Was versteht ihr unter Weiterentwicklung in der Musik?

Das Gefühl habe ich auch.
Man sieht es auch an der Tendenz zu den neuen Instrumenten, denn da kommt immer mehr Noise, Drone, Verzerr- und Kaputtmachzeugs, weil damit irgendwie auch Jeder umgehen kann.
Neue Version von "Die jungen Leute machen ja nur Krach".
 
das dauert nicht mehr so lange. Seit den 1940er Jahen steigt die verfügbare Rechenleisung und deren Integrationsgrad exponentiell an,
ok, in Sachen Rechenleistung mag das sein. Aber ich meinte auch die Robotik. Klar können Robbis heute schon Instrummente relativ
gut spielen je nach Instrumment.
Einen Pinsel zu führen sehe ich aber wesentlich komplexer zudem wie gesagt nicht nur die Pinselführung sondern auch zusätzlich
das Farbenmischen, ständige reinigen und zusätzliche mechanische Bearbeitung wie Nasen auf einer Leinwand wegkratzen. Ich sehe
nicht generell zwischen dem Ergebniss aktiver Handarbeit eines Menschen und einer Maschine bzw. Humanoiden aber bei manchen Dingen
sehe ich das es ein komplexer Humanoid sein muß und keine "Einspannmaschine". So und dann ,wenn dieser Humanoid mal existieren sollte
irgendwann können sich Kenner immer noch über das Ergebniss ihrer Werke streiten. Wer ist der interessantere Künstler ,wessen Arbeit ist "organischer",
wer überrascht mehr mit seiner continuität an Ideen? Ich denke beides ist fanzinierend und vor allem wird der Mensch ansich als Künstler auch faszinierend
und als Individuum interessant bleiben denke ich. Ich hoffe es, denn ich bin gerne von Menschen und ihrer Kunst fasziniert. Mal als Beispiel
den Film "Ambient Trip Commander". Ich liebe diesen Film. Und ich kann ungefähr abschätzen wieviel Arbeit da drinn steckt (eigentlich nicht mal ungefähr).
Es muß unglaublich viel Arbeit gewesen sein und verdient höchsten Respekt für seine Story und Einzigartigkeit. Mir kann keiner weismachen daß
so ein Werk einfach mal so in zwei Minuten von einer KI geschaffen werden kann wenn es zudem etwas wirklich eigenes sein soll. Jeder der sich die Mühe für einen
Animationsfilm machen würde, würde ihn auf seine eigen Art machen es sei denn er kupfert ab.
Das bedeuted daß es hunderte ,tausende ,Millionen ,Milliarden individuelle
Filme mit individueller Musik geben könnte und niemand weiß wie die wären und auch keine KI weiß das. Der Faktor Mensch ist also wesentlich um neues
zu schaffen meiner Meinung nach, denn wie diu schon durchleuchten läßt mit dem Begriff "Rechenleistung" basiert KI nur auf Berechnung und sammeln
von Daten. In Milliarden von komplexen Menschengehirnen geht ,wenn man sich das mal realistisch betrachtet viel mehr ab. Natürlich ist KI ein mächtiges
Zusatzool für Kreativitär in Zukunft aber wir sollten alle von der "auf den Knopf drücken=fertig Theorie" abkommen. Aber o.k. da warst du glaub ich
auch bei mir. Es ging um die exponentielle Rechenleistungssteigerung die natürlich crass ist aber die Komplexität nur einer Menschlichen Hand ist noch ein
weiter Weg wenn man mal auch sieht aus wieviel Knochen eine Hand besteht...naja gut "nur" 27 ,aber die muß man robotisch erstmal realisieren die Muskeln
und nicht zu vergessen.
Ein Interessanter Bericht zu einer Ki gesteuerten Handprothese, aber halt noch sehr unpräziese und wie gesagt ist speziell für das Pinselführen
mit Farbe sehr hohe flexibilität und präzession gefragt. Der Arm schwingt ,das Handgelenk, viele Drehungen/Bewegungen usw.
Gespannt darf man sein wie es weitergeht ,aber ich sehe da noch einen langen Weg.
 
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Man sieht es auch an der Tendenz zu den neuen Instrumenten, denn da kommt immer mehr Noise, Drone, Verzerr- und Kaputtmachzeugs, weil damit irgendwie auch Jeder umgehen kann.
genau das hat mal ein Dude zu mir gesagt. "Öhhh, was haste ,sön Syntheseisör? Och an Knöppen rumdrehen kann ich auch" Hab den dann nach dem
flachen Spruch gar nicht erst zu mir in die Bude gelassen.
Ich finde auch Bitcrusher oder Übersteuern oder Pitchshifting und so weiter muß gekonnt sein!!
 
Keine Ahnung, wo die Reise hingeht, aber wahrscheinlich irgend ein Paradigmenwechsel, der für die meisten völlig unerwartet kommt. Ich finde jetzt bereits, dass die gegenwärtigen Genres aus der Zeit gefallen wirken. In der Welt passiert gerade so viel wie lange nicht mehr und der Ausdruck, der beschreibt, was in den Leuten vorgeht, fehlt meiner Meinung nach gerade.

Wenn ich auf irgendeinen sichtbaren Trend setzen müsste, ist vielleicht Latincore in 15-20 Jahren im Mainstream angekommen mit einer dann gefestigten Struktur.
 
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und der Ausdruck, der beschreibt, was in den Leuten vorgeht, fehlt meiner Meinung nach gerade.

Stimmt. Ausdruck, Naivität, authentisches Gefühl - Dem ggü. stehen dann Perfektionismus, der mMn nicht gut klingt und mich zumindest nicht mitreisst.

Aber wenn man sich die Festivals anschaut, sind die Leute keinesfalls vom langweiligen Sound unberührt.

Möglicherweise liegt es an Diskrepanzen zwischen Musiker/Produzent <> Konsument.

Diese Brücke kann nicht jeder verbinden.
 
Und man weiß auch, dass Voraussagungen über die Zukunft nicht eintreffen müssen, hatte nicht damals Kraftwerk Begründer Ralf Hütter gesagt in 20 Jahren wird keiner mehr mit akustischen Instrumenten auf die Bühne gehen nur noch mit einem Computer? Wir sehen heute immer noch Bands, die ganz mit normalen Instrumenten Musik machen auf der Bühne und im Studio, mit Gitarre und Schlagzeug zum Beispiel. Natürlich können dort in ein paar Jahren auch Roboter stehen, die mit einer KI das alles machen, die ein Sammelsurium an Daten haben von über 1000 Millionen verschiedenen Varianten von Musik und Klängen und auch selbstständig in der Lage sind etwas Neues zu erschaffen. Sind dann zukünftig die A.I./KI Macher die Trends vorgeben können? Kann sein, muss aber nicht. Neben der Gefahr, dass KI eingesetzt wird als Herrschaftsinstrument zur Unterdrückung der Bevölkerung, kann diese Technik auch die eigene Kreativität ausbremsen. Es bricht eine allgemeine Faulheit aus und Menschen entwickeln sich zurück, wissen gar nicht mehr was Noten sind, werden zu passiven Zuhöhrer, die KI Macher und Big Tech Unternehmen sind dann die Macher von musikalischen Trends, der grosse Bruder, Skynet. Zum Beispiel hätte die Industrie nicht diverse technische Entwicklungen im Gang gesetzt, würde es bestimmte Musikstile gar nicht geben, sie wären gar nicht so umsetzbar gewesen.
 
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Neue Version von "Die jungen Leute machen ja nur Krach".
Was teilweise auch stimmt, wenn man sich auch mal die ganzen Presets anhört, von Massive X und anderen Tools. Das scheint Moment irgendwie cool/modisch/hip zu sein alles irgendwie so zu verzerren. Krach gab’s natürlich auch schon damals in der Rockszene, man wollte sich austoben. Dann wurde später in der Techno Ära die Klänge verzerrt mit einem Distortion/Overdrive, weil einige Leute dann gemeint haben, dass klingt ohne viel zu soft und langweilig. Die Industrie reagierte darauf und brachten TB303 Clones auf dem Markt mit eingebauten Overdrive Effekt. Krach kann auch ein Ausdruck von Aggression sein, Aggression ist das Ergebnis eines rebellischen Verhaltens, gegen die Eltern, gegen Tradition, gegen das Alte.
 
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hatte nicht damals Kraftwerk Begründer Ralf Hütter gesagt in 20 Jahren wird keiner mehr mit akustischen Instrumenten auf die Bühne gehen nur noch mit einem Computer?

Er hatte damit auch in sofern recht, dass der Großteil, der von der Jugend präferierten Musik, nicht handgespielt und auch nicht handgespielt vorführbar wäre.

Nur weil es noch Nischen gibt, ist es noch lange keine Widerlegung
 
Er hatte damit auch in sofern recht, dass der Großteil, der von der Jugend präferierten Musik, nicht handgespielt und auch nicht handgespielt vorführbar wäre.

Nur weil es noch Nischen gibt, ist es noch lange keine Widerlegung
Die Möglichkeiten sind größer geworden das stimmt.
 


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