Wellenformen erstellen für den sampler ??

Dieses Thema im Forum "Digital" wurde erstellt von siebenachtel, 16. Dezember 2012.

  1. siebenachtel

    siebenachtel bin angekommen

    Hallo,
    ( keine ahnung wo ich das am besten poste, dachte zuerst modularecke, denke "digital" ist aber besser, brauche ja den Rat der sampler freaks )

    wollte mal fragen wie ich auf dem modular wellenformen generiere um sie im sampler als Synth zu spielen.
    D.h. was mir nicht klar ist ist wie man schneidet ?

    angenommen ich hab nen sinus und will ein eigenes sample für jede taste,
    dann würde ich den VCO/sinus jeweils entsprechend stimmen und so schneiden dass ich genau einen durchgang habe.
    aber was mache ich wenn ich sehr komplexe wellenformen schneiden will ?
    im weitern wäre mein plan die wellenform über die tonhöhen verteilt zu verändern.
    Was mache ich wenn die verschiedenen wellenformen nicht mehr gleich lang sind ?
    z.bsp. auch bei verschiedenen wellen für unterscheidliche velocity
    Wie mache ich das dass die tonhöhe entsprechend stimmt in der Tonhöhe ohne endloses try and error ?
    mir ist nicht klar was alles die tonhöhe definiert ums mal sorum zu sagen.


    weitere frage: welche sampler sind für manuelles sampling und schneiden am besten in der Bedienung ?
    ( brauche beim sampler kein FX und auch keine filter ) tendiere zum EMU ultra
     
  2. kl~ak

    kl~ak Tach

    wow :shock:

    also ich als nichtsamplefrak versuche es trotzdem mal ...


    am besten dein samper kann pitchen ohne timestretch ... dann brauchst du nur ein sample und kannst das chromatisch spielen. das sample ist dann dein ganzer sound.


    wenn du nur einen durchlauf loopen willst bestimmt die länge des sampels den grundton - ähnlich wie bei hardsync. du kannst sozusagen einige ms einfach cutten und fertig. willst du das originalsampel in einer bestimmten tobhöhe, so musst du genau einen zyklus treffen. bei komplexen sachen nahezu unmöglich ...


    die sampels sind für jede frequenz immer gleich lang. tiefe frequenzen länger als hohe freq. = ein zyklus wird in ms genau so lang sein, wie die frequenz das vorgibt.

    zb 100hz = 10ms usw...

    :dunno: was meinst du damit ?

    bis zu einigen ms nur die länge des sampels - dann auch das gesampelte material ...


    ich würde mal überlegen ob die sache überhaupt sinnvoll ist ... ich glaube die mpc kann mit jjo2 sampels chromatisch spielen _ bin mir da aber nicht sicher. ich würde nach so einer lösung suchen -> also nen sampler, der das kann.


    ansonsten bist du eigentlich mit deiner überlegung eher in der wavetableabteilung. damit würde ich mich dann eher befasen und mir mal nen wavetablesynth ansehen, der einfach eigene wavetables importieren kann. = ich dnke, dass ist die beste entscheidung, wenn ich deine frage richtig verstanden habe ....


    ______


    so und jetzt die samplefreaks :mrgreen:
     
  3. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    Wenn du eine zyklische Wellenform hast, kannst du Aufnehmen und einen Zyklus rausschnipfeln. Am besten von Nullstelle zu Nullstelle, damit es kein Knacksen beim "Einschwingen" gibt. Wenn du so ein Sample dann in denen Sampler reinlädst, wirst du dies in der Regel sofort chromatisch über die Tastatur spielen können. Es genügt also, eine Tonhöhe aufzunehmen und gut is. Bedenke, dass so ein D/A Wandler eine feste Samplerate hat, und daher beim Langsamer Abspielen eine einzelne "Punkte" (um nicht den Begriff Sample mit einer zweiten Bedeutung zu verwenden)interpoliert, beim schneller abspielen einzelne Punkte wegelassen werden.

    Wenn du eine nicht-zyklische Wellenform hast, was eigentlich bei allen interessanten Sounds der Fall ist, dann hast du leider mit dem Sampler ausgeschissen. Jetzt musst du dein Hirn einschalten und dir selber irgendwas überlegen. Pauschaltipps gibts es keine, da das Vorgehen enorm vom aufznehmenden Sound abhängt. Da die meisten Sampler Filter und Crossover Funktion und so Scherze haben, kann man sich dann in der Praxis doch immer irgendwas basteln, was sich einigermaßen so anhört wie das Original. Es wird aber in jedem Fall ein Kompromiss sein.

    Zur gefühlten Tonhöhe: Das Ohr zuerlegt ein Signal zuerst in sein Spektrum (man nimmt an, dass diese Zerlegung teilweise "mechanisch" und teilweise über neuronale Netze geschieht). Ob das Signal überhaupt als Ton wahrnehmbar ist, hängt davon ab, in welchem Verhältnis die einzelnen Frequenzen zueinander stehen. Ein idealisierter Ton (der in der Natur niemals auftaucht) enthält eine tiefste Frequenz ("Grundton") und weitere Frequenzen, die ganzzahlige Vielfache des Gruntons sind ("Obertöne") mit abnehmender Amplitude. Die Frequenz des Grundtons bestimmt die wahrgenommene Tonhöhe.

    Der langer Rede kurzer Sinn ist aber: Irgendwelches langweiliges Fachwissen bringt dich nicht ans Ziel, vorallem nicht schnell, im Gegensatz zum selber ausprobieren. Ich glaube, wenn du schon einmal ein paar Stunden mit einem Sampler gespielt hättest, hätten sich deine Fragen schon selbst erledigt.
     
  4. Eine sehr komfortable Lösung, dein Vorhaben umzusetzen, wäre ein Tool wie Sample Robot ( http://www.samplerobot.de).
    Die Automatisierungsfunktionen sind hier ziemlich umfangreich vorhanden und etliche Export- und Aufnahmemöglichkeiten nehmen dir ebenfalls viel Arbeit ab. Theoretisch kannst du vollautomatisch jede Note in jeder Velocityeinstellung (oder CC Verläufen etc.) samplen und anschließend als Multisample speichern.
    Je nach Ausgangsquelle und Ansteuerungsart (MIDI, halbautomatisch - also ohne Program changes - oder komplett manuell,. z.B. bei komplett handgespielten Instrumenten) werden die Samples aufgezeichnet und vorbereitet. Anschließend kannst du detaillierte Änderungen vornehmen, falls gewünscht.
    Ach so: Nulldurchgänge werden vom Programm erkannt, problematische Stellen per Crossfade geglättet. Letzteres muss allerdings vom Sampler anschließend erkannt werden. Im Sampler von Ableton z.B. klappt das hervorragend.
     
  5. siebenachtel

    siebenachtel bin angekommen

    vielen Dank für die antworten, die helfen mir schon mal weiter.

    MPC hab ich, war bisher nur als drumsampler in gebrauch :oops: ( genaugesagt choppe ich nur mit der MPC)
    Habe gestern damit aber noch etwas rumexperimentiert. Das gab mir mal ne erste Idee.
    Zusammen mit euren antworten ist jetzt das Bild klarer. D.h. das was ich will geht auf die ganz schnelle nicht !
    Ja, beim gedanken mit wavetable bin ich gestern auch noch gelandet.
    Blofeld hatte ich mal ( der musste zurück wegen übelem bug udn totalabsturz). Hatte es bei dem nicht geschafft samples zu laden.

    soweit mal meine erfahrung:
    ich habe waveformen im modular "erstellt".
    habe mit 2 digitalen VCOs gearbeitet, zuerest PDO da ich eh grad an dem dran war, dann noch schnell den VCDO
    Tatsächlich reichte in der MPC eine wellenform um sie über alle pads zu spielen :shock: :lol:
    Der Grundklang war durch die digitalisierung erstmal anders.
    Bei den sehr komplexen geschichten wars mir nicht mehr möglich zu sagen wo die wellenform original anfängt.
    Ein-durchgang war aber auszumachen.

    Das interssante war: wirklich nur schnell auf die schnelle was gesampelt,schnell geschnitten ( halt die nhulldurchgänge suchen) ohne was weiter einzustellen,
    und ich hatte sounds die sich durchaus mit allem messen könnten was ich an digitalen kisten hatte.
    komischerweise hatten die wellen jeweils wie nen LFO effekt drauf der sich je nach taste/Pad veränderte


    muss mir samplerobot mal angucken demnach.
    dachte das wäre "nur" für vollautomatisches sampling

    merci,
    jetzt mal frühstücken


    die Wellen verschieden verbiegen, also z.bsp. immer obertonreicher oder agressiver werden lassen über die tastatur verteilt.
    Ja Blofeld wäre wirklich ideal. sampleladen hatte wie gesagt nicht geklappt.
    wieso shock ?
    ....ja, jetzt soll der modular in nen sampler rein :lol: :lol:

    gut sieht dann also so aus als tut sich da ne neue "wissenschaft" auf in die ich eintauchen muss...werde.
    die ersten experimente waren für mich wirklich sehr positiv.
    Nen sampler brauch ich sowieso um die MPC zu entlasten, den speicher in der MPC immer frei zu haben für onthe fly recordings und samplegenerierung

    sorry, sieht mal wieder sehr lang aus das post :lol:
     
  6. kl~ak

    kl~ak Tach

    welches os hast du in der mpc _ spielt die das dann chromatisch?

    pitchshiftet die das sampel oder spielt die das nur schneller ab ???
     
  7. siebenachtel

    siebenachtel bin angekommen

    ich habe JJ-OS2XL, hmmm, das spielt das sample nur schneller oder langsamer, hört man bei loops..
    chromatisch geht. Der tune parameter kann in halbtönen verstellt werden, oder in cents.

    im "Synth" modus den ich jetzt auch das erste mal benutzt habe wird das sample automatisch gemapt.
    einfach sample auswählen und schon liegts auf allen pads chromatisch spielbereit vor.
    wird ca. 2 oktaven runter transponiert für pad 1.
     
  8. siebenachtel

    siebenachtel bin angekommen

    ich war die letzten tage etwas am wellenformen sampeln, alles in der MPC.
    einmal wollte ich in dann aber in wavelab schneiden.
    sowohl bei MPC1k wie auch bei wavelab5 komme ich bei hohen tonlagen an die grenzen des möglichen.
    Da reicht mir die auflöung zum schneiden nicht mehr.........
    MPC müsste eigentlich auch samplegenau schneiden können. Wavelab wohl sowieso..........
    alles nicht so einfach. von nur einem wellenZyklus schneiden brauchen wir gar nicht zu reden.
    Fing dann an immer 4 durchgänge zu schneiden.
    bei einem Zyklus komme ich schon bei der zweiten oder dritten oktave in der MPC an die grenzen der minimal möglichen looplänge.
    MPC ( JJOS2XL)ist also definitif nicht wirklich für synthsounds gemacht.
    so zum notbehelf um mal schnell nen sound zu haben gehts. Klanglich war ich hingegen von der MPC sehr angetan.
    Mann, also mit meinen wellenformen die ich generiert habe tönte das MPC filter, welches ich sonst NIE, benutze, saumässig geil.
    Mensch die sounds waren wirklich ne überraschung für einfach so auf die schnelle, mit nur einem einzigen sample.
    Da musste auch im mQ und Blofeld schon richtig patchen wenns so tönnen soll. IMHO

    dieselben wellenformen gingen dann auch in den octatrack.dort habe ich mit den minimalen looplängen mehr freiheit.
    überraschenderweise tönte das allgemein als sehr gut bezeichnete octatrack Filter nicht so cool wie das in der MPC mitd en wellenformen.
    überhaupt, einmal mehr hatte ich das gefühl dass der octatrack nicht sooo gut tönt. ....wird dem octa aber immer attestiert.

    inngesammt habe ich bisher nen rechten kampf gehabt mit den wellenformen,
    perfekt schneiden war nicht.allenfalls die tiefste oktave.
    hatte eigentlich fast bei allen samples zusätzliche "obertöne" sprich mist drin.


    samplerobot dingens hatte ich was besorgt mit dem lappi.
    ist aber das MAC dingens,schneit schlechter zu sein wie sampelrobot und wie ich gestern im netz gesehen habe wohl nur für den ESX24.
    mal gucken......

    klanglich hatte ich aber bereits viel Spass.
     

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