nachgebauten P5-Presets. Interessant, dass Florian jetzt eher Ähnlichkeiten zum JP8 sieht. Würde mich mal interessieren, wie andere das beurteilen...? Sind sich P5 und JP8 vielleicht ähnlicher als ich bisher dachte? Wie wäre es dann mit einem Prophet 08 als (analoge) Alternative zum JP8?
     
  16. Anonymous

    Anonymous Guest

    Jupiter 8 und Prophet 5 unterscheiden sich im Klang sehr stark. Ich habe lediglich darauf hinweisen wollen, dass die Firma Roland auch einen Synthesizer im Programm haben wollte, der der damaligen allgemeinen Vorstellung von Professionalität entsprach.
     
  17. RetroSound

    RetroSound ●--~√V√V√V~--●

    Dem kann ich voll zustimmen. Jupiter-8 und Prophet-5 klingen absolut unterschiedlich. Prophet-5 und OB-Xa (nicht OB-X) tönen dagegen wieder sehr ähnlich. Der Nord Lead lehnt sich zwar konzeptionell am Prophet-5 an, aber klanglich liegen Welten dazwischen.

    Der JP-8 klingt ziemlich eigenständig und die einzigste, wirkliche Alternative wäre meiner Meinung nach nur der MKS-80, wenn du nur auf den Klangcharakter zielst. Allerdings gibt es auch hier klangliche und konzeptionelle Unterschiede. Läßt man die Funktionen des 2. VCO´s , wie Sync, Crossmod. etc außen vor, kommt der JU-60 vom Klangbild her dem JP-8 sehr nahe.
     
  18. Es kommt drauf an, was man vom JP8 will.

    In der Stimmarchitektur gibt es vier Aspekte deren Zusammenspiel den JP8 einzigartig machen.
    1.) er hat zwei echte VCOs
    2.) er hat Hardware Envelopes
    3.) er benutzt das IR3109 als vierpol Tiefpassfilter
    4.) es gibt die Möglichkeit sounds zu layern.

    Alle vier Aspekte zusammen gibt es bei keinem anderen Synth.

    Will man zwei echte VCOs, dann gibt es von Roland nur noch den JP6, bzw. den MKS80, aber die haben ein deutlich anders klingendes (und andersaufgebautes) Filter (obgleich mit dem gleichen chip). Allerdings kann zumindest der JP6 kein Sound-Layering (MKS80 weiss ich grade nicht).
    Sonst gibts mit zwei echten VCOs nur noch Prophet 5 und seine Ableger (T8, P10), OB8/OBX, MemoryMoog und den Polykobol. Die als "Ersatz" für einen JP8 zusehen, ist nun doch etwas absurd. Zudem klingen sie einfach allesamt anders.

    Akzeptiert man DCOs und digitale Hüllkurven, so kommt der JX8P dem JP8 am nächsten. Aber hier fehlt schon jede Menge an Schwebung (und urgewalt beim Unisono-Mode).

    Nimmt man weiterhin die Einschränkung mit nur einer Hüllkurve hin, dann ist der JX3P ok. Vorallem das Filter ist identisch zum JP8 und in vielen Aspekten klingt er dem JP8 ähnlicher als der JX8P.

    Akzeptiert man dann auch noch das fehlen des zweiten Oszillators, dann erst ist man bei der Juno-Serie. Die ist aber meines Erachtens schon sehr weit vom JP8 weg.

    Dann kommen andere DCO-Synths die dann allerdings nicht mehr das Roland-Filter haben, und die machen sich den Ranglistenplatz mit diversen Emulationen streitig.



    Ganz am Rande gibt es dann noch einen anderen Aspekt, den man aber mit jedem beliebigen Synth adaptieren kann: Produktionen mit dem JP8 wurde defakto nie aus einem Sequencer heraus gemacht, sondern immer von Hand gespielt - schlicht, weil Workstation-Sequencer im heutigen Sinne extrem selten waren. Das höchste der Gefühle war die Synchronisation des Arpeggiators mit einer Rhythmusmaschine.
    Ich denke, dass diese Arbeitsweise sehr großen Einfluss auf den "Sound" hat, den man gemacht hat. Dass dann da ein JP8 dabei war, ist ggf zweitrangig.
     
  19. Für den JX3P wird zur Zeit eine Modifikation entwickelt, mit der man dann u.a. eine zweite Hüllkurve (für den VCA) sowie erweiterte LFOs zur Verfügung hat.

    http://www.kiwitechnics.com/JX3P.htm
     
  20. [Loriot]Ach![/Loriot] ;-)
     
  21. Crabman

    Crabman recht aktiv

    Leider kein Chord Memory...das hätte dem ganzen noch das ultimative Krönchen aufgesetzt :gay:
     
  22. "Dann ist die Sache für mich erledigt" (Wilhelm Bendow und Franz-Otto Krüger with a little help by Loriot) ;-)
     
  23. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.
    Ich hatte Murray zwei Sachen vorgeschlagen:
    1. Chordmemory - also das, was man von Polysix etc kennt
    2. Chordautohold - im Prinzip ein Hold, das aber mit jedem neu gegriffenen Akkord resettet und dann wieder aktiviert wird

    Und nun kommts: diese Beiden Modi sollen einen 16step-Triggersequencer bekommen. Sprich: Man macht Chordmemory, dann wählt auf den 16 Programmtasten die Steps, die getriggert werden sollen, und ab geht die Post. Das ganze soll natuerlich dann während dem abspielen editierbar sein.

    Murray findet das zwar gut, will es aber erst in eine spätere Version reinnehmen.
     
  24. ppg360

    ppg360 fummdich-fummdich-ratata

    Auch auf die Gefahr hin, den Preis ins Uferlose zu treiben, schließe ich mich der Meinung "JX-3P" an. Die meisten Brot-und-Butter-Klänge, die der JP-8 so machen kann, macht der JX genauso gut. Die Unterschiede liegen im Detail, z. B. fehlender Unisonmodus, Arpeggiator und dergleichen. Der JP-8 faucht besser, aber wenn irgendwann das Paintingwithsound-Upgrade für den JX-3P erscheint, sollten auch speziellere Klänge des JP-8 nachzubilden sein.

    Was die Ähnlichkeit zwischen Prophet 5 und JP-8 angeht, so finde ich, daß der P-5 durchaus ähnliche Klänge wíe der Roland erzeugen kann, meiner Meinung nach aber noch aggressiver und fauchender zur Sache geht. Der Roland klingt tendenziell weicher, "fedriger" und rauchiger, der Prophet hat fast schon etwas von einem Minimoog an sich (nicht nur das Design...), ist ähnlich rockig.

    Ich habe bei einigen Alben von Tangerine Dream aus der Zeit um 1984 immer geglaubt, einen JP-8 zu hören. Als ich dann die Presets des JX-3P durchprobierte, fand ich sofort einige dieser Klänge wieder und war positiv überrascht. So positiv, daß ich mir gleich einen zweiten JX-3P hingestellt habe :). Klar, rein visuell reicht dem Jupiter so schnell keiner das Wasser, vor allem nicht das häßliche Entlein JX-3P, aber für den Anfang...

    Stephen
     
  25. Moogulator

    Moogulator Admin

    Die klingen auch "nach <a href=http://www.sequencer.de/syns/roland>Roland</a>" aber nicht wie ein Jupiter. Wenn du wirklich diesen Sound willst, kommst du noch am ehesten mit dem MKS80 dran, ein wenig noch mit dem Jupiter6, der jedoch "dünner" klingt, dafür aber Multimodulefilter hat und Modulation der Xmod sowie die Option auf MIDI Controllersteuerung über die Europa Erweiterung. Die Soft klingt leider nur entfernt so wie ein Jupiter, etwa so echt wie die ARP2600 Emulation. Funktionell erfüllt sie die Funktion eines "Kompaktsynthesizers Typ Polyanalog" durchaus. Aber wenn du bestimmte Details des Jp8 Sounds magst, dann wird das schwer, auch die TB303 Filterversion des Omega ist nur eine Erinnerung an den Sound, aber eine Alternative - Kostet aber sehr viel mit 8 Stimmen. Der Jp6 hat übrigens auch keinen 2Pol Mode wie der Jp8.

    Wenn du mit einem JX8P klar kommst? Howard Jones und andere haben ihn ebenfalls im Einsatz, für Pads und so ist das ok, für schnelle Perc-Sounds und Sachen, die mit dem LFO arbeiten (der ist sehr schnell bei den Jupitern aber nicht bei den Nachfolgern). Der Klang ist weicher und weniger "direkt" nach meiner Auffassung als der des JP8. Funktional hat der schon ähnliche Möglichkeiten, aber klingt schon anders. Das ist leider so, wenn du einen bestimmten Sound suchst. Aber ein JX kostet sehr wenig, besonders ohne Programmer. Daher würde ich nahelegen den mal zu probieren. Er klingt etwa so:

    https://www.sequencer.de/syns/roland/JX8P.html
    Gegenüber stellen könnte man noch die Alpha Junos, aber die können erheblich weniger.
    https://www.sequencer.de/syns/roland/Alp ... Juno1.html
    Der Klang ist schon gut, sogar etwas "besser" als der des JX. Aber auch alles eine Frage des pers. Geschmacks. Finde aber nicht wirklich, dass man den Jupitersound damit auch hat. Nur div. klassische Pads und so, die zumindest "nach Roland" klingen.
     
  26. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Wo genau liegen die klanglichen Unterschiede, den Demos nach auf Synthmania nach zu schliessen scheinen die Sync Sounds am Jupiter 8 ungewoehnlich gleichmaessig und weniger "kratzig" zu klingen oder meinst du was anderes?
     
  27. Anonymous

    Anonymous Guest

    jup 6 mit europa, dann ist man sogar state of the art
    am besten den hier :mrgreen:


    habe mal gehört im mks80 wäre ein jup6 und kein jup8 verbaut, keine ahnung was da dran ist.
     
  28. Ich weiss, dass ich mich damit unbeliebt mache, aber die Pads aus meinem JX-8P oder dem JP-8080 klangen edler, schöner, teurer, interessanter als die Pads des JP-8.

    Der MKS-80 liefert fettere Leads, ist aber sonst ne ziemliche Gurke.

    Bässe macht ein Moog bässere.

    FX - da kann der Jupp ausser Cross Modulation nix wirklich Interessantes bieten.

    Was bleibt also als Grund für einen Jupp?

    Es ist einfach die pure Oszillator-Power. Kein Akkord klingt so kräftig wie auf einem Jupiter 8 (vielleicht kann da noch ein OBX mithalten).

    Der Arturia JP-8V macht die Original-Sounds, wie ich finde, sehr schön nach. Es fehlt aber an Lebendigkeit.

    Klar sind JX-3P, JX-8P und Juno gute Ersatzsynths für einen JP-8. Aber natürlich nur in kleinen Teilbereichen.
     
  29. Crabman

    Crabman recht aktiv

    Dafür"leben"die aber.Ich finde das der virtuelle JP sich zu einem Polyanalogen so verhält wie 2D zu 3D.Irgendwie "platt"und leblos.Ohne da jetzt die xte Soft vs.Hard Debatte vom Zaun brechen zu wollen.Aber ich finde andere von Arturia sind besser gelungen.Ich würd auch gern mal deren Prophet Interpretation testen...oder den Polykobol von Xils-lab.glaub ich geh mal schauen ob`s dazu demos gibt...
     
  30. Horn

    Horn ||

    Warum gerade Nord Lead 1? Kommt der näher ran als etwas der Nord Lead 2x?
     

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